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6. September 2010
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Liam Hages verstärkt den Vizemeister!
Kaderänderungen waren bei der ERG Iserlohn für die in wenigen Wochen startende Saison eigentlich nicht geplant, doch unverhofft kommt eben oft! Und so präsentiert der Vizemeister nun Liam Hages als Neuzugang. Der Nationalspieler kommt von Germania Herringen an den Hemberg.

Spielt nun für die ERG Iserlohn: Liam Hages. (Foto: ERG Iserlohn)
„Liam hat vor zehn Tagen bei mir angerufen und gesagt, er wolle unbedingt weg aus Herringen und Iserlohn sei seine erste Wahl “, erzählt ERGI-Trainer Detlef Strugala, wie es dazu kam. Und betont dabei ausdrücklich: „Auch wenn es wahrscheinlich niemand glauben wird, aber von uns aus sind wir in keinster Weise aktiv gewesen.“ Da sich der Nationalspieler, der aktuell mit der Deutschen Equipe in Wuppertal um eine EM-Medaille kämpft, nun einmal anbot, griffen die Sauerländer kurzerhand zu. „Eine solche Chance konnte wir uns doch nicht entgehen lassen“, so Clubchef Ralf Henke, der sicher ist, dass ansonsten wohl Cronenberg zugegriffen hätte.
Zudem passt die Verpflichtung des 20-Jährigen gut ins Konzept der Iserlohner, die ihren Kader damit weiter für die Zukunft rüsten.
„Mit Kai Milewski, Lukas Kost, Timon Henke, Kevin Karschau und nun Liam Hages haben wir fünf überaus talentierte Youngster, die allesamt erst am Beginn ihrer Karriere stehen. Ihnen gehört ganz klar die Zukunft.“
An der wird indes Andreas Paczia nicht mehr teilnehmen, der Abwehrspieler erteilte den Waldstädtern nach längerer Bedenkzeit nun eine Absage für ein weiteres Engagement am Hemberg.
„Wir bedauern es sehr, dass wir uns nicht für einen weitere Saison einigen konnten und wünschen ihm alles Gute für seine weitere sportliche Laufbahn", kommentierte Ralf Henke den Paczias Entschluss, zumal dem gebürtigen Düsseldorfer im Dienst der ERGI
die Rückkehr ins Nationalteam gelang.
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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20. Juni 2010
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Nun darf die ERGI doch noch feiern: Ü35 ist Meister!
Als "Legenden" gingen die ERGI-Oldies in den Kampf um den 6. DM-Titel der Ü35-Teams am Hemberg - und wurden dieser Bezeichnung mehr als nur gerecht: Fünf Spiele, fünf Siege, der Gastgeber behielt eine saubere Weste und feierte am Ende den Turniersieg ausgelassen.

Der neue Ü35-Meister ERG Iserlohn. (Foto: Jacques Casez)
Die Hausherren hatten dabei sicherlich auch ein wenig vom kurzfristigen Rückzug des RSV Weil profitiert, denn dadurch rutschten sie in die vermeintlich leichtere Vorrundengruppe B - und gingen entgegen dem ursprünglichen Spielplan Serienmeister Walsum und Titelverteidiger Darmstadt in der Gruppe A aus dem Weg.
Dass die Waldstädter vor eigenem Publikum große Ambitionen hatten, demonstrierten sie gleich zum Auftakt, als sie den MTV Celle mit 7:2 vom Platz fegten. Enger ging es dann im zweiten Gruppenspiel gegen den RHC Recklinghausen (der richtet im kommenden Jahr die Ü35-DM aus) zu. Nicht nur dass die beiden Ex-Iserlohner Arjan van Gerven (Gastspieler der ERGI) und Frank Teelen aufeinander trafen, der RHC hegte durchaus selbst Ansprüche auf eine Medaille. Entsprechend teuer verkaufte sich das Team und lag sogar mit 3:2 in Führung - wohlgemerkt nach einem 2:0-Vorsprung der ERGI.
Doch im Endspurt hatten die Hausherren den längeren Atmen und drehten die Partie noch zu einem 5:3-Erfolg. Dem Halbfinale als Gruppensieger stand nun nur noch der RSC Chemnitz im Wege, der sich beim Iserlohner 11:3-Sieg jedoch nur als Sparringspartner präsentierte.
Im Kampf um den Finaleinzug stand der ERGI dann der Titelverteidiger RSC Darmstadt gegenüber, der in der Gruppenphase gegen Friedlingen (5:5) und Walsum (4:8) jedoch schon deutlich Federn gelassen hatte und sich nur durch ein knappes 5:3 über Ober-Ramstadt in die Vorschlussrunde gerettet hatte. So kurz vor dem Ziel ließen sich die Gastgeber die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen und zogen den hessischen "Krokodilen" mit 8:0 sämtliche Zähne.
Im zweiten Spiel bezwang derweil die RESG Walsum Recklinghausen nur hauchdünn mit 5:4.
Rekordmeister gegen Gastgeber lautete somit die Endspielpaarung, wobei die RESG mit dem ehemaligen Iserlohner Carsten Tripp einen Topmann zwischen den Pfosten stehen hatten. Mit ihm im Rücken legten die Walsumer einen Blitzstart hin und lagen nach nur vier Minuten schon mit 2:0 in Führung. Doch die "Legenden" ließen sich dadurch nicht beirren und warteten in Ruhe auf ihre Chancen.
Die stellten sich bald ein - und wurden von Arjan van Gerven eiskalt genutzt, so dass es in der 13. Minute schon wieder 2:2 stand. Dabei hatte Jose Aleiso sogar noch einen Penalty vergeben (6.). Doch diesen Fauxpas bügelte der Iserlohner noch vor der Pause wieder glatt, als er aus der Distanz die Führung markierte. Sechs Sekunden vor Ablauf der Uhr traf Marco Plewe sogar noch zum 4:2 für die ERGI.
Noch gab sich Walsum aber nicht geschlagen, unmittelbar nach dem Seitenwechsel hieß es nur noch 4:3. Doch Jose Aleixo stellte postwendend den alten Abstand wieder her und Dirk Iwanowski erhöhte kurz darauf auf 6:3 (31.). nun ging es hin und her: dem 4:6 für Walsum ließ Arjan van Gerven das 7:4 folgen, dann war wieder die RESG am Zug - 5:7 (37.). Eine spannende Schlussphase war also garantiert. Doch die Gäste setzten nun zu sehr auf die Offensive und liefen damit ins offene Messer, denn Marco Plewe und Arjan van Gerven konterten zum 9:5-Endstand.
ERG Iserlohn: M. Sittler, T. Weber; D. Iwanowski, C. Reymann, F. Klingspor, J. Aleixo, A. van Gerven, M. Plewe, J.-P. Lander, P. Paas.
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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12. Juni 2010
Das Video zum Spiel bei

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Iserlohns Hoffnungen auf ein Wunder hielten 45 Minuten
Play-off-Finale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 2:4 (1:1)
Sie haben gekämpft, sie haben geackert und sie haben die über 800 Zuschauer - davon gut die Hälfte aus Wuppertal - in der Hemberghalle begeistert. Doch aller Einsatz des Iserlohner Rumpfteams ohne Carlos Nunez (Armbruch), Sergio Pereira (Sperre) und lange Zeit auch Kevin Karschau (Virusinfekt) war am Ende vergebens. Und dies drückte sich auch in den Emotionen der Hausherren aus ...
„Das ist nicht fair”, schluchzten die in Tränen aufgelösten ERGI-Cracks immer wieder, die sich vor ihren geistigen Augen noch einmal die gesamte Saison 2009/10 betrachteten. 20 Spiele lang waren die ungeschlagen - und nun stehen sie doch mit leeren Händen dar. „Die Jungs haben wirklich alles gegeben und hätten ein drittes Spiel verdient gehabt”, bekannte der niedergeschlagene ERGI-Trainer Detlef Strugala, und fügte die bittere Erkenntnis an: „Jetzt erfahren wir am eigenen Leib, was wir im vergangenen Jahr Herringen angetan haben.”

Vor dem Spiel schworen sich die ERGI-Cracks noch einmal am Mittelkreis auf ihr Ziel, ein drittes Spiel zu
erreichen, ein. (Foto: Graumann)
Zum Spiel: Die Iserlohner hatten sich bestens auf die Partie vorbereitet und wollten ihre Minimalchance nutzten, indem sie aus einer sehr kompakten Abwehr heraus auf Konter lauerten. Dabei hatten die Hausherren damit gerechnet, dass der RSC mit einem Sturmlauf frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen wollte - was jedoch nicht geschah: Cronenberg startete stattdessen überraschend behäbig, so dass die ERGI durch Sebastian Glowka (2.), Felix Bender (3.), Andreas Paczia (5.) und Jorge Fonseca (5.) die ersten guten Chancen verbuchte.
Die Nadelstiche wirkten, denn nun wachten die Gäste auf, die das Tempo anzogen und mit einem blitzschnellen Konter von Mark Wochnik ein erstes Zeichen setzten (5.). Kurz Zeit später zappelte die Kugel dann auch im Iserlohner Tornetz, nachdem die Cronenberger mit einer schnellen Passstafette Jens Behrendt im Strafraumzentrum frei gespielt hatten, der somit nur noch einzuschieben brauchte (6.). Keine 30 Sekunden später musste Patrick Glowka im
Tor der Waldstädter gegen den Schützen des 1:0 erneut Kopf und Kragen riskieren, um einen höheren Rückstand zu verhindern.

Nach dem 0:1 nahm Detlef Strugala eine Auszeit, um seinen Mannen die nächsten Spielzüge anzusagen,
die schließlich den Ausgleich einbrachten. (Foto Graumann)
So aber blieb die ERGI im Spiel, und zeigte durch weitere Konter auch, dass sie durchaus gewillt war, ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Wie groß der Frust über die Situation war, demonstrierte in der zehnten Minute schließlich Felix Bender, der sich im eigenen Strafraum die Kugel schnappte, einen energischen Spurt über das gesamte Feld hinlegte und dann mit einem fulminanten Knaller die kleine Kugel zum 1:1 in die RSC-Maschen drosch. Alles war wieder offen.
Und der Ausgleich setzte beim Strugala-Team weitere Energien frei, das nun tatsächlich langsam aber sicher das Heft in die Hand nahm. Der RSC hatte zwar mehr Ballbesitz, doch bissen sich Mark Wochnik und Co. an der Iserlohner Betonabwehr regelrecht die Zähne aus. Lowie Boogers Solo , das von Patrick Glowka glänzend entschärft wurde, war im ersten Abschnitt auch schon fast die letzte gute Szene der Gastgeber (13.).
Einzig ein Distanzschuss von Jan Velte (20.) sorgte noch einmal für etwas Gefahr. Dem standen beste Möglichkeiten von Kai Milewski (15.), Andreas Paczia (19.), Felix Bender (21./23.) und Jorge Fonseca (24.) gegenüber, die RSC-Keeper Sebastian Wilk teils nur mit größter Mühe abwehren konnte.

In der Abwehr leisteten die Iserlohner ganze Arbeit, so dass iher Gäste aus Cronenberg zumeist nur ratlos
um den Strafraum herum fahren konnten. (Foto: Graumann)
Auch nach der Pause änderte sich an dieser Situation zunächst nichts: Cronenberg erhöhte zwar leicht das Tempo, doch ein echtes Rezept gegen die Iserlohner Abwehr hatte ihnen Coach Sven Steup in der Kabine nicht mit auf den Weg geben können. Entsprechend war die ERGI bei einem Heber von Jorge Fonseca (29.) bzw. einen technisch brillanten Rückhandschuss von Felix Bender (30.) dem 2:1 deutlich näher. Dass der Treffer dann doch auf der Gegenseite fiel, war der ganzen Routine von Jan Velte zu verdanken, der, nach mit einem Freistoß in der eigenen Hälfte gestartet, lange Zeit wartetet, bis er eine kleine Lücke fand und dann eiskalt zur neuerlichen Führung vollstreckte (31.).
Mark Wochnik hätte Sekunden später nach einem Velte-Pass den Sack endgültig zu machen können, doch da hatte Patrick Glowka etwas dagegen, den geschlagen gab sich die ERGI noch lange nicht. Vielmehr drängten die Hausherren wieder auf den Ausgleich. Und in der 36. Minute musste sich Sebastian Wilk auch geschlagen geben, als Jorge Fonseca erst energisch nachgesetzt und dann die Kugel über die Liniegedrückt hatte (36.). Doch er jubelte zu früh, denn die Unparteiischen erkannten den Treffer nicht an, da der Schütze sich den Ball mit dem Rollschuh vorgelegt haben soll.

Zu früh gefreut: Der Treffer von Jorge Fonseca, der hier von Kai Milewski "begraben" wird, wurde nicht
anerkannt. (Foto: Graumann)
Mit dem Mut der Verzweifelung warfen die Iserlohner also weiter alles nach vorne, Cronenberg kam kaum noch zur Entfaltung, einzig Lionel Savreux hielt mit zwei Distanzschüssen (36./37.) die grün-weißen Farben hoch. Auf der Gegenseite wurde die Iserlohner Emsigkeit letztlich belohnt, als Jorge Fonseca, der zuvor noch dreimal in Sebastian Wilk seinen Meister gefunden hatte, für Felix Bender vorlegte, der sich mutterseelenallein vor dem RSC-Goalie in aller Ruhe die Ecke zum 2:2 aussuchen konnte (38.).

Nur wenig später war es dann aber perfekt: Felix Bender (Nr. 3) ließ sich von den begeisterten ERGI-
Anhängern frenetisch feiern. (Foto Graumann)
Und nun hatten die Iserlohner endgültig Blut geleckt, ein drittes Spiel war zu Greifen nahe. So hatte Patrick Glowka unmittelbar nach dem Ausgleich die ERGI-Führung auf dem Schläger, später tankte sich Andreas Paczia gekonnt durch, den Nachschuss setzte Felix Bender etwas zu hoch an (44.). Doch auch die RSCler waren nun wieder hellwach, wobei ihnen zugute kam, dass sie in Bestbesetzung antraten und nun deutlich frischer waren als die Gastgeber. Die hielten zwar verbissen dagegen, doch Chancen für Lowie Boogers (41.) und Marco Bernadowitz (44.) ließen sich letztlich nicht verhindern. Immerhin war Patrick Glowka in beiden Fällen auf dem Posten.
Bis zur 45. Minute roch es also tatsächlich nach einem kleinen Wunder am Hemberg, bis, ja bis, wieder der alte Fuchs Jan Velte in Aktion trat: Mit einer gekonnten Körpertäuschung ließ er die ERGI-Abwehr ins leere laufen und erwischte dann auch noch den bis dahin glänzend aufgelegten ERGI-Torwart auf dem falschen Fuß. Der RSC-Anhang bejubelte den dritten Treffer ausgiebig in dem Wissen, dass damit dem Titelverteidiger
endgültig der Zahn gezogen war (45.).

Als Sascha Trelle zum Direkten antrat, konnten die Iserlohner nur zuschauen, zumal die Niederlage - und
damit der Titelverlust - da schon feststand. (Foto Graumann)
Iserlohns Trainer Detlef Strugala zog zwar noch seinen letzten Joker und beorderte den von einer Virusinfektion geschwächten Kevin Karschau auf das Feld, um eine letzte Offensive zu starten. Und dr Torjäger, der vor der Partie mit 44 Treffern in 16 Spielen als bester Bundesliga-Knipser geehrt worden war, hatte zweimal tatsächlich den dritten Treffer auf dem Schläger (47./49.), der ihm jedoch ebenso verwährt blieb wie Felix Bender (48.) und Andreas Paczia (48.). Erst als Lowie Boogers 70 Sekunden vor dem Ende zum 4:2 abschloss gaben sich die Hausherren geschlagen. immerhin verhinderte Patrick Glowka gegen Sascha Trelle, der nach dem zehnten ERGI-Teamfoul zum Direkten antrat, dass das Ergebnis zu hoch ausfiel (50.).




Mit Tränen in den Augen hockten die Iserlohner nach dem Abpfiff minutenlang auf dem Feld, um dann
von
ihrem stellvertretenden Bürgermeister Thosten Schick die Silbermedaille entgegen zu nehmen. Da war es
zumindet ein kleiner Trost, dass die jüngsten RSC-Fans sich auch von den ERGI-Spielern fleissig Autogramme
geben ließen. (Fotos: Graumann)
Nun bleibt dem entthronten Titelverteidiger nur noch zu sagen:

Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft, RSC Cronenberg
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; T. Henke, F. Bender (2), K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau, J. Fonseca, F. Fischer, A. Paczia.
RSC Cronenberg: S. Wilk, O. Jötten; H. Jötten, M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Velte (2), J. Behrendt (1), L. Boogers (1), S. Trelle, L. Savreux.
Torfolge: 0:1 (6.) J. Behrendt, 1:1 (10.) F. Bender, 1:2 (31.) J. Velte, 2:2 (38.) F. Bender, 2:3 (45.) J. Velte, 2:4 (49.) L. Boogers.
Teamfouls: Iserlohn 10 - Cronenberg 4
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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5. Juni 2010
Das Video zum Spiel bei

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Autsch, diese Niederlage tut weh!
Play-off-Finale, 1. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 6:2 (1:2)
War es das jetzt schon mit dem Unternehmen Titelverteidigung? Nach der Höhe der Niederlage zu urteilen, sieht es fast so aus. Allerdings: Ganz so klar waren die Verhältnisse nicht, bis zur 32. Minute war die ERG Iserlohn in der Löwenhöhle sogar klar im Vorteil. „Doch wir waren vor dem gegnerischen Tor einfach nicht clever genug”, brachte Iserlohns Trainer Detlef Strugala das große Manko seiner Mannen auf den Punkt - und das könnte nun den Titel kosten.
Im Duell der ewigen Rivalen ging gleich von Beginn die Post ab, keines der beiden Teams versteckte sich lange. So gab Lowie Boogers nach nur acht Sekunden den ersten RSC-Warnschuss ab. Danach übernahm dann jedoch zunächst der amtierende Meister die Kontrolle über das Geschehen und erspielte sich durch schnelles Passspiel eine Vielzahl an guter Chancen. Nachdem Carlos Nunez (4.), Sergio Pereira (6.) und Kevin Karschau (7.) noch an RSC-Schlussmann Sebastian Wilk gescheitert waren, machte es Carlos Nunez besser und trickste den Keeper zum 1:0 aus (7.).
Mit der Führung im Rücken legten die Waldstädter noch einen Gang zu, doch der zweite Treffer wollte trotz hochkarätiger Möglichkeiten für Jorge Fonseca (8.), Kevin Karschau (9./Pfosten) und Carlos Nunez (13.) einfach nicht fallen. Die Hausherren dagegen wirkten angesichts des hohen Tempos sehr ratlos, zumal die Iserlohner in der Abwehr sicher standen und alle Schussversuche schon im Keim erstickten. So kam die Gelegenheit zum Ausgleich regelrecht aus dem Nichts - und unter Mithilfe der Gäste: Jan Velte hatte Felix Bender umkurvt, der sich nur mit einem Foul zu helfen wusste - blaue Karte für den Iserlohner, ein Direkter für Marco Bernadowitz, den Torwart Patrick Glowka jedoch gekonnt entschärfte (13.).
Chance vertan ...
Und so ging es weiter in die Gegenrichtung, denn die Iserlohner hielten das hohe Tempo aufrecht. Allerdings ohne weiteren Erfolg, denn Kevin Karschau (15./17.), Jorge Fonseca (15.) und Sergio Pereira (19.) brachten die Kugel nicht im gegnerischen Netz unter. Aus der letzten ERGI-Chance entwickelte sich dann der erste gute Cronenberger Angriff, eingeleitet von Keeper Sebastian Wilk. Über die Stationen Lionel Savreux und Marco Bernadowitz kam der Ball blitzschnell zu Mark Wochnik, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (22.). Der tosende Jubel der Hausherren war jedoch kaum verklungen, da hatten die ERGI-Anhänger wieder Oberwasser: Einen an sich harmlosen Kullerschuss von Kevin Karschau hatte Carlos Nunez geschickt in die Maschen verlängert - 2:1, der Titelverteidiger wähnte sich zur Pause auf Kurs (23.).
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Cronenberger dann jedoch, dass die Partie noch lange nicht entschieden war, wobei ihnen die Iserlohner auch ein Stück weit entgegen kamen - durch blaue Karten. So musste Kevin Karschau auf die Bank, was zwar - Jens Behrendt scheiterte vom Punkt - zunächst ohne Folgen blieb. Doch es war die zweite kraftraubende Unterzahlsituation, und dieses Mal wurde sie nicht schadhaft überstanden. Kurz vor Ablauf der Strafzeit stand Jens Behrendt nach Velte-Pass goldrichtig und egalisierte den Spielstand erneut (31.).
Nun hatten die Hausherren Rückenwind und machten die letzten Reserven frei, der offene Schlagabtausch nahm weiter an Spannung zu. Dabei machten die Gäste weiterhin den besseren Eindruck, da sie die klareren Chancen hatten - die jedoch teils leichtfertig vergeben wurde. Jorge Fonseca hatte Pech, dass Sebastian Wilk noch seinen Kopf an den Ball brachte (33.), Felix Bender (34.) und Kevin Karschau (36.) zielten dagegen zu unpräzise.
Die Wende kam dann in der 37. Minute, als zunächst Sergio Pereira nach einem Zweikampf mit Marco Bernadowitz auf die Strafbank musste und Sascha Trelle den fälligen Direkten zum 3:2 nutzte. Keine 20 Sekunden später musste dann Jens Behrendt für zwei Minuten in die Kühlbox, doch Kevin Karschau ließ die große Chance zum Ausgleich verstreichen (37.). Kurz darauf hatte Carlos Nunez dann riesiges Pech, als sein Lattentreffer von Sebastian Wilks Rücken auch noch an den Pfosten trudelte (42.), ehe Kevin Karschau und Felix Bender im Nachstochern die letzte Möglichkeit auf den Ausgleich verpassten (44.).
Denn wenig später lag die ERGI K.O. am Boden. mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp 30 Sekunden hatte Marco Bernadowitz die zu offensiv agierenden Waldstädter endgültig auf die Verliererstraße gebracht (45.). Dass Lionel Savreux mit dem Schlusspfiff noch das halbe Dutzend voll machen konnte, fiel da nicht mehr weiter ins Gewicht.
RSC Cronenberg: S. Wilk, O. Jötten; H. Jötten, M. Bernadowitz (2), M. Wochnik (1), J. Velte, J. Behrendt (1), L. Boogers, S. Trelle (1), L. Savreux (1).
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez (2), F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau, J. Fonseca, S. Pereira, A. Paczia.
Torfolge: 0:1 (7.) C. Nunez, 1:1 (19.) M. Wochnik, 1:2 (23.) C. Nunez, 2:2 (32./ÜZ) J. Behrendt, 3:2 (37./Direkter) S. Trelle, 4:2 (45.) M. Bernadowitz, 5:2 (45.) M. Bernadowitz, 6:2 (50.) L. Savreux.
Zeitstrafen: Cronenberg 2 min (J. Behrendt/37.) - Iserlohn 6 min (F. Bender/13 - K. Karschau/29. - S. Pereira/37.)
Teamfouls: Cronenberg 3 - Iserlohn 13
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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29. Mai 2010
Das Video zum Spiel bei

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Im Endspurt ins siebte DM-Finale in Serie geeilt
Play-off-Halbfinale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - RESG Walsum 5:3 (2:2)
Nach dem Abpfiff saß ERGI-Coach Detlef Strugala noch eine ganze Weile alleine auf der Spielerbank. Er musste erst einmal tief durchatmen, denn das so eben beendete Spiel war nichts für schwache Nerven. Und so galten Strugalas erste Worte auch dem unterlegenen Team aus Duisburg: „Die Walsumer haben uns heute wirklich alles abverlangt und eine wirklich gute Leistung gezeigt.”

1. Torwart ausspielen; 2. Ball einlupfen; 3. Jubeln - So einfach kann es sein. Doch bevor Jorge Fonseca mit seinem 5:3 der ERG Iserlohn ein glückliches
Ende bescherrte, sahen die Zuschauer 49 spannende Spielminuten. (Foto: Graumann)
So sah es bis sieben Minuten vor Ende ganz danach aus, als ob ein drittes Spiel notwendig werden würde, um einen der beiden Finalisten 2010 zu finden. Denn bis dahin lag die RESG mit 3:2 in Führung, hatte also die Hinspielniederlage egalisiert. Doch der amtierende Meister aus Iserlohn bewies Nerven und sorgte mit einem wahrlich furiosen Endspurt noch für Hochstimmung am Hemberg -schließlich
war das siebte DM-Finale in Serie perfekt. Ligarekord!
Dass es so spannend werden würde, hatten viele wohl geahnt - und waren deshalb anfangs überrascht, dass die Hausherren mit hohem Tempo loslegten. Der Lohn für die Anfangsoffensive ließ nicht lange auf sich warten, Sergio Pereira nutzte nach einen Foul an Carlos Nunez den vom Schiedsrichtergespann Ulrich/Ulrich gewährten Vorteil und schloss zum 1:0 ab. Da waren noch keine drei Minuten gespielt.
Auch in der Folge hatte Iserlohn mehr vom Spiel, doch Carlos Nunez (6.) und Kevin Karschau (8.) versäumten es, frühzeitig einen klaren Vorsprung heraus zu schießen. Gegen immer stärker werdende Gäste, die besonders durch ihre moderne Abwehrarbeit mit Übergabe des Gegenspielers die ERGI immer häufiger ausbremsten, sollte dies nicht unbestraft bleiben. Zumal sie aus dem Hinspiel wussten, wie sie die Waldstädter Abwehr aushebeln konnten: Immer wieder positionierte sich ein RESG-Spieler direkt vor dem ERGI-Tor - und lauerte auf Fernschüsse, um diese im letzten Moment noch abzufälschen.
Die ersten Versuche konnte Patrick Glowka allesamt entschärfen, doch in der 9. Minute war er machtlos, als Philip Kluge der kleinen Kugel direkt vor seinen Händen noch einmal eine Richtungsänderung verlieh - 1:1. Allerdings verebbte der Walsumer Jubel postwendend, denn unmittelbar nach Wiederanpfiff zappelte der Ball schon im Netz des Gästetores. Wieder war Sergio Pereira der erfolgreiche Schütze.
Die neuerliche Führung sorgte zwar wieder für einen Vorteil zugunsten der Gastgeber, doch die Walsumer hatten nun Blut geleckt - und packten ihr Kämpferherz aus. Dies wäre zunächst fast in die Hose gegangen, denn Philip Kluge war gegen Kevin Karschau etwas zu robust eingestiegen und sah dafür die blaue Karte (12.). Doch sowohl der fällige Direkte von Kevin Karschau als auch die anschließende Überzahl konnten die Iserlohner nicht zum Führungsausbau nutzen.
„Wir haben es nicht geschafft, wirklich Druck aufzubauen”, monierte Coach Strugala, dass seinen Spielern - trotz offensichtlicher Feldvorteile - der Zug zum Tor fehlte. Die besten Chancen hatten noch Sebastian Glowka, der einen Pass von Andreas Paczia vor dem leeren Tor nur um Haaresbreite verfehlte (20.) und Felix Bender mit einem herrlichen Schuss aus dem Handgelenk, den der ehemalige ERGI-Keeper Carsten Tripp jedoch mit einem klasse Reflex noch entschärfte (22.). Ansonsten hielten die Walsumer die Hausherren geschickt von ihrem Tor fern, und kamen durch Konter immer wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Lediglich zu ungenaue Zuspiele sowie ein gut aufgelegter Patrick Glowka verhinderten dabei zählbares.
Felix Benders Lattentreffer war eine von zwahlreichen Chancen, die von den Iserlohnern ungenutzt blieb,
so dass sie am Ende sogar an den Rand einer Niederlage gedrängt wurden. (Foto Graumann)
Und so sah es schon danach aus, als ab man mit dem 2:1-Zwischenstand in die Kabinen gehen würde, als Iserlohns Schlussmann mit seinem Schläger etwas zu wirsch hinter das Tor schlug und sich dafür eine blaue Karte einhandelte (24.). Den ersten Versuch des zum Direkten angetretenen Philip Kluge konnte Ersatzmann Lukas Kost zwar abwehren, gegen kluges Nachschuss war der ERGI-Youngster dann aber machtlos - 2:2 (25.).
Nach Wiederbeginn hätte Kevin Karschau vom Penalty-Punkt seine Farben wieder in Führung bringen können, scheiterte aber auch in diesem Fall an Carsten Tripp (27.). Dies war umso ärgerlicher, da quasi im direkten Gegenzug Benjamin Nusch goldrichtig stand und - wie schon beim 1:1 - die kleine Hartgummikugel zum 3:2 in die ERGI-Maschen lenkte (28.).
Der Jubel um Lager der gut 50 mitgereisten Walsum-Fans kannte keine Grenzen, winkte doch nun tatsächlich ein Entscheidungsspiel.
Auf der Gegenseite wurden die knapp 250 ERGI-Anhänger fortan auf eine harte Geduldsprobe gestellt Denn nach dem Rückstand wirkten die Hausherren zunächst ziemlich irritiert und mussten sich gedanklich erst einmal sammeln. Dabei war es schließlich Kapitän Carlos Nunez, der mit einigen sehenswerten Szenen (u.a. Latte/37.) seine Truppe aus dem Sumpf zog, wenngleich Philip Kluge (32.), Lukas Lemkamp (35./42.) und Daniel Kutscha (38.) einen vierten - und wahrscheinlich entscheidende Tor - nun deutlich näher waren, als die ERGI dem Ausgleich.
Der Tiefpunkt war schließlich erreicht, als Jorge Fonseca nach dem zehnten RESG-Teamfoul den
fälligen Direkten regelrecht vertändelte, weil er seinen Versuch nicht in den zur Verfügung stehenden fünf Sekunden abschloss. Er hatte schlichtweg zu lange auf den nachgeeilten Sergio Pereira gewartet (40.). Zugleich sorgte dieser Fehlversuch aber auch für die Wende im Spiel, denn die Iserlohner merkten nun, dass es nur über den Kampf ging. Und hier war Carlos Nunez das bereits erwähnte Vorbild - und schließlich auch der Vollstrecker zum ersehnten 3:3. Hinter dem RESG-Tor stehend hatte er mehrfach die Kugel nach rechts und links gedribbelt, um sich dann für den rechten Weg zu entscheiden, die Kugel dann kurz anlupfte und mit einem tollen Trickschuss zum Ausgleich in die Maschen donnerte (43.).

Kevin Karschau auf dem Weg zum 4:3, mit dem er die ERG Iserlohn den Weg ins siebte DM-Finale in
Serie bereitete. (Foto: Graumann)
Damit war der Knoten auch bei den übrigen Waldstädtern geplatzt, fortan übernahmen sie wieder das Kommando, nachdem zuvor die Walsumer geschickt ihre knappe Führung über die Zeitgebracht hatten. Nun aber wirkten die Gäste angeschlagen - und diesmal nutzten die Hausherren die Gunst der Stunde. Felix Bender rannte zwar noch dreimal vergeblich an (45./46./47.), doch Kevin Karschau fand schließlich die kleine Lücke im ansonsten von Carsten Tripp in großartiger Manier verteidigten Walsum-Tor. Und das 4:3 war zugleich der endgültige K.o. für die tapferen Duisburger, die nur eine Minute später sogar noch das 5:3 schlucken mussten, als sich Jorge Fonseca und Carlos Nunez regelrecht im RESG-Strafraum festgesetzt hatte und in einer gemeinschaftlichen Kraftaktion die Kugel ins Tor zwangen (49.).
Danach blieb Detlef Strugala getreu dem Motto „Ende gut, alles gut” nur noch festzuhalten, dass „wir sicherlich die größere Anzahl an Chancen hatten und demnach verdient gewonnen haben, aber Walsum uns heute sicherlich auf Augenhöhe begegnet ist”. Im Finale gibt es nun das ewige Duell des ersten Jahrzehnts im zweiten Jahrtausend mit dem RSC Cronenberg, der sich mit 1:0 n. V. und 4:1 gegen Vorjahresfinalist Germania Herringen durchsetzte. Das erste Spiel findet am kommenden Samstag, 5. Juni, um 15.30 Uhr in der Alfred-Henckels-Halle statt.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost (25. - 27.); C. Nunez (1), F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (2), A. Paczia.
RESG Walsum:
C. Tripp, R. Lorz; L. Lemkamp. B. Burmann, A. Kulossek, C. Nusch, D. Kutscha, P. Kluge (1), B. Nusch (2), K. Hövelmann.
Torfolge: 1:0 (3.) S. Pereira, 1:1 (8.) P. Kluge, 2:1 (8.) S. Pereira, 2:2 (25./Direkter) B. Nusch, 2:3 (28.) B. Nusch, 3:3 (43.) C. Nunez, 4:3 (48.) K. Karschau, 5:3 (49.) J. Fonseca.
Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (P. Glowka/25.) - Walsum 2 min (P. Kluge/12.)
Teamfouls: Iserlohn 7 - Walsum 14
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15. Mai 2010
Das Video zum Spiel bei

1.Teil - reguläre Spielzeit

2.Teil - Penaltyschießen
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Mit einem blauen Auge davon gekommen
Play-off-Halbfinale, 1. Spiel: RESG Walsum - ERG Iserlohn 4:6 n. P. (2:2/2:2/1:0)
„Unter dem Strich muss man klar sagen: wir hätten auch verlieren können”, sprach ERGI-Trainer Detlef Strugala nicht lange um den heißen Brei herum. Er war sich durchaus bewusst, dass der Sieg beim Ligavierten keine Selbstverständlichkeit war, sondern hart erarbeitet wurde. Am Ende hatte der Titelverteidiger schlichtweg die besseren Nerven.
Augenscheinlich hatten die Iserlohner ihre Favoritenrolle zu sehr überschätzt, auch bedingt durch die klaren Resultate (9:0/6:2) in der Punkterunde, denn sie ließen es sehr bedächtig angehen. „Das war absolut pomadig”, urteilte ihr Trainer über die Lässigkeiten seiner Mannen, die insbesondere in der Vorwärtsbewegung zu Tage traten. So wurde der Ball regelrecht im Zeitlupentempo in die gegnerische Hälfte gebracht, wo sich die ERGI-Akteure dann in Einzelaktionen verzettelten. „So war es Walsum natürlich leicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu halten”, bemerkte nicht nur Detlef Strugala.
Über die Defensivarbeit gab es für den ERGI-Trainer indes nichts Negatives zu sagen: „Da haben die Jungs alles gezeigt, was sie können.” Warum dies nicht auch im Angriffsspiel der Fall war, war dem Coach ein Rätsel. Jedenfalls neutralisierten sich die beiden Teams so gegenseitig, brenzlige Situationen vor den Toren waren Mangelware. Und so fiel der erste Treffer quasi aus dem Nichts heraus: Andre Kulossek
hatte einfach aus der Distanz abgezogen und - da der Ball von Kay Hövelmann noch leicht abgefälscht wurde - so für das nötige Überraschungsmoment gesorgt (18.).
Damit war der Titelverteidiger nun gezwungen, mehr in die Offensive zu investieren, doch so recht wollte der Knoten vor dem Wechsel noch nicht platzen. Lediglich Felix Bender hatte bei seinem Lattenschuss noch in der ersten Hälfte den Ausgleich auf dem Schläger (23.).
Nach der fälligen Kabinenpredigt zeigten die Waldstädter nach dem Seitenwechsel endlich ihr wahres Gesicht - und erhöhten nun merklich den Druck. „Nun wurde endlich gepasst und auch die Positionswechsel waren von dem gewünschten Tempo.” Beinahe zu hohes Tempo, denn fast wäre die ERGI ins offene Messer gelaufen, als Andreas Paczia in der 31. Minute „Blau” erhielt, Patrick Glowka den fälligen Direkten von Christopher Nusch entschärfte. Und so ließ der Der Lohn schließlich nicht lange auf sich warten: Nach dem zehnten RESG-Teamfoul scheiterte zwar auch Jorge Fonseca beim Freistoß, doch Felix Bender
reagierte am schnellsten und schloss - noch in Unterzahl - zum 1:1 ab (33.).
Lange konnten sich die Iserlohner über den Ausgleich jedoch nicht freuen, denn kaum 60 Sekunden später lagen die Gastgeber wieder in Führung. Nach dem zehnten ERGI-Teamfoul trat nun Philip Kluge zum Direkten an. Zwar scheiterte er zunächst am überragenden Patrick Glowka, doch im Nachschuss brachte er die Kugel dann doch noch über die Linie. Die neuerliche Führung der Duisburger hatte aber auch nur kurzzeitig Bestand, denn in der 36. Minute schob Sebastian
Glowka die kleine Kugel schon zum 2:2 in die RESG-Maschen.
Was in der letzten Viertelstunde der regulären Spielzeit folgte, war ein Rollhockey-Krimi allererster Güte, wobei beide Seiten dem Siegtreffer mehrfach schon zum Greifen nahe waren. Doch sowohl Patrick Glowka als auch der ehemaliger ERGI-Keeper Carsten Tripp im Walsumer Tor hatten stets noch einen Finger am Ball und hielten damit ihr Team im Spiel. Felix Bender scheiterte zudem noch einmal am Pfosten (40.). Auf der Gegenseite entschärfte der Iserlohner Torwart nach einer blauen Karte gegen Jorge Fonseca den von Daniel Kutscha ausgeführten Direkten (48.).
Knapp 30 Sekunden vor Ablauf der Uhr stockte dann hüben wie drüben noch einmal allen Beteiligten der Atem, als Jorge Fonseca die Kugel am leeren Tor vorbei schob, nachdem zuvor Sergio Pereira am glänzend reagierenden Carsten Tripp gescheitert war. Also: Verlängerung!
In der passierte nicht mehr viel, beide Teams setzten nun auf eine kontrolliere Offensive. Die beste Chance der „Extraschicht”
bot sich dann den Hausherren, als Andreas Paczia den Ball vertändelte und zwei Walsumer auf Patrick Glowka zusteuerten. Doch der ERGI-Schlussmann behielt die Ruhe und rettete sein Team ins fällige Penaltyschießen (60.).
Hier hatten die Iserlohner dann - wie schon im Vorjahres-Halbfinale - erneut die besseren Nerven. Zwar donnerte Andreas Paczia als erster Schütze die Kugel direkt auf Carsten Tripp, so dass Lukas Lemkamp die Roten Teufel wieder in Führung bringen konnte. Danach verwandelten aber zunächst nur noch die Iserlohner, die durch Kevin Karschau, Felix Bender und Sergio Pereira auf 5:3 davon zogen, denn Patrick Glowka parierte gegen Phillip Kluge und Björn Burmann. Daniel Kutscha konnte zar noch einmal auf 4:5 verkürzen, doch da Sebastian Glowka im Anschluss souverän vollstreckte, war den Iserlohnern - die erst einmal kräftig durchatmen mussten - der Sieg nicht mehr zu nehmen.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender (2), K. Milewski, S. Glowka (2), K. Karschau (1), J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Paczia.
Torfolge: 1:0 (18.) K. Hövelmann, 1:1 (33.) F. Bender, 2:1 (34.) P. Kluge, 2:2 (36.) S. Glowka.
Penaltyschießen: A. Paczia verschießt - L. Lemkamp 3:2 - K. Karschau 3:3 - P. Kluge verschießt - F. Bender 3:4 - B. Burmann verschießt - S. Pereira 3:5 - D. Kutscha 4:5 - S. Glowka 4:6.
Zeitstrafen: Walsum 0 min - Iserlohn 4 min (A. Paczia/31. - J. Fonseca/48.)
Teamfouls: Walsum 14 - Iserlohn 14
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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8. Mai 2010
Das Video zum Spiel bei

1.Halbzeit

2.Halbzeit
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Titelverteidiger sorgte für unterhaltsamen Nachmittag
Play-off-Viertelfinale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - HSV Krefeld 14:1 (6:0)
„Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen”, zog ERGI-Trainer Detlef Strugala ein recht nüchternes Fazit. Er wusste eben genau, dass dieses Feuerwerk seiner Mannschaft - insbesondere im zweiten Durchgang - im Halbfinale erst bestätigt werden muss. Dort wartet nun die RESG Walsum, die sich zu Hause gegen den RSC Darmstadt beim 8:1 ebenfalls keine Blöße gab.
Es dauerte eine Weile, ehe der ERGI-Express so richtig in Fahrt kam. Doch wer die ersten zwanzig Minuten, die sich sehr zäh in die Länge zogen, geduldig abgewartet hatte, wurde in der restlichen Spielzeit mit einem sehr unterhaltsamen Spiel belohnt. Dabei hatte es sehr forsch begonnen, schon der erste Schuss auf das HSV-Tor brachte das 1:0 durch Felix Bender (1.).
In der Folgezeit wehrten sich die Krefelder indes sehr tapfer, und konnten durch eine recht offensive Abwehr die Iserlohner zunächst von ihrem Tor fernhalten. „In dieser Phase haben wir zu lange den Ball geführt, statt schnell zu passen und so Lücken zu reißen”, urteilte Strugala über diese Phase, die lediglich zwei gute Torchancen für Jorge Fonseca (4.) und Felix Bender (7.) bot. Auch mit purer Gewalt - Carlos Nunez donnerte die Kugel aus acht Metern auf das gegnerische Tor - war das 2:0 nicht zu erzwingen (14.).
Und so musste Patrick Glowka gegen Daniel Horchmer zunächst einmal den Ausgleich verhindern (14.), ehe Felix Bender beim direkten Gegenangriff - nun hatten die Iserlohner endlich einmal viel Platz - einen Querpass von Sergio Pereira ins leere Tor eindrückte (14.). Wer nun dachte, damit wäre der Knoten endlich geplatzt, musste sich noch ein wenig in Geduld üben. Zunächst war Krefeld durch Daniel Horchmer sogar näher am nächsten Treffer als die Hausherren, die den HSV-Stürmer sträflich walten ließen. Schlussmann Patrick Glowka bügelte die Nachlässigkeiten seiner Vorderleute allerdings gekonnt wieder aus (16./17.).
Detlef Strugala reagierte - und nahm erst einmal eine Auszeit, in der er seine Mannen neu einstellte. Mit erfolg, denn nun ging es Schlag auf Schlag, so dass die immerhin 250 Zuschauer nun auch endlich auf ihre Kosten kamen. Sergio Pereira ließ sich nach Zuckerpass von Carlos Nunez das 3:0 nicht nehmen (19.), nur Sekunden später donnerte Sebastian Glowka die Hartgummikugel mit gefühlten 150 km/h in die Maschen. HSV-Keeper Benjamin Hendricks rieb sich jedenfalls verwundert die Augen. Bei den nächsten beiden Treffern fungierte Sebastian Glowka dann als ideenreicher Vorbereiter: Erst lupfte er die Kugle vor das gegnerische Tor, wo Felix Bender volley abzog (21.), dann setzte er Sergio Pereira gekonnt in Szene (24.).
Nun hatten die Iserlohner so richtig Spaß am Spiel - und den lebten sie nach dem Seitenwechsel nach belieben aus, die Krefelder
wurden nun zu Statisten degradiert. Und hatten sie mit Benjamin Hendricks nicht einen gut aufgelegten Keeper zwischen den Pfosten gehabt, so wäre es wohl eich regelrechtes Schlachtfest geworden. Doch der HSV-Torwart hielt, was zu halten war, so dass es am Ende „nur” 14 Gegentreffer wurden.
Die unterhaltsame Show eröffnete in der 31. Minute wiederum Felix Bender, der nach einem Foul von Lucas Schüren einen Penalty zum 7:0 verwandelte. Die Partie war gerade wenige Sekunden
fortgesetzt, da jubelten die Iserlohner erneut, dieses Mal hatte Jorge Fonseca mit einem schönen Schlenzer aus dem Handgelenk ins Schwarze getroffen. Keine Minute später war er wieder erfolgreich, als er zum 9:0 abstaubte (34.).
In der Folge verfehlte Carlos Nunez zunächst das leere Tor (38.), dann traf Sebastian Glowka nur den Pfosten (39.), bevor Andreas Paczia den Torreigen fortsetzte. Auch er traf vom Penalty-Punkt, nachdem zuvor Lukas Schüren Sebastian Glowka nur regelwidrig am zehnten Tor hindern hatte können - 10:0 (42.). Zweistellig, doch noch hatten es die
Krefelder nicht überstanden. Und als wäre die Höhe der Niederlage nicht schon Strafe genug, mussten die Gäste noch eine ganz bittere Pille schlucken.
Nachdem zunächst Sergio Pereira
„Blau”
wegen Spielverzögerung erhalten hatte (44.), und wenig später auch Kai Milewski für zwei Minuten auf die Strafbank musste (45.) bot sich dem HSV bei doppelter Überzahl und einem Direkten die große Chance auf dem Ehrentreffer. Den Freistoß vergab jedoch Nils Hilbertz (45.) - und dann folgte der Auftritt von Andreas Paczia. Der eroberte am eigenen Tor den Ball, und spielte in der Folge einen Gegenspieler nach dem nächsten aus, um sein furioses Solo schließlich zum 11:0 abzuschließen (46.).Die Halle stand Kopf, schließlich standen nur zwei Iserlohner auf dem Feld, doch die gaben gegen vier Krefelder eindeutig den Ton an!
Und auch der zwölfte ERGI-Treffer
fiel noch in Unterzahl, erneut trug das Zusammenspiel von Sebastian Glowka und Felix Bender Früchte (47.). Dass noch in der gleichen Minute Steffen Freyer den HSV-Ehrentreffer markierte, ärgerte letztlich nur Patrick Glowka. den Zuschauern war es egal, zumal die Iserlohner ihre Munition noch nicht verschossen hatten. Erst zeigte Felix Bender bei seinem sechsten Tor des Tages ein schönes Kabinettstückchen (49.), ehe Timon Henke bei nach schöner Vorarbeit von Andreas Paczia (der hatte extra gewartet
bis der Youngster in Position gelaufen war) zum 14:1-Endstand einschoss.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender (6), K. Milewski, T. Henke (1), S. Glowka (1), J. Fonseca (2), S. Pereira (2), A. Paczia (2).
HSV Krefeld: B. Hendricks, M. Hass; N. Kluschewski, S. Micus, S. Freyer (1), L. Schüren, S. Emmrich, N. Hilbertz, D. Horchmer.
Torfolge: 1:0 (1.) F. Bender, 2:0 (14.) F. Bender, 3:0 (19.) S. Pereira, 4:0 (20.). S. Glowka, 5:0 (21.) F. Bender, 6:0 (24.) S. Pereira, 7:0 (31.(Penalty) F. Bender, 8:0 (33.) J. Fonseca, 9:0 (34.) J. Fonseca, 10:0 (42./Penalty) A. Paczia, 11:0 (46./2-4) A. Paczia, 12:0 (47./3-4)F. Bender, 12:1 (47.) S. Freyer, 13:1 (49.) F. Bender, 14:1 (49.) T. Henke. .
Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (S. Pereira/44. - K. Milewski/45.) - Krefeld 2 min (L. Schüren/31.)
Teamfouls: Iserlohn 6 - Krefeld 8
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1. Mai 2010
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ERGI geriet am Tag der Arbeit nicht ins Schwitzen
Play-off-Viertelfinale, 1. Spiel: HSV Krefeld - ERG Iserlohn 3:9 (0:6)
Der Titelverteidiger aus Iserlohn hat im ersten Play-off-Spiel seine Pflicht erfüllt und ist beim HSV nach dem Pokal-Aus wieder zurück auch die Erfolgsspur eingebogen.
Der ERGI-Express fuhr von der ersten Minute an unter Volldampf und machte beim Punkrunde-Achten gleich Nägel mit Köpfen. Die ersten Chancen konnten die HSV-Akteure noch entschärfen, doch dann sorgten Sergio Pereira (5.) und Felix Bender (9./13.) binnen weniger Minuten schon für eine kleine Vornetscheidung. Dass die Hausherren den Iserlohner nichts entgegen zu setzen hatten, zeigte sich im weiteren Verlauf, als Kevin Karschau (16./22.) und Carlos Nunez (22.) schon vor dem Seitenwechsel das halbe Dutzend voll machten.
Aus der Kabine kehrten die Iserlohner dann etwas zu verspielt zurück: Statt konsequent ihre Chancen zu suchen, wurde die Kugel immer noch einmal abgespielt. Und dieser Übermut wurde von den tapfer kämpfenden Gastgebern auch sofort bestraft, als Steffen Freyer (27.), Niklas Kluschweski (30.) und Nils Hilbertz (37./Direkter nach 10. Teamfoul) gleich dreimal den gut aufgelegten - in diesen Szenen aber völlig alleine gelassenen - ERGI-Torwart Lukas Kost überwanden.
„Ehe es jedoch kritisch werden konnte, haben die Jungs sich wieder auf das Wesentliche konzentriert”, gab es für Trainer Detlef Strugala allerdings keinen weiteren Grund zur Besorgnis. Denn Carlos Nunez
erhöhte den Abstand umgehend wieder auf vier Treffer (37.), wenig später machte Sebastian Glowka das 8:3 alles klar (42.). Dass Carlos Nunez den letzten Treffer des Tages bereits in der 43. Minute markierte, lag daran, dass die ERGI-Spieler in den Schlussminuten deutlich vom Gas gingen. Die beste Chance auf den dennoch noch möglichen zehnten Treffer vergab schließlich Florian Fischer, der einen Direkten an den Pfosten donnerte (49.).
ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez (3), F. Bender (2), F. Fischer, S. Glowka (1), K. Karschau (2), J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Paczia.
Torfolge: 0:1 (5.) S. Pereira, 0:2 (9.) F. Bender, 0:3 (13.) F. Bender, 0:4 (16.) K. Karschau, 0:5 (22.) C. Nunez, 0:6 (22.) K. Karschau, 1:6 (27.) S. Freyer, 2:6 (30./Direkter) N. Kluschweski, 3:6 (37./Direkter) N. Hilbertz, 3:7 (37.) C. Nunez, 3:8 (42.) S. Glowka, 3:9 (43.) C. Nunez.
Zeitstrafen: Krefeld 0 min - Iserlohn 0 min
Teamfouls: Krefeld 8 - Iserlohn 12
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24. April 2010
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Lionel Savreux machte den Unterschied aus
DRIV-Pokal, Halbfinale: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 2:4 (1:1)
„Tja, damit ist der erste Titel also weg”, zog Iserlohn Trainer Detlef Strugala ein recht nüchternes Fazit. Nach den Gründen für das Halbfinal-Aus im Pokalwettbewerb musste er dabei nicht lange suchen: Zu saft- und kraftlos wirkte sein Team, das damit nach 22 Spielen erstmals wieder eine Niederlage einstecken musste.
„Dabei hatten wir alle Trümpfe in der Hand”, analysierte Strugala weiter - und meint damit die zweimalige Führung seiner Mannen. Die erste gelang dabei schon nach etwas mehr als 120 Sekunden. Kevin Karschau hatte sich im Zweikampf mit Mark Wochnik den Ball erobert und eilte mit großem Tempo auf das gegnerische Tor zu, um dann im richtigen Moment den mitgelaufenen Andreas Paczia zu bedienen. Der schob RSC-Keeper Sebastian Wilk die Kugel regelrecht durch die Hosenträger - 1:0 (2.).

Kevin Karschau bediente zwar Andreas Paczia zum 1:0-Führungstreffer, blieb ansonsten aber wie alle
Iserlohner blass. (Foto: Tim Graumann)
Aber der Treffer, der eigentlich für die nötige Sicherheit bei den Hausherren hätte sorgen müssen, bewirkte das genaue Gegenteil: Die Iserlohner agierten im weiteren Verlauf fahrig, trauten sich im Angriffsspiel nur selten in die heiße Zone vor dem RSC-Gehäuse. „Wir haben uns regelrecht einlullen lassen”, meinte Coach Strugala nach dem Abpfiff. Denn der RSC verstand es geschickt, die Iserlohner auszubremsen. Nicht nur durch ihre enge Verteidigung vor dem eigenen Tor, auch bei Ballbesitz ließen es die Gäste betont gemächlich angehen. „Die wussten genau, dass sie uns nicht auf Fahrt kommen lassen dürfen”, so Strugala.
Und die Taktik ging auf, wenn auch zum Nachteil der gut 450 Zuschauer. Die bekamen nämlich kaum etwas Sehenswertes zu sehen, in den ersten zehn Minuten gab es durch Carlos Nunez (6.) und Marco Bernadowitz (9.) hüben wie drüben ganze zwei ernst zu nehmende Torschüsse. Dann aber schien es kurzzeitig so. als ob die Iserlohner sich von den Einschläferungsmaßnahmen
ihrer Gäste befreien konnten, denn bei drei Kontern kamen Kevin Karschau (12.), Felix Bender (13.) und Sergio Pereira (18.) dem 2:0 sehr nahe. In allen drei Szenen wurde klar, dass die Hausherren - wenn sie nur auf das Tempo drückten - dem RSC überlegen waren. „Nur, wir haben dies nicht konsequent ausgenutzt”, lamentierte ihr Trainer.
Wie aus dem Nichts fiel dann der Ausgleichtreffer, wobei RSC-Neuzugang Lionel Savreux seine ganze Schlitzohrigkeit ausspielte. Niemand griff den ehemaligen französischen Nationalspieler an, der zog aus der eigenen Hälfte einfach mal ab - und hatte das nötige Glück, dass die Kugel im entscheidenden Moment noch leicht abgefälscht wurde - 1:1 (18.). Das Gegentor wirkte, nun wachte die ERGI endlich auf - und hatte durch
Felix Bender (20./23.) und Carlos Nunez (25.) noch vor dem Seitenwechsel die Möglichkeit zur erneuten Führung.
In der Kabine rüttelte Detlef Strugala sein Team dann endgültig wach, nach dem Seitenwechsel zeigten die ERGI-Spieler endlich ihr gewohntes Tempospiel - und drängten die Cronenberger damit sofort in die Defensive. „Aber es hat sich niemand getraut, ins Zentrum zu gehen, wo es auch mal weh tut”, sah Detlef Strugala trotz der nun herrschenden Dominanz auch, dass der letzte Biss fehlte. Und dann gingen die ERGI-Cracks mit ihren Chancen auch weiterhin sehr leichtfertig um: Erst zeigte sich Kevin Karschau zu eigensinnig (28.), dann rannte sich Carlos Nunez zweimal fest (29./30.), ehe wiederum Kevin Karschau mit einem strammen Schuss an Sebastian Wilk scheiterte (33.).
Doch nur wenige Sekunden später konnten die Iserlohner dann doch jubeln, denn Sergio Pereiras Versuch war wesentlich platzierter und schlug aus acht Metern genau im Knick ein - 2:1 (33.). „Spätestens jetzt hätte doch ein Ruck durchs Team gehen müssen”, meinte Strugala später im Rückblick - denn die zweite Führung verpuffte völlig wirkungslos. Auch die tolle Parade von ERGI-Torwart Patrick Glowka gegen einen Direkten von Lionel Savreux (nach 10. Teamfoul/34.) sorgte nicht für weiteren Auftrieb. Die Iserlohner wirkten vielmehr pomadig, kokettierten mit ihrem vermeintlichen Nimbus der „Unschlagbarkeit”.
So leicht ließ sich Cronenberg aber natürlich die Butter nicht vom Brot nehmen, vielmehr nutzten die Gäste die (Nach)Lässigkeiten der Waldstädter eiskalt aus. Allen voran Lionel Savreux, der mit einem Doppelschlag sein Team auf die Siegerstraße einbiegen ließ: Erst fand er via Innenpfosten den Weg zum 2:2 (35.), dann donnerte er die Kugel aus mehr als zehn Metern (wieder leicht abgefälscht) zum Führungstreffer in die Maschen (39.).
Der Rückstand zeigte verheerende Wirkung bei den Hausherren. Deren Ordnung geriet nun völlig aus dem Ruder, lange brauchten sie, um sich auf die neue Situation einzustellen. Und da war es praktisch schon zu spät. Doch die ERGI bäumte sich noch ein letztes Mal auf, wollte sich in die Verlängerung retten. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings am Pfosten, der Andreas Paczia im Weg stand (47.), sowie an Sebastian Wilk, der gegen Sergio Pereira glänzend reagiert (49.). Als Thomas Haupt dann nach Musterpass von Mark Wochnik wenige Sekunden vor Ende zum 4:2 traf, was die Partie entschieden. Lionel Savreux hätte sogar noch einen drauf setzen können, doch auch bei seinem zweiten Direkten konnte er Patrick Glowka nicht überwinden (nach 15. Teamfoul/50.)
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, M. Springer, S. Glowka, K. Karschau, J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Paczia (1).
RSC Cronenberg: S. Wilk, O. Jötten; H. Jötten, T. Haupt (1), M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Velte, L. Savreux (3), L. Boogers.
Torfolge: 1:0 (2.) A. Paczia, 1:1 (18.) L. Savreux, 2:1 (33.) S. Pereira, 2:2 (35.) L. Savreux, 2:3 (39.) L. Savreux, 2:4 (50.) T. Haupt.
Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Cronenberg 0 min
Teamfouls: Iserlohn 18 - Cronenberg 9
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10. April 2010
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Souveräner Einzug ins Halbfinale
DRIV-Pokal, Viertelfinale: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 0:9 (0:2)
Die Iserlohner brauchten eine gute Viertelstunde, um nach ihrer zweiwöchigen Osterpause wieder ihren Rhythmus zu finden. Dann aber zündete der ERGI-Express den Turbo und schoss sich mit einer Kantersieg ins Halbfinale. Dort empfängt der Titelverteidiger nun am 24. April den wohl ärgsten Kontrahenten im Kampf um den Pokal: RSC Cronenberg.
„Die erste Hälfte war alles andere als gut, aber das wissen die Spieler selbst gut genug. Nach dem schnellen 3:0 lief es dann allerdings wie geschmiert”, fasste ERGI-Trainer Detlef Strugala die Partie zusammen. In der konnten die Hausherren keinen Nutzen daraus ziehen, dass die Iserlohner in der ersten Viertelstunde häufig sich selbst im Weg standen, denn wenigsten Torwart Patrick Glowka war von Beginn an hellwach. So war es dann doch der Favorit, der durch Carlos Nunez das erste Tor des Tages markierte (16.). Jorge Fonseca sorgte wenig später für einen deutlicheren Vorsprung (20.). Diesen hätte Sergio Pereira noch
vor der Pause weiter ausbauen können, doch er ließ einen Penalty ungenutzt (22.).
In der Kabine mahnte Detlef Strugala seine Mannen dann, dass die Partie noch lange nicht entschieden sei, ein Düsseldorfer Anschlusstreffer könne es wieder spannend machen. Bevor sich die Hausherren darüber jedoch ernsthafter Gedanken machen konnten, nahm ihnen Jorge Fonseca mit einem Blitztor zum 3:0 den Wind aus den Segeln (26.). Knapp fünf Minuten später schraubte der flinke Stürmer das Resultat dann auf 4:0 - und überließ das Toreschießen fortan seinen Teamkollegen.
Die bewiesen jedoch erst in der Schlussphase Treffsicherheit, wobei Kevin Karschau (40./44./49.), Sergio Pereira (42.) und Florian Fischer (49.) die Ausbeute noch deutlich in die Höhe schraubten. Dass es nicht zweistellig für die Düsseldorfer wurde, lag letztlich daran, dass der Titelverteidiger noch zahlreiche gute Chancen ausließ, so auch einen Direkten nach dem zehnten TuS-Teamfoul: Kevin Karschau war beim Abschluss zu verspielt (41.).
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez (1), F. Fischer (1), S. Glowka, K. Karschau (3), J. Fonseca (3), S. Pereira (1), A. Paczia.
Torfolge: 0:1 (16.) C. Nunez, 0:2 (20.) J. Fonseca, 0:3 (26.) J. Fonseca, 0:4 (33.) J. Fonseca, 0:5 (40.) K. Karschau, 0:6 (42.) S. Pereira, 0:7 (44.) K. Karschau, 0:8 (49.) K. Karschau, 0:9 (49.) F. Fischer.
Zeitstrafen: Düsseldorf 0 min - Iserlohn 0 min
Teamfouls: Düsseldorf 11 - Iserlohn 7
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27. März 2010
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Pfosten und Latte verhinderten erfolgreiche ERGI-Aufholjagd
Euroliga, 6. Spieltag: CGC Viareggio - ERG Iserlohn 3:2 (3:0)
Sie waren so nah dran - und doch war es letztlich, wie schon so oft: Die ERGI kam von einem Europatrip mit leeren Händen zurück in die Waldstadt. „Uns fehlte schlichtweg das nötige Quäntchen Glück, um den ersten Auswärtspunkt in der Euroliga zu holen”, lautete die emotionale Analyse von Trainer Detlef Strugala, der alleine fünf Pfosten- und Lattentreffer registriert hatte. Zwei verpasste Direkte taten ihr Übriges zur Niederlage bei.
Die Hausherren, die nach ihrer 3:4-Pleite im Hinspiel noch eine Rechnung mit den Iserlohnern offen hatten, legten zunächst furios los und ließen der ERGI keine Luft zum Atmen. Die schnelle 2:0-Führung durch Martin Montivero (2.) und Emiliano Brunelli (11.) war folglich nicht überraschend. So engagiert die Italiener aber auch gestartet waren, so schnell merkte Detlef Strugala, „dass denen immer mehr die Puste ausging”. Noch reichte es allerdings, um sein Team, dass durch den raschen Rückstand deutlich verunsichert war, in die Schranken zu weisen. Nicola Palagi untermauerte die anfängliche Dominanz schließlich mit dem 3:0 (21.).
Der ERGI-Trainer reagierte richtig - und nahm eine Auszeit. „Um den Jungs Gelegenheit zum Durchschnaufen zu geben, und um sie neu zu formieren.” Und der taktische Schachzug ging auf, denn die letzten Minuten der ersten Hälfte zeigten eine völlig andere Iserlohner Mannschaft, die nun plötzlich Herr des Spiels war. Sergio Pereira (22./Pfosten), Felix Bender (24.) und Kevin Karschau (25.) hatten noch vor der Pause große Chancen, den Anschlusstreffer zu markieren.
„Diese guten fünf Minuten gaben uns den Glauben und Mut zurück, um in der zweiten Hälfte noch einmal zu attackieren”, wusste Strugala nun, dass die Partie noch längst nicht entschieden war. Und seine Mannen ließen ihn Recht behalten, denn nach dem Seitenwechsel waren sie es, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Von Viareggio war kaum noch etwas zu sehen, die Hausherren konnten sich nur selten aus der Defensive befreien.
Das einzige Iserlohner Manko: Die Chancenverwertung. So vergab Sergio Pereira gleich zwei Direkte nahezu kläglich, während Kevin Karschau, Felix Bender (beide Pfosten) sowie Carlos Nunez (Latte) zu genau zielten. Erst in der 42. Minute platze der Knoten endlich, als Sergio Pereira zum lange ersehnten 1:3 abschloss. Und als Jorge Fonseca schließlich noch auf 2:3 verkürzte (46.) hatten die Iserlohner alle Trümpfe auf ein Remis in der Hand, denn die Italiener waren inzwischen stehend K.o.. Aber: Die ERGI konnte die sich bietenden Matchbälle nicht verwerten. Sergio Pereira scheiterte ein zweites Mal per Direktem (48./nach 10. CGC-Teamfoul) - auf der Gegenseite vergab derweil Viareggio nach Iserlohns zehnten Vergehen die große Gelegenheit, den Sack zu zu machen - und Jorge Fonseca traf nach toller Kombination erneut nur den Querbalken (50.), so dass auch die letzte Möglichkeit ungenutzt blieb ...
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, S. Glowka, J. Fonseca (1), S. Pereira (1), K. Karschau, A. Paczia.
Torfolge: 1:0 (2.) M. Montivero, 2:0 (11.) E. Brunelli, 3:0 (21.) N. Palagi, 3:1 (42.) S. Pereira, 3:2 (46.) J. Fonseca.
Schiedsrichter: O. Valverde/C. Bifet (Spanien)
Zeitstrafen: Viareggio 0 min - Iserlohn 0 min
Teamfouls: Viareggio 10 - Iserlohn 10
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21. März 2010
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Titelverteidiger beendet Punkterunde ungeschlagen
Bundesliga, 16. Spieltag: HSV Krefeld - ERG Iserlohn 3:8 (3:3)
Der letzte Auftritt der ERG Iserlohn in der Punkterunde war, wie schon am Vortag, reine Routine. In Krefeld stand der Titelverteidiger, bei dem mit Timon Henke ein weiteres Eigengewächs nach Kai Milewski, Lukas Kost, Florian Fischer und Till Fischer, seine Bundesliga-Premiere feierte, dabei mehr mit dem glatten Parkettboden als mit den Gegner auf dem Kriegsfuß.
Und so konnten die Krefelder ihren Heimvorteil nutzen, um durch Nik Fichtner schnell in Führung zu gehen (3.). Doch lange konnten sich die Hausherren darüber nicht freuen, denn nur wenig später traf Jorge Fonseca schon zum 1:1 (5.). Bei diesem Zwischenstand blieb es lange, denn der HSV machte die Räume vor dem eigenen Tor sehr eng - und die Iserlohner hatten erhebliche Standprobleme. „Dem Verein mache ich keine Vorwürfe, denn er hat nur bedingten Einfluss darauf. Aber diese Halle mit ihrer halbhohen Bande ist einfach nicht bundesligatauglich. Es ist schon ein Wunder, dass hier noch nichts Ernsthaftes passiert ist”, bemängelte ERGI-Trainer Detlef Strugala die gefährliche Krefelder Infrastruktur.
Ein verbaler Ausrutscher von Sergio Pereira brachte den Gastgebern dann die Chance auf die neuerliche Führung: Der ERGI-Stürmer sah „Blau”, doch den fälligen Direkten wehrte Lukas Kost gekonnt ab. Nach einer guten Viertelstunde hatten sich die Waldstädter dann an das ungewohnte Geläuf gewöhnt - und gaben mit einem Doppelschlag von Kevin Karschau (16.) und Carlos Nunez (18.) die Richtung vor. Mit dieser Führung im Rücken stellte sich der amtierenden Meister jedoch etwas zu früh auf die Halbzeitpause ein, so dass Nik Fichtner und Carsten Becker in den letzten Sekunden des ersten Durchgangs zum 3:3-Ausgleich treffen konnten. Bahnte sich da eine Überraschung an?
„Die Jungs sind so gefestigt, die lassen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen”, signalisierte Detlef Strugala beim Gang in die Kabine jedoch Gelassenheit - und sollte Recht behalten. Kaum rollte die Kugel wieder, sahen die Zuschauer nur noch Einbahnstraßenhockey in Richtung des HSV-Tores. Und Carlos Nunez sowie Sebastian Glowka machten mit zwei schnellen Treffern zum 5:3 (beide 30.) dann auch unmissverständlich klar, dass das 3:3 nur eine Momentaufnahme war.
In der übrigen Spielzeit dominierten die Iserlohner nach belieben, und auch Lukas Kost gab sich fortan nicht mehr geschlagen. Während der junge Torwart u.a. noch zwei weitere Direkte parierte (nach dem 10. bzw. 15. Teamfoul), schraubten Sergio Pereira (39.) und Andreas Paczia (46./47.) das Ergebnis weiter in die Höhe.
Damit beendeten die Iserlohner die Punkterunde mit einem neuen Vereinsrekord, denn keinem ERGI-Team war es zuvor gelungen, ohne Niederlage die Meisterrunde zu erreichen. Diese beginnt erst am 1. Mai mit dem Viertelfinale - dann muss der Titelverteidiger erneut beim HSV Krefeld
antreten. ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez (2), F. Bender, T. Henke, S. Glowka (1), K. Karschau (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), A. Paczia (2).
Torfolge: 1:0 (3.) N. Fichtner, 1:1 (5.) J. Fonseca, 1:2 (16.) K. Karschau, 1:3 (18.) C. Nunez, 2:3 (25.) N. Fichtner, 3:3 (25.) C. Becker, 3:4 (30.) S. Glowka, 3:5 (30.) C. Nunez, 3:6 (39.) S. Pereira, 3:7 (46.) A. Paczia, 3:8 (47.) A. Paczia.
Zeitstrafen: Krefeld 0 min - Iserlohn 2 min (S. Pereira/12.)
Teamfouls: Krefeld 3 - Iserlohn 16
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20. März 2010
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Geringer Aufwand, maximales Ertrag
Bundesliga, 15. Spieltag: ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord 5:1 (3:0)
Bei seiner vorletzten Aufgabe in der Punkterunde spulte der Titelverteidiger aus Iserlohn routiniert sein Programm herunter und wies die Düsseldorfer Youngster in die Schranken. Dabei probierte Coach Detlef Strugala auch einige Experimente für die kommenden Aufgaben, was dem Spielfluss zusätzlich nicht gut tat.
Die Iserlohner legten zunächst sehr forsch los, schon nach sechs Sekunden stand Sergio Pereira frei vor TuS-Torwart Jan Kutsch, traf den Ball aber nicht voll. Wenige Minuten später machte es Felix Bender dann besser, als es aus zehn Metern abzog und die Kugel mit großer Wucht zum 1:0 in die gegnerischen Maschen drosch (4.).
Jan Kutsch, der freie Sicht hatte, machte dabei keine gute Figur.
Anders seine Vorderleute, die früh attackierten und fortan der ERGI den Schwung nahmen. Nur selten kamen sie gefährlich vor der Düsseldorfer Tor. Eine der wenigen Ausnahmen war ein Konter von Sergio Pereira, der jedoch kläglich scheiterte. In der Folge wurde er aber von Jan Kutscha behakt, was die Unparteiischen mit einer Blauen Karte gegen den TuS-Keeper ahndeten. Die Chance per Penalty auf 2:0 zu erhöhen, ließ sich Sergio Pereira dann nicht nehmen (9.).
Im weiteren Verlauf dann wieder das alte Bild: Iserlohn drückte zwar, doch die TuSler standen sicher. Da zudem ERGI-Trainer Detlef Strugala oft wechselte, fanden die Gastgeber keinen Rhythmus, so dass weitere Höhepunkte an einer Hand abzählen ließen. Kevin Karschau visierte den Querbalken an (14.), Sebastian Glowka scheiterte per Penalty an Mathis Dietrich (17.), der nach der Zeitstrafe für Jan Kutscha zwischen den Pfosten stand, und Andreas Paczia traf auch nur den Pfosten (25.). Dass es dennoch mit einer 3:0-Führung in die Pause ging, war Kevin Karschau zu verdanken, der nach einer schönen Vorlage von Andreas Paczia den gegnerischen Schlussmann frech austanzte und mühelos vollstreckte (19.).
Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht viel, wobei sich die Gäste offensichtlich vorgenommen hatten, es noch einmal zu versuchen - und etwas mutiger in die Offensive gingen. Iserlohns Tormann Patrick Glowka,
im ersten Durchgang kaum geprüft, durfte sich über mangelnde Arbeit nun nicht beschweren und Andre Beckmann erntete schließlich den verdienten Lohn für den Zwischenspurt (31.).
Der Anschlusstreffer war den Hausherren Warnung genug, nun gingen sie wieder konzentrierter zur Sache und spulten routiniert ihre Programm herunter. Den Zuschauern gefiel dieser Minimalismus zwar nicht immer, doch Kevin Karschau streute immer dann ein Tor ein, wenn die Stimmung auf der Tribüne im Unmut umzukippen drohte - und schraubte das Resultat mit zwei weiteren Treffern (37./47.) auf 5:1. Nicht verschwiegen werden sollen noch ein Lattentreffer von Andre Beckmann (45.) sowie ein Pfostenschuss von Kevin Karschau (46.).
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender (1), F. Fischer, S. Glowka, K. Karschau (3), J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Paczia.
TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (9. M. Dietrich/26. J. Kutscha); D. Müller, J. Pink, S. Scheulen, M. Luther, T. Ensink, A. Beckmann (1), T. Barnekow, T. Paczia.
Torfolge: 1:0 (4.) F. Bender, 2:0 (9./Penalty) S. Pereira, 3:0 (19.) K. Karschau, 3:1 (31.) A. Beckmann, 4:1 (37.) K. Karschau, 5:1 (47.) K. Karschau.
Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Düsseldorf 2 min (J. Kutscha/9.)
Teamfouls: Iserlohn 7 - Düsseldorf 8
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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6. März 2010
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ERGI-Eurofighter durften 21 Minuten auf eine Überraschung hoffen
Euroliga, 5. Spieltag: AS Valdagno - ERG Iserlohn 7:3 (4:2)
Wie nah die ERGI an einer faustdicken Überraschung war, zeigt der erste Satz im Spielbericht der Gastgeber auf der Homepage des AS Valdagno. „Erste Halbzeit völlig indiskutabel” lautet dort die deutlich Kritik an das eigene Team - und ist im Umkehrschluss ein dickes Lob für den deutschen Meister, der in den venetischen Dolomiten frech aufspielte und die 0:10-Scharte des Hinspiel vergessen ließ.
Detlef Strugala hatte seinem Team zur mutigen Offensive geraten - und damit auf das richtige Pferd gesetzt. Aus der gewohnt sicheren Abwehr heraus warteten die Waldstädter auf ihre Chancen und setzten in den ersten Minuten gleich schmerzhafte Nadelstiche für den hohen Favoriten, der sich verwundert die Augen reiben musste. Zweimal war Kevin Karschau zur Stelle, die ERGI führte mit 2:0 (5./8.). „Und das waren beileibe keine Zufallsprodukte”, wie Coach Strugala stolz anmerkte.
Ganz im Gegenteil, die Italiener konnten, nein mussten, sogar froh sein, nicht noch höher zurück zu liegen, denn die Gäste hatten weitere hochkarätige Chancen. So verpasste Kevin Karschau per Penalty einen möglichen Hattrick (9.) und auch Felix Bender brachte freistehend von ASV-Torwart Joan Oviedo die Kugel nicht im Netz unter (11.).
Quasi aus dem Nichts heraus fiel dann der Anschluss, wobei Valdagnos Topscorer Carlos Nicolia seine Qualitäten eiskalt unter Beweis stellte und auf 1:2 verkürzte (12.). „Das hat uns aber keineswegs aus der Ruhe gebracht”, meinte Detlef Strugala, der in der Folge weiter „Tausendprozentige” für sein Team verzeichnete, doch - frei nach dem Motto „Jeder darf einmal” - keinem seiner Akteure gelang der ersehnte dritte Treffer.
Dass dies auf Dauer nicht gut gehen konnte, war zu erwarten. Doch, dass die ERGI noch vor der Pause ins Hintertreffen geraten sollte, war dann zusätzliches Pech. Erst glich ASV-Kapitän Pietro Pranovi mit einem wuchtigen Schuss zum 2:2 aus (21.), kurz darauf sorgte Dario Rigo per Penalty für die erstmalige Führung der Hausherren (23.). Direkt nach dem Wiederanpfiff wurde dann Sergio Pereira, der eine Lücke in der ASV-Abwehr gefunden hatte zu Fall gebracht, was Jorge Fonseca die große Möglichkeit zum 3:3 per Direktem bot. Joan Oviedo hatte auch keine Chance
gegen den tollen Trick des Iserlohners, doch der Pfosten rettete für den bereits geschlagenen Torwart. Dies war umso bitterer, da Dario Rigo den sich auch dem Abpraller bietenden Gegenangriff zum 4:2-Pausenstand abschloss.
„Noch ist nichts verloren”, sprach Detlef Strugala seinen Mannen, die bis dahin ihre beste Saisonleistung gezeigt hatten, Mut zu, in der zweiten Hälfte auf den Anschlusstreffer zu drängen, während aus der Nachbarkabine ein schallendes Donnerwetter von ASV-Trainer Jorge Valverde zu hören war. Und die Iserlohner suchten weiter ihre Chance, doch es fehlte ihnen weiterhin das nötige Quäntchen Glück bei der Vollstreckung.
Dies hatten auf der Gegenseite dafür die Italiener umso mehr, denn binnen drei Minuten sorgten Osvaldo Raed (34.) und Massimo Tataranni (35./37.) mit „drei Zufallstreffern” (Strugala) für die vorzeitige Entscheidung. Die Waldstädter ließen sich davon allerdings nur kurzzeitig einschüchtern und lieferten den Azzurri weiterhin einen Kampf auf Augenhöhe, was diese in ihrem Spielbericht auch gebührend würdigten. Mit dem 3:7 (42.) gelang Kevin Karschau auch noch ein wenig Ergebniskosmetik, die Sebastian Glowka in der Schlusssekunde noch weiter hätte aufbessern können, doch er scheiterte per Direktem an Joan Oviedo.
AS Valdagno: J. Oviedo, M. Vallotigara; D. Motaran, D. Rigo (2), M. Tataranni (2), C. Nicolia (1), P. Pranovi (1), O. Raed (1), E. Randon, N. Bertagnin.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira, K. Karschau (3), F. Fischer.
Torfolge: 0:1 (5.) K. Karschau, 0:2 (8.) K. Karschau, 1:2 (12.) C. Nicolia, 2:2 (21.) P. Pranovi, 3:2 (23.) D. Rigo, 4:2 (24.) D. Rigo, 5:2 (34.) O. Raed, 6:2 (35.) M. Tataranni, 7:2 (37.) M. Tataranni, 7:3 (42.) K. Karschau.
Schiedsrichter: A. Sanchez/J. Martinez (Spanien)
Zeitstrafen: Valdagno 0 min - Iserlohn 0 min
Teamfouls: Valdagno 10 - Iserlohn 10
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28. Februar 2010
Das Video zum Spiel bei

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Iserlohns Tempohockey mit 13. Sieg belohnt
Bundesliga, 14. Spieltag: ERG Iserlohn - Germania Herringen 7:2 (4:1)
Dass ERGI-Trainer Detlef Strugala nach dem Spiel strahlte wie ein Honigkuchenpferd, lag nicht nur daran, dass seine Spieler auch im 14. Ligaspiel in Serie ungeschlagen blieben. Vielmehr war es das Wie, denn die ERGI-Cracks ließen dem Vizemeister des Vorjahres nicht den Hauch einer Chance.
Allerdings: Die erste Chance der Partie verbuchten die Gäste - und der Spielzug hätte allemal den Führungstreffer verdient gehabt. Liam Hages lupfte die Kugel quer vor dem ERGI-Tor auf Sebastian Gürtler, der die Vorlage volley abnahm, aber um Millimeter zu hoch gezielt hatte (2.). Doch dies war auch zugleich die letzte Szene für lange Zeit, in der Herringen die Iserlohner in Verlegenheit brachte.
Auf der Gegenseite ging die ERGI-Taktik auf, die Gäste sich in der Startphase austoben zu lassen, um dann nach fünf, sechs Minuten selbst die Initiative zu übernehmen. Und dies mit bestechender Zielstrebigkeit, denn gleich die erste gute Angriffsaktion endete mit dem 1:0: Kevin Karschau hatte sich die Kugel geschnappt und eilte zusammen mit Sebastian Glowka auf das Germania-Tor zu. Mehrfach passten sich die beiden den Ball hin und her, dann zog Kevin Karschau vehement ab, traf aber nur den Pfosten. Nun war Sebastian Glowka an der Reihe, der im dritten Anlauf - den ersten hatte SKG-Torwart Maurice Michler entschärft, der zweite landete ebenfalls am Gestänge - zum 1:0 einschob (7.).
Und kaum rollte die Kugel wieder, da rissen die Iserlohner vor gut 400 Zuschauern erneut die Arme zum Jubel hoch, Kevin Karschau hatte den Ball aus gut zehn Metern zum 2:0 in die Maschen gedonnert (8.). Und die Iserlohner hielten das Tempo hoch, was den Gästen überhaupt nicht behagte: Herringen war zum Zuschauen gezwungen - und musste durch Andreas Paczia (10.) und Felix Bender, der von Andreas Paczia wunderschön frei gespielt worden war (15.), zwei weitere Treffer schlucken.
Danach nahmen die Hausherren dann deutlich Tempo aus dem Spiel, was Herringen nun wieder einige gute Szenen erlaubte. Lucas Karschau scheiterte bei seinem Solo noch an Sebastian Glowka, der bis dahin einen ruhigen Abend verlebt hatte, doch Philipp Michler war dann im Nachschuss nach einer Chance von Liam Hages erfolgreich (22.) - 4:1.
Doch große Hoffnungen nach dem Anschlusstreffer durften sich die Gäste nicht machen, denn postwendend schalteten die Iserlohner wieder zwei Gänge hoch und sorgten nach dem Seitenwechsel schnell für die Entscheidung: Kevin Karschau machte mit zwei Zaubertoren (30./33.) das halbe Dutzend voll, wenig später narrte Sergio Pereira den gegnerischen Torwart mit einem frechen Lupfer zum 7:1 (39.).
Damit war die Messe gelesen, die Iserlohner durften sich wieder ein wenig ausruhen, diesen Mal jedoch, ohne die Kontrolle über die Partie zu verlieren. Und so wären durchaus noch mehrere Treffer möglich gewesen - u.a. trafen Sergio Pereira und Andreas Paczia Pfosten bzw. Latte - doch es fehlte nun die letzte Konsequenz im Abschluss. Die hatte dagegen noch einmal der Gast, der nach einem schönen Konter über Lucas Karschau zum 2:7 durch Philipp Michler kam (40.). Doch mehr war für die Herringener auch nicht drin.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender (1), K. Milewski, S. Glowka (1), J. Fonseca, S. Pereira (1), K. Karschau (3), A. Paczia (1).
Germania Herringen: M. Michler, K. Kieler; D. Brandt, S. Gürtler, P. Michler (2), L. Hages, L. Karschau, M. Fillmer, C. Schulz.
Torfolge: 1:0 (7.) S. Glowka, 2:0 (8.) K. Karschau, 3:0 (10.) A. Paczia, 4:0 (15.) F. Bender, 4:1 (22.) P. Michler, 5:1 (30.) K. Karschau, 6:1 (33.) K. Karschau, 7:1 (39.) S. Pereira, 7:2 (40.) P. Michler.
Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Herringen 0 min
Teamfouls: Iserlohn 8 - Herringen 8
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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27. Februar 2010
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Munteres Toreschießen bot Zuschauern gute Unterhaltung
DRIV-Pokal, Achtelfinale: RSC Cronenberg II - ERG Iserlohn 6:11 (3:6)
„Die Pflicht wurde erfüllt, mehr aber auch nicht”, war das Fazit von ERGI-Trainer Detlef Strugala, der zudem anmerkte, dass „die Cronenberg sich wirklich gut verkauft haben". Bei seinen Jungs bemängelte er dagegen die anfangs zu laxe Einstellung gegen den Regionalligisten.
Der erwischte gegen mit stark angezogener Handbremse aufspielende Iserlohner einen Traumstart und durfte sich nach neun Minuten über eine durchaus verdiente 2:0-Führung freuen, die Sascha Trelle herausgeschossen hatte. Doch dies war der ERGI Warnung genug, nach dem deutlichen Schuss vor den Bug erhöhte der Titelverteidiger die Schlagzahl und drehte die Partie innerhalb von vier Minuten um: Kai Milewski (9.), Carlos Nunez (13.) und Sebastian Glowka (13.) waren für den 3:2-Zwischenstand verantwortlich. Nun lief es bei den Gästen wie am Schnürchen, Sergio Pereira (16./21.) und Kai Milewski (21.) machten das halbe Dutzend schnell voll. Auf der Gegenseite bejubelte Sascha Trelle noch vor dem Seitenwechsel seinen dritten Treffer (22.).
Nach Wiederanpfiff sorgten Carlos Nunez (28.) und Sebastian Glowka (30.) mit einem Doppelschlag für die vorzeitige Entscheidung. Daniel Sälzer (31.) und Sascha Trelle (35.) verkürzten zwar noch einmal auf 5:8, doch der Iserlohner Sieg geriet nicht mehr in Gefahr - auch, weil Kai Milewski (44.) und Sebastian Glowka (46.) den alten Abstand wieder herstellten. Die Schlussworte hatten schließlich Dirk Brandt für die RSC-Reserve (46.) und Max Springer für die ERGI (49.).
Im Viertelfinale am 10. April muss die ERG Iserlohn nun zum TuS Düsseldorf-Nord, der sich mit 4:2 beim Zweitligisten TSG Darmstadt durchsetzte.
ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez (2), F. Bender, K. Milewski (3), S. Glowka (3), J. Fonseca, S. Pereira (2), M. Springer (1), F. Fischer.
Torfolge: 1:0 (3.) S. Trelle, 2:0 (9.) S. Trelle, 2:1 (9.) K. Milewski, 2:2 (13.) C. Nunez, 2:3 (13.) S. Glowka, 2:4 (16.) S. Pereira, 2:5 (21.) K. Milewski, 2:6 (21.) S. Pereira, 3:6 (22.) S. Trelle, 3:7 (28.) C. Nunez, 3:8 (30.) S. Glowka, 4:8 (31.) D. Sälzer, 5:8 (35.) S. Trelle, 5:9 (44.). K. Milewski, 5:10 (46.) S. Glowka, 6:10 (46.) D. Brandt, 6:11 (49.) M. Springer.
Zeitstrafen: Cronenberg 0 min - Iserlohn 0 min
Teamfouls: Cronenberg 1 - Iserlohn 1
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20. Februar 2010
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Nach unglücklicher erster Hälfte drehte die ERGI mächtig auf
Euroliga, 4. Spieltag: ERG Iserlohn - FC Porto 1:6 (0:5)
Die Bewertung dieser Partie fiel ERGI-Coach Detlef Strugala nicht leicht. Der Grund: Das Ergebnis. „Das stimmt nicht mit unserer gezeigten Leistung überein”, befand der Iserlohner Trainer kurzerhand - und traf damit den Nagel auf den Kopf. Denn sein Team zeigte vor gut 1.000 Zuschauern eine tolle Leistung und war insbesondere in der zweiten Hälfte ein mehr als nur ebenbürtiger Gegner des FC Porto.

Kein Platz war mehr frei in der Hemberghalle, gut 1.000 Zuschauer wollten das Euroliga-Match zwischen
der ERG Iserlohn und dem FC Porto sehen - und wurde mit einer erstklassigen Partie für ihr Kommen
belohnt. (Foto: Tim Graumann)
Die Sache hatte nur einen Haken: Schon zur Pause hatten die Portugiesen Nägel mit Köpfen gemacht, wobei sie keineswegs so überzeugten, wie es die fünf Treffer vermuten lassen. Und so grübelten nicht nur die Iserlohner Aktiven, sondern auch zahlreiche ihrer Anhänger über das „Was wäre passiert, wenn...” nach. Denn die erste gute Chance hatten die Hausherren,
als Kevin Karschaus verunglückter Schussversuch bei ERGI-Kapitän Carlos Nunez landete, der damit urplötzlich mutterseelenallein von Edo Bosch stand - jedoch über diese Gelegenheit selbst zu überrascht war, um daraus Kapital schlagen zu können (2.).
Wesentlich abgezockter waren da die Südeuropäer. So nutzte Reinoldo Ventura eine kleine Lücke in der Abwehr der Gastgeber, um trocken aus gut acht Metern zu vollstrecken (3.). Und auch die nächsten beiden Treffer lassen sich mit der Rubrik „Cleverness”
verbuchen, wenngleich es nicht unbedingt die feine englische Art war, die Pedro Gil zu Tage legte. Innerhalb kurzer Zeit provozierte der spanische Torjäger des FC Porto mit einem geschickten Sturz im Iserlohner Strafraum die Pfiffe der ansonsten recht guten Unparteiischen, die prompt auf den Punkt zeigten. Den ersten Penalty nutzte Reinoldo Ventura (6.), bei Nr. 2 trat der „Gefoulte”
selbst an und erhöhte auf 3:0 (10.).
„Das hat uns natürlich völlig aus dem Konzept gebracht”, zog Detlef Strugala eine ernüchternde Zwischenbilanz - und musste akzeptieren, dass seine Mannen fortan mit angezogener Handbremse zu Werke gingen. „Aber die Jungs haben auch Moral gezeigt”, stellte er aber bald fest, dass sich die ERGI-Cracks durchaus weiter zur Wehr setzten - und sich ihre Chancen erarbeiteten. Allen voran Sergio Pereira setze nun Akzente auf Seiten der Hausherren, mehrfach musste Edo Bosch gegen den Iserlohner Wirbelwind sein ganzes Können unter Beweis stellen (11./12./15.). Und Kevin Karschau zielte nur um Millimeter zu hoch (13.).

Iserlohns Torjäger Kevin Karschau hatte gegen den FC kein Schussglück. (Foto: Tim Graumann)
Umso ernüchternder war es, dass - just als die Iserlohner ihren Rhythmus fanden - das Schicksal erneut erbarmungslos zuschlug, in Person von Filipe Santos. Der FC-Spielführer stand bei einem Pass von Pedro Gil zwar goldrichtig, scheiterte aber im ersten Anlauf am gut reagierenden ERGI-Torwart Patrick Glowka. Der Abpraller traf jedoch genau Santos' Schläger, von wo aus die kleine Kugel dann doch noch über die Linie kullerte (17.). Und keine Minute später eine ähnliche Situation, als ein Querpass von Emanuel Garcia von Glowkas Schläger ins eigene Tor abprallte. „Das war natürlich mehr als nur unglücklich”, so Strugala kopfschüttelnd.
Da war es auch nur ein schwacher Trost, dass in den letzten Minuten des ersten Durchgangs die Iserlohner wieder die besseren
Szenen hatten, doch Jorge Fonseca (20.) und Carlos Nunez (22./25.) fanden in Edo Bosch ihren Meister. Allerdings gaben sie damit auch einen Vorgeschmack auf die zweite Halbzeit ...

Jorge Fonseca sorgte mit seiner Chance kurz nach Widerbeginn für die Initialzündung einer furiosen
zweiten Hälfte der ERGI. (Foto: Tim Graumann)
Da drehten sich plötzlich die Vorzeichen völlig um, die zahlreichen Porto-Fans - teilweise extra aus Portugal mit angereist - rieben sich verwundert die Augen. Denn die Iserlohner drehten nun mächtig auf und bewiesen, dass sie auch mit den großen der Branche mithalten können. „Denn es war ja keineswegs so, dass Porto nun zurückschaltete”, unterstreicht Detlef Strugala die Leistung seiner Spieler. Die standen nun nicht nur in der Abwehr felsensicher, sondern erspielten sich auch im Minutentakt erstklassige Chancen.
Schon wenige Sekunden nach Widerbeginn riss Jorge Fonseca die Arme schon zum Jubeln hoch, doch Edo Bosch rettete noch in letzter Sekunde. In diesem Stil ging es weiter, Schlag auf Schlag tauchte die ERGI vor dem Porto-Gehäuse auf, konnte den Teufelskerl aber einfach nicht überwinden. Die beste Chance vergab Kevin Karschau, der nach blauer Karte gegen Filipe Santos zum Direkten antrat (35.). Doch die folgende Überzahl wollten die Iserlohner nicht ungenutzt lassen und schließlich war es Andreas Paczia der all seinen Frust in einen Schuss kanalisierte und den Ball mit großer Wucht in die Maschen donnert (36.).

In dieser Szene zog Andreas Paczia gegen Edo Bosch den Kürzeren, doch mit einem fulminanten
Distanzschuss konnte er den spanischen Weltmeister-Keeper dann doch überwinden. (Foto: Tim Graumann)
Auf der Gegenseite sorgte lediglich Pedro Gil mit seinen Distanzschüssen für Aufregung, doch Patrick Glowka ließ sich davon nicht düpieren. Dies gefiel Portos Trainer Franklim Pais überhaupt nicht, der an der Bande immer wilder gestikulierte und lautstark seinen Mannen die Leviten las. Doch am Übergewicht der Iserlohner änderte dies nichts, einzig Edo Bosch hielt mit erstklassigen Paraden dagegen und verweigerte den ERGI-Cracks weitere Treffer. „Das ist im Grunde die einzige Sache, die ich meinen Spielern ankreiden muss. Da hätten zwei, drei Tore mehr bei herauskommen müssen”, sah auch Detlef Strugala die Chancenverwertung kritisch, betonte aber auch, dass Bosch „eben der beste seines Fachs überhaupt” ist.
Nachdem Carlos Nunez und Co. also weiterhin leer ausgingen, endete die Partie schließlich so, wie sie begonnen hatte: Mit einem unglücklichen Gegentreffer, für den Emanuel Garcia verantwortlich war (50.). Trotzdem konnten die Iserlohner nach dem Abpfiff den Platz erhobenen Hauptes verlassen. „Wir waren in der zweiten Hälfte schneller und aggressiver, während Porto konditionell nachließ", zog Detlef Strugala ein unter dem Strich zufriedenes Fazit. Und er wagte auch einen Blick in die Zukunft: „Wenn wir diesen Weg so weitergehen, dann wird die Situation bald so sein, dass wir auch über 50 Minuten auf Augenhöhe agieren können.”
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau, J. Fonseca, S. Pereira, A. Paczia (1).
FC Porto: E. Bosch, F. Magalhaes; F. Santos (1), A. Azevedo, R. Ventura (2), E. Garcia (2), F. Silva, P. Moreira, J. Silva, P. Gil (1).
Torfolge: 0:1 (3.) R. Ventura, 0:2 (6./Penalty) R. Ventura, 0:3 (10./Penalty) P. Gil, 0:4 (17.) F. Santos, 0:5 (18.) E. Garcia, 1:5 (36./Überzahltor) A. Paczia, 1:6 (50.) E. Garcia.
Schiedsrichter: C. Corponi/A. Bisacco (Italien)
Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Porto 2 min (F. Santos/35.)
Teamfouls: Iserlohn 9 - Porto 9
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13. Februar 2010
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Der 1. Platz ist der ERGI nicht mehr zu nehmen
Bundesliga, 13. Spieltag: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 0:5 (0:3)
Mit diesem souveränen Shut-Out machte die ERG Iserlohn vier Spieltage vor Schluss der Vorrunde den Sack zu und ist nun nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu vertreiben. Das nächste Ziel des Strugala-Teams ist es nun, die Play-off-Runde ohne Niederlage zu erreichen.
Allerdings hätte die Partie gegen die Darmstädter Krokodile durchaus auch einen anderen Verlauf nehmen können, denn die erste große Chance zur Führung hatten die Gastgeber, nachdem ERGI-Torwart Patrick Glowka für sein vermeintliches Beinchenstellen mit Blau bestraft wurde. Doch der für ihn zwischen die Pfosten rückende Nachwuchsgoalie Lukas Kost konnte den Direkten gekonnt entschärfen (7.).
Es wäre jedoch auch eine unverdiente Führung gewesen, denn die RSC-Spieler waren ansonsten kaum zur Entfaltung gekommen, vielmehr schien es so, als ob sie vor dem Spitzenreiter vor Ehrfurcht erstarrten. „Darmstadt war heute lange nicht so gefährlich, wie wir es erwartet hatten”, urteilte dann auch Iserlohns Coach Detlef Strugala über die harmlosen Hausherren, die es seiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt wirklich schwer machte.
Dass es dennoch bis zur 12. Minute dauerte, ehe die Waldstädter das erste Mal Jubeln durften, lag im Wesentlichen daran, dass der Coach viel durchwechselte - und dabei jedem Spieler nie mehr als zwei, drei Minuten Zeit auf dem Feld gab. „Das ging deutlich zu Lasten unseres Spielflusses”, so Sturgala selbstkritisch, „aber ich muss meine Mannschaft nun auf die Play-offs vorbereiten. Und da sollen sich alle so oft es nur geht zeigen.”
Kapitän Carlos Nunez war es schließlich, der die Torflaute beendete (12.) - und danach ging es dann Schlag auf Schlag: Kevin Karschau (15.) und Jorge Fonseca (19.) machten noch vor der Pause im Grunde schon alles klar. Die letzten Zweifel vertrieb
dann Andreas Paczia mit dem 4:0 (31.), danach beschränkten sich die Iserlohner auf die Verwaltung des Ergebnisses und kontrollierten souverän das Geschehen auf dem Feld. Den Schlusspunkt setzte dann Sebastian Glowka sechs Minuten vor dem Ende. Sergio Pereira hätte per Direktem noch das halbe Dutzend voll machen können, doch seine „Zaubertrick”
ging nicht auf (50.). ERG Iserlohn: P. Glowka (7. L. Kost/26. P. Glowka); C. Nunez (1), F. Bender, K. Milewski, S. Glowka (1), K. Karschau (1), J. Fonseca (1), S. Pereira, A. Paczia (1).
Torfolge: 0:1 (12.) C. Nunez, 0:2 (15.) K. Karschau, 0:3 (19.) J. Fonseca, 0:4 (31.) A. Paczia, 0:5 (44.) S. Glowka.
Zeitstrafen: Darmstadt 4 min (K. Cepa/16. - P. Wagner/50.) - Iserlohn 4 min (P. Glowka/7. - C. Nunez/16.)
Teamfouls: Darmstadt 8 - Iserlohn 6
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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6. Februar 2010
Für alle daheim gebliebenen:
Das Video zum Spiel bei

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Kevin Karschau machte den Unterschied aus
Bundesliga, 12. Spieltag: IGR Remscheid - ERG Iserlohn 2:6 (1:2)
„Es zeichnet das Team aus, dass es auch solche Spiele gewinnt!” Mehr wollte - und konnte - ERGI-Trainer Detlef Strugala zu der Partie nicht sagen. Unter dem Strich zählte einzig und alleine das Resultat, das Wie war reine Nebensache.
Es war den Iserlohnern anzumerken, dass sie gut zwei Wochen - erst wegen einer teaminternen Grippewelle, dann aufgrund einer Hallensperre - nicht hatten trainieren können.
„Zu statisch”, brachte es Strugala auf den Punkt, seine Spieler fanden einfach nicht den gewohnt dynamischen Rhythmus. Das nutzten die Hausherren aus, Marcel Wiegershaus schloss gleich den ersten IGR-Angriff mit dem 1:0 ab (4.).
Der Remscheider sollte auch im weiteren Verlauf im Zentrum des Geschehens stehen, nun allerdings zum Nachteil der eigenen Mannschaft: Nach einem penaltyreifen Foul an Kevin Karschau sah er „Blau”, den fälligen Strafstoß vollstreckte Kevin Karschau zum Ausgleich (6.). Doch so aufregend die Partie auch begann, danach verflachte sie rasch. Die Iserlohner, bei denen die Laufbereitschaft ohne Ball gegen Null tendierte, konnten an diesem Nachmittag nicht mehr zeigen - und Remscheid wollte nicht, zog sich immer wieder tief in die eigene Hälfte zurück. Gelegentliche Konter stellten Iserlohns Schlussmann Lukas Kost
vor keine großen Probleme.
Und so musste erneut ein IGR-Regelverstoß herhalten, um den Waldstädtern die Chance zum Führungstreffer zu geben. Mario Martins agierte regelwidrig gegen Kevin Karschau, wofür er „Blau” sah, erneut war Gefoulte vom Punkt erfolgreich - 2:1 (25.).
Es war zugleich der 100. Treffer der ERGI in der laufenden Saison. Wenige Sekunden zuvor hatte Remscheid im Übrigen eine ähnliche Gelegenheit leichtfertig vertan, als Andreas Paczia nach einem Foul an Markus Wilk für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt worden war, doch Lukas Kost den daraus resultierenden Direkten gegen Markus Wilk parierte (24.).
Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete: Mit einem Karschau-Tor (29.). Doch für Ruhe im Spiel der Gäste sorgte der Führungsausbau keineswegs, zumal Marcel Wiegershaus per Penalty lediglich fünf Minuten später wieder verkürzte. Dass dennoch keine Spannung aufkam, lag - wie schon in Durchgang eins - an den auf beiden Seiten stark angezogenen Handbremsen. Die lösten sich bei den Iserlohnern zumindest in den Schlussminuten ein wenig, wobei Youngster Kai Milewski per Bauerntrick-Lupfer zum 4:2 die Initialzündung gab (45.). In den letzten Minuten schraubte Kevin Karschau das Endergebnis noch um zwei weitere Treffer in die Höhe (48./49.).
ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski (1), S. Glowka, K. Karschau (5), J. Fonseca, S. Pereira, A. Paczia.
Torfolge: 1:0 (4.) M. Wiegershaus, 1:1 (6./Penalty) K. Karschau, 1:2 (25./Direkter) K. Karschau, 1:3 (29.) K. Karschau, 2:3 (34./Penalty) M. Wiegershaus, 2:4 (45.) K. Milewski, 2:5 (48.) K. Karschau, 2:6 (49.) K. Karschau.
Zeitstrafen: Remscheid 4 min (M. Wiegershaus/6. - M. Martins/25.) - Iserlohn 2 min (A. Paczia/24.)
Teamfouls: Remscheid 9 - Iserlohn 6
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28. Januar 2010  |
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IKZ-Sportlerwahl 2009: Zweite Plätze für Mannschaft und Trainer
Die ERG Iserlohn hat sich in der Öffentlichkeit an der Spitze der lokalen Sportszene etabliert und auch für die Leistungen der letzten Saison wieder ein verdientes Feedback erhalten.
Wie im Vorjahr wurde die Mannschaft hinter den Platzhirschen der Iserlohn Roosters auf den zweiten Platz gewählt. Auf dem gleichen Rang landete in der Kategorie Trainer auch Detlef Strugala, der ebenfalls nur vom Roosters-Coach überflügelt wurde. Knapp an einem
Medaillenrang vorbei schlitterte dagegen Jorge Fonseca als Viertplatzierter bei den männlichen Aktiven.
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23. Januar 2010
Für alle Daheim gebliebenen:
Das Video zum Spiel bei

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Spitzenreiter Iserlohn gab sich in Walsum keine Blöße
Bundesliga, 11. Spieltag: RESG Walsum - ERG Iserlohn 2:6 (0:2)
„Es war nicht alles Gold, was glänzte”, meinte ERGI-Coach Detlef Strugala nach dem Spiel. Doch es war ihm egal, seine Mannen hatten schließlich die Pflicht erfüllt und mit dem zehnten Sieg in Serie ihre Spitzenposition in der Bundesliga weiter gefestigt.
Walsum begann erwartet engagiert und versuchte den Iserlohnern mit einer engen Deckung den Schneid abzukaufen. Der deutsche Meister antwortet mit spielerischer Finesse und erarbeitete sich dank schöner Kombinationen schnell ein deutliches Übergewicht. Einzig RESG-Keeper Carsten Tripp konnte da noch mit- und seinen Kasten folglich weitgehend sauber halten.
So war das 1:0 durch Kevin Karschau (9.) für lange Zeit das einzig Zählbare für den Tabellenführer. Selbst per Direktem (Kevin Karschau/18.)
war der Walsumer Teufelskerl nicht zu überwinden Zweimal rettete freilich der Pfosten für den Torsteher der Gastgeber, sowohl Sergio Pereira (15.) als auch Kevin Karschau (18.) zielten etwas zu genau. Entsprechend
fiel Coach Strugala ein großer Stein vom Herzen, als sein bester Torjäger mit seinem 29. Saisontreffer noch vor der Pause auf 2:0 erhöhte (23.). Zumal Walsum sich wacker wehrte und nach einer Zeitstrafe gegen Sergio Pereira (24.) noch vor
dem Seitenwechsel die Möglichkeit zum Anschluss hatten.
Konnte ERGI-Keeper Patrick Glowka die „Null” noch in die Pause retten, so musste er sich kurz nach Wiederbeginn - Iserlohn war noch in Unterzahl - dann doch geschlagen geben, als Andre Kulossek präzise abzog (26.). Die Iserlohner behielten jedoch die Nerven - und gaben quasi postwendend die richtige Antwort. Zwar verhinderte Carsten Tripp zunächst einen weiteren Treffer (u.a. gegen Jorge Fonseca per Direktem/34.), doch schließlich stand Kevin Karschau wieder
genau richtig (36.).
„Danach haben wir uns die Butter dann nicht mehr vom Brot nehmen lassen”, konnte sich Detlef Strugala im weiteren Verlauf beruhigt zurücklehnen, denn sein Team kontrollierte die Partie nun souverän. Und Iserlohn setzte es nun auch endlich in Tore um: Jorge Fonseca (39.) und Kevin Karschau zum Vierten (40.) machten
den Sack in rascher Folge endgültig zu. Kurz vor Ende konnte Philipp Kluge noch einmal für etwas Ergebniskosmetik sorgen (48.), doch das letzte Wort hatte der amtierende Meister: Nach dem zehnten RESG-Teamfoul machte Kai Milewski per Direktem das halbe Dutzend voll.
ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski (1), S. Glowka, K. Karschau (4), J. Fonseca (1), S. Pereira, A. Paczia.
Torfolge: 0:1 (9.) K. Karschau, 0:2 (23.) K. Karschau, 1:2 (26.) A. Kulossek, 1:3 (36.) K. Karschau, 1:4 (39./Direkter) J. Fonseca, 1:5 (40.) K. Karschau, 2:5 (45.) P. Kluge, 2:6 (49./Direkter) K. Milewski.
Zeitstrafen: Walsum 4 min (B. Nusch/18. - M. Lusina/34.) - Iserlohn 6 min (S. Pereira/24. - J. Fonseca/38. - S. Glowka/50.)
Teamfouls: Walsum 10 - Iserlohn 9
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16. Januar 2010
Für alle, die es noch einmal sehen wollen:
Das Video zum Spiel bei

Und hier noch eine zweite Version von IGR-TV
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Nach packendem Thriller bejubelte ERGI ersten deutschen Euroliga-Sieg
Euroliga, 3. Spieltag: ERG Iserlohn - CGC Viareggio 4:3 (3:0)
Das Drehbuch dieser Partie hätte getrost auch aus der Feder von Alfred Hitchcock stammen können: Alleine die letzten zwei Minuten des Spiels sorgten bei den gut 500 Zuschauern - darunter immerhin 30 mitgereiste CGC-Anhänger - für ein stetes auf und ab der Emotionen, ehe der historische Sieg der ERGI feststand - und für Feststagslaune am Hemberg sorgte.
„Die Zeit war heute einfach reif”, waren die ersten Worte, die Detlef Strugala über die Lippen kamen, ehe er dann lobte: „Die Jungs haben heute einfach Großartiges geleistet.” Denn es war keineswegs ein glücklicher Sieg, den die Waldstädter ausgiebig feierten, sondern ein verdient heraus gespielter Erfolg.
Die ersten fünf Minuten gehörten freilich den Gäste aus der Toskana, die durch Juan Travasino schon nach wenigen Sekunden den ersten Warnschuss abgaben. Die Gastgeber hatten sich indes vorgenommen, über eine starke Defensive ins Spiel zu finden - und hatten damit die richtige Entscheidung getroffen. Viareggio konnte mit den gebotenen Freiheiten kaum etwas anfangen, lediglich Martin Montivero sorgte ernsthaft für Gefahr (5.). Ansonsten rannten die Azzurri sich immer wieder in der ERGI-Abwehr fest.
Und mit jedem abgefangenen Ball gewannen die Strugala-Spieler sicherer - und wagten setzten nun auch zu eigenen Gegenangriffen an. Und dass die Italiener in der Abwehr anfällig waren, verdeutlichte bereits die erste Aktion, als Kevin Karschau für Sergio Pereira auflegte, der jedoch an CGC-Schlussmann Leonardo Barozzi scheiterte (6.). Wenige Sekunden stand später bot sich dem ERGI-Torjäger dann selbst eine gute Möglichkeit, die von Nicola Palagi nur durch ein Foul verhindert werden konnte. Den fälligen Penalty konnte Jorge Fonseca jedoch nicht nutzen (7.).

In dieser Szene zog Kevin Karschau gegen CGC-Keeper Leonardo Barozzi zwar den Kürzeren, doch mit
seinen Treffern zum 1:0 bzw. 4:3 war der Iserlohner Torjäger maßgeblich am ersten Sieg eines deutschen
Teams in der Euroliga beteiligt (Foto: Tim Graumann).
Auf der Gegenseite musste unterdes nun Patrick Glowka beweisen, dass er einen Sahnetag erwischt hatte, als er gegen Alberto Orlandi in höchste Not rettete (8.). Zwei Minuten später verhinderte dann der Querbalken eine italienische Führung, wieder war es Alberto Orlando, der frei vor dem ERGI-Tor aufgetaucht war. Doch dies sollte für lange Zeit die letzte gute Szene der Gäste gewesen sein ...
Denn den Abpraller nahmen die Iserlohner zum Tempogegenstoß auf, Kevin Karschau ließ erst zwei seiner Bewacher stehen und tanzte dann auch noch Torwart Leonardo Barozzi gekonnt aus, um dann in aller Ruhe zum 1:0 einzuschieben (11.). Und kaum war der Jubel verebbt, riss schon Sergio Pereira die Arme in die Höhe, nachdem er mit einem satten Schuss aus vollem Lauf zum 2:0 vollstreckt hatte (12.). Nun lief der ERGI-Express unter Volldampf, Jorge Fonseca hatte zwei Topchancen, um auf 3:0 zu erhöhen (13./14.), blieb aber jeweils am CGC-Keeper hängen. In der 16. Minute war Leonardo Barozzi jedoch zum dritten Mal geschlagen, obwohl Jorge Fonseca dieses Mal den Ball gar nicht voll getroffen hatte. Doch die Kugel kullerte unter dem Schoner des Torwarts langsam über die Linie ins Tornetz.
Jetzt erst erwachte Viareggio wieder aus seiner zwischenzeitlichen Lethargie, doch Patrick Glowka ließ sich auch von Francesco Dolce (18.) und Juan Travasino (19.) nicht überwinden. Die letzten Szenen des ersten Durchgangs gingen dann wieder auf das Konto der Iserlohner, die durch Andreas Paczia (21.) und Felix Bender (25./Pfosten) den vierten Treffer auf dem Schläger hatten. Doch der blieb ihnen vor der Pause zunächst ebenso versagt wie nach dem Seitenwechsel bei den Anläufen von Jorge Fonseca (26./30./31.) und Sergio Pereira (31.). Auch einen zweiten Penalty - nun hatte Martin Montivero Jorge Fonseca unsanft gebremst - konnte die Iserlohner nicht nutzen, der Gefoulte setzte die Kugel an den Pfosten (28.).

Andreas Paczia hatte ein von zahlreichen Chancen, um mit dem 4:0 eventulle schon früher alles klar
machen zu können (Foto: Tim Graumann).
Auf der Gegenseite hatte Viareggio die Unterbrechung genutzt, um die Kräfte neu zu bündeln, und setzte mit Juan Travasinos Pfostenschuss ein ersten Signal, dass sie die Partie noch nicht verloren gegeben hatten. Doch wirkliche Gefahr konnten sie in dieser Spielphase noch nicht entfachen.
Das änderte sich dann schlagartig, als Kevin Karschau, der im Angriff seinen Schläger verloren hatte, bei seinem Sprint zurück in die Abwehr etwas zu ungestüm den ballführenden Alberto Orlandi attackierte - und diesen zu Fall brachte. Die Folge: Blaue Karte für den jungen Waldstädter (32.). Den dadurch fälligen Direkten konnte Patrick Glowka gegen Alberto Orlandi zwar entschärfen, doch die folgende Überzahl nutzte Juan Travasino dann doch zum 1:3-Anschlusstreffer (33.). Und nur Sekunden später zappelte der Ball schon wieder im ERGI-Tornetz, erneut war Juan Travasino der erfolgreiche Schütze (34.).
Das Ziel fest im Blick und somit am Ende zurecht auf der Siegerseite - ERGI-Kapitän Carlos Nunez (Foto: Tim Graumann).
Und es kam noch Schlimmer für die Iserlohne: Viareggio hatte nun die zweite Luft - und auch das nötige Quäntchen Glück, als ein Fernschuss von Juan Travasino durch Alberto Orlandi zum 3:3-Ausgleich abfälschte (37.). Der ERGI drohte die bis dahin so klar dominierte Partie zu entgleiten.
Nach einer kurzen Schockphase, fingen sich die Hausherren wieder - und zeigten ihren Gästen mit großem Kampfgeist ihre Grenzen auf. Immer wieder kamen sie gefährlich vor das Gehäuse der Italiener, die sich von der ERGI-Moral offensichtlich beeindrucken ließen, denn in ihren Angriffsbemühungen steckten sie nun wieder deutlich zurück. Aber auch, weil die Hausherren nun ihre Abwehrreihen wieder geschlossen hatten - und Torwart Patrick Glowka alle weiteren Schüsse gekonnt abwehrte.
Der Thriller strebte nun unaufhaltsam seinem packenden Finale entgegen, das Kevin Karschau mit einem tollen Sololauf (42.) einleitete. Francesco Dolce gab die gefährliche Antwort (43.) - und auch der Teamfoulstand trug zur Spannung bei, denn beide Mannschaften hatten nun neun Vergehen auf dem Konto. Jedes weitere würde dem Gegner somit die Chance zum „Todesstoß”
geben.
Der gelang dann jedoch Kevin Karschau, der mit dem Mute der Verzweifelung aus acht Metern abzog und die kleine Hartgummikugel mit Wucht zum vielumjubelten 4:3 in die Maschen drosch. Doch noch waren mehr als zwei Minuten zu spielen - und Viareggio setzte nun alles auf eine Karte. Als gut 100 Sekunden vor Ende die ERGI dann ihr zehntes Teamfoul kassierte, hielten die Zuschauer gespannt die Luft an, als Alberto Orlandi zur Ausführung des fälligen Direkten antrat. Unter dem Jubel der Fans behielt aber Patrick Glowka auch in diesem Fall die Oberhand und hielt somit den knappen Vorsprung für sein Team fest.

Mit dieser Parade in der 49. Minute beim Direkten von Alberto Orlandi sicherte der überragend haltende
ERGI-Schlussmann Patrick Glowka endgültig den Sieg (Foto: Tim Graumann).
Wenige Augenblicke später hatte Felix Bender dann die riesige Chance, mit einem fünften Treffer alles klar zu machen, doch der Iserlohner Abwehrspezialist fand in Leonardo Barozzi seinen Meister. Auf den Rängen saß indes niemand mehr. Und als die letzte Minute anbrach, wurde jede Sekunde der ERGI in Ballbesitz für sich gefeiert. Und spätestens als dann auch die Azzurri ihr zehntes Foul kassierten, durfte an den großen Coup geglaubt werden - schließlich waren ja nur noch sieben Sekunden zu spielen. Und Sergio Pereira machte das einzig richtige: Statt sofort zu schießen, lief er in Richtung Bande und brachte somit geschickt die Spieldauer zu Ende - und die anschließende große Partie in gang.
Nach dem Spiel kannte der Iserlohner Jubel keine Grenzen, während die Gäste aus Viareggio ihre
Niederlage zu verstehen versuchten (Foto: Tim Graumann).
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau (2), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), A. Paczia.
CGC Viareggio: L. Barozzi, F. Limena; N. Palagi, M. Montivero, E. Brunelli, A. Orlandi (1), L. Squeo, J. Travasino (2), F. Dolce, A. Deinite.
Torfolge: 1:0 (11.) K. Karschau, 2:0 (12.) S. Pereira, 3:0 (16.) J. Fonseca, 3:1 (33.) J. Travasino, 3:2 (34.) J. Travasino, 3:3 (27.) A. Orlandi, 4:3 (48.) K. Karschau.
Schiedsrichter: D. Bell (England)/A. Ribo (Spanien)
Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (K. Karschau/32.) - Viareggio 2 min (F. Dolce/43.)
Teamfouls: Iserlohn 10 - Viareggio 10
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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19. Dezember 2009
Und hier das ganze Spiel noch einmal als Video
Mit freundlicher Unterstützung des IGR-TV-Team um Markus Feldhoff  |
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Schmerzhaftes Déjà-vu-Erlebnis für ERGI gegen Valdagno
Euroliga, 2. Spieltag: ERG Iserlohn - AS Valdagno 0:10 (0:4)
Es sollte alles besser werden als an jenem unsäglichen Freitag, den 13. Februar. Doch auch bei der Neuauflage des deutsch-italienischen Duells kannten die Azzurri kein Erbarmen mit ihren Gastgebern - und schickten die ERGI erneut mit 0:10 in die Betten. Trainer Detlef Strugala machte aber dennoch einen deutlichen Unterschied aus: „Heute haben wir wirklich gut gespielt, nur die Kugel wollte einfach nicht ins Tor.”

Mit einem kleinen Präsent ihres Sponsors Krombacher Brauerei hießen die ERGI-Spieler ihre Gäste aus
Valdagno in der Waldstadt Willkommen. (Foto: Tim Graumann)
Die ersten Minuten machten Hoffnung, dass sich die Iserlohner nicht von den Erinnerungen der vergangenen Saison beeinflussen ließen. Der Abwehrriegel stand gut, die ersten Angriffe der schwungvoll aufspielenden Gäste wurden souverän abgefangen. Die erste gute Chance der Partie verzeichneten dann auch die Waldstädter, als Jorge Fonseca mit einem Bauertrick fast ASV-Keeper Joan Oviedo narren konnte (3.).
Dann aber kam es knüppeldick für die Iserlohner, binnen 120 Sekunden geriet ihre Taktik - in einer sattelfesten Abwehr auf Konter lauern - völlig aus den Fugen: Erst zeigte Carlos Nicolia seine ganze Klasse, als er mit zwei Körpertäuschungen erst Bewacher Sergio Pereira ins Leere laufen ließ und dann ERGI-Schlussmann Patrick Glowka in die falsche Ecke schickte - 0:1 (4.). Im direkten Gegenzug hätte Felix Bender mit einem nicht weniger schönen Solo ausgleichen können, scheiterte aber an Joan Oviedo - und das Schicksal nahm seinen Lauf. Denn auf der Gegenseite bekam Valdagno nach einem Stockschlag im ERGI-Strafraum einen Penalty zugesprochen, den Valdagnos Toptorjäger Massimo Tataranni eiskalt versenkte (immer noch 4.). Wenig später nahm Dario Rigo aus der Distanz maß und traf genau in die winzige Lücke über Patrick Glowkas Schulter zum 0:3 (5.).
War damit schon alles gelaufen? Mitnichten, denn die ERGI berappelte sich nach einem kurzen Schreckmoment wieder und zeigte nun, dass sie durchaus in der Lage war, mitzuhalten. Einziges Manko schon jetzt: Beste Chancen blieben ungenutzt. So verpassten Sergio Pereira (10) und Carlos Nunez (11.) den durchaus möglichen Anschlusstreffer. Mehr Glück hatte dagegen der Gast aus dem Süden, denn Carlos Nicolia stocherte die Kugel nur mit viel Glück zum 4:0 über die Linie (12.).
Noch gaben die Sauerländer sich aber nicht auf, sie drängten mit aller Macht auf eine Ergebnisverbesserung, die - gemessen an der Qualität ihrer Chancen - durchaus möglich war. Doch Kevin Karschau zielte nach einem Solo zu ungenau (13.) blieb wenig später an Teufelskerl Joan Oviedo hängen (18.).
Die beste Chance zu Verkürzen vergab dann jedoch Jorge Fonseca, der sich nach einem Foul von Carlos Nicolia an Kevin Karschau - hierfür gab es Blau -
den Ball zum Direkten zurecht legte, aber gleich zweimal an Joan Oviedo scheiterte (21.). Auch die anschließende Überzahl konnten die Iserlohner nicht nutzen. Auf der Gegenseite verhinderte derweil Patrick Glowka mehrfach mit guten Paraden einen höheren Rückstand.

Sergio Pereira war in dieser Szene schon fast an ASV-Torwart Joan Oviedo vorbei, doch der
ASV-Teufelskerl verhinderte auch hier einen Iserlohner Ehrentreffer. (Foto: Tim Graumann)
Nach der Halbzeitpause entwickelte sich dann eine kuriose Partie: Die Iserlohner waren nun in allen Belangen mit den italienischen Profis auf Augenhöhe - und schnürten diese über weite Phasen regelrecht in der Abwehr ein. Einzig Torwart Joan Oviedo behielt oftmals die Übersicht und zog allen Iserlohnern so langsam den Nerv. Erst war es Sergio Pereira (29./30./32.), der ihn in kurzer Folge nicht überwinden konnte, dann blieben Kevin Karschau und Andreas Paczia an dem ASV-Schlussmann hängen (33.).
Doch nicht nur, dass einfach der Anschluss nicht gelingen wollte, auch in der Abwehr hatten die Iserlohner dann großes Pech, als nach einem an sich harmlosen Schuss von Osvaldo Raed der Ball irgendwie ins ERGI-Tor kullerte (33.).

Nicht jeder Schuss war ein Treffer, denn dieser Angriff wurde von den Iserlohnern abgewehrt, aber die
Ausbeute der Italiener lag in einem hohen Prozentbereich. (Foto: Tim Graumann)
Und in diesem Stil ging es bis zum Abpfiff weiter: Iserlohn drängte auf seinen mehr als verdienten Ehrentreffer, wobei durch die Bank alle ERGI-Spieler ihre Chance bekamen. Dabei blieb auch ein Penalty von Sergio Pereira ungenutzt (46.). Auf der Gegenseite demonstrierte Valdagno mit überlegten Kontern, wie einfach es sein kann, Tore zu erzielen - und Massimo Tataranni (38./43./49.) sowie Carlos Nicolia (46.) erhöhten in regelmäßigen Abständen auf 9:0.
Doch der neunte Treffer 40 Sekunden vor Ende war noch nicht der Schlusspunkt, denn zehn Sekunden vor dem Ende nahm Dario Rigo Kurz auf das ERGI-Tor und schloss - zum Entsetzen der gut 450 Zuschauer - tatsächlich zum 10:0 ab ...
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau, J. Fonseca, S. Pereira, A. Paczia.
AS Valdagno: J. Oviedo, M. Vallotigara; D. Motaran, E. Randon, P. Pranovi, C. Nicolia (3), N. Bertagnin, M. Tataranni (4), D. Rigo (2), O. Raed (1).
Torfolge: 0:1 (4) C. Nicolia, 0:2 (4./Penalty) M. Tataranni, 0:3 (5.) D. Rigo, 0:4 (12.) C. Nicolia, 0:5 (33.) O. Raed, 0:6 (38.) M. Tataranni, 0:7 (43.) M. Tataranni, 0:8 (46.) C. Nicolia, 0:9 (50.) M. Tataranni, 0:10 (50.) D. Rigo.
Schiedsrichter: J. Vidal/J. Molina (Spanien)
Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (S. Pereira/40.) - Valdagno 2 min (C. Nicolia/21.)
Teamfouls: Iserlohn 5 - Valdagno 8
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12. Dezember 2009  |
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Galavorstellung in der Höhle der Löwen
Bundesliga, 10. Spieltag: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 1:6 (0:2)
„Jetzt können wir uns eigentlich nur noch selber schlagen”, merkte ein hochzufriedener Detlef Strugala an, für den - angesichts der souveränen Vorstellung seiner Mannen - der Sieg auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung ging. Und dies sah sein Gegenüber Sven Steup genauso: „Wer gegen Iserlohn nicht von der ersten Minute an konzentriert zur Sache geht, hat keine Chance.”
Von einem langsamen Abtasten, ansonsten die Regel in Spitzenspielen, konnte in der Alfred-Henckels-Halle nicht gesprochen werden, beide Mannschaften gaben von Beginn an Vollgas. Doch während die ambitionierten Hausherren sich an einer kompakten ERGI-Abwehr die Zähne ausbissen, machten die Iserlohner gleich Nägel mit Köpfen. Der ersten Schuss von Jorge Fonseca nach einem Freistoßtrick klatschte noch vom Pfosten zurück ins Feld (2.), doch nur Sekunden später konnten die Waldstädter jubeln, als Kevin Karschau RSC-Torwart Sebastian Wilk gekonnt austanzte und zum 1:0 einschob (3.). Der Schock saß tief in den Knochen der Hausherren, für die es aber noch schlimmer kommen sollte. Denn auch der nächste Schuss der Iserlohner traf ins Ziel, erneut hatte Toptorjäger Kevin Karschau erfolgreich Maß genommen (6.).

Mit seinem Doppelpack zum Spielbeginn legte Iserlohns Toptorjäger Kevin Karschau den Grundstein zum
souveränen Erfolg der ERG Iserlohn in Cronenberg (Foto: Tim Graumann)
Erst Mitte der ersten Hälfte verbuchte dann auch der RSC
seine erste gute Chance, doch Thomas Haupt traf aus gut zehn Metern nur den Querbalken (13.). Dies sollte es dann aber auch für lange Zeit gewesen sein, denn die gut arbeitende ERGI-Abwehr erstickte die Gefahr zumeist schon im Keim. Die wenigen Schüsse, die auf Patrick Glowka zukamen, waren für den Torwart leichte Beute.
Mit der Führung im Rücken, war es für die Strugala-Mannen ein leichtes, das Spiel aus der eigenen Abwehr heraus zu kontrollieren, zumal die Wuppertaler mit dem Übergabe-System der ERGI überhaupt nicht zurecht kamen und sich immer wieder festrannten. Daraus entwickelten sich einige gute Konter, doch Kevin Karschau (13.), Jorge Fonseca (16.) und Sergio Pereira (19.) konnten diese zu keinem weiteren Tor nutzen.
Dann gerieten Marco Bernadowitz und Sergio Pereira aneinander, was für den Iserlohner Konsequenzen hatte: Blaue Karte, und damit zwei Minuten „Kühlbox”, dazu ein Direkter für den RSC (20.). Den konnte Marco Bernadowitz jedoch nicht nutzen, und auch in der anschließenden Überzahl brachten die Hausherren die kleine Kugel nicht im Gästetor unter. Dabei gab es für Lowie Boogers (20./Latte), Marco Bernadowitz (21.) und Mark Wochnik (21.) innerhalb von wenigen Sekunden drei gute Chancen zum Anschlusstreffer. Doch die ERGI verteidigte die „Null” in die Halbzeitpause hinein.
Nach Wiederbeginn drückten die Gastgeber merklich auf das Tempo, wobei Detlef Strugala
seinen Mannen auch eine deutlich defensivere Spielweise auferlegt hatte: „Wir wussten, dass der RSC nun kommen wird und so galt es zunächst einmal, ein Gegentor zu verhindern.”
Die Abwehr hielt weiterhin stand, der RSC-Sturmlauf verebbte quasi im Nichts, und mit Kontern war wieder der Deutsche Meister erfolgreich, wenngleich bei dem Schuss von Andreas Paczia ein RSC-Bein dem Ball noch die richtige Richtung zum 3:0 gab (33.).
Lange konnten sich die Iserlohner über den Führungsausbau jedoch nicht freuen, denn schon den nächsten Gegenangriff donnerte Jan Velte einen aufgelegten Freistoß zum 1:3-Anschluss in die Maschen (34.). Auch dieser Ball war noch leicht abgefälscht, zudem war Patrick Glowka die Sicht versperrt, so dass er chancenlos war.
Es folgte die spannendste Phase der Partie, denn die Cronenberger witterten nun Morgenluft - und nahmen das ERGI-Tor nun aus allen Lagen unter Beschuss. So wurde zwar der Druck auf die Iserlohner Abwehr erhöht, doch wirklich Erfolg versprechend war nur die Versuche von
Jens Behrendt, dessen Schuss aus spitzem Winkel an den gegenüberliegenden Innenpfosten klatschte, aber wieder ins Feld zurück sprang. Behrendts Torjubel kam zu früh (37.).
Auch wenn die Iserlohner nun Schwerstarbeit verrichten mussten, sie hielten weiterhin die Zügel fest in der Hand, was sich sofort zeigte, wenn sie den Ball erobert hatten. Gekonnt nahmen sie Tempo aus der Partie, und verbuchten durch Kevin Karschau (35.) sowie Felix Bender (39.) trotzdem noch die besseren Chancen. Vor allem im Spiel ohne Ball waren die Sauerländer ihren Gastgebern
deutlich überlegen, wie sich beim 4:1 besonders deutlich zeigte. Mit einer einfachen Körpertäuschung narrte Jorge Fonseca seinen Bewacher, lief sich von Sebastian Wilk frei und brauchte die mustergültige Vorlage von Andreas Paczia quasi nur noch im leeren Tor versenken (40.). „Ein herrliches Tor”, meinten da auch etliche RSC-Anhänger anerkennend.

Nach seinem Treffer zum 4:1 ließ sich Jorge Fonseca von Andreas Paczia, Sergio Pereira und Felix Bender
gebührend feieren. Das Quartett lag sich in der Folge noch zweimal in den Armen. (Foto: Tim Graumann)
Zugleich war damit die Vorentscheidung gefallen, denn nach diesem Treffer erlahmte der Cronenberger Widerstandsgeist merklich. Die Iserlohner hatten nun in der Defensive leichtes Spiel und tauchten mit blitzschnellen Gegenangriffen immer wieder vor dem gegnerischen Tor auf. Sergio Pereira (41.) und Andreas Paczia (43.) gingen noch leer aus, doch dann vollstreckten Felix Bender (43.) und Sergio Pereira (49.) nach demselben Muster wie schon Jorge Fonseca
zum 5:1 bzw. 6:1. Auch diese beiden Treffer bereitete der überragende Andreas Paczia mit gutem Auge vor. In der letzten Minute hätte Kevin Karschau, der den Torreigen eröffnet hatte, diesen auch beenden können, als er nach Foul von Martin Schmahl zum
Direkten antrat. Doch erst zielte er links am Tor vorbei, den Nachschuss setzte er dann rechts neben das Gehäuse.
RSC Cronenberg: S. Wilk, M. Berenbeck; M. Schmahl, D. Nießen, T. Haupt, M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Velte (1), J. Behrendt, L. Boogers.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender (1), K. Milewski, S. Glowka, K. Karschau (2), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), A. Paczia (1).
Torfolge: 0:1 (3.) K. Karschau, 0:2 (6.) K. Karschau, 0:3 (33.) A. Paczia, 1:3 (34.) J. Velte, 1:4 (40.) J. Fonseca, 1:5 (43.) F. Bender, 1:6 (49.) S. Pereira.
Zeitstrafen: Cronenberg 2 min (M. Schmahl/49.) - Iserlohn 2 min (S. Pereira/20.)
Teamfouls: Cronenberg 9 - Iserlohn 9
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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5. Dezember 2009  |
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Wildes Hockey am Hemberg
Bundesliga, 9. Spieltag: ERG Iserlohn - HSV Krefeld 9:4 (3:0)
„Mit Taktik hatte das phasenweise nicht viel zu tun. Aber unter den gegebenen Umständen kann ich nicht unzufrieden sein”, wusste ERGI-Coach Detlef Strugala, das dies Vorstellung seines Teams gegen den HSV nicht mehr als wildes Hockey war.
Der Grund dafür war schnell gefunden: Kurz vor Beginn der Partie musste der Trainer fast seine gesamte Mannschaft umstellen. So fielen kurzfristig Carlos Nunez (erkrankt) und Andreas Paczia (Rückenprobleme) aus, und auch der Einsatz von Sebastian Glowka (Oberschenkelverhärtung) war zunächst nicht sicher. So musste nicht nur Kevin Karschau, der eigentlich frei bekommen hatte, ran, auch feierte U17-Spieler Till Fischer seinen Einstand in der „Ersten”.
Die Startformation - Felix Bender, Jorge Fonseca, Sergio Pereira und Kevin Karschau - fand sich somit von selbst.
Die Iserlohner nahmen trotzdem sogleich das Heft in die Hand, die jungen Gäste konnten sich kaum aus der Defensive befreien. Doch es zeigte sich auch schnell, dass HSV-Keeper Marcell Hass sein Fach durchaus beherrscht - er entschärfte schon in den ersten Minuten einige gute ERGI-Gelegenheiten. Bei Felix Benders Acht-Meter-Knaller rettete zudem die Latte (6.). Wenig später schloss Kevin Karschau ein schönes Solo mit dem 1:0 ab und brachte den Ligaprimus damit standesgemäß früh in Führung (7.).

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten gab es für die ERGI-Cracks am Ende wieder reichlich Tore zu
bejubeln. (Foto: Tim Graumann)
Und die Waldstädter taten alles, um nachzulegen - scheiterten aber immer wieder an Schlussmann Marcell Hass. Vor allem Kevin Karschau, dem man anmerkte, dass er sich eigentlich auf ein freies Wochenende eingerichtet hatte, zog der HSV-Goalie den letzten Nerv (9./11./14.). Aber auch Felix Bender (12.), Jorge Fonseca (2x 13.) und Sergio Pereira (13.) konnten den Krefelder Teufelskerl nicht überwinden. Dies gelang erst Sebastian Glowka, der nach einer Bender-Vorlage trocken abzog und in den Knick traf (14.).
Nach dem 2:0 schalteten die Hausherren dann merklich mehrere Gänge zurück, erst in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte wurden die nächsten Chancen verbucht. Insbesondere Youngster Kai Milewski brachte dabei frischen Wind in die ERGI-Reihen (20./21.) und war folgerichtig auch der Schütze des dritten Tores (21.). Wenig später setzte Felix Bender noch einen Versuch aus drei Metern an den Querbalken - und auch der HSV kam durch Daniel Horchmer (25./Latte) zu seiner ersten nennenswerten Offensivszene.
Angesichts der
unter dem Strich recht lahmen
ersten Hälfte, wurden die knapp 200 Zuschauer von der Schlagzahl nach Wiederbeginn regelrecht aufgeweckt: Zunächst donnerte Sergio Pereira die Kugel aus gut zehn Metern mit der Rückhand an den Pfosten, dann - quasi im direkten Gegenzug - weckte Steffen Freyer den bis dahin beschäftigungslosen ERGI-Schlussmann Patrick Glowka aus seine Nachmittagsruhe (29.). Nur zehn Sekunden später stellte Sergio Pereira den alten Abstand wieder her (29.), ehe Felix Bender (31.) und Kevin Karschau (32.) das Resultat auf 6:1 in die Höhe schraubten.
Es folgte wieder eine kleine „Verschnaufpause”, dann setzten Sebastian Glowka (38.), Kevin Karschau (39.) und Sergio Pereira (41.) die Torhatz fort, die in den letzten Minuten dann an die Gäste übergeben wurde. Zum Ärgernis von Lukas Kost, der inzwischen das Iserlohner Tor hütete, konzentrierten sich seine Vorderleute einzig und alleine auf den zehnten Treffer und vernachlässigten die Abwehr sträflich. Die Nutznießer davon waren Nils Hilbertz (43.) sowie zweimal Daniel Horchmer (44./47.), so dass das Endresultat für den HSV etwas angenehmer ausfiel.

Till Fischer wäre bei seinem Bundesliga-Debüt fast auf Anhieb auch ein Treffer gelungen. (Foto: Tim Graumann)
Aus ERGI-Sicht war lediglich noch das Debüt von Till Fischer zu erwähnen, der nach dem vierten Krefelder Tor an der Reihe war - und sich um ein Haar bei seinem Einstand sofort in die Torschützenliste eingetragen hätte (50.).
ERG Iserlohn: P. Glowka (35. L. Kost); T. Fischer, F. Bender (1), K. Milewski (1), S. Glowka (2), K. Karschau (3), J. Fonseca, S. Pereira (2), F. Fischer.
HSV Krefeld: M. Haas, T. Wahlen; N. Kluschweski, D. Horchmer (2), S. Freyer (1), S. Micus, N. Hilbertz (1), N. Fichtner, C. Becker, P. Greiffenstein.
Torfolge: 1:0 (7.) K. Karschau, 2:0 (14.) S. Glowka, 3:0 (21.) K. Milewski, 3:1 (29.) S. Freyer, 4:1 (29.) S. Pereira, 5:1 (31.) F. Bender, 6:1 (32.) K. Karschau, 7:1 (38.) S. Glowka, 8:1 (39.) K. Karschau, 9:1 (41.) S. Pereira, 9:2 (43) N. Hilbertz, 9:3 (44.) D. Horchmer, 9:4 (47.) D. Horchmer.
Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Krefeld 2 min (N. Fichtner/20.)
Teamfouls: Iserlohn 7 - Krefeld 3
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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1. Dezember 2009  |
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ERG Iserlohn bundesweit in WDR Sport aktuell zu sehen
„WDR Sport aktuell“ zeigt Zusammenfassung von RSC Cronenberg – ERG Iserlohn
Rollhockey im deutschen Fernsehen – das ist schon etwas ganz besonderes. Am Samstag, 12. Dezember zeigt das „Dritte“ in seiner Sendung „WDR Sport aktuell“ zwischen 17.20 und 17.50 Uhr eine Zusammenfassung des Bundesliga-Topspiels RSC Cronenberg und ERG Iserlohn.
Das war im ursprünglichen Spielplan eigentlich erst für den 13. Dezember terminiert. Doch für das TV hat sich der Verband gerne zu einer Umänderung des Spielplanes bereit erklärt, so dass das Spitzenspiel nun schon einen Tag früher angepfiffen wird. Anstoß ist schon um 14.30 Uhr in der Wuppertaler Alfred-Henckels-Halle.
Verantwortlich für diesen Kraftakt – die Verschiebung betrifft immerhin vier Ligaspiele - ist der verantwortliche Redakteur des WDR-Sportmagazins, Michael Picht, der zwei Gründe für das plötzliche Interesse des Kölner Senders am Rollhockey anführt. „Zum einen wollen wir natürlich alle Facetten der NRW-Sportwelt auch in unserem Programm widerspiegeln. Zum anderen ist es aber auch ein privates Interesse an dieser Sportart.“
Der Verein seines Herzens ist dabei jedoch kein hiesiger, sondern der FC Porto, bei dem die ERG Iserlohn zuletzt bekanntlich mit 3:15 unter ging. „Ich bin oft in Portugal und besuche, wenn es geht, die Ligaspiele der Drachen“, so Picht, der zuletzt das portugiesische Dauerduell zwischen Benfica Lissabon und FC Porto (2:2) verfolgte.
Die Idee, dieser Sportart auch in Deutschland eine TV-Plattform zu geben, kam dem WDR-Sportredakteur schon Mitte Oktober, seitdem feilte er kräftig an der Realisation, denn das begehrte Spiel sollte ursprünglich sonntags ausgetragen werden. Die Bitte des WDR-Redaktion sowie der beiden betroffenen Vereine um eine Spielplanänderung stieß beim Rollhockeyverband allerdings auf offene Ohren. „Dass dies letztlich geklappt hat, freut uns natürlich ungemein“, so Iserlohns Trainer Detlef Strugala, der nun hofft, dass beide Teams das Spiel nutzen, um kräftig die Werbetrommel für ihren Sport zu rühren.
Das eigentlich für den 12. Dezember angesetzte Heimspiel der ERGI gegen Germania Herringen wird am 28. Februar nachgeholt.
ERG Iserlohn – Pressestelle |
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28. November 2009  |
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Schlecht gespielt, aber trotzdem klar gewonnen
Bundesliga, 8. Spieltag: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 1:9 (0:4)
„Es ist schon bezeichnend: Wir zeigen die schlechteste Leistung der Saison und schießen trotzdem neun Tore”, sagte Detlef Strugala, der mit der Vorstellung seiner Mannen nur eingeschränkt zufrieden sein konnte.
Zu Gute kam den Iserlohnern dabei wohl auch, dass die durch Krankheiten und Verletzungen auf ein Minimalaufgebot zusammen geschrumpften Gastgeber gar nicht erst den Versuch unternahmen, dem Ligaprimus ein Bein zu stellen. Dass es trotzdem bis zur zwölften Minute dauerte, ehe Felix Bender die ERGI (verdient) in Führung brachte, war an dem pomadigen Auftritt der Waldstädter geschuldet.
Bei Iserlohn war ein Teamplay nicht zu erkennen, der Ball führende Spieler hatte Mühe, eine Anspielstation zu finden. Die Folge: Einzelleistungen dominierten die Aktionen. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs besserte sich der Eindruck ein wenig, und drei schnelle Tore von Carlos Nunez (18.), Sergio Pereira (22.) und Sebastian Glowka (23.) waren der Lohn.
Nach einer selbstkritischen Kabinenaussprache raufte sich der deutsche Meister in der zweiten Hälfte dann zusammen und zeigte endlich, zu was die Strugala-Mannschaft fähig sein kann. Nun wurde Druck aufgebaut, der Ball lief sicher durch die Reihen und es gab weitere Tore zu bejubeln. So erhöhte Kevin Karschau auf 5:0 (30.), kurz darauf machte Sebastian Glowka das halbe Dutzend voll (33.). Und da zwei Tore von Kai Milewski nicht anerkannt wurden, durfte Iserlohns Wirbelwind Kevin Karschau seinen dritten Hattrick dieser Serie feiern - 7:0 (33.), 8:0 (37.), 9:0 (41.).
Doch ganz kritiklos blieb auch die Traineranalyse dieses Abschnitts nicht:
„Mitunter war es nun zu verspielt, und ein Gegentreffer bei Überzahl in der letzten Minute - das darf einfach nicht sein.” Das meinte auch Torwart Patrick Glowka, der gerne seinen zweiten Shut-out verbucht hätte. Doch Düsseldorfs Tobias Paczia machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez (1), F. Bender (1), K. Milewski, S. Glowka (2), K. Karschau (4), J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Paczia.
Torfolge: 0:1 (12.) F. Bender, 0:2 (18.) C. Nunez, 0:3 (22.) S. Pereira, 0:4 (23.) S. Glowka, 0:5 (30.) K. Karschau, 0:6 (33.) S. Glowka, 0:7 (33.) K. Karschau, 0:8 (37.) K. Karschau, 0:9 (41.) K. Karschau, 1:9 (50.) T. Paczia.
Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (F. Bender/15.) - Düsseldorf 4 min (T. Barnekow/27. - T. Ensing/48.)
Teamfouls: Iserlohn 3 - Düsseldorf 3
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