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ERG-Iserlohn - News
 

18. Februar 2012

 

Gleichwertige Iserlohner blieben für ihre Mühen unbelohnt

Euroliga - Gruppe D, 4. Spieltag: ERG Iserlohn - Roncato Pati Vic 1:4 (1:2)

Es bleibt in der Euroliga wie gehabt: Die ERGI-Cracks legen sich mächtig ins Zeug, sind, was der gegnerische Trainer Gerard Pujol mehrfach bestätigte, ebenbürtig - und stehen am Ende doch wieder ohne Lohn da. „Sicher hat Vic verdient gewonnen, doch der Abstand war am Ende zu deutlich“, haderte auch Iserlohns Coach Marc Berenbeck mit den Ungerechtigkeiten des Sports, denn drei Tore besser waren die Katalanen keinesfalls.

Dabei hatte es so gut begonnen für die Hausherren, die endlich einmal für ihre hohen Investitionen etwas Zählbares erhalten wollten. Die Partie war gerade einmal 61 Sekunden alt, die Gäste hatten den Ball noch gar nicht berührt, da zappelte die Kugel schon im Pati-Tor. Sergio Pereira hatte gleich den ersten Angriff mit einem gut getimten Schuss abgeschlossen und Carles Grau dabei auf dem falschen Fuß erwischt - 1:0 (2.).


Vor große Probleme stellten die ERGI-Cracks - hier zieht Felix Bender gleich zwei Abwehrspieler auf
sich - die Profis aus Vic, einzig in Torwart Carles Grau fanden die Iserlohner ihren Meister. (Foto: Tim Graumann)

So hatte es sich Marc Berenbeck gewünscht, mit einem frühen Tor die Südeuropäer gleich vor vollendete Tatsachen zu setzen, um dann im weiteren Verlauf aus einer gesicherten Abwehr heraus mit schnellen Kontern für weitere Nadelstiche zu sorgen. Allerdings dauerte es keine 20 Sekunden, da war dies alles schon wieder Makulatur, denn auch die Iberer schlossen ihren ersten Angriff prompt mit einem Treffer ab. Bei dem Schuss von Borja Lopez passte allerdings auch kein Blatt mehr zwischen Ball, Pfosten und dem Kopf von ERGI-Torwart Patrick Glowka.

„Das war schlicht Pech“, konstatierte Berenbeck, der im weiteren Verlauf nichts mehr zu Mäkeln hatte, denn die Leistung seiner Mannen war sowohl in Abwehr als auch Angriff fehlerfrei. Und so entwickelte sich vor den Augen der gut 500 Zuschauer eine flotte Partie mit ständigen Hin und Her zwischen den Toren. Da aber beide Abwehrreihen solide standen, fehlten ein wenig das Salz in der Suppe: Torchancen.

Erst in der 12. Minute gab es den nächsten großen Aufreger, als Jorge Fonseca mustergültig auf Sergio Pereira auflegte, dessen Schuss Carles Grau nur dank einer artistischen Flugeinlage parieren konnte. Auf der Gegenseite bewies dann auch Patrick Glowka erstmals sein ganzes Können, als er einen Sololauf von Jordi Carbo erstklassig stoppte (13.).

Nun kam die Partie also so richtig auf Fahrt, es ging Schlag auf Schlag weiter: Kai Milewski scheiterte wieder an Carles Grau (12.), dann versuchte sich Jordi Carbo mit einem angelupften Bauerntrick - und hatte großes Glück. Denn der Ball schien zunächst zwischen Schulter und Kopf von Patrick Glowka hängen zu bleiben. Doch der ERGI-Keeper bekam Rückenlage und die Hartgummi-Kugel kullerte im Zeitlupentempo über die Linie...

Von dem mehr als unglücklichen Rückstand ließen sich die Hausherren indes nicht beirren, hielten ihre taktische Marschroute bei und hatten schon bei ihrer nächsten Offensivaktion den Ausgleich vor Augen, doch Carles Grau bekam im letzten Augenblick noch den Schläger an die von Sergio Pereira im Grunde gut platzierte Kugel (14.).


Patrick Glowka machte im ERGI-Tor einen nahezu perfekten Job, wobei ihn seine Vorderleute wie hier
Kai Milewski nach Kräften unterstützten. (Foto: Tim Graumann)

In diesem Stile ging es weiter, es war kein Unterschied zwischen Profis und Amateuren zu erkennen, ganz im Gegenteil: Die besseren Möglichkeiten verbuchten die Waldstädter, denen einzig Carles Grau eine unüberwindbare Hürde blieb. Weder Felix Benders Rückhandknaller (19.) noch Jorge Fonsecas wunderbares Solo (24.) wurden mit dem mehr als verdienten Ausgleich belohnt. Die größte Chancen zum 2:2 ergab sich in der 20. Minute, als der unermüdliche rackernde Kai Milewski sich die Kugel hinter dem Pati-Tor erkämpfte, blitzschnell erkannte, das Felix Bender völlig frei im Strafraum stand und diesen mustergültig bediente. Mit einem Reflex kratzte Teufelskerl Carles Grau aber auch diesen Schuss noch von der Linie.

Die Pause sorgte dann für einen Bruch im Spiel der Iserlohner, wie Marc Berenbeck nach Abpfiff analysierte: „Nach dem Seitenwechsel waren wir nicht mehr so druckvoll, da kam Vic besser ins Spiel.“ Und in dieser Phase zeigte sich, dass kleinste Nachlässigkeiten auf diesem Niveau halt sofort bestraft werden: Einmal nicht aufgepasst, konnte Titi Roca einen Heber von Ramon Bancells zum 3:1 verwerten (28.).

Danach fingen sich die Iserlohner allerdings wieder, boten wieder mit offenem Visier Paroli und drängten auf den Anschlusstreffer. Allerdings hatte sich Vic nun besser auf die Angriffsvariationen der Hausherren eingestellt, die ERGI-Chancen waren nun nicht mehr ganz so zwingend. Die größte hatte Sergio Pereira, der nach Vorlage alleine vor Carles Grau auftauchte, den gegnerischen Torwart aber nicht überwinden konnte (36.).

Auf der Gegenseite arbeitete die Iserlohner Abwehr dagegen wesentlich effizienter, Vics Angriffe wurden oftmals schon im Keim erstickt, der Pfostentreffer von Xavier Terns war im Grunde die einzige wirklich gute Aktion der Iberer (35.). Unter dem Strich neutralisierten sich beide Mannschaften somit weitgehend im Mittelfeld, boten dabei den Zuschauern aber eine sehr unterhaltsame Show.


was sich die Iserlohner auch ausdachten, Vics Keeper Carles Grau, dem hier Timon Henke dersucht die
Sicht zu versperren, ließ sich nicht in die Irre führen und parierte Chance um Chance der Sauerländer. (Foto: Tim Graumann)

Dass die Gäste dann doch zu ihrem vierten Treffer kamen, musste Marc Berenbeck auf seine Kappe nehmen. Der ERGI-Coach reklamierte nach einem Foul an Sergio Pereira etwas zu energisch eine Blaue Karte - und kassierte diese dann selbst (41.). Den fälligen Direkten nutzte Routinier Titi Roca dann schnörkellos, um den Sieg für Vic in trockene Tücher zu bringen.

In der Folge versuchten Iserlohner dann zwar noch einmal alles, um das Resultat durch einen weiteren Treffer wieder den Realitäten auf dem Platz anzugleichen, doch Carles Grau war inzwischen regelrecht warm geschossen und fischte einen Ball nach dem anderen ab. Am nächsten kam noch Kai Milewski einem weiteren Tor, doch die Kugel prallte vom Pfosten zurück ins Feld (48.). Und Sergio Pereira brachte im Nachsetzten nach Schuss von Felix Bender den Schläger nicht druckvoll genug an die Kugel, die vor dem leeren Tor kullerte - und ließ damit auch die letzte Chance ungenutzt verstreichen (50.).

„das war heute ein fast perfektes Spiel von uns, aber die kleinsten Fehler sind mal wieder sofort bestraft worden“, meinte nach Abpfiff Marc Berenbeck, während sein Gegenüber Gerard Pujol der ERGI ein dickes Lob aussprach: „Das war heute eine sehr schwere Aufgabe. Und ich glaube, wenn wir nicht so schnell das 1:1 gemacht hätte, hätte es für uns wirklich eng werden können. Mir fällt nach diesem Sieg ein dicker Stein vom Herzen.“

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; F. Fischer, F. Bender, K. Milewski, T. Fischer, S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

Roncato Pati Vic: C. Grau, E. Deitg; M. Masoliver, B. Lopez. J. Carbo, T. Roca, R. Bancells, S. Pla, X. Terns.

Schiedsrichter: R. Torres / J. Pinto (Portugal)

Torfolge: 1:0 (2.) S. Pereira, 1:1 (2.) B. Lopez, 1:2 (13.) J. Carbo, 1:3 (28.) T. Roca, 1:4 (41./Direkter) T. Roca.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (M. Berenbeck/41.) - Vic 0 min

Teamfouls: Iserlohn 5 - Vic 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

11. Februar 2012

 

Dritter ERGI-Krimi - aber nun mit Happyend

1. Bundesliga, 14. Spiel: IGR Remscheid - ERG Iserlohn 5:7 (3:2)

Das war nichts für schwache Nerven: Zum dritten Mal in Serie gab es einen ERGI-Krimi, und nun endlich hatten die Iserlohner einmal das bessere Ende auf ihrer Seite. „Das ist ausgleichende Gerechtigkeit“, sagte ERGI-Coach Marc Berenbeck, nachdem er zuvor erst einmal ein paar Mal tief durchgeatmet hatte. Denn sieben Minuten vor dem Ende sah es noch so aus, als ob die Iserlohner die Punkte im Bergischen lassen würden. Dann aber kam der Auftritt von Sergio Pereira...

Doch der Reihe nach: Remscheid hatte sich einiges vorgenommen, wollte aus der momentanen Angeschlagenheit des Pokalsiegers, der erneut auf Carlos Nunez und Sebastian Glowka verzichten musste, unbedingt Profit schlagen. Entsprechend motiviert ging das IGR-Team ins Spiel, und kaufte den Sauerländern durch beherztes Zweikampfverhalten den Schneid ab. „Die wollten einfach mehr als wir“, urteilte Berenbeck über die Startphase und sprach folglich auch von einer verdienten Führung der Hausherren: Robin Selbach hatte in der siebten Minute vollstreckt.

Und auch danach hatte Remscheid mehr vom Spiel, war stets schneller am Ball und ließ Iserlohn kaum zur Entfaltung kommen. Bezeichnender Weise war es eine Soloaktion, die zum Ausgleich führte: Timon Henke arbeitete sich durch die IGR-Abwehr und überwand auch noch IGR-Keeper Moritz Kreidewolf (15.). Doch die Freude über das 1:1 währte nur wenige Sekunden, quasi im direkten Gegenangriff war Marcel Wiegershaus zur Stelle, und Remscheid lag wieder vorne (15.).

Als dann Jorge Fonseca im IGR-Strafraum gefoult wurde, übernahm wieder Timon Henke die Verantwortung und donnerte die Kugel vom Penalty-Punkt zum erneuten Ausgleich in die Maschen. (18.). Dieses Mal hielt der Gleichstand ein wenig länger, doch die Iserlohner taten unter dem Strich zu wenig, um das Remis in die Pause zu retten. Yannick Peinke setzte energisch nach und belohnte seinen Mannen für eine bis dahin nahezu fehlerfrei Vorstellung mit der 3:2-Halbzeitführung (21.).

Und es sollte für die Gastgeber noch besser kommen. Der Zeiger auf der Uhr hatte noch keine vollständige Umdrehung geschafft, da hieß es bereits 4:2, wieder war Robin Selbach der Schütze (26.). „Da waren wir gedanklich wohl noch in der Kabine“, monierte Marc Berenbeck, dass sich seine Mannen in dieser Szene regelrecht hatten vorführen lassen.

Immerhin, die Iserlohner taten nun ein wenig mehr, doch noch hatten die Gastgeber leichtes Spiel, sie von ihrem Tor fern zu halten. Und auch den „Betriebsunfall“ zum 3:4 durch Felix Bender (32.) besserten sie nahezu postwendend wieder aus, Robin Selbach stellte den alten Abstand wieder her (35.). Die ERGI schien am Boden, doch die IGR versäumte es, ihr den endgültigen K.O. zu geben. Die größte Chancen dazu hatte Marcel Wiegershaus, als er sich nach „Blau“ für Sergio Pereira die Kugel zum Direkten parat legte - dann aber am gekonnt reagierenden Patrick Glowka scheiterte. Auch der anschließenden Überzahl hielt die ERGI-Abwehr nun stand, und schöpfte daraus neuen Mut.

Es dauerte aber noch eine ganze Weile, ehe sie die endgültige Wende in Angriff nahm, wobei Sergio Pereira zum großen Einpeitscher avancierte. Nachdem er in der Kühlbox dem Treiben in Ruhe zugesehen hatte, ergriff er bei seiner Rückkehr auf das Feld mehr und mehr die Initiative - und wurde schließlich zum Matchwinner. In der 43. Minute läutete er das finale furioso mit dem 4:5 ein. Kai Milewski gelang kurz darauf der Ausgleich (46.). Und keine Minute später lag die ERGI erstmals in Führung.

Die Halle Hackenberg stand natürlich Kopf, zumal dem Führungstor eine aus IGR-Fansicht strittige Hinausstellung gegen Marcel Wiegershaus voranging. Der daraus resultierende war für Sergio Pereira sicher verwertet worden. Es folgte das zehnte IGR-Teamfoul, erneut trat Sergio Pereira an, fand nun aber seinen Meister in Moritz Kreidewolf (48.). Es blieb also alles offen, und Remscheid hatte durchaus Chancen zum Ausgleich, die aber von Patrick Glowka allesamt vereitelt wurden. Und letztlich standen sich die Hausherren selbst im Weg, denn in der letzten Spielminute handelte sich auch noch Yannick Peinke „Blau“ ein, den Strafstoß nutzte Sergio Pereira, wenn auch erst im Nachschuss, zum 7:5-Endstand (50.).

„Auch wenn es heute sicherlich kein gutes Hockey war, die Jungs haben Geduld und Moral bewiesen“, lautete Berenbecks erstes Fazit. Wobei er selbst mit gutem Beispiel voran gegangen war, als er - trotz kritischer Rückstand-Situation - Youngster Till Fischer ins Spiel brachte. „Er hat mein Vertrauen bestätigt und sich ein Sonderlob verdient.“

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Jäger; P. Nikolajko, Y. Peinke (1), M. Wilk, M. Richter, R. Selbach (3), Y. Brockmann, M. Schinkowski, M. Wiegershaus (1).

ERG Iserlohn: L. Kost (ab 26. P. Glowka); F. Fischer, F. Bender (1), K. Milewski (1), T. Fischer, T. Stock, J. Fonseca, S. Pereira (3), T. Henke (2).

Torfolge: 1:0 (7.) R. Selbach, 1:1 (15.) T. Henke, 2:1 (15.) M. Wiegershaus, 2:2 (18./Penalty) T. Henke, 3:2 (21.) Y. Peinke, 4:2 (26.) R. Selbach, 4:3 (32.) F. Bender, 5:3 (35.) R. Selbach, 5:4 (43.) S. Pereira, 5:5 (46.) K. Milewski, 5:6 (47./Direkter) S. Pereira, 5:7 (50./Direkter) S. Pereira.

Zeitstrafen: Remscheid 4 min (M. Wiegershaus/47. - Y. Peinke/50.) - Iserlohn 2 min (S.Pereira/36.)

Teamfouls: Remscheid 12 - Iserlohn 9

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

4. Februar 2012

Das Video zum Spiel bei

Die nächste bittere Pille für die ERGI-Cracks

1. Bundesliga, 13. Spiel: ERG Iserlohn - Germania Herringen 4:4 (2:0)

„So etwas darf einfach nicht passieren“, war Marc Berenbeck sprachlos angesichts der letzten drei Minuten der Partie. Da sahen seine Mannen schon wie die sicheren Sieger aus - und mussten am Ende sogar ein wenig glücklich sein, nicht noch verloren zu haben. „Wir haben einfach zu früh einen Schlussstrich unter die Begegnung gezogen und uns damit letztlich eine tolle Partie noch kaputt gemacht.“

Die Iserlohner wussten um die Wichtigkeit der Partie, schließlich lag - und liegt - Herringen mit nur zwei Zählern hinter den Waldstädter, hat bislang aber auch eine Begegnung weniger absolviert. Entsprechend motiviert legten die Hausherren los, Felix Bender gab nach nur acht Sekunden einen ersten harten Warnschuss ab. Aber auch die Germanen gingen sofort Höchsttempo, bei Stefan Gürtlers Distanzschuss rettete der Querbalken (2.).

Im weiteren Verlauf hielt die Partei dann aber nicht, was die ersten 180 Sekunden versprachen - zumindest was Herringen betraf. Während die ERGI-Cracks ihren Schwung beibehielten, zog sich der Gast immer mehr zurück, wollte durch schnelle Konter zum Erfolg kommen. Doch diese Taktik ging nicht auf: Zum einen, weil auch die Iserlohner schnelle Spieler in ihren Reihen haben, zum anderen, weil die ERGI-Abwehr bestens auf die Tricks und Kniffe der gefährlichen Karschau-Brüder eingestellt war. Lange Zeit war von dem Duo kaum etwas zu sehen.

Die Iserlohner nutzten derweil ihre Freiräume, um vor Maurice Michler immer wieder für Gefahr zu sorgen. Schloss Sergio Pereira seine ersten Vorstöße aber noch ein wenig überhastet ab (8./9.), so war er beim dritten Anlauf erfolgreich und schob zur 1:0-Führung ein (10.). Und kaum war der Jubel in der mit gut 400 Zuschauern besetzten Halle abgeebbt, da durften die Iserlohner den nächsten Torerfolg feiern: Jorge Fonseca hatte zum 2:0 abgestaubt, nachdem Maurice Michler gegen den erneut anstürmenden Sergio Pereira noch hatte parieren können (11.).

Herringens Coach Axel Hages reagierte mit einer Auszeit, doch der Spielfluss der ERGI ließ sich dadurch nicht bremsen. Auch, weil seine Germanen einfach nicht in Tritt kamen und viel zu wenig in ihre Angriffsbemühungen investierten. Iserlohn war somit klar feldüberlegen, haderte aber mit der bekannten Abschlussschwäche: Weder Felix Bender aus kurzer Distanz (14.), noch Jorge Fonseca nach schönen Solo (17.) oder Kai Milewski nach Steilvorlage von Sergio Pereira (18.) konnten die Kugel zum 3:0 versenken. Gästekeeper Maurice Michler hatte aber zweimal das Glück des Tüchtigen, als Sergio Pereira (19.) und Jorge Fonseca (24.) nur den Pfosten trafen. Mit dem 0:2 zur Pause war der Liga-Dritte also noch sehr gut bedient.

D
Da war die ERGI-Welt noch in Ordnung: Jorge Fonseca ließ sich für das eben erzielte 4:1-feiern. (Foto: Tim Graumann)

ie Herringer Zurückhaltung durfte jedoch nicht als Indiz dafür gehalten werden, dass die Germanen an diesem Tag chancenlos war. Sie hatten sich in der ersten Hälfte wohl schlicht zu wenig zugetraut, was sich nach dem Seitenwechsel ändern sollte: Die Startphase gehörte der SKG, die durch Kevin Karschau den Anschluss nur deshalb nicht markierte, weil ERGI-Torwart Patrick Glowka mit einen tollen Reflex parierte (27.). Auch Lucas Karschau konnte den Iserlohner Hexer nach einem Sololauf nicht überwinden (29.). Nun war es ein offener Schlagabtausch mit dynamischen Hockey und vielen Torszenen.

Dann aber schien ausgerechnet Maurice Michler seinem Team einen Bärendienst zu erweisen, als er - ohne Not - den hinter dem Tor herlaufenden Kai Milewski von den Beinen holte und dafür die blaue Karte erhielt. Sebastian Glowka legte sich die Kugel zurecht, doch der ansonsten so sichere Schütze donnerte die Kugel am Tor, in dem nun Timo Tegethoff stand, vorbei (30.). Auch die anschließende ERGI-Überzahl blieb ohne weiteren Torerfolg. Vielmehr schossen die Iserlohner den jungen SKG-Schlussmann aus der Distanz regelrecht warm.

Als die Germania sich dann wieder komplettieren konnte, nutzte Lucas Karschau die erste wirkliche Unachtsamkeit der Iserlohner, um zum 1:2-Anschluss einzuschießen (32.). Doch die Gäste wurden jäh ausgebremst, denn der Sekundenzeiger war kein weiteres Mal herum gelaufen, da hatte Jorge Fonseca einen spektakulären Sololauf mit dem 3:1 abgeschlossen (33.). Felix Bender und Sergio Pereira hätten daraus leicht einen Doppelschlag machen können (34.), doch als wiederum Jorge Fonseca - nun mit einem frechen Bauerntrick - zum 4:1 vollstreckte, schien Herringen endgültig am Boden (37.).

Um jedoch ganz auf Nummer sicher zu gehen, fehlte ein weiteres Tor - und das wollte einfach nicht fallen: Immer wieder berannten die Iserlohner das gegnerische Gehäuse, doch Timo Tegethoff hielt nun dicht. Auch eine zweite Unterzahlsituation - Kevin Karschau erhielt für seine lautstarke Reklamation nach einem Foul an Sergio Pereira „Blau“ - überstanden die Gäste schadlos (37.). Einen Direkten gab es nicht, da die Strafe während einer Spielunterbrechung ausgesprochen wurde.

Noch aber hatten die Sauerländer alles im Griff, nur selten kam ein Gegenangriff durch die stabile Abwehr hindurch, den Rest entschärfte Patrick Glowka mit sehenswerten Paraden etwa gegen Stefan Gürtler (44.) oder Kevin Karschau (45.). Dass auf der Gegenseite aber auch Sergio Pereira (43.) und Jorge Fonseca (46.) selbst beste Gelegenheiten nun ungenutzt ließen, sollte sich kurz darauf bitter rächen.

Als Kevin Karschau mehr aus der Not heraus, denn wirklich gewollt, einfach mal abzog, wurde die Kugel von einem ERGI-Schläger so abgefälscht, dass Patrick Glowka chancenlos war (47.). Aber so wirklich bejubeln wollte das 2:4 bei Herringen niemand, auch dort war die Niederlage offenbar schon verbucht. Und so war der Schuss, den Liam Hages von der Mittellinie abfeuerte, wohl auch eher eine verrückte Idee - die allerdings aufging. Denn Philipp Michler hatte Patrick Glowka die Sicht versperrt, er sah den Ball erst, als er schon im Netz zappelte (48.). Nun waren die Germanen urplötzlich hellwach, während die Iserlohner konsterniert wirkten.


Ausgerechnet der ehemalige SKG-Spieler Sebastian Glowka, der sonst die Zuverlässigkeit in Person ist,
avancierte zur tragischen Fiigur der Partie, als zunächst einen Direkten vergab, dann das 5:2 versäumte
und kurz vor Ende den Ball verstolperte. (Foto: Tim Graumann)

Zur tragischen Figur wurde dann Sebastian Glowka: Der hatte kurz vor dem 3:4 nach glänzendem Paß von Felix Bender mutterseelenallein von Timo Tegethoff, die Kugel aber um Haaresbreite am Tor vorbei geschoben. Dann verstolperte er an der Mittellinie den Ball und eröffnete Kevin Karschau damit den Weg zum 4:4-Ausgleich.

In den letzten Sekunden hätte es dann sowohl ein Happyend als auch die absolute Enttäuschung für beide Teams geben können: Felix Benders Knaller köpfte Timo Tegethoff im letzten Moment von der Linie, im direkten Gegenzug feuerte Lucas Karschau eine Volleyabnahme nur Zentimeter am leeren Tor vorbei...

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; F. Fischer, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka, T. Fischer, J. Fonseca (3), S. Pereira (1), T. Henke.

Germania Herringen: M. Michler (30. T. Tegethoff); K. Karschau (2), Li. Hages (1), S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, L. Karschau (1), Lu. Hages, D. Brandt.

Torfolge: 1:0 (10.) S. Pereira, 2:0 (11.) J. Fonseca, 2:1 (32.) L. Karschau, 3:1 (33.) J. Fonseca, 4:1 (37.) J. Fonseca, 4:2 (47.) K. Karschau, 4:3 (48.) Li. Hages, 4:4 (49.) K. Karschau.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Herringen 4 min (M. Michler/30. - K. Karschau/37.)

Teamfouls: Iserlohn 7 - Herringen 7

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

28. Januar 2012

Das Video zum Spiel bei

ERGI in der Löwenhöhle zu lange zu mutlos

1. Bundesliga, 12. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 4:3 (2:0)

Die Voraussetzungen vor dem Spitzenspiel waren für die Iserlohner alles andere als gut: Carlos Nunez (verletzt) und Sebastian Glowka (Beruf) mussten passen, so dass Trainer Marc Berenbeck nur fünf etablierte Feldspieler mit in die Höhle der Löwen nehmen konnte. „Das ist auf diesem Niveau eigentlich zu wenig“, ahnte der ERGI-Coach schon vor dem Anpfiff. Doch der eigentliche Grund für die Niederlage war letztlich nicht die dünne Personaldecke, sondern vielmehr eine grottenschlechte erste Halbzeit.

Ob es nun daran lag, dass die Iserlohner ohne Kapitän und einem gefährlichen Rückraumschützen den Glauben an ihre Chance schon im Vorfeld verloren hatten - oder einfach nur daran lag, dass der RSC einen wirklich guten Tag erwischt hatte, Marc Berenbeck war es egal. „Das war einfach nur grottenschlecht, was wir in den ersten 25 Minuten gezeigt haben!“, ging er mit seinen Mannen hart in Gericht.

Die Hausherren kamen mit viel Schwung aus der Kabine, und als Benjamin Nusch in der achten Minute das 1:0 gelang, wurde die Selbstsicherheit des Titelverteidigers noch größer. Die Sauerländer dagegen schafften es einfach nicht, ihre Angriffe sauber zu Ende zu spielen, um ihrerseits Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen. „Immer wieder haben uns Ballverluste durch Abspielfehler in den Rückwärtsgang gezwungen.“ Und in punkto Konterspiel macht Cronenberg wohl keiner was vor. Einzig Patrick Glowka war es somit zu verdanken, dass es zur Pause nur 0:2 hieß, nur Jens Behrendt konnte den ERGI-Schlussmann noch einmal überwinden (21.).

Zuvor hätten die Hausherren um ein Haar ihren Gegner selbst die Tür zurück ins Spiel geöffnet: Luis Coelho hatte „Blau“ gesehen, so dass sich Felix Bender die Kugel zum Direkten bereit legen konnte. Aber auch diese Einladung blieb ungenutzt, Sebastian Wilk, der ansonsten nicht viel zu tun hatte, verhinderte den Ausgleich (16.), der die Iserlohnern wohl wieder mehr Selbstbewusstsein eingeflößt hätte.

In der Pause gab es dann eine deutliche Analyse des ersten Durchgangs - und die Worte von Marc Berenbeck trafen ihr Ziel: Wie verwandelt kamen die Iserlohner zurück auf das Feld, nun lief es in der Offensive deutlich besser, RSC-Torwart Sebastian Wilk bekam deutlich mehr zu tun. Allerdings machte der Cronenberger seine Sache sehr gut, selbst beste Iserlohner Möglichkeiten wurden von ihm in letzter Konsequenz entschärft.

Und der RSC? Der hatte es mit seinem 2:0-Vorsprung im Rücken natürlich leicht, hätte nach dem zehnten Teamfoul der ERGI aber den Sack auch schon viel früher zumachen können, doch Marco Bernadowitz scheiterte an Patrick Glowka (29.). Nun warteten die Löwen in der eigenen Hälfte in Seelenruhe auf Konterchancen - und bissen dann eiskalt zu: Jens Behrendt (41.) und Benjamin Nusch (44.) schraubten das Ergebnis auf 4:0, die Entscheidung war gefallen - oder?!

Denn offensichtlich hakten die Cronenberger die Partie doch zu früh ab, was auch RSC-Coach Sven Steup nach Abpfiff bemängelte: „Da wurden wir zu früh zu leichtsinnig!“ Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten, denn nun waren es die Sauerländer, die gegnerische Nachlässigkeiten sofort bestraften: Kai Milewski (45./48.) und Jorge Fonseca (46.) sorgten binnen drei Minuten für ein fulminantes ERGI-Comeback. Nun setzte Marc Berenbeck alles auf eine Karte, nahm Patrick Glowka aus dem Tor und brachte einen fünften Feldspieler. Doch die Anstrengungen kamen letztlich zu spät, ein Punkt ließ sich nicht mehr retten. „Angesichts der ersten Hälfte können wir uns über die Niederlage nicht beschweren“, lautete schließlich sein ernüchterndes Fazit.

RSC Cronenberg: S. Wilk, O. Jötten; T. Haupt, J. Velte, M. Wochnik, B. Nusch (2), L. Coelho, J. Behrendt (2), M. Bernadowitz, M. Schmahl.

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; F. Fischer, F. Bender, K. Milewski (2), T. Fischer, J. Fonseca (1), S. Pereira, T. Henke, T. Stock.

Torfolge: 1:0 (8.) B. Nusch, 2:0 (21.) J. Behrendt, 3:0 (41.) J. Behrendt, 4:0 (44.) B. Nusch, 4:1 (45.) K. Milewski, 4:2 (46.) J. Fonseca, 4:3 (48.) K. Milewski.

Zeitstrafen: Cronenberg 2 min (L. Coelho/16.) - Iserlohn 0 min

Teamfouls: Cronenberg 3 - Iserlohn 14

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

22. Januar 2012

 

 

 

 

Im Pokal-Achtelfinale zur RSpVgg Herten

Während die ERG Iserlohn in der Euroliga sich mit dem spanischen Vertreter Roncato Pati Vic maß, wurde in der Heimat der Achtelfinalgegner im DRIV-Pokal ermittelt.

In Herten kam es dabei zum Zweitliga-Duell zwischen der gastgebenden RSpVgg und den Moskitos Wuppertal. Die Begegnung wurde von beiden Seiten mit großem Engagement geführt, winkte dem Sieger doch nicht nur der Einzug ins Achtelfinale, sondern auch ein Heimspiel gegen den Titelverteidiger aus Iserlohn. Zur Halbzeit waren dabei schon zehn (!) Tore gefallen, doch beim Stande von 5:5 zeichnete sich noch kein Sieger ab. Und es blieb bis zum Ende eng, letztlich behielten die Hertener mit 11:10 die Oberhand. Am 25. Februar darf der ehemalige Erstligist sich nun über den Besuch der ERG Iserlohn freuen.

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

21. Januar 2012

Das Video zum Spiel bei

 

 

 

Nach „35 echt bärenstarken Minuten“ ging die Kraft aus

Euroliga - Gruppe D, 3. Spieltag: Roncato Pati Vic - ERG Iserlohn 8:1 (2:1)

Es sollte einfach nicht sein! Die große Chance, gegen einen angeschlagenen Gegner, der national gegen den Abstieg kämpft, zu punkten konnte nicht genutzt werden, obwohl die ERGI-Cracks in Vic über weite Stracken eine ebenso tadellose wie famose Leistung zeigten. Doch es war am Ende wohl ein Nackenschlag zuviel, der letztlich zu einer in dieser Höhe völlig ungerechtfertigten Niederlage führte. „Einfach ärgerlich“, urteilt ERGI-Coach Marc Berenbeck demzufolge auch über den Endstand.


An Lukas Kost bissen sich die Spieler von Vic lange Zeit die Zähen aus. Als seinen Vorderleuten dann
aber die Kräfte ausgingen war auch der junge ERGI-Schlussmann machtlos. (Foto: Alex Lianez/Vic)

Den ersten Rückschlag mussten die Iserlohner schon am Morgen des Spieltages hinnehmen: Über Nacht hatte sich die Erkältung von Patrick Glowka zum heftigen grippalen Infekt ausgewachsen, ein Einsatz des Keepers war damit ausgeschlossen, Youngster Lukas Kost musste also zwischen die Pfosten. „Der hat das Spiel seines Lebens gemacht“, lobte Berenbeck den Jungtorwart am Ende ausdrücklich, denn er hatte mit guten Paraden maßgeblich dazu beigetragen, dass die Iserlohner lange Zeit auf einen Coup hoffen durften. „Er hat sich das Vertrauen des Teams nun endgültig erspielt und gezeigt, dass er auch in schweren Spielen ein sicherer Rückhalt ist.“

An der unverhofften Rochade auf der Torwartposition hat es also nicht gelegen - und das zeigte sich schon in den ersten Minuten. Vic, in der heimischen OK-Liga arg gebeutelt, war keineswegs so selbstbewusst, wie man es von spanischen Clubs gewöhnt ist. Und die Iserlohner hatten sich fest vorgenommen, ihre Chance in der Offensive zu suchen. Und so war das 1:0 durch Felix Bender, der nach einem Schuss von Sergio Pereira nachsetzte (7.), gar nicht mal unverdient, denn in der Startperiode hatten die Sauerländer ein leichtes Übergewicht.

Und der Stachel saß erst einmal im Fleisch der Katalanen, die in der Folgezeit zwar besser ins Spiel kamen, sich aber vor allem an Lukas Kost die Zähne ausbissen. In der zwölften Minute war aber auch er machtlos, als Vics Publikumsliebling „Titi“ Roca einen Angriff zum 1:1 abschloss - und sich die Erleichterung der Gastgeber in ausgiebigem Jubel zeigte (12.). Doch so leicht ließen sich die Iserlohner nicht aus dem Konzept bringen, in der Folgezeit blieben sie auf Augenhöhe und hatten durchaus gute Chancen, erneut in Führung zu gehen.

Als sich in der 20. Minute jedoch Carlos Nunez an den Oberschenkel fasste, war der nächste Rückschlag abzusehen: Der Kapitän musste fortan auf der Bank tatenlos dem wackeren Kampf seines Teams folgen. „Das war letztlich auf diesem Niveau nicht mehr zu kompensieren, denn damit hatte ich nur noch fünf Spieler für die Rotation zur Verfügung“, wusste Marc Berenbeck, dass dies letztlich schon der Knackpunkt war. Zumal der ERGI das Pech nun an den Füßen haftete, denn Sekunden vor der Pausensirene wurde ein Distanzschuss von Borja Lopez von einem ERGI-Rollschuh zum 1:2 in die Maschen abgefälscht.

„An diesen beiden Malheuren hatten wir in der Pause zu knacken, doch wir sind dann mit neuem Mut auf das Spielfeld zurück gegehrt“, fand der ERGI-Coach in der Kabine die richtigen aufbauenden Worte - und seine Mannen setzten die guten Vorsätze auch um. In der 29. Minute hatte Kai Milewski, der völlig frei vor Charles Grau auftauchte, dann die große Chance zum Ausgleich, ließ diese aber ungenutzt. „Das hätte sicherlich noch einmal gepuscht“, so Berenbeck, der in der Folge aber erkennen musste, dass die Akkus seiner Spieler sich immer mehr entleerten.

Als Miquel Masoliver (35.) dann schließlich das 3:1 für Vic gelang, waren auch die Hoffnungen der Iserlohner beendet, mit einem letzten Kraftakt doch noch einen Punkt zu entführen. Zumal Roma Bancells (38.) und Lucas Ordonez (40.) mit einem Doppelschlag zum 5:1 den Sack dann auch wirklich zu machten. „Danach ging nichts mehr, Vic hat uns dann gnadenlos ausgekontert“, bilanzierte Marc Berenbeck die letzten Minuten, in denen er immerhin noch Till Fischer sein Debüt auf internationalem Parkett ermöglichte. Dass Sergi Pla (47.), Lucas Ordonez (47.) und Borja Lopez (48.) noch dreimal ins Schwarze trafen, und damit das Resultat in eine so nicht verdiente Höhe schraubten, war nicht mehr zu verhindern: Die ERGI-Cracks waren schlicht stehend K.O.

Roncato Pati Vic: C. Grau, E. Deitg; M. Masoliver (1), B. Lopez (2), J. Carbo, T. Roca (1), R. Bancells (1), S. Pla (1), L. Ordonez (2), J. Molera.

ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, F. Bender (1), K. Milewski, T. Fischer, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Torfolge: 0:1 (7.) F. Bender, 1:1 (12.) T. Roca, 2:1 (25.) B. Lopez, 3:1 (35.) M. Masoliver, 4:1 (38.) R. Bancells, 5:1 (40.) L. Ordonez, 6:1 (47.) S. Pla, 7:1 (47.) L. Ordonez, 8:1 (48.) B. Lopez.

Schiedsrichter: J. Carpelho/M. Giulherme (Portugal)

Zeitstrafen: Vic 0 min - Iserlohn 0 min

Teamfouls: Vic 6 - Iserlohn 7

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

14. Januar 2012

 

 

 

 

Felix Benders Doppelschlag erlöst ERGI erst spät

1. Bundesliga, 11. Spiel: ERG Iserlohn - HSV Krefeld 6:3 (3:1)

Erstens kommt es anders und, zweitens, als man denkt. Diese Binsenweisheit galt am Samstag auch für die Partie zwischen Tabellenführer und Ligaschlusslicht. Nachdem im Vorfeld schon eifrig über die Höhe des ERGI-Sieges spekuliert wurde, waren die Sauerländer am Ende froh, keine bittere Überraschung kassiert zu haben. „Wir haben den Gegner nicht ernst genommen und folglich auch nicht die verteilten Aufgaben vernünftig umgesetzt“, kritisierte Ralf Henke, der für den beruflich verhinderten Trainer Marc Berenbeck an der Bande stand, die peinliche ERGI-Vorstellung.

Das die HSV-Youngster mehr drauf haben als ihr Tabellenplatz vermuten lässt, hatte Chefcoach Marc Berenbeck seinen Mannen unter der Woche immer wieder eingeimpft. Und auch Vertreter Henke hatte vor der Partie in der Kabine noch einmal eindringlich gemahnt, Krefeld nicht zu unterschätzen. „Aber da hat wohl niemand wirklich zugehört“, musste der Interimstrainer schon nach wenigen Minuten Spielzeit konstatieren, denn die ERGI-Cracks gingen nur allzu behäbig zu Werke.

Zwar traf Kai Milewski nach nur 14 Sekunden bereits den Querbalken und kurz darauf prüfte Sergio Pereira mehrmals innerhalb einer Minute HSV-Schlussmann Fynn Hilbertz (3.), doch es war deutlich zu erkennen, dass die Iserlohner nicht die nötige Konsequenz an den Tag legten, um ihre Angriffe wirklich erfolgreich zu beenden.

Ganz anders auf der Gegenseite: Die jungen Gäste spielten mutig nach vorne und stellten ERGI-Schlussmann Lukas Kost schon früh hart auf die Probe: Erst spielte Nils Hilbertz Frederik Görtz wunderbar frei, der in dieser Szene aber ebenso an Kost scheiterte wie weinig später, als er von Nik Fichtner aufgelegt bekam (beides 5.). Und Iserlohn: Da herrschte lange Zeit Funkstile, denn immer wieder verzettelten sich die Hausherren in Einzelaktionen, die es den Rheinländern leicht machten, die ERGI-Vorstöße zu stoppen. Und so wirkte das 1:0 durch Jorge Fonseca, der nach einem langen Pass von Felix Bender sofort abzog und ins den Winkel traf, schon fast wie eine Befreiung (10.).

Lange konnten sich die Iserlohner über ihre Führung indes nicht freien, denn schon im direkten Gegenzug hieß wurde die Partie durch Philipp Greiffenstein wieder egalisiert, als er einen Penalty eiskalt vollstreckte (10.). Und keine dreißig Sekunden später der nächste Strafstoß für die Gäste, nachdem erneut ein Schussversuch nur regelwidrig abgeblockt werden konnte. Diesmal behielt indes Lukas Kost die Oberhand im Duell mit Philipp Greiffenstein (11.), der kurz darauf auch mit einem knallharten Distanzschuss keinen Erfolg hatte (12.).

Überhaupt: Nun war der HSV am Drücker, hatte durch Nik Fichtners Pfostenschuss (15.) und - erneut - Philipp Greiffensteins Volleyabnahme (18.) das 2:1 mehrmals auf dem Schläger. Doch die fehlende Routine und Abgeklärtheit machte den Krefeldern einen Strich durch die Rechnung, während auf der Gegenseite Kai Milewski zeigte, wie es geht - und per Bauerntrick Fynn Hilbertz narrte (2:1/18.).

Die Führung hätte um ein Haar wieder nur kure Zeit bestand gehabt, denn der nächste HSV-Angriff endete wieder mit einen Penalty-Pfiff, doch Nik Fichtner konnte diese Gelegenheit nicht zum Ausgleich nutzen (20.). Es folgte der Halbzeit-Endspurt der Hausherren, die in den letzten fünf Minuten des ersten Durchganges endlich einmal Ansätze von Tempohockey zeigten, wodurch es sofort gefährlich wurde. Doch Fynn Hilbertz hatte das nötige Glück auf seiner Seite, denn gleich dreimal - Jorge Fonseca (22./24.), Felix Bender (25.) - prallte die Kugel vom Torgestänge ab. Nach einem Doppelpass von Felix Bender mit Jorge Fonseca war der junge HSV-Keeper aber machtlos und musste das 3:1 schlucken (25.).

Drei Minuten nach Wiederanpfiff war der HSV aber wieder dran, nachdem Nik Fichtner Frederik Görtz auf die Reise geschickt hatte und dieser dem nun zwischen den ERGI-Pfosten stehenden Patrick Glowka keine Chance gelassen hatte - 3:2.

Und die Hausherren? Die taten sich weiterhin schwer gegen freche Krefelder. Wenn sie sich jedoch ausnahmsweise einmal auf ihr Können besannen und den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen ließen, wurde sofort der Klassenunterschied deutlich. Nur: Die ERGI-Cracks taten dies viel zu selten! So etwa in der 36. Minute, als Felix Bender Sergio Pereira bediente, der aber an Fynn Hilbertz scheiterte. Besser machte es Jorge Fonseca, der eine Bender-Vorlage aufnahm, Fynn Hilbertz gekonnt ausspielte und nur noch zum 4:2 einschieben musste (38.).

Aber auch dieser Treffer beendete die Hoffnungen der Krefelder auf eine Überraschung noch nicht, zumal sie immer wieder gute Chancen erspielten - und so nur zwei Minuten später durch Nik Fichtner auf 3:4 verkürzten. Und es hätte sogar noch besser kommen können für das Ligaschlusslicht, denn tauchte Philipp Greiffenstein von Patrick Glowka auf, der nur mit Mühe abwehren konnte. (41.). Und da der Abpraller am Rollschuh vom nacheilenden Timon Henke hängen blieb, durfte es Philipp Greiffenstein dann zum dritten Mal per Penalty versuchen, blieb aber erneut erfolglos. Und auch Nik Fichtner konnte sich kein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen (44.).

Indes versäumte es ausgerechnet Jorge Fonseca, der ja schon dreimal eingenetzt hatte, dann, die Vorentscheidung herbeizuführen, nachdem Nik Fichtner das zehnte HSV-Teamfoul begangen hatte: Inklusive Nachschüsse hatte Jorge Fonseca drei gute Chancen den fälligen Direkten zum 5:3 zu verwerten, doch Fynn Hilbertz reagierte jedes Mal reaktionsschnell (45.). Kurz darauf traf der Iserlohner dann noch einmal den Pfosten (47.).

Turbulent wurde es dann in der 47. Minute: Erst tauchten Felix Bender und Kai Milewski vor dem HSV-Tor auf, konnten Fynn Hilbertz aber nicht überwinden. Der daraus resultierende Konter sorgte für ein Mann-gegen-Mann-Duell zwischen Frederik Görtz und Patrick Glowka, dass nun wiederum der ERGI.-Schlussmann für sich entschied - und mit seiner Parade den entscheidenden Gegenzug einleitete, den Felix Bender schließlich mit dem 5:3 abschloss (47.). Und kaum war der Jubel abgeebbt, da zappelte die Kugel schon wieder im HSV-Netz, Felix Bender hatte gut 10 Sekunden nach seinem ersten Treffer knallhart abgezogen und mit dem 6:3 den Sack endgültig zu gemacht.

ERG Iserlohn: L. Kost (26. P. Glowka); F. Bender (2), K. Milewski (1), T. Fischer, F. Fischer, J. Fonseca (3), S. Pereira, T. Henke.

HSV Krefeld: F. Hilbertz, M. Heulmanns; L. Schüren, F. Görtz (1), P. Greiffenstein (1), N. Hilbertz, S. Micus, D. Hausch, N. Kluschewski, N. Fichtner (1).

Torfolge: 1:0 (10.) J. Fonseca, 1:1 (11./Penalty) P. Greiffenstein, 2:1 (18.) K. Milewski, 3:1 (25.) J. Fonseca, 3:2 (28.) F. Görtz, 4:2 (38.) J. Fonseca, 4:3 (40.) N. Fichtner, 5:3 (47.) F. Bender, 6:3 (48.) F. Bender.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Krefeld 0 min

Teamfouls: Iserlohn 6 - Krefeld 11

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

7. Januar 2012

Das Video zum Spiel bei

 

 

 

Till Fischer feierte bei ERGI-Schützenfest seine Bundesliga-Torpremiere

1. Bundesliga, 10. Spiel: RHC Recklinghausen - ERG Iserlohn 3:12 (2:4)

„Sicher hätten wir noch ein paar Tore mehr schießen können. Doch mir war es wichtiger, dass alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekamen“, nannte ERGI-Coach Marc Berenbeck nach dem Jahresauftakt in Recklinghausen ganz klar seine Prämissen. Und so stand in den letzen sechs, sieben Minuten quasi eine ERGI-U20 mit Lukas Kost, Kai Milewski, Timon Henke, Till Fischer und Florian Fischer auf dem Feld, die „ihre Sache sehr gut gemacht hat“: Vier Treffer beigesteuert und kein Gegentor kassiert!

Der sportliche Start ins Jahr 2012 verlief anfangs jedoch etwas verhalten. „Zu verhalten“, wie Iserlohns Trainer im Nachhinein anmerkte. Denn auf die leichte Schulter sollte man die Recklinghausener nicht nehmen, wie er im Vorfeld der Partie ausdrücklich betont hatte. Und so kam es, wie es kommen musste: Sebastian Sowade feuerte einen ersten Schuss auf das ERGI-Tor ab - und es hieß 0:1 (3.). Carlos Nunez konnte diesen Lapsus zwar unmittelbar wieder ausbügeln (4.), doch die Warnung verpuffte ansonsten erst einmal ungehört.

Die Folge: In der 9. Minute jubelten die Hausherren erneut über einen Führungstreffer, diesmal durch Timo Leopold. Bahnte sich da etwa eine unangenehme Überraschung für die Sauerländer an? Immerhin bis zur 14. Minute verteidigten die RHC-Spieler nun tapfer ihr Minipolster, doch dann war Sergio Pereira zur Stelle und egalisierte den Spielstand wieder. Und nun setzten die Gäste auch sofort nach, machten unmissverständlich deutlich, dass sie ein weiteres Mal nicht in Rückstand geraten würden. „Nun hatten wir das Heft endlich fest in der Hand“, stelle auch Coach Berenbeck beruhigt fest, dass nun das Spiel in die richtige Richtung verlief. Jorge Fonseca (18.) und Sergio Pereira (24.) setzten dies zudem auch in Zahlen um.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Timon Henke mit einem „genialen Solo“ (Berenbeck) für das Highlight der Partie und belohnte sich dafür selbst mit dem 5:2 (26.). Dass er kurz darauf eine etwas tragische Figur machte, als er im eigenen Strafraum liegend den Ball an die Brust bekam und es dafür einen RHC-Penalty gab, den der ehemalige Iserlohner Alexander Rupsch zum 3:5 nutzte (27.), war im Grunde nebensächlich - wenn sich Marc Berenbeck nicht darüber aufgeregt hätte, dass der RHC-Akteur, der den regelgerechten Strafstoß erzwang, aus kürzester Distanz voll angezogen hatte. „Da hätte sich Timon, der den Ball vor die Brust bekam, auch schwer verletzen können. Einen Strafstoß so zu stibitzen, geht ja in Ordnung. Aber da hätte es auch gereicht, Timon die Kugel locker gegen den Körper zu spielen!“

Der Ärger war indes schnell verflogen, da der ERGI-Youngster zum einen weiter spielen konnte und Jorge Fonseca kurz darauf das 6:2 markierte (32.). Als dann Sergio Pereira mit einem Doppelschlag innerhalb von 40 Sekunden auf 8:2 erhöhte (39.), war der Sieger bereits gefunden - und der Weg für Marc Berenbeck frei, seine Nachwuchsspieler in die Verantwortung zu schicken. Die Routiniers hatten fortan frei, die restliche Spielzeit standen die U20-Spieler Lukas Kost (der ohnehin schon seit Spielbeginn zwischen den Pfosten stand), Timon Henke, Kai Milewski und Till Fischer sowie Florian Fischer alleine auf dem Feld - und wiesen den RHC mühelos in seine Schranken.

In der 41. Minute vergab Florian Fischer per Direktem (Blau für Daniel Schneider) noch das neunte ERGI-Tor, das dann aber Kai Milewski in der anschließenden Überzahl gelang (43.). Noch in derselben Minute sah Alexander Rupsch die Blaue Karte, nun trat Till Fischer zum Strafstoß an - und zeigte seinem älteren Bruder, wie man so etwas erfolgreich abschließt: Mit dem 10:3 feierte der Iserlohner zugleich seine Torpremiere in der Bundesliga!

Nachdem Kai Milewski auf 11:3 erhöht hatte (47.), durfte sich Florian Fischer - nun nach dem zehnten RHC-Teamfoul - erneut beim Direkten versuchen, scheiterte aber wiederum. Letztlich trug aber auch er sich in die Torschützenliste ein, als er in der 49. Minute das Dutzend voll machte.

ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez (1), F. Bender, K. Milewski (2), T. Fischer (1), F. Fischer (1), J. Fonseca (2), S. Pereira (4), T. Henke (1).

Torfolge: 1:0 (3.) S. Sowade, 1:1 (4.) C. Nunez, 2:1 (9.) T. Leopold, 2:2 (14.) S. Pereira, 2:3 (18.) J. Fonseca, 2:4 (24.) S. Pereira, 2:5 (26.) T. Henke, 3:5 (27./Penalty) A. Rupsch, 3:6 (32.) J. Fonseca, 3:7 (39.) S. Pereira, 3:8 (39.) S. Pereira, 3:9 (43.) K. Milewski, 3:10 (43./Direkter) T. Fischer, 3:11 (47.) K. Milewski, 3:12 (49.) F. Fischer.

Zeitstrafen: Recklinghausen 4 min (D. Schneider/41. - A. Rupsch/43.) - Iserlohn 0 min

Teamfouls: Recklinghausen 11 - Iserlohn 8

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

17. Dezember 2011

Das Video zum Spiel bei

 

 

 

 

2:5, aber tolles Spiel zum Jahresausklang am Hemberg

European League, 2. Spiel: ERG Iserlohn - Amatori S Lodi 2:5 (0:2)

„Es war ein tolles Spiel“, lenkte ERGI-Trainer Marc Berenbeck die Aufmerksamkeit der Anwesenden bei der Pressekonferenz auf die positiven Seiten des letzten Auftritts im Jahr 2011. In seinen weiteren Statements klang dann aber schon durch, dass er - ebenso wie auch seine Spieler - ein wenig einer verpassten Chance nachtrauerten. Wir waren auf Augenhöhe, Lodi aber ausgebuffter!“ Dazu passte auch der Kommentar von Pino Marzella, dem Gästecoach: Iserlohn hat uns viel abverlangt und in der Abwehr sehr gut gearbeitet.“

Dass es für den italienischen Tabellenführer der Serie A1 kein Zuckerschlecken werden würde, merkten die Lombarden schon in den ersten Minuten. Die Iserlohner hatten sich viel vorgenommen, glaubten fest an ihre Chance - und spielten aus einer gut sortierten Abwehr frech nach vorne. Und so besaß die ERGI durch Jorge Fonseca Bauerntrick (3.) und Sergio Pereiras Konter (7.) zwei erstklassige Chancen zum Führungstreffer.

Ratlosigkeit herrschte dagegen zunächst bei Lodi, die offensichtlich nicht damit gerechnet hatten, auf einen so starken Gegner zu treffen. Doch dann tauchte auch Valerio Antezza erstmals frei vor ERGI-Schlussmann Patrick Glowka auf, der dem Amatori-Stürmer die Kugel jedoch regelrecht vom Schläger wegfischte (8.).


Die gefährlicheren Torszenen entfachte zwar Amatori S Lodi - hier kommt Ariel Romero nahezu
unbedrängt zum Abschluss, scheitert aber an Patrick Glowka - , doch unter dem Strich waren die
Iserlohner ihren Gästen ebenbürtig. (Foto: Tim Graumann)

Fortan entwickelte sich eine packende Partie auf Augenhöhe, die gut 600 Zuschauer - darunter auch eine circa 30-köpfige Fangemeinde aus Lodi - kamen voll auf ihre Kosten. Carlos Nunez (10.) und Kai Milewski (13./15.) hüben sowie Ariel Romero (10./12.) und Sergio Festa (12.) drüben sorgten mit gefährlichen Torszenen für das nötige Salz in der Suppe.


Vor dem Amatori-Tor wurde es für Carlos Nunez und Co. häufig sehr eng, die Italiener nahmen die Angriffs-
bemühungen der Iserlohner sehr ernst und verteidigten verbissen ihr Gehäuse. (Foto: Tim Graumann)

Die größte Chance zum ersten Treffer hatten dann allerdings die Iserlohner als Jorge Fonseca blitzschnell schaltete, die Kugel auf Kai Milewski passte, der wiederum direkt an Sergio Pereira weitergab. Der stand dadurch völlig frei vor dem fast leeren Tor - zielte aber einen Hauch zu hoch (17.). Umso bitterer war der Nachgeschmack dieser vergebenen Gelegenheit als wenige Sekunden später Lodi das 0:1 markierte: Ariel Romero zog hinter das ERGI-Tor, passte die Kugel aber zurück auf den kurzen Pfosten, wo Marco Motaran wartete und den Ball über Patrick Glowkas Bein ins Netz lupfte (18.).

Der Treffer warf die Iserlohner ein wenig aus der Spur, die folgenden Minuten standen ganz im Zeichen der Südeuropäer, die nun Patrick Glowka eine schwere Prüfung nach der anderen abverlangten - die der ERGI-Torwart aber allesamt bestand. Erst als Gigio Bresciani in die Trickkiste griff, musste sich der Torsteher erneut geschlagen geben: Der Lodi-Routinier schoss aus unmöglichem Winkel hinter dem Tor stehend gegen Glowkas linkes Bein, von wo der Ball in die Maschen abprallte (24.).


Die Verteidigungarbeit der ERGI-Cracks - in dieser Szene blockt Timon Henke einen Schuss von Sergio
Festa ab - war vorbildlich, die Lodi-Profis mussten schon ihre ganze Kunst aufbieten, um den Riegel
zu knacken. (Foto: Tim Graumann)

„Das war ein Tor zuviel“, haderte nicht nur Marc Berenbeck mit dem Halbzeitstand - impfte seinen Mannen allerdings Mut ein, dass in der zweiten Hälfte noch alles drin sein würde. Eine Hoffnung, die indes schon wenige Sekunden nach dem Wiederbeginn weiter abnahm: Valerio Antezza tauschte frei vor Patrick Glowka auf - und ließ dem Keeper nicht den Hauch einer Chance - 0:3 (27.).


Patrick Glowka zeigte gegen Amatori zahlreiche Parade, u.a. in dieser Szene beim Penalty von
Valerio Antezza. (Foto: Tim Graumann)

War es das etwas schon? „Nein“ sagten sich die Hausherren und setzten nun alles auf eine Karte. Die Folge war ein flottes Spielchen mit vielen, ja sehr vielen Torchancen, doch die Männer in den Kästen ließen zunächst keinen weiteren Treffer zu. Auch als Valerio Antezza sich den Ball zum Penalty zurecht legen durfte, blieb Patrick Glowka ungeschlagen (36.). Auf der Gegenseite demonstrierte sein Bruder Sebastian dann, wie man eine solche Chance nutzt: Marco Motaran hatte Sergio Pereira mit unfairen Mitteln im Amatori-Strafraum am Torschuss gehindert, wofür es „Blau“ gab - und einen Penalty. Mit einem fulminanten Knaller drosch Sebastian Glowka die kleine Kugel an dem bis dahin unüberwindbaren Alberto Losi vorbei ins Tornetz (37.).



Seine knallharten Schüsse ließen Lodi-Keeper Alberto Losi keine Chance, so dass sich Sebastian Glowka
als Doppeltorschütze von den ERGI-Fans feiern lassen konnte. (Foto: Tim Graumann)

Nun ging noch einmal ein Ruck durch die Sauerländer, denen der Anschlusstreffer wieder mehr Selbstbewusstsein einflösste: Das Losi-Tor wurde nun aus allen Lagen unter Beschuss genommen. Doch ob nun aus der Distanz (immer wieder Sergio Pereira) oder im Gewühl (Jorge Fonseca, Sebastian Glowka), Alberto Losi hielt alles, was kam.

Eiskalt dagegen die Azzuri: Erst fälschte Ariel Romero einen Distanzschuss von Gigio Bresciani unhaltbar zum 4:1 ab (40.), drei Minuten später bejubelte Ariel Romero seinen zweiten Treffer, dieses Mal hatte er selbst aus gut zwölf Metern abgezogen. Damit war der Sieger gefunden, doch die Hausherren dachten an ihre vielen Zuschauer und boten bis zur letzten Sekunde eine packende Vorstellung. Und die Anstrengungen blieben nicht unbelohnt, Sebastian Glowka hatte freie Bahn und beweis Alberto Losi erneut seine Zielgenauigkeit - 2:5 (47.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, T. Fischer, S. Glowka (2), J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Amatori S Lodi: A. Losi, L. Passolunghi; G. Bresciani (1), V. Antezza (1), A. Romero (2), M. Motaran (1), F. Montigel, S. Festa, L. Frugoni.

Torfolge: 0:1 (18.) M. Motaran, 0:2 (24.) G. Bresciani, 0:3 (27.) V. Antezza, 1:3 (37./Penalty) S. Glowka, 1:4 (40.) A. Romero, 1:5 (43.) A. Romero, 2:5 (47.) S. Glowka.

Schiedsrichter: O. Valverde/L. Delfa (Spanien)

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Lodi 2 min (M. Motaran/37.)

Teamfouls: Iserlohn 9 - Lodi 8

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

16. Dezember 2011

 

 

 

 

Euroliga-Spiel in Lodi das Top-Thema der Presse

Der italienische Sportjournalist Aldo Negri und seine Kollegen schreiben in Lodi für die Tageszeitung "Il Cittadino" und berichtet seit Donnerstag täglich über den anstehenden Euroliga-Vergleich zwischen der ERGI und Amatori S Lodi. Für die Italiener, die nach 15 Jahren erstmalig wieder international vertreten sind und im Sommer nach 33 Jahren zum zweiten Mal die Coppa Italia gewannen, ist die Teilnahme an der europäischen Rollhockey-Königsklasse ein echtes Highlight - und entsprechend wird in der Lombardei den Spielen in der Gruppe D entgegen gefiebert.

Doch Negri beschränkt sich dabei keineswegs nur auf seine Lokalmatadoren, sondern nahm im Vorfeld mit den Iserlohnern Kontakt auf und hat Interviews mit Patrick Glowka und Marc Berenbeck geführt - und zudem gemeinsam mit der ERGI-Pressestelle einen Blick in die Vergangenheit geworfen: Vor 33 Jahren, im April 1979 standen sich Lodi und die Waldstädter nämlich schon einmal gegenüber. Natürlich war auch dies Aldo Negri einen Bericht wert. Und selbstverständlich wir er am Samstag auch das Spiel am Hemberg live vor Ort verfolgen ... und auf der Homepage seiner Zeitung einen Live-Ticker bedienen.

Wer des italienischen Mächtig ist, kann die Artikel an dieser Stelle abrufen. Aber auch ohne Sprachkenntnisse ist ein Blick auf die Ausführliche Berichterstattung aber auf jeden Fall lohnenswert.

   
Do., 15.12.11 Fr., 16.12.11 Sa., 17.12.11    

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

11. Dezember 2011

Das Video zum Spiel bei

 

 

 

ERGI-Express rast mit Höchsttempo ins Pokal-Achtelfinale

DRIV-Pokal, Vorrunde: ERG Iserlohn - RESG Walsum 6:2 (3:1)

„Phänomenal!“ - „Weltklasse!“ -„Sensationell!“ ERGI-Trainer Marc Berenbeck fand immer neue Superlative bei der Rückschau auf das Pokalspiel, das zu einer mehr als gelungenen Revanche für die Bundesliga-Niederlage 14 Tage zuvor wurde: Der ERGI-Express rast mit Höchsttempo ins Pokalachtelfinale. „Der Sieg heute war enorm wichtig für unsere Zielsetzung“, fand Berenbeck letztlich aber auch noch ausgewogene Worte - und freut sich nun zusammen mit seinen Mannen auf den Jahreshöhepunkt am kommende Samstag: Das Euroliga-Heimspiel gegen Amatori S Lodi.


Mit Vollgas in Richtung RESG-Tor: Die ERGI-Cracks - hier Sergio Pereira - legten ein höllisches Tempo
vor und enteilten den Walsumern immer wieder. (Foto: Tim Graumann)

Dass die ERGI auf Revanche für das 3:4 aus war, wurde von Beginn an deutlich: Mit viel Schwung und Aggressivität legten die Gastgeber gleich ein höllisches Tempo vor und hatten schon nach wenigen Minuten durch Kai Milewski und Sergio Pereira beste Chancen zum Führungstreffer. So leicht ließ sich Walsum aber nicht aus dem Konzept bringen, schließlich wussten sie ja, dass Iserlohn zu knacken ist. Und so hielten die RESG-Recken dagegen, tauchten durch Philipp Kluge (3.) und Sebastian Wozny (4.) vor dem Kasten von Patrick Glowka auf, der sich aber nicht überwinden ließ. Ein durchaus verheißungsvoller Start also für beide Fanlanger, die am Hemberg immerhin eine Kulisse von 250 Zuschauern zusammen brachten.

Unter dem Strich agierten die Sauerländer jedoch zwingender, stellten die RESG-Abwehr immer wieder vor große Probleme - und so wusste sich Sebastian Wozny gegen den einschussbereiten Felix Bender nicht anders zu helfen, als ihn im Klammergriff zu nehmen. Den fälligen Penalty donnerte Sebastian Glowka dann zum 1:0 ins Tor (7.). Und keine 30 Sekunden später jubelten die ERGI-Cracks erneut, gleich den nächsten Angriff beendete Jorge Fonseca mit dem 2:0 (7.).

Und die Iserlohner ließen nicht locker, schnürten ihre Gäste nun minutenlang an deren eigenem Strafraum ein, Keeper Tobias Wahlen pfiffen die Bälle nur so um die Ohren. Allerdings musste er nur selten eingreifen, denn es fehlte den meisten Schüssen an der nötigen Präzision. Im direkten Duell mit dem RESG-Keeper klappte es indes besser: Zwar parierte Tobias Wahlen gegen Sololäufer Sergio Pereira zunächst, den Nachschuss des ERGI-Torjägers konnte er dann aber nicht mehr abwehren - 3:0 (11.).


Walsums Torwart Tobias Wahlen konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren, immer wieder
tauchte ein Iserlohner wie hier Doppeltorschütze Jorge Fonseca frei vor ihm auf. Dass der ehemalige
U20-Nationalkeeper nur sechsmal hinter sich greifen musste, zeigt seine ganze Klasse. (Foto: Tim Graumann)

In der 13. Minute gab es dann den nächsten Penalty, als Sergio Pereira im RESG-Strafraum zu Fall kam, doch Sebastian Glowka zielte nun etwas zu genau, die Kugle klatschte vom Querbalken zurück ins Feld. Jorge Fonseca (14./15.) machte es dem Spiel heraus nicht besser, so dass sich Walsum immer noch Hoffnungen machen konnte, durch den Anschluss zurück ins Spiel zu finden.

Die erste Gelegenheit dazu bot sich in der 15. Minute nachdem Sergio Pereira Philipp Kluge regelwidrig am Abschluss behindert hatte. Doch den folgenden Penalty vergab Sebastian Wozny leichtfertig und schoss deutlich am ERGI-Tor vorbei. Es war seit langer Zeit der erste RESG-Torschuss gewesen. Folglich fiel das 1:3 etwas überraschend, Walsum profitierte dabei von einem Patzer im ERGI-Spielaufbau durch Felix Bender. So waren Philipp Kluge und Kay Hövelmann frei vor Patrick Glowka, der sich der Übermacht geschlagen geben musste (19.).

Doch es war nur ein kurzes Strohfeuer der Rheinländer, die restlichen Minuten vor der Pause gehörten wieder den Hausherren, die auch nach dem Seitenwechsel das Tempo sehr hoch hielten - und durch Sergio Pereira (27./32.) und Jorge Fonseca (36.) schnell auf 6:1 davon zogen. Damit war die Partie frühzeitig entschieden, in der Folge konnten es sich die Iserlohner leisten, im Abschluss nicht mehr ganz so konzentriert zu Werke zu gehen.

Walsum, das durch Björn Burmann noch einen Penalty vergab (44.), hatte sich allerdings schon aufgegeben, so dass dies nicht weiter ins Gewicht fiel. Erst als Marc Berenbeck dann Florian Fischer einwechselte, kam wieder etwas Schwung ins Iserlohner Angriffspiel, der Youngster hatte noch drei dicke Chancen, um weiter zu erhöhen: Erst per Direktem nach zehntem RESG-Teamfoul (48.), dann nach mustergültigen Vorlagen von Sebastian Glowka (49.).


Er stand zwar nur in den letzten paar Minuten auf dem Parkett, hatte in dieser kurzen Zeit aber vier dicke
Chancen, so etwas bei diesem Direktem nach zehntem RESG-Teamfoul: Florian Fischer. (Foto: Tim Graumann)

Sebastian Glowka sorgte dann auch für den letzten Höhepunkt, allerdings zu Lasten des eigenen Teams, als er eine Sekunde (!) vor Ende noch die blaue Karte einhandelte. Im ersten Anlauf konnte Philipp Kluge dieses Geschenk indes nicht nutzen, als der Schiedsrichter allerdings auf Wiederholung entschied, fand er die Lücke zum 2:6-Endstand.

Gegen wen die ERGI nun im Achtelfinale antreten muss, wird sich erst im Januar entscheiden, wenn die beiden Zweitligisten RSpVgg Herten und Moskitos Wuppertal ihr Vorrundenspiel austragen. Der Sieger wird dann am 25. Februar den Titelverteidiger aus Iserlohn empfangen.

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, F. Fischer, S. Glowka (1), J. Fonseca (2), S. Pereira (3), T. Henke.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; L. Lemkamp, P. Kluge (1), S. Wozny, B. Burmann, C. Nusch, D. Kutscha, D. Horchmer, K. Hövelmann (1)

Torfolge: 1:0 (7./Penalty) S. Glowka, 2:0 (7.) J. Fonseca, 3:0 (11.) S. Pereira, 3:1 (19.) K. Hövelmann, 4:1 (27.) S. Pereira, 5:1 (32.) S. Pereira, 6:1 (36.) J. Fonseca, 6:2 (50./Penalty) P. Kluge.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (S. Glowka/50.) - Walsum 0 min

Teamfouls: Iserlohn 7 - Walsum 11

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

10. Dezember 2011

Das Video zum Spiel bei

 

 

 

ERGI überwintert dank Sergio Pereira an Tabellenspitze

1. Bundesliga, 9. Spiel: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 4:8 (2:5)

Die ERGI hat ihre Hausaufgaben in Darmstadt gemacht und mit einen Schützenfest von Sergio Pereira die Tabellenspitze zurück erobert - allerdings gilt der Dank dafür auch an Germania Herringen, die den RSC Cronenberg in der Höhle der Löwen mit 3:2 bezwangen. „Wir feiern unterm Tannenbaum jetzt jedenfalls als Spitzenreiter“, so Coach Marc Berenbeck, der nun alle Konzentration auf den Jahresabschluss in der Euroliga gegen Amatori S Lodi richtet.

Nach den letzten beiden Vorstellungen in Walsum un gegen Valkenswaard waren die Waldstädter auf Wiedergutmachung aus, zumal sich gut 50 eigene Fans mit auf den Weg nach Hessen gemacht hatten. Und die sollten ihre Reise nicht bereuen, denn schon nach sieben Minuten führten die Iserlohner durch zwei perfekt heraus gespielte Tore von Jorge Fonseca (4.) und Sergio Pereira (7.) mit 2:0.

Doch so gut die ERGI-Cracks sich auch in der Offensive präsentierten, in der Abwehr schlich sich hin und wieder der Schlendrian ein. Und das darf mach sich in der Bundesliga einfach nicht erlauben, wie Pedro Fragoso zweimal eindrucksvoll bewies. Erst verkürzte er zum 1:3 (13.), später ließ er seine Farben mit dem - sicherlich etwas glücklichen - 2:3 (20.) wieder auf ein besseres Resultat hoffen. Fragosos zweiter Treffer war jedoch reichlich kurios, denn eigentlich hatte der RSC-Spieler nur den Querbalken getroffen, doch von dort klatschte die Kugel an den Hinterkopf von Patrick Glowka und kullerte dann über die Linie.

Carlos Nunez hatte zwischendurch das 3:1 für die Gäste erzielt (17.), die in der ersten Halbzeit trotz des knappen Zwischenstandes nie den Eindruck erweckten, dass sie die Partie nicht unter Kontrolle hatten. Vor allem Sergio Pereira war an diesem Tag für die Darmstädter nicht zu bändigen: Im Alleingang stellte er den 5:2-Pausenstand her (22./23.).

Nach dem Seitenwechsel ließen es die Iserlohner dann etwas zu gemächlich angehen. Zwar hatten sie weiterhin ein optisches Übergewicht, doch Marc Berenbeck bemängelte: „Wir haben einfach nichts aufs Tor gebracht, keinen Druck erzeugt.“ Dazu kamen dann noch zwei weitere kleine Patzer, die erst Max Hack (34.) und dann wieder Pedro Fragoso, der nach „Blau“ für Sergio Pereira eiskalt vollstreckte (37.), zum erneuten Anschluss nutzten. Und es hätte noch schlimmer kommen können für die Sauerländer, denn Darmstadt erhielt in der 39. Minute einen Penalty zugesprochen, den Patrick Glowka jedoch entschärfte.

Das gerade soeben verhindert 5:5 war der Weckruf für die ERGI, die sich fortan auf ihre Leistung im ersten Durchgang besann - und das Tempo wieder deutlich anzog. Und der Erfolg stellte sich rasch ein, zumal nun die Hausherren in Person von Max Hack (43./Blaue Karte) und dem 10. Teamfoul (45.) Nerven. Nutznießer: Sergio Pereira, der nicht nur die beiden Direkten gekonnt verwandelte, sondern kurz darauf seinen Hattrick perfekt machte und den 8:4-Endstand markierte (48.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez (1), F. Bender, K. Milewski, T. Fischer, F. Fischer, J. Fonseca (1), S. Pereira (6), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (4.) J. Fonseca, 0:2 (7.) S. Pereira, 1:2 (13.) P. Fragoso, 1:3 (17.), 2:3 (20.) P. Fragoso, 2:4 (22.) S. Pereira, 2:5 (23.) S. Pereira, 3:5 (34.) M. Hack, 4:5 (37./Direkter) P. Fragoso, 4:6 (43./Direkter) S. Pereira, 4:7 (45.) S. Pereira, 4:8 (48.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Darmstadt 2 min (M. Hack/43.) - Iserlohn 2 min (S. Pereira/37.)

Teamfouls: Darmstadt 11 - Iserlohn 9

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

3. Dezember 2011

 

 

 

 

ERGI zeigte fürchterliches „Anti-Hockey“

1. Bundesliga, 8. Spiel: ERG Iserlohn - Valkenswaardse RC 4:3 (2:1)

„Das war das schlechteste Hockey, das ich seit langem gesehen habe“, nahm Marc Berenbeck nach dem Spiel kein Blatt vor den Mund - und meinte damit das blinde Anrennen seiner Mannen gegen das dichte Abwehr-Bollwerk der Niederländer. „Dagegen haben wir einfach kein Mittel gefunden!“ Was den ERGI-Coach aber noch viel mehr fuchste, waren die drei krassen Aussetzer in der Verteidigung, die Valkenswaard erneut ein knappes Resultat ermöglichten.

Das die Niederländer, deren Kader nahezu deckungsgleich mit der Oranje-Auswahl ist, nicht zu unterschätzen sind, war den Iserlohnern nach dem 2:1-Hinspiel ja bekannt. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass mit Arjan van Gerven und Lowie Boogers die beiden Ex-Iserlohner immer noch gesperrt waren und demzufolge gar nicht erst mit in die Waldstadt gekommen waren. Die beiden Routiniers Robbie van Dooren und Harold de Wit im Zusammenspiel mit den Jungspunden Davy van Willigen und Niels Janssens boten qualitativ hochwertiges Hockey und stellten die Iserlohner vor große Probleme.


VRC-Routinier Harold de Wit war immer wieder Endstadtion für die ERGI-Cracks, hier scheiterte Carlos
Nunez an dem Altinternationalen. (Foto: Tim Graumann)

Zumal Valkenswaard erkennbar nicht als Punktelieferant zum Vizemeister gekommen war, sondern anfangs sein Heil in der Flucht nach Vorne suchte. Und dies mit Erfolg: Konnte ERGI-Torsteher Patrick Glowka den ersten Versuch von Davy van Willigen noch parieren (3.), so war er gegen den knallharten Schuss von Robbie van Dooren kurz darauf machtlos - 0:1 (4.). Und die Niederländer setzten nach, hatten durch Robbie van Dooren (4.) und Davy van Willigen (5./6.) noch drei weitere Hochkaräter, so dass es einzig Patrick Glowka zu verdanken war, dass die Iserlohner nicht noch weiter in Rückstand gerieten.

Marc Berenbeck reagierte mit einer Auszeit, um sein Team neu zu sortieren. Die Maßnahme hatte den erwünschten Erfolg, nach Wiederaufnahme der Partie dominierte fortan der Gastgeber das Geschehen - und kam mit zwei tollen Spielzügen auch zu zählbarem Erfolg. Zunächst vollstreckte Jorge Fonseca nach Zusammenspiel mit Carlos Nunez zum 1:1 (8.), wenige Sekunden später hatte er nach Doppelpass mit Sergio Pereira Harold de Wit schon zum zweiten Mal überwunden.

Doch auch wenn die Iserlohner nun das Tempo hoch hielten und Valkenswaard über weite Strecken am eigenen Strafraum festsetzten, sprang zunächst kein weiterer Treffer mehr heraus. Dies lag vor allem daran, dass Robbie van Dooren seine Abwehr mit all seiner internationalen Erfahrung geschickt zusammenhielt, so dass die Räume vor dem VRC-Tor dicht waren. Und aus der Distanz war Altmeister Harold de Wit nicht zu überwinden, wie Carlos Nunez (12./25.) und Sergio Pereira (13.) schnell feststellen durften. Und waren die Iserlohner dann doch einmal durch - etwa Kai Milewski (19.) - dann war da ja noch der reaktionsschnelle Torwart. Pech hatte indes Sergio Pereira, als er von Carlos Nunez schön frei gespielt worden war, dann aber aus 30 Zentimetern nur den Pfosten (!!) traf (13.).


Kein Durchkommen! Die Valkenswaarder Abwehr war eng um das eigene Tor aufgestellt, immer wieder
rannten Jorge Fonseca und Co. vergelich dagegen an. (Foto: Tim Graumann)

Und Valkenswaard: Durch blitzschnelle Konter keimte immer wieder Gefahr auf, in der Regel hielten die Iserlohner ihre Gäste aber von Patrick Glowkas Gehäuse fern. Und so sah es nach dem 3:1, das Sergio Pereira zur Erleichterung aller endlich in der 32. Minute gelungen war, ganz danach aus, als ob die Waldstädter einem ungefährdeten Erfolg entgegen zu laufen schienen. Doch weit gefehlt: Ein Patzer in der Abwehr, Dave Holtzer stand goldrichtig - und es hieß plötzlich nur noch 3:2 (37.). Rächte es sich nun gar, dass Sebastian Glowka (33./35./36.) etwas zu fahrlässig mit seinen Großchancen umgegangen war.

Die Situation war jedenfalls kritisch, zumal auf dem ERGI-Teamfoul-Konto schon neun „Vergehen“ verbucht waren. Und darauf setzten die Gäste nun, sie versuchten das zehnte Foul zu provozieren, allerdings hielten sich die Iserlohner gekonnt in den Zweikämpfen zurück. Zumal sie eine ähnliche Taktik fuhren, denn auch Valkenswaard hatte schon neun Fouls angekreidet bekommen.

Die Vorsicht in den Mann-gegen-Mann-Duellen bevorteilte allerdings die Niederländer, die durch Davy van Willigen (38.) und Niels Janssens (44.) bei zwei Pfostentreffern dem 3:3 sehr nahe kamen. Letztlich kassierten sie dann aber als erste den zehnten Regelverstoß, und diese Chance ließ sich Sebastian Glowka nun nicht entgehen und donnerte die Kugel zum 4:2 in die Maschen (46.). War damit endlich der Sack zu?


ERGI-Schlussmann Patrick Glowka bekam nicht viel zu tun, beim Direkten von Robbie van Dooren zeigte
er aber seine ganze Klasse - und verhinderte damit wohl Schlimmeres. (Foto: Tim Graumann)

Noch nicht ganz, denn Valkenswaard lauerte immer noch auf ERGI-Teamfoul Nr. 10, dass die wieder ins Spiel hätte bringen können. Jorge Fonseca hätte allerdings endgültig für Ruhe sorgen können, als er mit einem fulminanten Solo vor Harold de Wit auftauchte, dann aber etwas zu genau zielte und den Ball mit einem schönen Heber an den Querbalken setzte (48.).

Kurz darauf war dann auch die ERGI fällig, so dass sich Robbie van Dooren die Kugel zum Direkten parat legen konnte. Die besseren Nerven hatte in diesem Duell jedoch Patrick Glowka, der den Versuch des niederländischen Nationalspielers perfekt entschärfte (49.). Dass dieser elf Sekunden vor Ende dann doch noch das 3:4 markierte war dann nur noch für die Statistik.

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka (1), F. Fischer, J. Fonseca (2), S. Pereira (1), T. Henke.

Valkenswaardse RC: H. de Wit, A. Daams; R. van Dooren (2), L. Bischoff, D. van Willigen, K. Doomernik, N. Janssens, D. Holtzer (1).

Torfolge: 0:1 (4.) R. van Dooren, 1:1 (8.) J. Fonseca, 2:1 (9.) J. Fonseca, 3:1 (32.) S. Pereira, 3:2 (37.) D. Holtzer, 4:2 (46./Direkter) S. Glowka, 4:3 (50.) R. van Dooren.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Valkenswaard 0 min

Teamfouls: Iserlohn 11 - Valkenswaard 13

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

26. November 2011

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Gegen Tobias Wahlen war kaum ein ERGI-Kraut gewachsen

1. Bundesliga, 7. Spiel: RESG Walsum - ERG Iserlohn 4:3 (2:2)

Im (verflixten) siebten Spiel hat es nun also auch die Iserlohner erwischt: In Duisburg kassierten die Sauerländer ihre erste Saisonniederlage in der laufenden Serie. Die Gründe für die Niederlage in Walsum hatte ERGI-Trainer Marc Berenbeck schnell ausgemacht: „Erstens: Unser Abschluss! Zweitens: Tobias Wahlen! Drittens: Individuelle Fehler in der Abwehr!“

Das Ziel der ERGI war es, in Walsum ihre Spitzenposition zu verteidigen, doch der Schuss ging nach hinten los. Die Gastgeber, beflügelt von ihrem CERS-Cup-Erfolg in Österreich, gingen mit breiter Brust in die Partie, zumal sie mit den Iserlohnern aus den Vorjahres-Play-offs auch noch eine Rechnung zu begleichen hatten. Die Folge: Es entwickelte sich rasch ein flottes Spielchen, die Zuschauer bekamen anspruchsvolle Bundesligakost geboten.

Einziges Manko - zumindest aus Iserlohner Sicht: Die Kugel wollte einfach nichts ins Netz. Mehrfach spielten sich Carlos Nunez und Co. durch die gut arbeitende RESG-Abwehr, doch Ex-U20-Nationalkeeper Tobias Wahlen war einfach nicht zu überwinden. Wie einfach es gehen kann, zeigte dann Philipp Kluge, der die erste richtig gute Chance der Hausherren gleich zum 1:0 nutzte (12.).

„Das war der erste dicke Bock“, kommentierte Marc Berenbeck den Rückstand, sah in der Folge jedoch eine stetig an Tempo zulegende eigene Mannschaft, die aber weiterhin einfach kein Glück im Abschluss hatte - und dabei regelrecht am RESG-Schlussmann verzweifelte. Die Walsumer hatten es dagegen einfach: Sie lauerten in der Defensive auf ERGI-Fehler - und stachen dann eiskalt zu. In der 23. Minute war Philipp Kluge wieder auf und davon geeilte und ließ erneut Iserlohns Torsteher Lukas Kost keine Chance.

Aber die Iserlohner behielten die Nerven und schlugen letztlich noch vor der Pause zurück: Erst staubte Timon Henke nach einem Pfostenknaller von Sergio Pereira zum Anschlusstreffer ab (25.), ehe - ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel - Sebastian Glowka mit einem herrlichen Diagonalschuss die Lücke ins RESG-Tor fand: 2:2 (25.). Zeigten die Duisburger nun Nerven?

Der Halbzeitpfiff war wohl ihre Rettung, denn in der Kabine konnten sie nun erst einmal durchatmen, während die Iserlohner ihren Rhythmus verloren. Denn nach Wiederbeginn ging es wieder ganz schnell, nun aber zu Gunsten der Gastgeber. Erst vollstreckte Philipp Kluge einen durchdachten Angriff (27.) und bestrafte kurz darauf einen katastrophalen Fehlpass von Carlos Nunez (Berenbeck: „So ein Ding hat er sicherlich in seinem ganzen Leben noch nicht gespielt!“) mit dem 4:2 - der alte Abstand war somit wieder hergestellt, die ERGI musste erneut zur Aufholjagd ansetzen.

Dass diese nicht schon frühzeitig ein jähes Ende fand lag an einer tollen Parade von Lukas Kost, als er in der 30. Minute einen Penalty abwehrte. Quasi im direkten Gegenzug war dann Felix Bender nach einer tollen Kombination frei gespielt und versenkte die Kugel zum 3:4 im gegnerischen Netz (32.). Also noch gut 18 Minuten, um die Partie noch zu drehen.

Und die Iserlohner warfen nun alles was sie hatten in die Waagschale, Walsum wurde über weite Strecken am eigenen Strafraum eingeschnürt. Doch trotz klarster Chancen - u.a. ein Penalty von Sergio Pereira (44.): Der Ausgleich lag zwar in der Luft, blieb dem Pokalsieger aber letztlich verwehrt. In der Schlussphase agierten die Iserlohner sogar eine Minute lang ohne Torwart, doch die Walsumer retteten ihren knappen Vorsprung über die Zeit - und machten die Bundesliga damit wieder spannend.

ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, F. Bender (1), K. Milewski, S. Glowka (1), T. Stock, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Torfolge: 1:0 (12.) P. Kluge, 2:0 (23.) P. Kluge, 2:1 (25.) T. Henke, 2:2 (25.) S. Glowka, 3:2 (27.) P. Kluge, 4:2 (28.) P. Kluge, 4:3 (32.) F. Bender.

Zeitstrafen: Walsum 0 min - Iserlohn 0 min

Teamfouls: Walsum 4 - Iserlohn 10

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

19. November 2011

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Phasenweise auf Augenhöhe, aber Fehler wurden eiskalt bestraft

European League , 1. Spiel: SL Benfica Lissabon - ERG Iserlohn 8:2 (4:0)

Erhobenen Hauptes gingen die Iserlohner Eurofighter im Estadio da Luz vom Spielfeld. Zwar hatte es dort eine 2:8-Niederlage gegen Benfica Lissabon gegeben, doch phasenweise agierten die Sauerländer gegen das mit Nationalspielern gespickte Spitzenteam auf Augenhöhe. „Wir haben uns hier sehr gut verkauft und ernteten von der Lissabonner Presse viel Lob dafür, dass wir uns nicht nur eingeigelt, sondern aktiv mitgespielt haben“, zog ERGI-Coach Marc Berenbeck eine überaus positive Bilanz nach der Euroliga-Premiere - und hofft, diesen Schwung nun in die heimische Bundesliga übertragen zu können.

Und wie wäre das Spiel wohl verlaufen, wenn in der 31. Minute Benfica-Schlussmann, der zugleich Portugals Nr. 1 ist, bei einem Direkten von Sergio Pereira nicht so gerade eben noch den Kopf an die Kugel bekommen hätte. Es wäre das 3:4 gewesen. „Schade, dass dieses Tor nicht auch noch gelang, denn Lissabon war in der Phase ganz schön nervös“, merkte Marc Berenbeck an.

Die ERGI war, angesichts der Klasse des Gastgebers, bei denen lediglich Ersatzkeeper Pedro Henriques kein Auswahlspieler ist, anfangs sehr defensiv eingestellt - und tat auch gut daran. Denn die Portugiesen wollten früh Nägel mit Köpfen machen, hatten aber offensichtlich nicht mit einer so gut arbeitenden Abwehr gerechnet. Denn bis auf Luis Vianas Vorstoß (5.) sprang zunächst nicht viel Sehenswertes heraus.

So mussten die Südeuropäer auf den ersten kleinen Fehler der Iserlohner warten - und schlugen dann in Form des brasilianischen Spitzenspielers Cacau eiskalt zu: Erst wurde er nicht energisch genug attackiert und netzte einen verdeckten Schuss zum 1:0 ein (6.), dann nutzte er eine Unachtsamkeit von Sergio Pereira zum 2:0 (11.), nachdem er Sekunden zuvor noch von Patrick Glowka sensationell ausgebremst worden war.

Überhaupt Patrick Glowka: Wer den Livestream des Benfica eigenen TV-Senders im Internet verfolgte stellte schnell fest, dass die Kommentatoren den ERGI-Zerberus immer wieder lobend erwähnten. Immer wieder war der Iserlohner Endstation der Lissabonner Angriffe, selbst die ausgebufftesten Tricks brachten Patrick Glowka nicht aus der Ruhe, etwa bei den Sololäufen von Joao Rodrigues (17.) oder Sergio Silva (18.).

Nach dem zweiten Treffer indes riss plötzlich der Gast aus Deutschland das Ruder an sich und agierte in den nächsten fünf Minuten auf Augenhöhe mit den von dieser Offensive sichtlich überraschten Benfica-Stars. Jorge Fonseca (13.), Kai Milewski (14.) und Sebastian Glowka (17.) hatten den Anschlusstreffer auf den Schlägern, einzig Ricardo Silva entpuppte sich dabei als Spielverderber.

Diese guten Gelegenheiten ließen Lissabon aufhorchen, sie hatten nun erkannt: Der deutsche Pokalsieger ist keineswegs nur Kanonenfutter und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Also wurde das Tempo merklich angezogen. Das 3:0 war dann allerdings ehe ein Zufallsprodukt, denn Carlos Lopez war stocherte mit Patrick Glowka um die Wette, ehe der Ball vom Schoner des Torwarts in den Rückraum kullerte, wo dann Joao Rodrigues am schnellsten schaltete (19.). In die Kategorie „Sehenswert“ gehörte dann jedoch wieder der Rückhandknaller von Sergio Silva zum 4:0 (22.) - mehr ließen die ERGI-Cracks dann aber auch nicht zu.

Und die Iserlohner hatten die Partie trotz des deutlichen Rückstandes noch lange nicht abgehakt, ganz im Gegenteil: Sie witterten gerade darin ihre Chance, denn portugiesische Teams neigen bei hohen Führungen schnell zu Nachlässigkeiten. Und in diese Kerbe wollte und sollte der deutsche Pokalsieger nach dem Seitenwechsel kräftig schlagen.

Mit viel Schwung starteten die Iserlohner in den zweiten Abschnitt, erwischten ihre hoch dekorierten Gastgeber damit völlig auf dem falschen Fuß und waren nach einem Doppelschlag von Sergio Pereira per Rückhand aus 12 Metern (29.) und Kai Milewski, der nach Sergio Pereiras Knaller entscheidend nachsetzte (30.), wieder im Spiel - während die Lissabonner staunend drein schauten.

Sergio Pereira, der beim seinem blitzschnellen Konter von Sergio Silva nur mit unfairen Mitteln gebremst werden konnte und dafür „Blau“ sah, hatte dann das 3:4 in der Hand, als er sich den Ball zu Direkten parat legte, trotz sehr platziertem Schuss die Kugel dann aber nicht an Ricardo Silva vorbei brachte. Der parierte Strafstoß war für die Hausherren zugleich der nötige Weckruf, quasi im direkten Gegenzug steuerte Luis Viana auf Patrick Glowka zu, der mit einer Glanztag jedoch das 5:2 verhindern konnte. Angesichts einer zuvor gesehenen Regelwidrigkeit regte sich derweil Marc Berenbeck so sehr über den ausgebliebenen Pfiff des spanischen Schiedsrichter-Duos auf, dass er mit „Blau“ bedacht wurde.

Bei Drei gegen Drei nutzen die Lissabonner dann den Raum, um sich eine Überzahl-Situation im Angriff zu verschaffen, die Valter Neves routiniert zum 5:2 ausnutzte - der Vorentscheid! Den Iserlohnern war nun zwar die Hoffnung auf einen Coup genommen, doch sie nutzten es aus, dass Lissabon sie weiter mitspielen ließ, so dass Carlos Nunez (35./46.) und Jorge Fonseca (45.) durchaus noch die Chance auf ein knapperes Ergebnis besaßen. Die Schlussphase stand indes ganz im Zeichen des Benfica-Torjägers Luis Viana, der in vier Ligaspielen bereits achtmal zugeschlagen hat. Und auch die ERGI bekam nun eine Kostprobe seiner Klasse: Mit einem Hattrick binnen fünf Minuten (42./44./47.) schraubte er den Spielstand im Alleingang in die Höhe, profitierte bei seinem dritten Streich aber auch vom 10. Teamfoul der Iserlohner.

Benfica Lissabon: R. Silva, P. Henriques; V. Neves (1), E. Abalos, J. Rodrigues (1), S. Silva (1), D. Rafael, Cacau (2), C. Lopez, L. Viana (3).

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski (1), S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

Schiedsrichter: J. Ribo/J. Molina (Spanien)

Torfolge: 1:0 (8.) Cacau, 2:0 (11.) Cacau, 3:0 (19.). J. Rodrigues, 4:0 (22.) S. Silva, 4:1 (29.) S. Pereira, 4:2 (30.) K. Milewski, 5:2 (33.) V. Neves, 6:2 (42.). L. Viana, 7:2 (44.) L. Viana, 8:2 (47./Direkter) L. Viana.

Zeitstrafen: Lissabon 2 min (S. Silva/31.) - Iserlohn 2 min (M. Berenbeck/32.)

Teamfouls: Lissabon 8 - Iserlohn 10

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

12. November 2011

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Lukas Kost und Sergio Pereira knackten TuS-Bastion

1. Bundesliga, 6. Spiel: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 2:7 (0:1)

Eine Partie mit zwei Gesichtern sah ERGI-Trainer Marc Berenbeck bei der Generalprobe vor dem ersten Euroliga-Einsatz in Lissabon: „In Hälfte eins lief es sehr stockend, nach dem Seitenwechsel haben wir dann das Tempo-Hockey gezeigt, das ich mir wünsche.“

Dass es am Ende eine so klare Angelegenheit für die Sauerländer, war folglich lange Zeit nicht abzusehen. Zwar besaßen die Iserlohner aufgrund langer Ballbesitzphasen ein optisches Übergewicht, doch an der kompakten TuS-Abwehr bissen sie sich verzweifelt die Zähne aus. Gute Chancen ließen sich im ersten Durchgang an einer Hand abzählen, wirklich zwingende Aktionen gab es indes nicht.

Anders auf der Gegenseite: Die Düsseldorfer lauerten in ihrer Abwehrzone auf ERGI-Fehler, um dann blitzschnell zur Attacke überzugehen. Und mit diesem Konzept hätten sie auch Erfolg gehabt, wenn da nicht Lukas Kost gewesen wäre. Zwar luden die Iserlohner durch individuelle Patzer ihre Gastgeber immer wieder zu Überfallkontern ein, doch der junge Torwart war stets die Ruhe selbst und hielt gegen Gilles Pascher, Tobias Paczia und Jonas Pink, die in der ersten Viertelstunde gut ein halbes Dutzend erstklassiger Chancen hatten, seinen Kasten sauber.

Und so kam es aus Sicht der Rheinländer wie so oft: Wer vorne keine Tore macht, der wird hinten irgendwann dafür bestraft. Und der Vollstrecker war in diesem Falle Jorge Fonseca, der in der 20. Minute alles richtig machte und zur 1:0-Führung für die ERGI abschloss. Mit diesem sicherlich schmeichelhaften Zwischenstand ging es dann in die Kabinen.

Zurück auf dem Feld mussten die TuSler nun mehr riskieren, so dass sich nun ein offener Schlagabtausch entwickelte. Und wieder besaßen dabei zunächst die Hausherren die besseren Gelegenheiten in Form zweier Penaltys binnen 60 Sekunden. Beide Male legte sich Jonas Pink, ansonsten ein sicherer Schütze, die Kugel zurecht - beide Male war Lukas Kost der souveräne Sieger.

Und es kam noch dicker für die inzwischen an Fortuna zweifelnden Düsseldorfer: Denn statt die Chance zur Wende wahrgenommen zu haben, war dann schnell jegliche Hoffnung dahin. Zunächst verpasste Sergio Pereira per Direktem nach Blauer Karte für Andre Beckmann zwar noch den Führungsausbau (32.), doch in der folgenden Überzahl war er dann zur Stelle und traf zum 2:0 ins Netz (33.). Noch in derselben Minute folgte das 3:0 durch Jorge Fonseca, der den fälligen Strafstoß nach zehntem TuS-Teamfoul eiskalt vollstreckte.

Gilles Pascher ließ kurz darauf zwar noch einmal etwas Hoffung aufkommen, als auch er einen Direkten - nun hatte ERGI-Spielführer Carlos Nunez „Blau“ gesehen - zum 1:3-Anschluss verwandelte (35.), doch die Iserlohner Antwort fiel vehement aus: Innerhalb der sich nun anschließenden 150 Sekunden schraubten Sergio Pereira (36./38.) und Sebastian Glowka (37.) das Resultat auf 6:1 in die Höhe - die Partie war entschieden.

Daran änderte auch Steffen Freyers 2:6 (40.) nichts mehr, die ERGI-Cracks spielten die Partie nun souverän herunter, bevor Sergio Pereira in der Schlussminute mit seinem vierten Treffer an diesem Tag den endgültigen Ausgang festlegte. Die zweite Halbzeit versöhnte ERGI-Coach Marc Berenbeck dann auch wieder ein wenig, doch lobende Worte fand er letztlich nur für seinen Torwart: „Lukas hat heute eindrucksvoll gezeigt, dass wir hier in Iserlohn zwei wirklich bärenstarke Schlussmänner haben, auf die sich das Team jederzeit verlassen kann.“

ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, F. Bender, K. Milewski, S. Glowka (1), T. Fischer, J. Fonseca (2), S. Pereira (4), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (20.) J. Fonseca, 0:2 (33./Überzahl) S. Pereira, 0:3 (33./Direkter) J. Fonseca, 1:3 (35./Direkter) G. Pascher, 1:4 (36.) S. Pereira, 1:5 (37.) S. Glowka, 1:6 (38.) S. Pereira, 2:6 (40.) S. Freyer, 2:7 (50.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Düsseldorf 2 min (A. Beckmann/32.) - Iserlohn 2 min (C. Nunez/35.)

Teamfouls: Düsseldorf 11 - Iserlohn 6

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

5. November 2011

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ERGI-Express kam erst nach Rückstand richtig in Fahrt

1. Bundesliga, 5. Spiel: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 6:2 (3:1)

Das Resultat sagt es klar und deutlich: Viel Mühe hatten die Iserlohner mit ihren Gästen nicht. Aber ERGI-Coach Marc Berenbeck wirkte nach dem Abpfiff dennoch nicht zufrieden. „Wir machen einfach noch zu viele Fehler im Spielaufbau, und hinten haben wir zu weit weg von unseren Gegenspielern gestanden“, lautete seine erste Analyse. Da die Hausherren jedoch technisch und läuferisch den Remscheidern überlegen waren, fielen diese Makel am Ende nicht ins Gewicht.


Mit Mann und Maus stemmten sich die Remscheider gegen die ERGI-Übermacht, doch selbst in Unterzahl-
situationen waren die Iserlohner wie hier Carlos Nunez stets Herr der Lage und gewannen demzufolge
verdient. (Foto: Tim Graumann)

Die Startphase gehörte indes den Bergischen, die frischer wirkten und ihren Gastgebern mehrfach enteilten. Lukas Kost im Iserlohner Tor hatte also schon früh die Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen, was ihn bei Sololäufen von Julian Peinke (2.) und Markus Wilk (4.) auch bestens gelang. Als der IGR-Spielführer dann aus verdeckter Position einfach mal drauf hielt - und die Kugel auch noch leicht abgefälscht wurde - hatte der junge ERGI-Torwart keine Chance (5.).

Der Rückstand weckte die bis dato sehr behäbig agierenden Sauerländer auf, kontinuierlich zogen sie nun das Tempo an. Jorge Fonseca per Bauerntrick unmittelbar nach Wiederbeginn (5.), Carlos Nunez (8.), Sergio Pereira per Direktem (nach Blau für Marcel Wiegershaus/8.) hatten schon kurz darauf den Ausgleich in der Hand, scheiterten aber allesamt an IGR-Keeper Matthias Mattusch. Auch die Überzahl-Periode während Wiegershaus' Zwangspause verstrich noch ungenutzt.

Doch der Druck auf das Gästetor wuchs, die Remscheider konnten sich kaum noch aus der Umklammerung lösen, vor allem Sergio Pereira riss seine Mannen durch ein aggressives Forechecking mit. So erlief er einen Fehlpass und donnerte die Kugel sofort auf das IGR-Gehäuse, bevor Youngster Timon Henke den Nachschuss in den Maschen versenkte (15.). Kurz darauf profitierten die ERGI-Cracks erneut von Pereiras Riecher, der einen Querpass abfing, jedoch wiederum in Matthias Mattusch seinen Meister fand. Und auch Sebastian Glowka zielte im zweiten Versuch zu ungenau (16.).


Timon Henke leitete mit seinem Treffer zum 1:1 die Wende ein. (Foto: Tim Graumann)

Keine Minute später war die Wende dann aber perfekt: Wiederum Sergio Pereira leitete den Angriff ein, legte perfekt auf Jorge Fonseca quer, der somit nur noch einzudrücken brauchte (17.). Im Minutentakt tauchte der Iserlohner Stürmer nun vor dem gegnerischen Tor auf, und schließlich durfte sich auch Sergio Pereira in die Torschützenliste eintragen: Nach Doppelpass mit Jorge Fonseca schob er zum 3:1-Pausenstand ein (21.).

Die Unterbrechung nutzen die Gäste, um einmal ganz tief durchzuatmen und sich neu zu sortieren. Dagegen schienen die Hausherren den Faden verloren zu haben, denn nach dem Seitenwechsel setzten Marcel Wiegershaus und Markus Wilk (26.) die ersten Akzente. Doch das Wiedererstarken der Bergischen war nur ein kurzfristiges Strohfeuer, nachdem Carlos Nunez aus der Distanz nur den Pfosten getroffen hatte (28.), sahen die gut 200 Zuschauer in der Hemberghalle wieder Einbahnstraßen-Rollhockey in Richtung Remscheider Tor. Per Penalty - Matthias Mattusch hatte seinen Schläger verloren und dennoch einen Schuss pariert - erhöhte Sebastian Glowka schließlich auf 4:1 (31.). Und nur wenige Augenblicke später war die Partie endgültig entscheiden, als Sergio Pereira aus spitzem Winkel ins kurze Eck einschoss (32.).

In der Folgezeit ließen es die Sauerländer dann etwas gemächlicher angehen, so dass Remscheid wieder ein paar mehr Spielanteile erhielt - und sich nun auch Lukas Kost, der bis dahin nahezu Beschäftigungslos war, wieder ein paar Meriten verdienen konnte. Im Duell Mann-gegen-Mann behielt er zuerst gegen Sololäufer Julian Peinke die Oberhand (37.), dann entschärfte er souverän die Direkten von Marcel Wiegershaus (10. ERGI-Teamfoul, 37.) und Markus Wilk (Blaue Karte Jorge Fonseca, 50.). Nur beim hartnäckigen Gestochere von Julian Peinke war der junge Torwart machtlos (39.), wobei dieses Gegentor wohl einzig den Keeper selbst ärgerte.


Lukas Kost zeigte im ERGI-Tor eine glänzende Vorstellung und parierte unter anderem zwei
IGR-Direkte - hier den von Marcel Wiegershaus nach 10. Teamfoul der Iserlohner. (Foto: Tim Graumann)

Denn am Spielausgang änderte der zweite IGR-Treffer nichts mehr, zu überlegen waren die Hausherren, die in der Schlussphase ihren Fans noch einen ansehnlichen Endspurt gönnten. So traf Sebastian Glowka binnen Sekunden erst die Latte, um dann im zweiten Anlauf die Kugle nur im Millimeter am Pfosten vorbei zu schieben (47.). Mit einem technischen Kabinettstückchen machte schließlich Jorge Fonseca doch noch das halbe Dutzend voll: Erst degradierte er gleich drei Remscheider zu Statisten, dann narrte er auch noch IGR-Schlussmann Matthias Mattusch mit einem Rückhand-Lupfer von der Strafraumgrenze, der sich passgenau ins Netz senkte (50.)


Mit einem sehenswerten Treffer setzte Jorge Fonseca den 6:2-Schlusspunkt. (Foto: Tim Graumann)

ERG Iserlohn: L. Kost, P. Glowka; C. Nunez, F. Bender, S. Glowka (1), T. Stock, J. Fonseca (2), S. Pereira (2), T. Henke (1).

IGR Remscheid: M. Mattusch, M. Kreidewolf; Y. Brockmann, F. Selbach, M. Wilk (1), J. Peinke (1), R. Selbach, M. Peters, M. Schinkowski, M. Wiegershaus.

Schiedsrichter: C. Niestroy/L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (5.) M. Wilk, 1:1 (15.) T. Henke, 2:1 (17.) J. Fonseca, 3:1 (21.) S. Pereira, 4:1 (31./Penalty) S. Glowka, 5:1 (32.) S. Pereira, 5:2 (39.) J. Peinke, 6:2 (50.) J. Fonseca.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (J. Fonseca - 50.) - Remscheid 2 min (M. Wiegershaus - 8.)

Teamfouls: Iserlohn 13 - Remscheid 9

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

30. Oktober 2011

 

 

 

 

Glowka-Brüder zogen Herringen den Zahn

1. Bundesliga, 4. Spiel: Germania Herringen - ERG Iserlohn 2:4 (2:2)

Am Ende blieb nur eine Frage strittig. Zwar waren sich alle im ERGI-Lager einig, dass der Matchwinner an diesem Tag Glowka hieß - nur beim Vornamen herrschte leichte Unstimmigkeit. Einerseits verteidigte Patrick mit mehreren Großtaten den Iserlohner Vorsprung, andererseits war es sein Bruder Sebastian, der kurz vor Ende mit dem 4:2 den Sack endgültig zumachte.

Für derlei Nuancen hatte ERGI-Trainer Marc Berenbeck indes keine Zeit, ihn interessierte vielmehr der Gesamteindruck seines Teams. Und der fiel schon deutlich besser aus, als in der Vorwoche: „Vor allem die ersten 15 Minuten waren wir nahe am Optimum. Allerdings kam danach auch eine Phase des genauen Gegenteils, so dass wir weiter hart arbeiten müssen.“

Entsprechend Berenbecks Analyse verlief die erste Halbzeit dann auch mit zwei Gesichtern. Zunächst hatte der Vizemeister das Heft klar in der Hand, übte viel Druck auf die Germania-Abwehr aus und wurde für seine Mühen auch schnell belohnt: Carlos Nunez brachte seine Farben mit zwei schön heraus gespielten Toren verdient mit 2:0 in Führung (5./11).

„Dann kehrte leider nach und nach der Schlendrian ein“, monierte der ERGI-Coach die restliche Spielzeit des ersten Abschnitts doch ziemlich, zumal sich auch der Tabellenführer derlei Nachlässigkeiten gegen Herringen nicht erlauben kann. „Die werden mit um die Titel spielen“, war ja schließlich die Prognose des Iserlohner Trainers im Vorfeld der Partie - und wurde in diesem Eindruck prompt bestätigt. Zwei Abspielfehler im Aufbau nutzen die Hausherren zu schnellen Kontern, die von Lucas (21.) und Kevin Karschau (24.) eiskalt abgeschlossen wurden.

Nach dem Seitenwechsel und einige klärenden Worten in der Kabine präsentierten sich die Waldstädter wieder geordneter und erkämpften sich nach und nach die Oberhand zurück. Als Sergio Pereira dann nach dem 10. SKG-Teamfoul den folgenden Direkten schnörkellos zur erneuten ERGI-Führung abschloss, hatten die Gäste wieder klar Oberwasser (35.).

Allerdings, ausruhen durften sie sich natürlich auf diesem hauchdünnen Polster nicht, dazu besitzt das Herringer Team schlichtweg zuviel Potential. Und so musste Iserlohns Schlussmann durchaus noch einige Male Kopf und Kragen riskieren, um die Führung zu behaupten. Unter anderem parierte er einen Direkten gegen Kevin Karschau, nachdem zuvor sein Team das 10. Teamfoul kassiert hatte (45.).

Letztlich waren es die Hausherren selbst, die sich um einen Punktgewinn brachten, und zwar in Person von Philipp Michler: Der erwies seinem Team einen Bärendienst, als er keine zwei Minuten vor Abpfiff „Blau“ sah - und damit Sebastian Glowka zu seinem großen Auftritt verhalf: Er lies Herringens Schlussmann keine Chance und machte mit dem Treffer zum 4:2 den dritten Saisonsieg der Sauerländer perfekt.

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez (2), F. Bender, K. Milewski, S. Glowka (1), T. Stock, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (5.) C. Nunez, 0:2 (11.) C. Nunez, 1:2 (21.) L. Karschau, 2:2 (24.) K. Karschau, 2:3 (35./Direkter) S. Pereira, 2:4 (48./Direkter) S. Glowka.

Zeitstrafen: Herringen 2 min (P. Michler/48.) - Iserlohn 0 min

Teamfouls: Herringen 12 - Iserlohn 11

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

22. Oktober 2011

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Marc Berenbeck: „Hinten hui, aber vorne pfui!“

1. Bundesliga, 3. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 2:2 (1:2)

„Das war kein gutes Spiel!“ Dieses Fazit von ERGI-Trainer Marc Berenbeck hätte sein RSC-Kollege Sven Steup sicher unwidersprochen gelassen, denn die Neuauflage des Vorjahresfinales war lediglich auf dem Papier ein Spitzenspiel. Die bittere Realität dagegen: Beide Teams agierte weit unterhalb ihrer Bestform und konnten die gerade einmal knapp 300 Zuschauer nur selten begeistern. Das Remis war damit für beide Seiten ein verdientes Resultat.


An Kampfgeist und Einsatzwille fehlte es weder den Iserlohner noch den Wuppertalern, wie Carlos Nunez
und Luis Coelho hier eindrucksvoll im Kampf um den Ball demonstrieren. Doch ebenso wie dieses Duell
endete aus die Partie im gesamten: Unentschieden. (Foto Tim Graumann)

Der ERGI-Trainer, der im Vorfeld bereits davor gewarnt hatte, diese Begegnung an den Finals der vergangenen Jahre zu messen, wollte dann aber nicht alles schlecht reden, was er von seinen Schützlingen dargeboten bekommen hatte: „In der Abwehr haben wir gut gestanden, nur wenig zugelassen und - was ich besonders hoch anrechne - sogar zwei Unterzahlperioden schadlos überstanden.“ In die Kritik geriet dagegen die Offensive, bei der Berenbeck „jede Mengen Baustellen“ ausmachte. Vor allem mehrere kläglich verpuffte Kontersituationen sorgten für Missstimmung bei dem Iserlohner Teamchef.

Dass beide Mannschaften bedingt durch eine hüben wie drüben eher schlechte als rechte Vorbereitung noch lange nicht ihr Leistungshoch erreicht haben, wurde besonders in der ersten Viertelstunde offenbar: Fehlpässe bestimmten das Spiel, Gefahr für die beiden Torhüter kam nur durch Zufallsprodukte oder Einzelaktionen auf. Die Zuschauer auf den Rängen sahen sicherlich das schlechteste Duell dieser beiden Topteams seit Jahren.

Für die Iserlohner verstand es lediglich Sergio Pereira durch Fernschüsse für Akzente zu setzen, einer davon klatschte von der Lattenunterkante zurück ins Feld (5.). Auf der Gegenseite hatte Thomas Haupt nach einem Kontersolo die Chance zum 0:1, scheiterte aber am gut reagierenden ERGI-Schussmann Patrick Glowka. Mehr Höhepunkte gab die Startphase nicht her, alles Weitere war Stückwerk und allenfalls der Ansatz einer guten Chance.


Beim Penalty zum 0:1 von Jens Behrend hatte ERGI-Schlussmann Patrick Glowka keine Chance. (Foto: Tim Graumann)

Dass die Gäste dann in Führung gehen konnten, verdankten sie ihren Gastgebern: Patrick Glowka hatte zwar gegen zwei anstürmende RSCler - erst Luis Coelho, dann Benjamin Nusch - bravourös pariert, doch beim Nachschussversuch hatte Mai Milewski wohl mit seinen Schläger zu sehr gehakelt, jedenfalls entschieden die Unparteiischen auf Penalty, den Jens Behrendt einskalt versenkte (14.). Zwei Minuten später hatten die Gäste dann endgültig Oberwasser, nachdem Luis Coelho einen Konter zum 2:0 abgeschlossen hatte, wobei wiederum Carlos Nunez, der den Schuss noch leicht abfälschte, einen, aus Iserlohner Sicht, unglücklichen Anteil hatte.

Die beiden Tore taten der Partie allerdings gut, denn nun mussten die Sauerländer reagieren - und erhöhten deutlich die Schlagzahl. Die Cronenberger dagegen lauerten in der Abwehr auf weitere Kontermöglichkeiten - nun war es ein flottes Spiel mit guten Szenen hüben wie drüben. Die beiden Nationalkeeper Patrick Glowka und Sebastian Wilk hatten nun reichlich zu tun. In der 20. Minute durften dann auch die Iserlohner das erste Mal jubeln: Sergio Pereira hatte an der eigenen Strafraumgrenze die Kugel abgefangen, blitzschnell das Feld bis zum RSC-Tor überwunden und mit einem satten Schuss in den Knick zum 1:2-Anschluss abgeschlossen. Die ERGI war zurück im Spiel!

Allerdings wäre Sergio Pereira kurz nach dem Widerbeginn fast zur tragischen Figur geworden, denn er ermöglichte den Gästen gleich zweimal die große Chance zu ihrem dritten Tor. Erst konnte er Benjamin Nusch nur regelwidrig am Abschluss hindern, wofür er selbst nicht nur die blaue Karte sah, sonder Mark Wochnik sich die Kugel auch noch zum Penalty zurecht legen durfte. In diesem Fall behielt Patrick Glowka jedoch die Oberhand (27.). Und auch die nachfolgende Unterzahl überstanden die Iserlohner dank einer hervorragenden Defensivarbeit schadlos: Nicht eine gegnerische Chance ließen sie in den 120 Sekunden zu.

Als dann Kai Milewski mit einem Rückhandschuss RSC-Goalie Sebastian Wilk auf dem falschen Fuß erwischte und - auch für den Schützen - überraschend zum 2:2 einschoss (33.), war die Partie nicht nur wieder offen, die Iserlohner hatten nun die das größere Selbstbewusstsein. Und dies war bitter nötig, denn wenig später spielte Marco Bernadowitz nach einem Laufduell mit Sergio Pereira den sterbenden Schwan - und holte die zweite „Blaue“ gegen den ERGI-Verteidiger heraus. Mehr allerdings nicht, denn den fälligen Direkten vergab der „Gefoulte“ kläglich, und auch die neuerliche Überzahlphase konnten die Cronenberger nicht nutzen.


Kai Milewskis Treffer zum 2:2 war schon der vierte Treffer für den ERGI-Youngster in der noch jungen
Saison. (Foto: Tim Graumann)

Nachdem die sich die Hausherren dann wieder komplettiert hatten, hatten die Gäste kaum noch gute Szenen zu verzeichnen, die Iserlohner kontrollierten nun das Geschehen - bissen sich allerdings an Sebastian Wilk die Zähne aus. „Wir haben es aber auch nicht verstanden, großen Druck auf die RSC-Abwehr aufzubauen“, so Marc Berenbeck. Die Folge: Die Wuppertaler konnten sich häufig schnell wieder befreien, verstanden es ihrerseits aber auch nicht, die ERGI-Abwehr auszuhebeln.

Die größten Chancen auf den Sieg hatten somit die Iserlohner durch Jorge Fonseca (45./49.) und Sergio Pereira (47.). In diesen drei Szenen liefen die Angriffe schnell und glatt (was an diesem Tag bei gut einem Dutzend verpasster Konterchancen keine Selbstverständlichkeit war), einzig Sebastian Wilk verhinderte den dritten Treffer für die Waldstädter, so dass das Unentschieden am Ende für beide Seiten ein verdientes Resultat war.

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, T. Fischer, K. Milewski (1), S. Glowka, F. Fischer, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

RSC Cronenberg: S. Wilk, O. Jötten; M. Schmahl, M. Mirscheid, L. Coelho (1), T. Haupt, M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Behrendt (1), B. Nusch.

Schiedsrichter: B. Ullrich/T. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (14./Penalty) J. Behrendt, 0:2 (16.) L. Coelho, 1:2 (20.) S. Pereira, 2:2 (33.) K. Milewski.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (S. Pereira - 27./33.) - Cronenberg 0 min

Teamfouls: Iserlohn 4 - Cronenberg 7

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

15. Oktober 2011

 

 

 

 

ERGI nimmt gekonnt erste internationale Hürde

1. Bundesliga, 2. Spiel: Valkenswaardse RC - ERG Iserlohn 1:2 (0:1)

Es war eine klare Steigerung zum Vortag, doch die Iserlohner hätten ihren ersten internationalen Ausflug der noch jungen Saison auch angenehmer gestalten können. „Wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, wäre das Spiel nach gut 40 Minuten gelaufen gewesen“, haderte ERGI-Trainer Marc Berenbeck mit der Chancenverwertung seines Schützlinge, die folglich am Ende noch kräftig zittern mussten.

Positiv registrierte der ERGI-Coach derweil, dass insbesondere die Abwehrarbeit deutlich besser funktionierte als am Vortag in Krefeld. Die Iserlohner standen dicht bei den gegnerischen Angreifern und ließen somit kaum erwähnenswerte Aktionen zu. Und wenn die niederländischen Altstars doch einmal eine Lücke aufrissen, war Patrick Glowka im ERGI-Kasten ein sicherer Rückhalt.

Insgesamt kontrollierten die Iserlohner klar das Geschehen, wobei die frühe Führung durch Kai Milewski (9.) natürlich ein beruhigendes Minipolster darstellte: Überwiegend fand das Geschehen in der VRC-Hälfte statt. „Einzig, dass aus unserer Dominanz kaum echte Chancen heraussprangen, hat mir nicht behagt“, zog Berenbeck zur Pause jedoch ein durchwachsenes Fazit. Die beste Gelegenheit, noch vor den Seitenwechsel zu erhöhen, vergab Timon Henke, als er frei auf das Valkenswaarder Tor zulief, dann aber jäh gebremst wurde. Marc Berenbeck: „Es gibt auch Schiedsrichter, die pfeifen dann Penalty!“

Ob ein solcher Pfiff an diesem Tag jedoch ein nennenswerter Vorteil gewesen wäre, bezweifelte der Iserlohner Trainer dann im zweiten Abschnitt. Mit einem Blitzstart hatte Sergio Pereira zwar schnell das überfällige 2:0 besorgt (29.), doch damit hatten die Waldstädter offensichtlich ihr Pulver auch schon verschossen. So vergab zunächst Jorge Fonseca einen Direkten nach zehntem Teamfoul der Hausherren (36.), dann scheiterten erst Carlos Nunez (38.) und dann Sebastian Glowka (40.) vom Sechs-Meter-Punkt. „Nur ein Treffer aus diesen drei Versuchen, und wir hätten es ruhig zu Ende bringen können“, raufte sich Marc Berenbeck an der Bande die Haare - und ahnte wohl, was nun noch kommen würde.

Ausgerechnet der Ex-Iserlohner Arjan van Gerven warf dann seine gesamte Schlitzohrigkeit in die Waagschale und ergaunerte sich in der 42. Minute einen Penalty die Lowie Boogers, auch er spielte ja einige Jahre im ERGI-Dress, zum Anschlusstreffer verwandelte. Und nun bekamen die niederländischen Routiniers, die fast allesamt in der niederländischen Nationalmannschaft aktiv sind, noch einmal Oberwasser!

In der 44. Minute sah es dann ganz so aus, als ob die Partie tatsächlich noch einmal kippen würde. Wieder hatte Schlitzohr Arjan van Gerven ein Foul provoziert, wofür „Übeltäter“ Jorge Fonseca die blaue Karte erhielt. Und erneut legte sich Lowie Boogers die Kugel - diesmal zum Direkten - zurecht, doch nun blieb ERGI-Keeper Patrick Glowka Sieger des Duells Mann-gegen-Mann. Und auch die anschließende zweiminütige Unterzahl überstanden die Iserlohner schadlos. Allerdings drohte ihnen in den verbliebenen vier Minuten das 10. Teamfoul, was einen weiteren Strafstoß für Valkenswaard bedeutet hätte. „Das haben die Jungs dann aber ausgebufft über die Zeit gebracht“, fand Marc Berenbeck alleine für die letzten Minuten der Partie anerkennende Worte und sprach insgesamt auch von einem „mehr als verdienten Erfolg“.

ERG Iserlohn: P. Glowka, D. Flügel; C. Nunez, T. Fischer, K. Milewski (1), S. Glowka, S. Girschewski, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (9.) K. Milewski, 0:2 (30.) S. Pereira, 1:2 (42./Penalty) L. Boogers.

Zeitstrafen: Valkenswaard 0 min - Iserlohn 2 min (J. Fonseca/44.)

Teamfouls: Valkenswaard 13 - Iserlohn 9

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

15. Oktober 2011

Das Video zum Spiel bei

 

 

 

Mit Standhockey zum Erfolg

1. Bundesliga, 1. Spiel: HSV Krefeld - ERG Iserlohn 2:6 (2:1)

„Das war ein typisches Krefeld-Spiel“, bilanzierte ERGI-Trainer Marc Berenbeck den ersten Auftritt seiner Truppe in der neuen Saison. Dass der Untergrund in der Bonhoeffer-Halle nicht zu den Besten in der Liga gehört, ist ja allgemein bekannt. „Aber so glatt habe ich es hier auch noch nicht erlebt“, hatte Berenbeck einen Grund parat, wieso sein Team nicht so recht in Schwung kam - und sich schließlich nur mit Standhockey zum Erfolg kam.

Der Auftakt war noch verheißungsvoll, denn schon in der zweiten Minute hatte Kai Milewski zur Führung für die Iserlohner eingeschossen. Allerdings „missachteten“ die ERGI-Cracks in der Folgezeit die widrigen Begleitumstände: Statt den Ball einfach durch die Reihen laufen zu lassen, verzettelten sie sich allzu oft in Einzelaktionen, die nicht selten auf dem Hosenboden endeten. „Der Boden ist aber keine Entschuldigung, darüber weiß jeder Bundesligaspieler ja seit Jahren Bescheid“, wollte Berenbeck die vielen Bremsfehler und Ausrutscher jedoch keinesfalls als Entschuldigung gelten lassen.

Wie man es besser macht, wurde den Gästen dann von den HSV-Youngstern vorgeführt, die mit einem Doppelschlag das Blatt sogar wendeten: Erst ließ Philipp Greiffenstein ERGI-Tormann Patrick Glowka keine Chance (14.), nur Sekunden später versenkte dann Frederik Görtz die Kugel im ERGI-Netz (15.). Der Schock saß tief, bis zur Pause fanden die Sauerländer kein probates Mittel, um die Kräfteverhältnisse wieder gerade zu rücken.

In der Kabine mahnte Marc Berenbeck seine Mannen dann zur Geduld - und zu cleverer Spielweise. „Lauft nicht so viel selbst, lasst die Kugel rollen“, lautetet die Vorgabe für den zweiten Abschnitt. Und die wurde dann auch endlich umgesetzt. Wieder waren nur wenige Minuten gespielt, da war Sergio Pereira parat und glich zum 2:2 aus (28.). Kai Milewski brachte seine Mannschaft erneut in Führung (30.) und Kapitän Carlos Nunez baute diese wiederum nur kurz darauf weiter aus (34.). „Damit war der HSV-Widerstand gebrochen“, merkte der ERGI-Coach an, dass in der Folge die Krefelder nur noch halbherzig dagegen hielten.

Jorge Fonseca per Direkten nach dem zehnten HSV-Teamfoul beseitigte dann auch die allerletzten Zweifel (40.), in den letzten Minuten konnte es der Vizemeister folglich etwas ruhiger angehen lassen. Mit dem Schlusspfiff machte dann Sergio Pereira das halbe Dutzend noch voll.

ERG Iserlohn: P. Glowka, D. Flügel; C. Nunez (1), T. Fischer, K. Milewski (2), S. Glowka, S. Girschewski, J. Fonseca (1), S. Pereira (2), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (2.) K. Milewski, 1:1 (14.) P. Greiffenstein, 2:1 (15.) F. Görtz, 2:2 (28.) S. Pereira, 2:3 (30.) K. Milewski, 2:4 (34.) C. Nunez, 2:5 (40./Direkter) J. Fonseca, 2:6 (50.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Krefeld 0 min - Iserlohn 0 min

Teamfouls: Krefeld 11 - Iserlohn 6

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10. September 2011

 

 

 

 

Euroliga 2011/12 - Gruppenauslosung

ERGI trifft in Gruppe auf Benfica Lissabon, Pati Vic und Amatori S Lodi

„Das ist doch Spitze!“, war der erste Kommentar von ERGI-Trainer Marc Berenbeck, als er kurz nach seiner Ankunft am U20-WM-Spielort Barcelos vom Ausgang der Euroliga-Auslosung in Genf erfuhr: Benfica Lissabon, Pati Vic und Amatori Lodi sind die Gruppengegner für den heimischen Bundesligisten in der Gruppe D.



„Ein Hammerlos und zwei alte Bekannte“, fasste derweil Clubchef Ralf Henke die drei Aufgaben zusammen – und freute sich dabei insbesondere über den portugiesischen Vizemeister und amtierenden CERS-Cup-Gewinner Benfica Lissabon. Damit haben die Iserlohner wieder einmal einen namhaftestes Vereine Europas zugelost bekommen, und vor allem „eine Adresse, die auch außerhalb des Rollhockey Strahlkraft besitzt!“

Mit den Spaniern von Pati Vic treffen die Iserlohner auf einen von zwei alten Bekannten: Schon in der Euroliga-Saison 2008/09 gastierten die Nordkatalanen am Hemberg – und präsentierten sich dabei als einerseits wahres Spitzenteam, dass letztlich bis ins Finale einzog, andererseits aber auch als sympathische Sportler, die zusammen mit den ERGI-Cracks nach dem Spiel (2:6) das Iserlohner Nachtleben unsicher machten. Inzwischen hat Vic etwas an Glanz verloren, wurde in der abgelaufenen Serie nur Siebter in der spanischen OK-Liga und kam nur deshalb in der Euroliga zum Zug, weil die besser platzierten Teams aus Vilanova und Igualada einen Start im CERS-Cup vorzogen.

Wer schon länger die ERGI verfolgt, dem wird beim dritten Gruppengegner Amatori Lodi sicherlich hellhörig: Waren die nicht auch schon einmal in Iserlohn? Ja, und zwar in der Saison 1978/79. Damals trafen die beiden Clubs im Cup der Pokalsieger aufeinander, und die Iserlohner rangen den Lombarden in der alten Hemberghalle sensationell ein 4:4 ab und unterlagen im Rückspiel auch nur denkbar knapp mit 0:2.

Und auch die Zulosung in die Gruppe D nehmen die Iserlohner als positives Omen für die kommenden Aufgaben auf internationalem Parkett: Denn in eben dieser Gruppe schafften sie in der Serie 2009/10 ihren jüngsten Coup auf europäischer Ebene, als sie den italienischen Vertreter CGC Viareggio mit 4:3 bezwangen - und der Club ist im Sommer immerhin Meister der Serie A1 geworden.

Hier der ERGI-Spielplan in der Gruppe D im Überblick:
19.11.2011:       Benfica Lissabon – ERG Iserlohn
17.12.2011:       ERG Iserlohn – Amatori S Lodi*
21.01.2012:       Pati Vic – ERG Iserlohn
18.02.2012:       ERG Iserlohn – Pati Vic*
17.03.2012:       ERG Iserlohn – Benfica Lissabon*
14.04.2012:       Amatori S Lodi – ERG Iserlohn
* die Heimspiele der ERG Iserlohn finden alle um 20 Uhr statt.

ERG Iserlohn – Pressestelle

       
 

4. September 2011

 

 

 

 

Holz für ERGI-Cracks beim Bergischen Löwen

Der Sprung ins kalte Wasser stimmte ERGI-Trainer Marc Berenbeck zufrieden. Zwar belegten die Waldstädter beim Bergischen Löwen nur Rang vier (punktgleich mit den Gastgebern), doch der Coach zog ein positives Fazit: „Alle haben sich sehr gut präsentiert, gerade das Spiel gegen Friedlingen war top. Aber es gibt sicherlich auch noch eine Menge zu tun, um im Oktober dann in die Bundesliga zu starten.“

Bis dahin ist noch eine Menge Zeit - und so lag das Hauptaugenmerk von Berenbeck bei diesem Turnier auch ganz klar bei der ihm ebenfalls anvertrauten U20-Nationalmannschaft, für die es die Generalprobe vor der kommende Woche beginnenden WM in Barcelos war. Mit Lukas Kost, Kai Milewski und Timon Henke gehören der Auswahl immerhin auch drei Iserlohner an, denen der Trainer bescheinigt: „Sie haben hier in Remscheid gezeigt, dass sie in der U20 Schlüsselrollen spielen, und zusammen mit den anderen nach dem Intensivtrainingslager am Hemberg untermauert, dass wir in Portugal ins Halbfinale wollen.“

Das Team der ERGI präsentierte sich derweil von Spiel zu Spiel in einer anderen Zusammensetzung, was nicht nur an den abgestellten U20-Spielern lag, sondern auch an der A-Nationalmannschaft, die ebenfalls ein Vorbereitungscamp für die WM in San Juan (Argentinien) abhielt - und somit mit Patrick Glowka und Felix Bender zwei weitere Iserlohner gebunden waren.

Zum Turnierverlauf: Im ersten Spiel ging es gegen den RHC Villach gleich einmal international zu. Doch der österreichische Club, der deutschen Regionalliga Süd antritt, war für die Iserlohner keine allzu große Hürde. Dass es am Ende mit 11:8 dennoch relativ knapp ausging, lag laut Berenbeck daran, dass „Dennis Flügel sich zwar gut geschlagen hat, ihm aber doch noch viel Erfahrung fehlt“. Die Iserlohner Tore markierten Sebastian Glowka (5), Sergio Pereira (3), Carlos Nunez, Jorge Fonseca und Florian Fischer.

Im Duell gegen die U20-Auswahl rückte dann Lukas Kost in den Kasten der Iserlohner, so dass Marc Berenbeck - in diesem Match ja doppelter Trainerfunktion - seine beiden Auswahlkeeper parallel testen konnte. Ansonsten lieferten sich die beiden Teams ein spannendes Duell auf Augenhöhe, dass letztlich die deutschen Youngster nach ERGI-Toren von Sebastian Glowka, Jorge Fonseca (je 3) und Florian Fischer mit 8:7 knapp für sich entschieden.

Das Highlight für Marc Berenbeck war schließlich das Kräftemessen mit dem RHC Friedlingen, der ja bekanntlich als deutscher Vertreter in der schweizerischen Nationalliga A aktiv ist. „Das war für mich der eigentliche Test an diesem Wochenende“, so Berenbeck, der dafür auch nahezu in Bestformation auflaufen ließ. Patrick Glowka und Felix Bender stießen ebenso zum Team wie Lukas Kost, einzig auf die beiden Youngster Kai Milewski und Timon Henke verzichtete er und Sebastian Glowka musste aus privaten Gründen passen. Die Iserlohner zeigten sich schließlich von ihrer Sahneseite und demontierten die Süddeutschen Halbprofis am Ende überlegen mit 6:1 (Tore: Carlos Nunez, Jorge Fonseca (je 2), Sergio Pereira und Florian Fischer), wobei Patrick Glowka von seinem Coach das Prädikat „Weltklasse“ verliehen bekam. In der Endabrechnung war es die einzige Niederlage der Friedlingener, die sich damit den Bergischen Löwen sicherten.

Am Sonntag mussten die ERGI-Cracks dann früh wieder raus, nun ging es gegen den französischen Zeitligisten HCF Tourcoing. „Den Jungs merkte man an, dass sie Abends bei der Players-Night sehr aktiv gewesen waren“, kommentierte Berenbeck die Partie mit einem Augenzwinkern. Jorge Fonseca (3), Sebastian Glowka, Sergio Pereira und Florian Fischer sorgten unter dem Strich für einen knappen 6:5-Erfolg.

Damit ging es im abschließenden Spiel gegen Gastgeber IGR Remscheid um die Bronzemedaille, doch die konnten die Waldstädter schnell abhaken, denn die Hausherren waren nach dem knappen Pokalfinals scharf auf eine Revanche und sicherten sich mit einem 7:2-Erfolg schließlich dank des direkten Vergleich den dritten Platz in der Gesamtwertung. Die beiden letzten ERGI-Tore des Wochenendes erzielte Jorge Fonseca.

ERG Iserlohn: D. Flügel (3 Spiele), N. Kost (2), P. Glowka (1); C. Nunez (3 Tore), F. Bender, S. Glowka (9), T. Henke, J. Fonseca (11), S. Pereira (5), T. Fischer, F. Fischer (4), T. Stock.

ERG Iserlohn – Pressestelle

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