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ERG-Iserlohn - News
 

4. Mai 2016

 

Deutscher Meister 2016 - ERG Iserlohn!!!!!

DM-Finale, 2. Spiel: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 1:2 (0:0)

„Das ist der Lohn für ein Jahr harte Arbeit", sagte ERGI-TZrainer Jens behrendt nocjh rasch zur heimischen Presse, schnappte sich den Pott und stellte sich un Jubelpose vor die feierenden Iserlohner Fans, die Herringens Glückauf-Arena mit Sektfontänen und Goldkanonen in eine Partymeile verwandelten - und ihre „Jungs" getreu dem Motto „Alle für ein Team" für den 8. Titelgewinn lautstark hochleben ließen. Vorangegangen war - wie sollte es anders sein - ein Herschlagfinale.


Herringen war zu Erfolg verdammt, Iserlohn konnte - dank des Sieges im ersten Spiel - die zunächst einmal abwarten, was die Hausherren in petto hatten. Und dies war, gemessen an dem Angriffswirbel, den die Germanen gerne in der Startphase dem eigenen Publikum präsentieren, nicht viel. Zu sehr waren die Gastgeber darauf bedacht, nicht in einen Konter zu laufen und die Situation mit einem frühen Gegentor noch zu verschärfen.

Taktik war also zunächst Trumpf, beide Seiten belauerten sich mit großer Geduld, um bei kleinsten Nachlässigkeiten sofort zuschlagen zu können. Die besseren Gelegenheiten dazu boten sich in der ersten Hälfe schließlich dem Sportklub, doch die Iserlohner konnten sich einmal mehr auf ihren Schlussmann Patrick Glowka verlassen, der in der elften Minute im Penalty-Duell gegen Robin Schulz kühlen Kopf behielt. Im weiteren Verlauf stand ihm dann das Glück zur Seite, als Kevin Karschau zweimal das Gestänge traf (15./21.).

Auf der Gegenseite versuchte es der Titelverteidiger vornehmlich mit Schüssen aus der Distanz, wobei vor dem SKG-Tor immer ein Akteur stand und auf Abpraller wartete. Diese Methode entpuppte sich indes als zu wenig erfolgsversprechend, um in die Nähe des Führungstreffers zu kommen. Also hieß es - wie in Spiel 1 - nach 25 Minuten noch 0:0.

Mit dem Wiederanpfiff änderte sich noch nichts, das starre taktische Gerüst beider Mannschaften wurde aufrecht erhalten, was zwar die Spannung hielt, den gut 500 Zuschauern, die ihre Farben begeistert anfeuerten, aber nur wenig Torszenen bot. Und dann zappelte die Kugel plötzlich im Tornetz der Hausherren: Andre Costa hatte abgezogen, Kai Milewski die Kugel unhaltbar für SGK-Torwart Timo Tegethoff abgefälscht - allerdings regelwidrig mit dem Fuß, weshalb die beiden guten Unparteiischen Daniel Loewe und Sascha Goldhausen den Treffer auf zurecht nicht anerkannten (33.).

Der vermeintliche Führungstreffer der Iserlohner rüttelte indes die Germanen dennoch wach genug, um eine knappe Viertelstunde vor dem Ende das Tempo gehörig anzuziehen. Und tatsächlich, angesichts der plötzlichen Verschärfung kam die ERGI-Abwehr kurzfristig ins Wanken, Patrick Glowka musste gegen Kevin Karschau erneut das Glück bemühen (34./Latte) und kurz darauf Kopf und Kragen riskieren (35.).

Auch den Strafstoß von Stefan Gürtler, der nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca an den Punkt treten durfte (37.), war sichere Beute für den Nationalkeeper, der in Unterzahl dann aber doch hinter sich greifen musste: Lucas Karschau war von Robin Schulz mustergültig bedient worden, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (38.).

Vorteil Herringen, die Zeichen standen - mal wieder - auf drittes Spiel. Und in dem wäre just Jorge Fonseca aufgrund seiner dritten blauen Karten gesperrt.

Ob dies nun den Ausschlag dafür gab, dass nun auch ein Ruck durchs Iserlohner Team ging, oder der Rückstand alleine die Kräfte entfesselte, die nun freigesetzt wurden, war am Ende einerlei. Denn die Sauerländer wussten ja, dass Jorge Fonseca aus beruflichen Gründen seine Rollhockey-Schuhe an den Nagel hängen würde. Und einen Abschied auf der Tribüne galt es nun zu verhindern.

Herringen jedenfalls machte einmal mehr den Fehler, nach der Führung nun auf bedingungslose Offensive zu setzten - und fing sich folglich schon drei Minuten nach der Führung wieder den Ausgleich ein. Und dabei ging nun auch endlich die ERGI-Taktik voll und ganz auf: Sergio Pereira hatte von der Mittellinie abgezogen, Timo Tegethoff konnte nur kurz abwehren, sodass der Ball genau auf den Schläger von Nils Hilbertz fiel, der blitzschnell reagierte und einnetzte (41.).

Alles wieder offen also - und dazu noch ein Nervenspiel allererster Güte, da beide Teams inzwischen neun Teamfouls auf ihrem Konto hatten. Fünf Minuten schwebte dieses Damoklesschwert über den Köpfen der Spieler, dann wusste sich Stefan Gürtler gegen Jorge Fonseca nur noch mit einem Foul zu helfen - Strafstoß für Iserlohn. Und dies war ein Fall für Andre Costa.

Der legte sich die Kugel in aller Ruhe zurecht und lief dann nach Freigabe zunächst weit nach rechts, um dann plötzlich in die Mitte zu ziehen und Timo Tegethoff die Kugel unter dem Arm hindurch zum 2:1 in Tor zu schieben (46.). Nun also wieder Vorteil Iserlohn, die erfolgreiche Titelverteidigung war nur noch 250 Sekunden entfernt.

Doch es sollten 250 überaus spannende Sekunden werden, denn Herringen steckte natürlich noch nicht auf und warf alles nach vorne. Nun war es Lucas Karschau, der völlig frei stehend den Ball nicht an Patrick Glowka vorbeibekam (46.). Und dann lies sich auf das 10. Iserlohner Teamfoul nicht mehr vermeiden, wenngleich die Situation auf den Rängen zunächst nicht ganz klar war: Im Laufduell hielt Kai Milewski den regelwidrig den Stock von Lucas Karschau fest, was Daniel Loewe auf erkannte, und abpfiff. Danach zog Lucas Karschau dem Iserlohner jedoch noch die Beine weg, was wiederum Sascha Goldhausen aufmerksam registrierte. Die Folge: Teamfoul Nr. 10 für Iserlohn, blaue Karte gegen den Herringer Kapitän - und Strafstoß in Unterzahl für die Hausherren.

Kevin Karschau übernahm die Verantwortung, doch auch er fand seinen Meister in Patrick Glowka (48.), sodass Iserlohn nun in Überzahl den Sack hätte zumachen können. Doch die Germanen stemmten sich mit aller Macht gegen die ERGI-Angriffe und hielten den Ball weit vom eigenen Tor fern. Einzig Sergio Pereira gelang eine gute Minute vor dem Abpfiff ein Durchbruch, blieb aber an Timo Tegethoff hängen. Der verließ schließlich für die letzten 20 Sekunden sein Tor, doch Herringen brachte keinen Schuss mehr zustande - der Pott bleit für ein weiteres Jahr in Iserlohn.

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, B. Coelho; K. Karschau, Li. Hages, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau (1), Lu. Hages.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, K. Milewski, N. Hilbertz (1), C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke, A. Costa (1).

Schiedsrichter: D. Loewe / S. Goldhausen.

Torfolge: 1:0 (38./Überzahl) L. Karschau, 1:1 (41.) N. Hilbertz, 1:2 (46./Direkter) A. Costa.

Zeitstrafen: Herringen 2 min (L. Karschau/48.) - Iserlohn 2 min (J. Fonseca/37.)

Teamfouls: Herringen 13 – Iserlohn 10.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

28. Mai 2016

 

Tausendsassa Patrick Glowka hält Sieg fest

DM-Finale, 1. Spiel: ERG Iserlohn - SK Germania Herringen 2:1 (0:0)

Zwischen zwei gleichstarken Teams gaben Kleinigkeiten den Ausschlag - und die gingen auf das Konto des Titelverteidigers aus Iserlohn. „Am Ende hätten wir uns gegen den Herringer Druck etwas cleverer verhalten können“, konstatierte ERG-Trainer Jens Behrendt zwar einigen Verbesserungsbedarf während der gegnerischen Drangphase in der Schlussperiode des Spiels. Unter dem Strich war er mit der gezeigten Leistung aber sehr zufrieden: „Uns fehlt jetzt nur noch ein Sieg bis zum Titel!“

Taktik prägte die ersten Minuten, beide Mannschaften gingen mit verhaltenem Tempo in das erste Finale, um bloß nicht einen frühen Schnitzer mit einem Gegentor bestraft zu bekommen. Doch bei aller taktischen Zurückhaltung hüben wie drüben, beide Teams wussten genau, wo das gegnerische Tor zu finden ist – und schalteten bei sich bietender Gelegenheit sofort in den Angriffsmodus um.

Dies gelang Iserlohn in der ersten Hälfte deutlich besser, doch Jorge Fonseca (4.) und Kai Milewski (8.) konnten ihre freie Schussposition nicht verwerten. Nicht besser machte es auf der Gegenseite indes Robin Schulz, der wohl selbst etwas überrascht war, plötzlich mutterseelenallein vor ERG-Torwart Patrick Glowka zu stehen und den Ball deutlich über das Tor zog (15.). Die größte Chance auf den ersten Treffer vergab kurz vor der Pause Sergio Pereira, der nach energischem Sololauf die Kugel SKG-Torwart Timo Tegethoff zwar durch die Beine schob, aus spitzem Winkel aber auch das Tor verfehlte.

Dies waren indes auch schon die Höhepunkte in einer von Defensivarbeit geprägten ersten Halbzeit, in der die Taktik klar den Ton angab und Chancen auf beiden Seiten das Resultat von Einzelleistungen oder Zufall waren. Darin spiegelte sich allerdings auch die große Ausgeglichenheit der beiden westfälischen Kontrahenten wider, was bei den Fans die Gewissheit aufkommen ließ, dass der erste Fehler wohl schon entscheidender Natur sein könnte.

Und diesen machte direkt nach Wiederanpfiff Kevin Karschau, der bei einer Abwehraktion etwas unglücklich, aber unübersehbar, die Kugel mit dem Fuß aus dem eigenen Strafraum kickte – Penalty. Timo Tegethoff konnte den Schuss von Andre Costa zwar parieren, doch der Ball prallte direkt wieder vor den Schläger des Iserlohners, der im zweiten Anlauf doch noch die Lücke zum 1:0 fand (26.).


Andre Costa auf dem Weg zum 1:0. (Foto: Tim Graumann)

Nun war Herringen naturgemäß gezwungen, das taktische Korsett abzulegen, was sich umgehend in deutlich höherem Tempo zeigte. Nun endlich war also Pfeffer im Finale, was sich auch in einer deutlich ansteigenden Chancenzahl ausdrückte. So traf kurz nach dem Rückstand Liam Hages nur den Querbalken, ehe auf der Gegenseite Timo Tegethoff mit zwei Reflexen gegen Sergio Pereira und Kai Milewski rettete.

Nun standen also die im ersten Durchgang nur kaum beschäftigten Torsteher im Mittelpunkt, wobei Iserlohn hier den stärkeren Trumpf im Ärmel hatte. Alleine dreimal wehrte Patrick Glowka einen Strafstoß der Germanen ab: Robin Schulz scheiterte nach einem penaltywürdigen Foul an Kevin Karschau (32.), Lucas Karschau agierte nach 10. ERG-Teamfoul deutlich zu lässig (44.) und Kevin Karschau schoss nach Blauer Karte gegen Jorge Fonseca zu ungenau (48.). Aber auch darüber hinaus behielt der ERG-Torwart mehrfach bei brenzligen Situationen kühlen Kopf und hielt somit die Iserlohner Führung fest.

Die hatte Kai Milewski in der 37. Minute auf 2:0 ausgebaut, als er nach einem unwiderstehlichen Sololauf auch Timo Tegethoff keine Möglichkeit mehr zur Abwehr gab und eiskalt vollstreckte. Kurz darauf landete ein Schuss vonb Kai MIlewski nur am Querbalken, es wäre die Entscheidung gewesen (41.).

Stattdessen steigerte Herringen nochmals seine Bemühungen, zog den ersten Verteidigungsriegel nun schon weit in der gegnerischen Hälfte auf, um Iserlohn früh unter Druck zu setzen. Dies gelang auch, wie sich beim 2:1 von Liam Hages nach Ballverlust von Sergio Pereira zeigte (46.).

Allerdings machten die Germanen aus ihren von Lucas Karschau (47.) oder Liam Hages (48.) erkämpften Möglichkeiten letztlich zu wenig, um das Spiel in die Verlängerung zu bringen. Dennoch war die Chance dazu riesengroß, als zwei Minuten vor dem Ende Jorge Fonseca für ein Foul an Robin Schulz „Blau“ sah und Herringen somit – da Kevin Karschau den Direkten ja schon verschossen hatte – zwei Minuten mit einem Mann mehr auf dem Feld stand. In Überzahl kam aber kein einziger gefährlicher Schuss auf das Iserlohner Tor, sodass der Sieg an den amtierenden Meister ging.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, K. Milewski (1), N. Hilbertz, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke, A. Costa (1).

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, B. Coelho; K. Karschau, Li. Hages (1), S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Hages.

Schiedsrichter: T. Ehlert / C. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (26./Penalty) A. Costa, 2:0 (37.) K. Milewski, 2:1 (46.) Li. Hages.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (J. Fonseca/48.) - Herringen 0 min

Teamfouls: Iserlohn 12 – Herringen 4.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

21. Mai 2016

 

Andre Costa machte erneut den Unterschied aus

DM-Halbfinale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - RESG Walsum 5:1 (1:0)

Walsum hatte vollmundig angekündigt, die Serie in Iserlohn drehen zu wollen. Und zumindest in der ersten Halbzeit wurden die Gäste diesem Anspruch auch durchaus gerecht - weil es die ERGI versäumte, ihre Chancen in Treffer umzumünzen. Unter dem Strich war es jedoch eine weitere souveräne Vorstellung des Titelverteidigers, der damit in seit 2004 in seine zwölfte Finalrunde geht. Wie im Vorjahr ist der SK Germania Herringen der Gegner, der mit zwei Heimsiegen seine Serie gegen Düsseldorf noch drehte.

Die Duisburger zeigten sich deutlich verbessert im Vergleich zum ersten Spiel und unterstrichen mit guter Defensive und ansehnlichem Angriffsspiel, dass ihre Ankündigung, ein drittes Spiel erreichen zu wollen, nicht aus der Luft gegriffen war. Allerdings knüpften die Gastgeber nahtlos an die Begegnung vor 14 Tagen an und ließen wirkliche Gefahr vor dem eigenen Tor nur selten aufkommen.

Vor dem Walsumer Tor brannte es in Summe deutlich öfter lichterloh, doch einzig Carlos Nunez brachte die Kugel über die Linie (12.). Eine Minute darauf bot sich bereits die Chance, zu erhöhen, doch aus Felipe Sturlas Zwei-Minuten-Strafe zogen die Iserlohner keinen weiteren Nutzen, Andre Costa scheiterte beim Strafstoß an RESG-Keeper Tobias Wahlen – es blieb zur Pause also beim knappen ERG-Vorsprung.

Kaum waren die Protagonisten jedoch wieder zurück auf dem Feld, da ging es plötzlich Schlag auf Schlag - und wie im ersten Aufeinandertreffen war es wieder Andre Costa, der den Unterschied ausmachte. Unmittelbar nach Anpfiff versenkte Iserlohns Torjäger den Ball zum 2:0 und ließ nur wenige Minuten darauf den nächsten Treffer folgen. Zwar verkürzte Felipe Sturla im direkten Gegenzug auf 1:3, doch dies war nur ein kurzes RESG-Strohfeuer.

Als Pedro Queiros „Blau“ sah, trat Sergio Pereira zum Direkten an, abermals behielt Tobias Wahlen die Oberhand (36.). Damit war das 4:1 aber nur aufgeschoben, in Überzahl vollstreckte Andre Costa (37.). Keine 60 Sekunden später zappelte die Hartgummikugel schon wieder im Walsumer Tornetz, nun hatte Jorge Fonseca ins Schwarze getroffen und damit frühzeitig alle Zweifel am erneuten Finaleinzug Iserlohn beseitigt. Souverän verwalteten die Hausherren in der verbliebenen Zeit nun ihren klaren Vorsprung, Walsum hatte sich indessen aufgegeben.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), K. Milewski, N. Hilbertz, C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira, T. Henke, A. Costa (3).

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; T. Martins-Antao, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo, J. Jimenez, N. Rilhas, P. Queiros, F. Sturla (1).

Schiedsrichter: M. Dowideit / P. Thißen.

Torfolge: 1:0 (12.) C. Nunez, 2:0 (26.) A. Costa, 3:0 (30.) A. Costa, 3:1 (30.) , 4:1 (37./Überzahl) A. Costa, 5:1 (38.) J. Fonseca.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Walsum 4 min (F. Sturla/13. – P. Queiros/37.)

Teamfouls: Iserlohn 9 – Walsum 11.

Das zweite Halbfinal-Ergebnis:
SKG Herringen - TuS Düsseldorf-Nord 4:2 (1:2)
SKG Herringen - TuS Düsseldorf-Nord 5:2 (2:1)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

7. Mai 2016

 

Andre Costa lehrt den roten Teufeln das Fürchten

DM-Halbfinale, 1. Spiel: RESG Walsum - ERG Iserlohn 2:11 (0:3)

„Wir haben Respekt vor Walsum“, hatte ERG-Trainer Jens Behrendt die Auswärtshürde in Duisburg nach zwei Hauptrunden-Niederlagen als durchaus schwierig eingestuft. Doch der Titelverteidiger war auf den Punkt topfit und zeigte den roten Teufeln in beeindruckender Manier ihre Grenzen auf: Ein Iserlohner Tornado fegte durch den Walsumer Beckersloh und lehrte den dort beheimateten Walsumer roten Teufeln das Fürchten.

Anfangs war es das Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Seiten einen bärenstarken Schlussmann in ihren Reihen wussten: Sowohl Tobias Wahlen als auch Patrick Glowka vermieden mit großem Können einen frühen gegnerischen Treffer. Und auch als Kai Milewski für die Westfalen zum 1:0 abschloss (10.), gab sich Walsum wenig beeindruckt. Der Ausgleich lag durchaus in Reichweite, doch an ERG-Schlussmann Patrick Glowka gab es schlichtweg kein Vorbeikommen.

Effektiver dagegen die Gäste, die mit Andre Costa letztlich auch den spielentscheidenden Akteur aufboten. Wunderbar herausgespielt war dessen 2:0 (19.), ehe er drei Minuten später nach blauer Karte gegen Felipe Sturla noch einen weiteren Treffer nachlegte. Und es sollte noch nicht sein letztes Tor an diesem Nachmittag gewesen sein…

Der zweite Durchgang begann wie der erste geendet hatte: Mit einer Zeitstrafe gegen die Gastgeber, bei denen nun Javier Jimenez in die Kühlbox musste (29.). Andre Costa trat erneut an den Punkt und machte mit dem 4:0 im Grunde schon alles klar (29.). Daran änderte auch der Umstand nichts, dass kurz darauf Xavier Berruezo für die roten Teufel traf, denn Iserlohn war nun nicht mehr zu bremsen.

Die Iserlohner entfesselten nun einen regelrechten Tornado, praktisch jeder Angriff führte in den folgenden knapp zehn Minuten zum Erfolg. Und immer wieder stand Andre Costa dabei an der richtigen Stelle. Zunächst machten Carlos Nunez (35.) und Jorge Fonseca (36.) das halbe Dutzend voll, dann war Costa-Zeit: Viermal bugsierte er die Kugel zwischen der 39. und 44. Minute über die Linie! Dazu kam noch ein Tor von Sergio Pereira, womit der Iserlohner Kantersieg im zweistelligen Bereich angekommen war. Die Freude über Nuno Rilhas 2:11 fiel entsprechend verhalten aus (44.).

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; T. Martins-Antao, C. Berg, C. Nusch, X. Berruezo (1), J. Jimenez, N. Rilhas (1), P. Queiros, F. Sturla.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), K. Milewski (1), N. Hilbertz, S. Glowka, J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa (7).

Schiedsrichter: B. Ullrich / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (10.) K. Milewski, 0:2 (19.) A. Costa, 0:3 (22./Direkter) A. Costa, 0:4 (29./Direkter) A. Costa, 1:4 (31.) X. Berruezo, 1:5 (35.) C. Nunez, 1:6 (36.) J. Fonseca, 1:7 (37.) A. Costa, 1:8 (39.) S. Pereira, 1:9 (40.) A. Costa, 1:10 (40.) A. Costa, 2:10 (44.) N. Rilhas, 2:11 (44.) A. Costa.

Zeitstrafen: Walsum 4 min (F. Sturla/22. – J. Jimenez/29.) - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Walsum 6 – Iserlohn 10.

Das zweite Halbfinal-Ergebnis:
TuS Düsseldorf-Nord - SKG Herringen 3:2 nV. (2:2/1:1)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

30. April 2016

 

ERGI-Express stürmt ins Halbfinale

DM-Viertelfinale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 8:3 (5:2)

Remscheid hatte vor dem Spiel ziemlich selbstbewusst davon gesprochen, auch am Sonntag wieder nach Iserlohn kommen zu wollen – damit aber offensichtlich die Konzentration beim Titelverteidiger nur noch zusätzlich geschärft. Jedenfalls war nach sieben Minuten bereits klar, dass es keine Extraschicht geben würde.

Iserlohn war zunächst sehr defensiv aufgestellt, wollte den zu erwartenden IGR-Startsturmlauf abpuffern, um dann über Konter zum Gegenschlag auszuholen. Die Taktik ging nahezu perfekt auf, denn die Bergischen rannten sich immer wieder fest, was Iserlohn eiskalt ausnutze. Dem 1:0 durch Andre Costa ging ebenso ein gegnerischer Schnitzer voraus (5.) wie dem nur kurz darauf gefeierten 3:0 von Jorge Fonseca (4.). Dazwischen konnte Sergio Pereira nur regelwidrig am zweiten ERG-Tor gehindert werden, dass Andre Costa dann per Penalty erledigte. Und als Kai Milewski wenig später in Überzahl den vierten Streich folgen ließ, war im Grunde schon alles klar (7.).

Dachten wohl auch die Westfalen, die jedenfalls nun merklich den Druck verringerten und die Remscheider damit wieder stark machten. Zumal die Hausherren für Gäste auch das Toreschießen übernahmen: Carlos Nunez lenkte die Kugel bei einem Rettungsversuch in die eigenen Maschen ab (14.). Und als Daniel Strieder (dem auch das 1:4 zugesprochen wurde) fünf Minuten noch weiter verkürzte, war plötzlich Leben in der Bude. Remscheid jedenfalls witterte Morgenluft, rannte unter dem Strich aber zu kopflos an und bekam mit dem 5:2 von Nils Hilbertz die passende Quittung.

Auch der zweite Durchgang erlebte einen Blitzstart des amtierenden Meisters: Sergio Pereira per Penalty (29.) und Jorge Fonseca (30.) bauten den Vorsprung wieder in deutliche Maßstäbe aus, was der IGR dann auch den Zahn zog. Die Bergischen mühten sich zwar redlich, mussten aber eingestehen, Iserlohn nicht das Wasser reichen zu können. Daniel Strieders 3:7 war zumindest ein kleiner Trost (31.), zudem ließen Moritz Kreidewolf und, ab der 46. Minute, Jonas Langenohl nur noch einen gegnerischen Treffer zu: Nils Hilbertz markierte den Endstand (41.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, K. Milewski (1), N. Hilbertz (2),  C. Hegener, J. Fonseca (2), S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa (2).

IGR Remscheid: M. Kreidewolf (ab. 46. J. Langenohl); F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder (3), A. Ober, T. Cramer.

Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (5.) A. Costa, 2:0 (5./Penalty) A. Costa, 3:0 (6.) J. Fonseca, 4:0 (7./Überzahl) K. Milewski, 4:1 (14.) D. Strieder, 4:2 (19.) D. Strieder, 5:2 (21.) N. Hilbertz, 6:2 (29./Direkter) S. Pereira, 7:2 (30.) J. Fonseca, 7:3 (31.) D. Strieder, 8:3 (41.) N. Hilbertz.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (A. Costa/37.) - Remscheid 4 min (Y. Lukassen/7. - M. Richter/43).

Teamfouls: Iserlohn 10 – Remscheid 13.

Die übrigen Viertelfinal-Ergebnisse:
SKG Herringen - SCB Calenberg 12:2 (5:1)
RESG Walsum - RSC Cronenberg 5:4 (2:3)
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Darmstadt 5:1 (1:1)

Die Halbfinalpaarungen (7. & 21. Mai)

RESG Walsum - ERG Iserlohn
TuS Düsseldorf-Nord - SKG Herringen

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

16. April 2016

 

Jens Behrendt: „Knapp, aber nie wirklich gefährdet!“

DM-Viertelfinale, 1. Spiel: IGR Remscheid - ERG Iserlohn 4:5 (2:2)

Unter dem Strich zählte letztlich ja nur der Sieg, die Anzahl der Tore spielen im weiteren Verlauf des Viertelfinales keine Rolle mehr. Dennoch hätte sich ERGI-Trainer Jens Behrendt über eine bessere Chancenverwertung seiner Mannen gerne gefreut: „Wir haben Chancen am Fließband erzeugt, aber der IGR-Torwart war auch wirklich stark!“ So war es am Ende auf dem Papier enger als in Wirklichkeit, was der Coach wie folgt auf den Punkt brachte: „Der Sieg war knapp, aber nie wirklich gefährdet..."

Beide Teams belauerten sich in der Startphase eine Weile, dann sorgte Yannick Peinke mit dem 1:0 für die Bergischen für Schwung auf dem Parkett (12.). Iserlohn war nun gezwungen, die Bremsen zu lösen, zog das Tempo umgehend an – und schoss noch in den IGR-Fanjubel hinein den Ausgleich durch Andre Costa, der einen Direkten verwandelte, nachdem IGR-Trainer Marcell Wienberg „Blau“ gesehen hatte.

Remscheid aber wehrte sich mit allen Mitteln, nahm dadurch auch in Kauf, reichlich Teamfouls zu sammeln. Zunächst aber mit Erfolg, denn Youngster Alexander Ober sorgte wieder für Euphorie, als er zur erneuten IGR-Führung traf (16.). Dieses Mal ließ die Reaktion des Titelverteidigers länger auf sich warten, der allerdings clever abwartete bis Remscheid das 10. Teamfoul beging, um dann durch Andre Costa den fälligen Strafstoß zum Gleichstand zu verwerten (22.). Die dritte IGR-Führung verhinderte ERG-Torsteher Patrick Glowka, der Sekunden vor der Pause einen Strafstoß der Hausherren abwehrte, nachdem auch seine Vorderleute schon das 10. Foul angekreidet bekommen hatten.

Nach dem Wiederanpfiff übernahm Iserlohn dann mehr die Initiative, kontrollierte nun das Spiel deutlicher und kreierte auch viele gute Chancen. Nur gegen Moritz Kreidewolf im Tor der Gastgeber fanden die Westfalen kein probates Mittel, lediglich Carlos Nunez fand eine Lücke (34.). Doch vom Anstoß weg blies Remscheid zur Konterattacke und kam durch Yannick Peinke schon wieder zum Ausgleich.

Dies täuschte jedoch nur darüber hinweg, dass die Gäste nun klar am Drücker waren und Chancen am Fließband erzeugten, während die Gastgeber nur noch sporadisch vor das gegnerische Tor kamen. Selbst eine Überzahlphase nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca (36.) war für die Remscheider kein Wendepunkt. Kurz darauf brachte ein Doppelschlag von Kai Milewski (40.) und Andre Costa (42.) die Entscheidung zugunsten des Favoriten, der im weiteren Verlauf nichts mehr anbrennen ließ und somit das 4:5 von Yannick Peinke Sekunden vor dem Ende gelassen wegsteckte.

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke (3), M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder, A. Ober (1), J. Dutt.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke, A. Costa (3).

Schiedsrichter: S. Goldhausen / M. Brosien.

Torfolge: 1:0 (12.) Y. Peinke, 1:1 (13./Direkter) A. Costa, 2:1 (16.) A. Ober, 2:2 (22./Direkter) A. Costa, 2:3 (34.) C. Nunez, 3:3 (35.) Y. Peinke, 3:4 (40.) K. Milewski, 3:5 (42.) A. Costa, 4:5 (50.) Y. Peinke.

Zeitstrafen: Remscheid 2 min (M. Wienberg/13.) - Iserlohn 2 min (J. Fonseca/36.).

Teamfouls: Remscheid 14 – Iserlohn 13.

Die übrigen Viertelfinal-Ergebnisse:
SCB Calenberg - SKG Herringen 3:13 (1:4)
RSC Cronenberg - RESG Walsum 2:4 (2:2)
RSC Darmstadt - TuS Düsseldorf-Nord 3:4 nV (3:3/2:2)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

9. April 2016

 

Titelverteidiger quält sich und Fans beim Hauptrundenfinale

1. Bundesliga, 20. Spiel: ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg 6:2 (2:0)

Auf einer Zufriedenheitsskala von 1 bis 10 hätte ERGI-Trainer Jens Behrendt seinem Team nicht einmal eine Null gegeben. „Das war gar nichts“, gab er nur knapp zu Protokoll und ärgerte sich dabei maßlos über die mangelhafte Einstellung seiner Spieler. Sicher, in der Woche zuvor hatte eine kleine Grippewelle das Team erwischt, doch das reichte nicht zur Entschuldigung. „Wir haben es heute leichtfertig vergebe, uns mit einem hohen Sieg in Play-off-Stimmung zu bringen und uns stattdessen zu einem Pflichtsieg gequält!“

Das klare Ergebnis überrascht nicht, täuscht aber darüber hinweg, dass Iserlohn nicht immer voll bei der Sache war und sich letztlich bei Schlussmann Patrick Glowka bedanken musste, nicht in ernsthafte Schwierigkeiten gegen den Liga-Achten geraten zu sein.

Der Minikader der Bisons hatte wohl in den Köpfen der Hausherren einen Selbstläufer kreiert, dabei aber außer Acht gelassen, dass die Gäste mit Milan Brandt und Leif Johansson zwei überaus schnelle Spieler aufboten, die stets den direkten Weg zum Tor suchten. Und so hatten die Gäste gegen den unmotiviert wirkenden Titelverteidiger in den ersten 15 Minuten durchaus die besseren Möglichkeiten, ohne dabei aber ein Mittel gegen den Nationaltorwart der ERG zu finden.

Dann besannen sich die Westfalen eines Besseren, zogen selbst das Tempo endlich einmal an – und rissen sofort große Lücken in die Calenberger Abwehr. Nutznießer war vor dem Seitenwechsel Carlos Nunez, der zweimal unbehelligt einschieben konnte (16./25.), nach dem Wiederanpfiff kam dann Kai Milewski schnell in Position – 3:0 (32.).

Aber die Gäste blieben unangenehm auf Tuchfühlung, weil Milan Brandt sich einen Penalty nicht nehmen ließ (32.). Zu mehr als solchen Nadelstichen waren die Niedersachsen im zweiten Durchgang aber nicht mehr in der Lage, da sie auf der Bank keine adäquaten Wechselspieler hatte. Die zunehmende Ermüdung der Gäste spielte Iserlohn natürlich in die Karten, denn so geriet der Erfolg auch bei nur minimalem Aufwand nicht mehr in die Gefahr. Andre Costa (38./47.) und Jorge Fonseca (50.) machten im Schongang das halbe Dutzend noch voll, auf der Gegenseite war nochmals Milan Brandt mit einer Einzelleistung erfolgreich (45.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (2), N. Hilbertz, K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (1), T. Henke, A. Costa (2).

SC Bison Calenberg: T. Fischer (ab 42. R. Kaas); S. Kirnig, L. Johansson, D. Kuczynski, R. Johansson, M. Brandt (2), D. Luther.

Schiedsrichter: T. Ehlert / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (16.) C. Nunez, 2:0 (25.) C. Nunez, 3:0 (32.) K. Milewski, 3:1 (32./Penalty) M. Brandt, 4:1 (38.) A. Costa, 4:2 (45.) M. Brandt, 5:2 (47./Überzahl) A. Costa, 6:2 (50.) J. Fonseca.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Calenberg 2 min (M. Brandt/47.).

Teamfouls: Iserlohn 7 – Calenberg 7.

Die übrigen Spielergebnisse:
TuS Düsseldorf-Nord - RHC Recklinghausen 6:3 (3:1)
RESG Walsum - HSV Krefeld 8:3 (3:1)
IGR Remscheid - Valkenswaardse RC 6:0 (2:0)
RSC Cronenberg - RSC Darmstadt 5:4 (3:3)

Tabelle nach dem 22. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
20
15
3
2

157:56

+101
48
2.
ERG Iserlohn
20
15
3
2
105:43
+62
48
3.
RESG Walsum
20
14
4
2
95:58
+37
46
4.
TuS Düsseldorf-Nord
20
13
2
5
101:73
+28
41
5.
RSC Darmstadt
20
10
1
9
89:68
+21
31
6.
RSC Cronenberg
20
9
4
7
109:89
+20
31
7.
IGR Remscheid
20
10
0
10
100:93
+7
30
8.
SCB Calenberg
20
5
2
13
89:135
-46
17
9.
HSV Krefeld
20
3
1
16
72:125
-53
10
10.
Valkenswaardse RC
20
3
1
16
39:127
-88
10
11. RHC Recklinghausen 20 2 1 17 78:165 -87 7

 

Die Play-off-Paarungen im DM-Viertelfinale:
SKG Herringen - SCB Calenberg
ERG Iserlohn - IGR Remscheid
RESG Walsum - RSC Cronenberg
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Darmstadt

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

19. März 2016

 

ERGI-Express erobert 2. Platz zurück

1. Bundesliga, 19. Spiel: IGR Remscheid - ERG Iserlohn 3:9 (2:5)

Das Wichtigste für die Iserlohner an diesem Nachmittag war - eben dem eigenen Erfolg natürlich - die Meldung aus Düsseldorf, die kurz nach dem Abpfiff auf dem Smartphone von Ralf Henke aufpoppte: Walsum hatte im Niederrhein-Derby nur ein 3:3 erreicht. „Damit haben wir Platz zwei zurück und können ihn aus eigener Kraft auch halten“, folgerte sofort ERGI-Trainer Jens Behrendt, der dabei durchaus schon ein mögliches Halbfinalduell mit der RESG im Hinterkopf hatte. Zum Spiel in Remscheid dagegen hatte er nur ein kurzes Fazit parat: „Nach anfänglichen Wacklern haben wir eine souveräne Vorstellung gezeigt!“

Die Tabellensituation ließ hüben wie drüben keine Kompromisse zu, für beide Teams galt das Motto: „Ein Sieg muss her!“ Folglich wurde sich auch nicht lange mit taktischen Spielereien aufgehalten, sondern umgehend kräftig auf das Tempo gedrückt. Besser aus den Startblöcken kamen die Iserlohner, die per Doppelschlag von Andre Costa (2./3.) gleich ein deutliches Zeichen setzten.

Doch dieses ignorierten die Remscheider geflissentlich, zumal die Gäste deutliche Mängel in der Defensive offenbarten: Fabian Selbach (3.) und Daniel Strieder (4.) stellten somit ebenso rasch den Gleichstand wieder her. Doch damit hatte die turbulente Startphase noch kein Ende gefunden, erst nachdem Jorge Fonseca den Titelverteidiger wieder in Vorlage gebracht hatte (6.), beruhigten sich die Gemüter.

Dies lag vornehmlich daran, dass die ERG-Abwehr nun zu ihrer gewohnten Sicherheit fand, Iserlohn somit die Partie aus der Defensive heraus kontrollierte – und dann zum richtigen Zeitpunkt weitere Nadelstiche setzte. Wähnte sich Remscheid nämlich schon des knappen 2:3-Rückstandes zur Pause sicher, schlug Iserlohn nach zwei überstandenen Unterzahlphasen – es gab bau für Sergio Pereira (14.) und Jorge Fonseca (22.) – gleich noch zweimal zu: Andre Costa traf noch während der Strafzeit gegen Jorge Fonseca, Sekunden von dem Abpfiff war überdies Sergio Pereira mit dem 5:2 zur Stelle.

Fabian Selbach sorgte nach dem Neustart zwar schnell dafür, dass die IGR wieder etwas aufschließen konnte (28.), doch Iserlohn ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und war letztlich jederzeit Herr der Lage. Als Nils Hilbertz sowie Andre Costa schließlich binnen weniger Sekunden zum 7:3 trafen (36.) und Kai Milewski prompt noch einen drauflegte (39.), erlahmte der Remscheider Widerstand endgültig. Sergio Pereira war per Direktem (15. IGR-Teamfoul/48.) der Schlusspunkt vorbehalten...

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, J. Langenohl; P. Nikolajko, F. Selbach (2), L. Kuhn, Y. Peinke, R. Selbach, M. Richter, Y. Lukassen, D. Strieder (1).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz (1), K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (2), A. Costa (4).

Schiedsrichter: F. Schäfer / O. Fischer.

Torfolge: 0:1 (2.) A. Costa, 0:2 (3.) A. Costa, 1:2 (3.) F. Selbach, 2:2 (4.) D. Strieder, 2:3 (6.) J. Fonseca, 2:4 (24./Unterzahl) A. Costa, 2:5 (25.) S. Pereira, 3:5 (28.) F. Selbach, 3:6 (36.) N. Hilbertz, 3:7 (36.) A. Costa, 3:8 (39.) K. Milewski, 3:9 (48./Direkter) S. Pereira.

Zeitstrafen: Remscheid 2 min (M. Richter/18.) - Iserlohn 4 min (S. Pereira/14. – J. Fonseca/22.).

Teamfouls: Remscheid 15 – Iserlohn 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
TuS Düsseldorf-Nord - RESG Walsum 3:3 (1:2)
SKG Herringen - RHC Recklinghausen 15:2 (4:1)
RSC Darmstadt - HSV Krefeld 8:3 (5:2)
RSC Cronenberg - SCB Calenberg 12:5 (6:1)
       
IGR Remscheid - RSC Darmstadt 3:2 (1:1)
SCB Calenberg - Valkenswaardse RC 6:1 (3:1)

Tabelle nach dem 21. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
20
15
3
2

157:56

+101
48
2.
ERG Iserlohn
19
14
3
2
99:41
+58
45
3.
RESG Walsum
19
13
4
2
87:55
+32
43
4.
TuS Düsseldorf-Nord
19
12
2
5
95:70
+25
38
5.
RSC Darmstadt
19
10
1
8
85:63
+22
31
6.
RSC Cronenberg
19
8
4
7
104:85
+19
28
7.
IGR Remscheid
19
9
0
10
94:93
+1
27
8.
SCB Calenberg
19
5
2
12
87:129
-42
17
9.
HSV Krefeld
19
3
1
15
69:119
-50
10
10.
Valkenswaardse RC
19
3
1
15
39:121
-82
10
11. RHC Recklinghausen 19 2 1 15 75:159 -84 7

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

12. März 2016

 

Nach 1:3 völlig den Kopf verloren

1. Bundesliga, 18. Spiel: RESG Walsum - ERG Iserlohn 5:1 (1:1)

Sollte er sich nun über die Niederlage ärgern oder die vielen positiven Aspekte hervorheben? ERGI-Trainer Jens Behrendt war sich nach dem Abpfiff nicht sicher ... „Ich habe bis auf das Ergebnis gar keinen Grund, groß unzufrieden zu sein. Nur die Art und Weise, wie wir auf das 1:3 reagiert haben, muss noch besprochen werden“, fasste er seine Gemütslage nach dem Match zusammen. der Grund für die Niederlage war dagegen schnell gefunden: „Walsum war cleverer!“

Der Knackpunkt der Begegnung waren die ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs. Es war einerseits die beste Iserlohner Phase, andererseits aber offenbarte sich hier auch das entscheiden Manko: Die Tore wurde nicht gemacht. Bei zwei Pfostenschüssen, einem Direkten nach 10. RESG-Teamfoul (18.) und einem Penalty (30.) hätte hier der Erfolgsweg eingeschlagen werden können. Doch die beiden Schützen Andre Costa und Sergio Pereira zogen gegen Walsums Hexer Tobias Wahlen den Kürzeren - im Gegenzug machte Pedro Queiros das 2:1 für die Rheinländer.

Als gut fünf Minuten darauf Felipe Sturla das Direkten-Duell mit Troy Sato (er musste für Blausünder Patrick Glowka ins Tor/37.) gewann, zeichnete sich der Walsumer Sieg bereits ab. Iserlohn reagierte, obwohl noch reichlich Restpielzeit vorhanden war, überraschend kopflos und versuchte es immer wieder mit Gewalt. In dieser Phase zeigte sich die ganze Cleverness der roten Teufel, die sich nicht aus der Deckung locken ließen und so die unkoordinierten ERG-Attacken problemlos überstanden. Fünf Minuten vor dem Ende enteilte schließlich Xavier Berruezo zum 4:1, die Partie war endgültig entschieden.

Die letzten 90 Sekunden durfte Walsum dann noch in Überzahl agieren, nachdem sich Sergio Pereira gleich zweimal „Blau“ eingehandelt hatte (und damit auch kommende Woche gesperrt sein wird), was Pedro Queiros noch zum 5:1-Endstand nutzte.

„Nach dem dritten Gegentor haben wir kopflos agiert und Harakiri gespielt“, monierte Jens Behrendt vor allem, dass mit der Brechstange versucht wurde, die Wende herbeizuführen, statt wieder an die erste Hälfte anzuknüpfen. In der wurde aus der Defensive heraus das Spiel kontrolliert. Walsum kam nur zu wenigen ernsthaften Chancen, auf der Gegenseite führten Sergio Pereira, Andre Costa und Co. Tobias Wahlen immer wieder ans Limit.

Der hexte jedoch nach Leibeskräften, ließ sich nur von Carlos Nunez überwinden (7.) und hielt seine Farben somit im Rennen. Das erste Mal trauerten die Gäste ihren vergebenen Chancen hinterher, als Jorge Fonseca eine Zweiminutenstrafe erhielt und Javier Jimenez die Überzahl zum Ausgleich nutzte (21.). zehn Minuten später nahm das Unheil dann seinen Lauf ...

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; C. Berg, C. Nusch, A. Nottebohm, X. Berruezo (1), J. Jimenez (1), N. Rilhas, P. Queiros (2), F. Sturla (1).

ERG Iserlohn: P. Glowka (37. - 40. T. Sato); C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, T. Henke, J. Fonseca, S. Pereira, A. Costa.

Schiedsrichter: T. Ehlert / M. Dowideit.

Torfolge: 0:1 (7.) C. Nunez, 1:1 (21./Überzahl) J. Jimenez, 2:1 (31.) P. Queiros, 3:1 (37./Direkter) F. Sturla, 4:1 (45.) X. Berruezo, 5:1 (50./Überzahl) P. Queiros.

Zeitstrafen: Walsum 0 min - Iserlohn 8 min (J. Fonseca/21. – P. Glowka/37. – S. Pereira/49. + 49.).

Teamfouls: Walsum 13 – Iserlohn 5.

Die übrigen Spielergebnisse:
RHC Recklinghausen - RSC Darmstadt 2:5 (0:2)
SCB Calenberg - SKG Herringen 4:12 (2:6)
Valkenswaardse RC - HSV Krefeld 6:5 (3:1)
RSC Cronenberg - TuS Düsseldorf-Nord 4:4 (3:1)
Valkenswaardse RC - SKG Herringen 0:10-Wertung
RSC Darmstadt - SCB Calenberg 5:4 (1:2)
TuS Düsseldorf-Nord - IGR Remscheid 5:3 (5:1)
HSV Krefeld - RHC Recklinghausen 7:4 (3:1)
RESG Walsum - RSC Cronenberg 5:5 (2:2)
       
Valkenswaardse RC - RHC Recklinghausen 0:10-Wertung

Tabelle nach dem 20. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
19
14
3
2

142:54

+88
45
2.
RESG Walsum
18
13
3
2
84:52
+32
42
3.
ERG Iserlohn
18
13
3
2
90:38
+52
42
4.
TuS Düsseldorf-Nord
18
12
1
5
92:67
+25
37
5.
RSC Darmstadt
17
9
1
7
75:57
+18
28
6.
RSC Cronenberg
18
7
4
7
92:80
+12
25
7.
IGR Remscheid
17
8
0
9
88:82
+6
24
8.
SCB Calenberg
17
4
2
11
76:116
-40
14
9.
HSV Krefeld
18
3
1
14
66:111
-45
10
10.
Valkenswaardse RC
18
3
1
14
38:115
-77
10
11. RHC Recklinghausen 18 2 1 15 73:144 -71 7

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

5. März 2016

 

Nach Anlaufschwierigkeiten im Höchsttempo zu Erfolg

1. Bundesliga, 17. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 8:2 (5:2)

„Ich bin zufrieden“, gab ERGI-Trainer Jens Behrendt mit heißerer Stimme kurz und knapp zu Protokoll: „Wir hätten zwar das eine oder andere Tor mehr machen können, doch bei einem 8:2 will ich mich darüber nun wirklich nicht beschweren.“ Es wäre wohl auch das berühmte „zuviel des Guten“ gewesen, denn auch so hatte der deutsche Meister seine Vormachtstellung eindrucksvoll unterstrichen.

Der Start allerdings war etwas holprig und von einigen kleinen Fehlern bei den Iserlohnern geprägt, was Jordi Molet zu einem Traumstart für den RSC verhalf, als er in der zweiten Minute nach verpatztem Bauerntrick energisch nachsetzte und den Ball doch noch über die Linie stocherte. Iserlohn ließe sich dadurch aber nur kurz beirren, verpasste aber nach blauer Karte gegen Aaron Börkei den Ausgleich durch Sergio Pereira und hatte dann durchaus Glück, nicht noch einen weiteren Treffer kassiert zu haben

Als Andre Costa mit einem schönen Solo jedoch das 1:1 gelang (9.), lief der ERGI-Express bereits auf Höchsttempo - wenn auch immer noch nicht ganz fehlerfrei. Patrick Glowka war allerdings der gewohnt sichere Rückhalt, zumal sich trotz offenem Schlagabtausch langsam abzeichnete, dass die Gastgeber mehr Asse im Ärmel haben würden. Sergio Pereiras Rückhandschuss zum 2:1 war keineswegs unhaltbar (13.), per Strafstoß nach blauer Karte für Lucas Seidler erhöhte Andre Costa dann auf 3:1 (17.).

Cronenberg baute derweil zu sehr auf Routinier Jordi Molet, dessen ganze Schlitzohrigkeit beim 2:3 aufblitzte, als er einem Distanzschuss von Benjamin Nusch den richtigen Drall verpasste (17.). Doch damit hatten die Gäste auch schon ihr Pulver verschossen, die ERG-Abwehr hatte fortan alles im Griff. Dagegen mussten die RSC-Youngster kräftig Lehrgeld zahlen, ließen sie doch Nils Hilbertz zweimal zu viel Freiraum, der sich dafür mit den Toren zum 4:2 bzw. 5:2 „bedankte“.

Im zweiten Abschnitt ging es nur noch in eine Richtung, gegen die wirbelnden und immer wieder früh attackierenden Iserlohner konnte sich der RSC nur selten konstruktiv befreien. Das Gestänge des RSC-Tores verhinderte alleine ein halbes Dutzend weiterer Iserlohner Tore. Doch Carlos Nunez machte das halbe Dutzend voll (38.), kurz darauf traf Andre Costa auch bei seinem zweiten Direkten in die Maschen (40.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Sebastian Glowka drei Minuten vor dem Ende.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz (2), K. Milewski, S. Glowka (1), J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Costa (3).

RSC Cronenberg: E. Soriano, A. Modrzewski; M. Bernadowitz, J. Molet (2), J. Vester, B. Nusch, K. Hövelmann, K. Riedel, L. Seidler, Aa. Börkei.

Schiedsrichter: T. Ullrich / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (2.) J. Molet, 1:1 (9.) A. Costa, 2:1 (13.) S. Pereira, 3:1 (17./Direkter) A. Costa, 3:2 (17.) J. Molet, 4:2 (22.) N. Hilbertz, 5:2 (25.) N. Hilbertz, 6:2 (38.) C. Nunez, 7:2 (40./Direkter) A. Costa, 8:2 (47.) S. Glowka.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Cronenberg 4 min (Aa. Börkei/3. – L. Seidler/17.).

Teamfouls: Iserlohn 15 – Cronenberg 12.

Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - RSC Darmstadt 6:3 (2:1)
IGR Remscheid - RESG Walsum 7:4 (3:4)
SCB Calenberg - HSV Krefeld 6:4 (2:2)
Valkenswaardse RC - RHC Recklinghausen 4:3 (2:2)

Tabelle nach dem 18. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
17
13
3
1

89:33

+56
42
2.
SKG Herringen
17
12
3
2
120:50
+70
39
3.
RESG Walsum
16
12
2
2
74:46
+28
38
4.
TuS Düsseldorf-Nord
16
11
0
5
83:60
+23
33
5.
IGR Remscheid
16
8
0
8
85:77
+8
24
6.
RSC Cronenberg
16
7
2
7
83:71
+12
23
7.
RSC Darmstadt
15
7
1
7
65:51
+14
22
8.
SCB Calenberg
15
4
2
9
68:99
-31
14
9.
Valkenswaardse RC
16
3
1
12
36:93
-57
10
10.
HSV Krefeld
16
2
1
13
54:101
-47
7
11. RHC Recklinghausen 16 1 1 14 60:136 -76 4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

27. Februar 2016

 

Pokal 2016 - nur ein kurzes Intermezzo für die ERGI

DRIV-Pokal, 1. Runde: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 3:1 (1:0)

Die Pokalserie 2016 war für die ERG Iserlohn nur ein kurzes Intermezzo, in Darmstadt war bereits in der 1. Runde Endstation. Ausgerechnet am Main, in der Geburtsstadt von Trainer Jens Behrendt. Der nahm die Niederlage derweil komplett auf seine Kappe: „Ich habe das Team durch meine blaue Karte entscheidend geschwächt!“ Dass die Iserlohner in Hessen aber nie so recht ins Spiel fanden, ließ er dabei ebenfalls nicht unerwähnt.

„Man kann in Darmstadt verlieren, aber das Wie war heute absolut enttäuschend“, resümierte der ERGI-Trainer angesichts der fehlenden Einstellung seiner Mannen, die für ihn zugleich ein völliges Rätsel war. Kein Zug zum gegnerischen Tor, folglich kaum Chancen auf einen Treffer. Und die Laufwege, als ob die Jungs erstmals zusammen gespielt hätten. Konter wurden zu allem Überfluss im Zeitlupentempo gefahren. Und, und, und...

Einzig Schlussmann Patrick Glowka zeigte Normalform, konnte alleine aber gegen die immer wieder anrennenden Hausherren nicht bestehen. Die nutzten die Schwachstellen der Iserlohner eiskalt aus und sorgten somit für die große Überraschung der 1. Pokalrunde.

Die Hessen gaben von Beginn den Ton an, ließen ihre eigentlich favorisierten Gäste gar nicht zur Entfaltung kommen. Bis zur 14. Minute konnte ERG-Schlussmann Patrick Glowka mit höchstem Einsatz seinen Kasten noch sauber halten, gegen einen von Alexandre Andrade passgenau in den Knick geschossenen Direkten war er dann aber machtlos (14.). Der Iserlohner Torwart war es nichtsdestotrotz, der bis zur Pause einen höheren Rückstand verhinderte, indem er immer wieder die Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Iserlohn dagegen hatte überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel und verzeichnete im ersten Durchgang keine ernsthafte Torchance.

Noch vor der Pause fiel praktisch die Entscheidung, als Sergio Pereira und auch Iserlohns Trainer Jens Behrendt eine blaue Karte sahen (25.). Den fälligen Strafstoß verwerteten die Krokodile zwar nicht, in doppelter Überzahl bauten Alexandre Andrade und Max Hack den Darmstädter Vorsprung zu Beginn des zweiten Durchgangs dann aber auf 3:0 aus (28.).

Kai Milewski sorgte  mit seinem schnellen Anschlusstreffer wieder für einen Silberstreif am Horizont der Gäste, die aber weiterhin zu wenig Tempo im Spiel hatten, um die Gastgeber noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Darmstadt versäumte es allerdings, unter anderem nach blauer Karte gegen Carlos Nunez (33.), dem 10. ERG-Teamfoul (45.) sowie der roten Karte gegen Sergio Pereira (Foulspiel/48.) den Sack komplett zuzuziehen. Hatte aber auch das Glück, dass es Andre Costa für die Gäste beim Strafstoß nach dem 10. RSC-Teamfoul nicht besser machte (41.), sodass es schließlich beim 3:1 blieb.

RSC Darmstadt: P. Leyer, N. Schröter; M. Barreto, F. Bender, P. Wagner, M. Becker, M. Hack (1), F. Schröter, M. Behnke, A. Andrade (2).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski (1), C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, A. Costa.

Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (14./Direkter) A. Andrade, 2:0 (27./Doppelte Überzahl) A. Andrade, 3:0 (28./Überzahl) M. Hack, 3:1 (31.) K. Milewski.

Rote Karte: S. Pereira (48.)

Zeitstrafen: Darmstadt 0 min - Iserlohn 6 min (S. Pereira/25. – J. Behrendt/25. - C. Nunez/33.).

Teamfouls: Darmstadt 14 – Iserlohn 14.

Die übrigen Ergebnisse der 1. Runde:
II
HSV Krefeld - Valkenswaardse RC 4:3 (3:3/0:2)
SCB Calenberg - RHC Recklinghausen 5:2 (4:1)
SKG Herringen - RSC Cronenberg 3:1 (0:0)
RESG Walsum - RSC Cronenberg II9:2 (6:1)
RSC Chemnitz - SCM Wuppertal 7:5 (5:0)
ERSC Schwerte - IGR Remscheid 20.03.2016
Freilos:   TuS Düsseldorf-Nord  

Viertelfinale am 2. April:

RSC Darmstadt - SCB Calenberg
TuS Düsseldorf-Nord - SKG Herringen
Schwerte/Remscheid - RESG Walsum
RSC Chemnitz - HSV Krefeld

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

20. Februar 2016

 

In Düsseldorf war ein langer Atem nötig

1. Bundesliga, 16. Spiel: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 1:5 (0:1)

„Wir müssen das spielen, was wir können, dann holen wir die drei Punkte“, hatte ERGI-Trainer Jens Behrendt im Vorfeld der Partie gefordert - und recht behalten. Mit einer taktisch einwandfreien Vorstellung - und einem bärenstarken Patrick Glowka zwischen den Pfosten - eroberte der deutsche Meister die Spitzenstellung in der Liga zurück.

Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe: Düsseldorf zog seine Motivation daraus, im Erfolgsfall mit Iserlohn gleichziehen zu können, die Westfalen hatten die Tabellenführung im Auge. Folglich wurde umgehend Gas gegeben, wobei beide Seiten durchaus ihre Schwerpunkte in der Defensive setzten. Sobald der all aber erobert worden war, wurde blitzschnell der Weg zum gegnerischen Tor eingeschlagen.

Dies gelang Iserlohn in einem Fall einen Hauch besser, woraus in der 16. Minute der 1:0-Führungstreffer durch Sergio Pereira resultierte. Der TuS vergab schließlich seine beste Chance zum Ausgleich, als Daniel Kutscha nach „Blau“ gegen Kai Milewski per Strafstoß an ERG-Schlussmann Patrick Glowka scheiterte (24.). Der Iserlohner Torsteher stand auch nach dem Seitenwechsel immer wieder im Mittelpunkt, hielt seinen Kasten aber sauber – und ebnete somit den Weg zum Erfolg.

Den zementierte schließlich Sergio Pereira: Der ERG-Spielführer verwandelte einen Penalty nach Zeitstrafe gegen Charlie Gatermann eiskalt (38.) und war zwei Minuten später mit dem 3:0 endgültig der Matchwinner. Carlos Nunez erhöhte schließlich auf 4:0 (45.), sodass es nicht weiter ins Gewicht fiel, dass noch in derselben Minute Tarek Abdalla in Überzahl den Anschluss markierte. Zumal praktisch postwendend der „Man oft he day“, Sergio Pereira den alten Iserlohner Vorsprung wieder herstellte.    

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Dobbratz, J. Pink, A. Beckmann, L. Scheulen, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla (1), D. Kutscha.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (4), A. Costa.

Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (16.) S. Pereira, 0:2 (38./Penalty), 0:3 (40.) S. Pereira, 0:4 (45.) C. Nunez, 1:4 (45./Überzahl)T. Abdalla, 1:5 (49.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Düsseldorf 2 min (C. Gatermann/38.) - Iserlohn 4 min (K. Milewski/24. – S. Glowka/45.).

Teamfouls: Düsseldorf 9 – Iserlohn 8.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - Valkenswaardse RC 3:2 (0:0)
RHC Recklinghausen - SC Bison Calenberg 5:5 (4:2)
RSC Cronenberg - IGR Remscheid 2:6 (2:3)
HSV Krefeld - SKG Herringen 3:5 (1:3)

Tabelle nach dem 17. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
16
12
3
1

81:31

+50
39
2.
RESG Walsum
15
12
2
1
70:39
+31
38
3.
SKG Herringen
16
11
3
2
114:47
+67
36
4.
TuS Düsseldorf-Nord
16
11
0
5
83:60
+23
33
5.
RSC Cronenberg
15
7
2
6
81:63
+18
23
6.
RSC Darmstadt
14
7
1
6
62:45
+17
22
7.
IGR Remscheid
15
7
0
8
78:73
+5
21
8.
SCB Calenberg
14
3
2
9
62:95
-33
11
9.
HSV Krefeld
15
2
1
12
50:95
-45
7
10.
Valkenswaardse RC
15
2
1
12
32:90
-58
7
11. RHC Recklinghausen 15 1 1 13 57:132 -75 4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

13. Februar 2016

 

Zwei-Tore-Vorsprung in letzten Minuten noch verspielt

1. Bundesliga, 15. Spiel: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 5:5 (3:2)

„Das darf einfach nicht passieren!“, machte ERGI-Trainer Jens Behrendt aus seinem Herzen keine Mördergrube und sprach deutlich aus, was er über die letzten beiden Minuten der Partie dachte: „Alle Mühen zuvor sind für die Katz' gewesen, wir haben ganz klar zwei Punkte verloren.“ Und die Spitzenposition obendrein, denn das Remis in Herringen reichte nicht, um mit Walsum Schritt zu halten. Zudem hat die kommende Partie in Düsseldorf nun eine ganz andere Bedeutung, denn der TuS hat nur noch drei Zähler Rückstand ...

Was brachte Jens Behrendt so auf die Palme? Zwei Minuten vor dem Ende hatte sein Team in Hamm noch eine Zwei-Tore-Führung, doch dies sollte im Spitzenspiel nicht reichen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Dabei war der deutsche meister bis dahin das absolut dominante team gewesen. Lucas Karschau und Stefan Gürtler per Penalty machten der ERGI binnen Sekunden aber noch einen Strich durch die Rechnung.

Herringen wirkte von Beginn an verkrampft und was Kai Milewski prompt zum 1:0 nutzte (6.). Der Gegentreffer war für die germanen aber eine heilsame Medizin, denn fortan waren die Germanen tonangebend und markierten durch Lucas Karschau rasch den Gleichstand (13.). Carlos Nunez brachte Iserlohn zwar kurz darauf wieder in Vorlage, zwei derbe Abwehrschnitzer der Gäste bescherten Herringen jedoch eine knappe Pausenführung: Robin Schulz (20.) und Lucas Karschau (23.) bestraften die ERG-Nachlässigkeiten eiskalt. Es hätte eine deutliche Warnung sein können ...

Lange konnten sich die Germanen über ihren aber nicht freuen, was daran lag, dass die Iserlohner nach Wiederanpfiff erneut den besseren Start erwischten. Sergio Pereira glich schon nach wenigen Sekunden zum 3:3 aus. Und nun blieb der amtierende Meister am Drücker, ließ Herringen durch eine enge Deckungsarbeit nicht mehr zur Entfaltung kommen.

Auf der Gegenseite suchten die Sauerländer zudem konsequent den Weg zu Abschluss und schossen sich schließlich durch einen Doppelschlag von Sergio Pereira (37.) und Andre Costa (39./Direkter nach 10. SKG-Teamfoul) einen Vorsprung von zwei Treffern heraus. Jorge Fonseca hätte den Sack in der 44. Minute mit einem sechsten Tor zu machen können, leitete mit der verpassten Großchance indes die Herringer Schlossoffensive ein.

Eine blaue Karte gegen Andre Costa (45.) überstanden die Waldstädter noch ohne Schaden, doch die anstrengende Arbeit in Unterzahl hatte den Faden reißen lassen. Herringen war dagegen nun im gewohnten Angriffsmodus und schaffte - wie vor 14 Tagen schon gegen Walsum - noch den Ausgleich (48.).    

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, J. Coelho; K. Karschau, M. Stork, S. Gürtler (1), J. Klein, R. Schulz (1), L. Karschau (3), L. Hages.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (2), A. Costa (1).

Schiedsrichter: D. Loewe / T. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (6.) K. Milewski, 1:1 (13.) L. Karschau, 1:2 (15.) C. Nunez, 2:2 (20.) R. Schulz, 3:2 (23.) L. Karschau, 3:3 (27./Penalty) S. Pereira, 3:4 (37.) S. Pereira, 3:5 (39./Direkter) A. Costa, 4:5 (48.) L. Karschau, 5:5 (48./Penalty) S. Gürtler.

Zeitstrafen: Herringen 0 min - Iserlohn 2 min (A. Costa/45.).

Teamfouls: Herringen 10 – Iserlohn 8.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - RESG Walsum 2:3 (1:3)
RHC Recklinghausen - RSC Cronenberg 5:17 (1:8)
SC Bison Calenberg - IGR Remscheid 2:7 (1:3)
HSV Krefeld - TuS Düsseldorf-Nord 2:5 (2:2)
Valkenswaardse RC - SC Bison Calenberg 3:3 (1:3)

Tabelle nach dem 16. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
RESG Walsum
15
12
2
1

70:39

+31
38
2.
ERG Iserlohn
15
11
3
1
76:30
+46
36
3.
SKG Herringen
15
10
3
2
109:44
+65
33
4.
TuS Düsseldorf-Nord
15
11
0
4
82:55
+27
33
5.
RSC Cronenberg
14
7
2
5
79:57
+22
23
6.
RSC Darmstadt
13
6
1
6
59:43
+16
19
7.
IGR Remscheid
14
6
0
8
72:71
+1
18
8.
SCB Calenberg
13
3
1
9
57:90
-33
10
9.
HSV Krefeld
14
2
1
11
47:90
-43
7
10.
Valkenswaardse RC
14
2
1
11
30:87
-57
7
11. RHC Recklinghausen 14 1 0 13 52:127 -75 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

6. Februar 2016

Das gesamte Spiel im Video

Alle Highlighs im Video

Barcas individuelle Klasse machte den Unterschied aus

European League - Gruppe A, 6. Spiel: FC Barcelona - ERG Iserlohn 7:2 (2:1)

Die Niederlage beim FC Barcelona war letztlich für den deutschen Meister ERG Iserlohn nicht abzuwenden. Doch die Leistung dürfte Trainer Jens Behrendt dennoch zufrieden gestimmt haben, schließlich hielt sein Team gut mit und musste sich nur der größeren Routine der Katalanen beugen, d ein den entscheidenden Momenten das sichere Auge für die Lücke hatten.

Die Startphase gehörte indes den Deutschen, die folgerichtig in Führung gingen. Sergio Pereira hatte von halbrechts abgezogen, Kai Milewski hielt den Schläger in den Schuss und fälschte gekonnt zum 1:0 ab (5.). Und der Treffer beeindruckte die Hausherren durchaus, denn sie hatten nach ihrem 15:1 im Hinspiel mit einer leichteren Aufgabe gerechnet.

Der Abwehrblock der Iserlohner stand vortrefflich, kaum einmal musste Schlussmann Patrick Glowka eingreifen. Und wenn doch, dann hatte er die Sache sicher im Griff. So musste Barcelona schon auf seine individuelle Stärke setzten, was völlig untypisch für die sicher kombinierenden Katalanen ist. Matias Pascual setzte schließlich zum Solo an, umkurvte die ERG-Abwehrrecken und traf per traf passgenau in den Knick – 1:1 (12.).

Der deutsche Meister allerdings ließ sich davon nicht beirren, blieb seiner Marschroute treu und hatte durchaus einige gute Chancen, die FCB-Tormann Sergi Fernandez jedoch allesamt abfischte. Allerdings hatte er durchaus mehr Einsätze zu verbuchen als sein Gegenüber Patrick Glowka…Dass Barcelona dennoch mit einer Führung in die Pause ging, war den Ballkünsten von Marc Gual zu verdanken, der im vollen Tempo den Ball kurz anlupfte und dann volley an Glowkas Kopf vorbei eindrosch (19.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Barcelona deutlich das Tempo, ohne jedoch wirklich eine Schwachstelle in Iserlohns defensive zu verursachen. Folglich war auch der dritte Treffer ein Produkt einer Einzelaktion, bei der Torschütze Lucas Ordonez noch das Glück hatte, dass Christopher Hegener seinem Schlussmann unglücklich die Sicht versperrte (29.).

Hätte wenig später Andre Costa seine Möglichkeit, zu verkürzen, genutzt, hätte die Partie womöglich noch einmal einen anderen verlauf bekommen können (31.). Dann aber zeigte Barcelona sein bekanntes Kombinationsspiel: Xavi Costa doppelte mit Lucas Ordonez und brauchte nur noch über die Linie zu drücken (36.).

Im Gegenzug verpasste Nils Hilbertz freistehend den zweiten Iserlohner Treffer, ehe Lucas Ordonez seinem Ruf Torjäger gerecht wurde und aus der Distanz die Lücke zum 5:1 fand (36.). Fünf Minuten später setzte Marc Gual schließlich mustergültig Nil Roca gekonnt in Szene – 6:1 (41.).

Abrer auch die Iserlohner können durchaus mit Schläger und Ball umgehen, wie Sekunden darauf Sergio Pereira demonstrierte: Der ERG-Kapitän scheiterte per Penalty zwar zunächst an Sergi Fernandez, behielt beim Nachschuss aber die Ruhe und lupfte den Ball gekonnt über den FCB-Torsteher, der dem Schützen anerkennend für sein gelungenes Kabinettstückchen applaudierte. Der Schlusspunkt war aber den Katalanen vorbehalten, Youngster Sergi Aragones schloss einen Sololauf zum 7:2 ab (47.).

FC Barcelona: S. Fernandez, A. Egurrola; M. Pascual (1), X. Costa (1), N. Roca (1), X. Barroso, S. Aragones (1), M. Gual (1), L. Ordonez (2), S. Llorca.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski (1), C. Hegener, S. Pereira (1), J. Fonseca, A. Costa.

Schiedsrichter: G. Andrisani / R. Strippoli (I).

Torfolge: 0:1 (5.) K. Milewski, 1:1 (12.) M. Pascual, 2:1 (17.) M. Gual, 3:1 (29.) L. Ordonez, 4:1 (33.) X. Costa, 5:1 (36.) L. Ordonez, 6:1 (41.) N. Roca, 6:2 (41./Penalty) S. Pereira, 7:2 (47.) S. Aragones.

Zeitstrafen: Barcelona 0 min - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Barcelona 9 – Iserlohn 4.

Die übrigen Spielergebnisse:
FC Porto - Hockey Breganze 13:4

Tabelle der Gruppe A nach dem 6. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
FC Porto
6
6
0
0

46:8

+38
18
2.
FC Barcelona
6
4
0
2

34:12

+22
12
3.
Hockey Breganze
6
1
1
4

24:34

-10
4
4.
ERG Iserlohn
6
0
1
5
13:63
-50
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

30. Januar 2016

 

Der Meister ist wieder auf Platz 1

1. Bundesliga, 14. Spiel: ERG Iserlohn - HSV Krefeld 6:2 (4:1)

Ein Sieg über Krefeld - soweit war vorher klar - brächte den Meister aus Iserlohn auf jeden Fall an die Tabellenspitze. Die Frage war nur: Für ein paar Stunden oder über den Samstag hinaus. Dies hing vom Spitzenspiel zwischen Herringen und Walsum ab, das letztlich 3:3 endete - und die Waldstädter damit den Liga-Thron erklimmen ließ.

Ausgerechnet der ehemalige HSV-Akteur Nils Hilbertz war es, der schon in der 1. Minute mit dem 1:0 die Richtung für den amtierenden Meister vorgab. Sergio Pereira legte schnell das 2:0 nach (4.), damit waren die Kräfteverhältnisse klar abgesteckt. Krefeld wehrte sich zwar nach Kräften, musste die ERG-Dominanz aber anerkennen – und war letztlich froh, nur noch ein Doppelpack von Andre Costa (20.) hinnehmen zu müssen. Sekunden vor der Pause hübschte Daniel Hausch das Zwischenresultat noch ein wenig auf.

Iserlohn wurde auch nicht nervös, als Maximilian Hendricks schon unmittelbar nach dem Wiederanpfiff auf 2:4 verkürzte. Die Westfalen blieben souverän und stellten durch Nils Hilbertz fünf Minuten später den alten Abstand wieder her. Allerdings mussten sich die Hausherren in der Folge ankreiden lassen, mit ihren Chancen zu fahrlässig umzugehen. So gab es nur noch einen Treffer zu bejubeln: Andre Costa setzte in der 48. Minute den Schlusspunkt.

ERG Iserlohn: T. Sato, P. Glowka; N. Hilbertz (2), K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (1), A. Costa (3).

HSV Krefeld: M. Hass, D. Heulmanns; L. van der Ruhren, M. Hendricks (1), F. Schmidt, D. Quabeck, D. Hausch (1), N. Kluschewski, N. Fichtner.

Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (1.) N. Hilbertz, 2:0 (4.) S. Pereira, 3:0 (20.) A. Costa, 4:0 (20.) A. Costa, 4:1 (25.) D. Hausch, 4:2 (26.) M. Hendricks, 5:2 (32.) N. Hilbertz, 6:2 (48.) A. Costa.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Krefeld 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 6 – Krefeld 6.

Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - RESG Walsum 3:3 (1:1)
RSC Cronenberg - Valkenswaardse RC 7:2 (3:1)
SC Bison Calenberg - TuS Düsseldorf-Nord 5:7 (1:1)
IGR Remscheid - RHC Recklinghausen 9:1 (3:0)

Tabelle nach dem 15. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
14
11
2
1

71:25

+46
35
2.
RESG Walsum
14
11
2
1
67:37
+30
35
3.
SKG Herringen
14
10
2
2
104:39
+65
32
4.
TuS Düsseldorf-Nord
14
10
0
4
77:53
+24
30
5.
RSC Cronenberg
13
6
2
5
62:52
+10
20
6.
RSC Darmstadt
12
6
1
5
57:40
+17
19
7.
IGR Remscheid
13
5
0
8
65:69
-4
15
8.
SCB Calenberg
11
3
0
8
52:80
28
9
9.
HSV Krefeld
13
2
1
10
45:85
-40
7
10.
Valkenswaardse RC
13
2
0
11
27:84
-57
6
11. RHC Recklinghausen 13 1 0 12 47:110 -63 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

23. Januar 2016

 

ERGI-Express schiebt sich auf Platz zwei vor

1. Bundesliga, 13. Spiel: SC Bison Calenberg - ERG Iserlohn 3:6 (1:4)

Der ERGI-Express kommt immer besser ins Rollen und schob sich mit dem Sieg in Niedersachsen auf den zweiten Tabellenplatz vor. „Bis auf eine kurze Schwächephase nach der Pause lief es absolut rund“, gab es für ERGI-Trainer Jens Behrendt folglich auch nur wenig zu bemängeln.

Nach kurzer Eingewöhnungsphase an den glatten Untergrund in Eldagsen nahmen die Westfalen Fahrt auf und sorgten mit drei Treffern von Kai Milewski (8.) und Jorge Fonseca (Doppelpack in der 12.) für klare Verhältnisse. Die Bisons wehrten sich zwar nach Kräften, doch war ihre Strategie, alles über Milan Brandt laufen zu lassen, zu durchschaubar für die euroligagestählten Gäste, um diese ernsthaft in Gefahr zu bringen. Daran änderte auch das 1:3 von Leif Johansson nichts, zumal Sergio Pereira unmittelbar vor dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder herstellte.

Nun wähnten sich die Iserlohner ihrer Sache allerdings zu sicher, jedenfalls ließ die Konzentration plötzlich nach. Insbesondere in der Abwehr wurde zu nachlässig gearbeitet, was Milan Brandt umgehend ausnutzte. Bis zur 37. Minute hatte der Calenberger Torjäger seine Farben wieder auf 3:4 heran geführt.

Doch ehe es noch einmal so richtig spannend werden konnte, besannen sich die Iserlohner ihrer Defensivqualitäten – hatten durch Kai Milewskis 5:3 überdies die passende Antwort in petto. In der 42. Minute hätte Milan Brandt per Direktem nochmals verkürzen können, nachdem Iserlohns 10. Teamfoul aktenkundig geworden war. Doch Patrick Glowka parierte diesen Strafstoß, im Gegenzug markierte Jorge Fonseca mit dem 6:3 die Entscheidung.

SC Bison Calenberg: T. Richter, R. Kaas; J. Kuley, L. Johansson (1), R. Johansson, E. Johansson, M. Brandt (2), S. Leitmann, B. Kuley.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; N. Hilbertz, K. Milewski (2), C. Hegener, J. Fonseca (3), S. Pereira (1), A. Costa.

Schiedsrichter: L. Nawratil / D. Loewe.

Torfolge: 0:1 (8.) K. Milewski, 0:2 (12.) J. Fonseca, 0:3 (12.) J. Fonseca, 1:3 (18.) L. Johansson, 1:4 (25.) S. Pereira, 2:4 (28./Penalty) M. Brandt, 3:4 (37.) M. Brandt, 3:5 (38.) K. Milewski, 3:6 (43.) J. Fonseca.

Zeitstrafen: Calenberg 0 min - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Calenberg 7 – Iserlohn 10.

Die übrigen Spielergebnisse:
HSV Krefeld - RESG Walsum 4:5 (2:2)
RSC Darmstadt - RSC Cronenberg 5:2 (1:1)
RHC Recklinghausen - TuS Düsseldorf-Nord 4:11 (1:6)
Valkenswaardse RC - IGR Remscheid 3:2 (1:0)

Tabelle nach dem 14. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
RESG Waslum
13
11
1
1

64:34

+30
34
2.
ERG Iserlohn
13
10
2
1
65:23
+42
32
3.
SKG Herringen
13
10
1
2
101:36
+65
31
4.
TuS Düsseldorf-Nord
13
9
0
4
70:48
+22
27
5.
RSC Darmstadt
12
6
1
5
57:40
+17
19
6.
RSC Cronenberg
12
5
2
5
55:50
+5
17
7.
IGR Remscheid
12
4
0
8
56:68
-12
12
8.
SCB Calenberg
10
3
0
7
47:73
-26
9
9.
HSV Krefeld
12
2
1
9
43:79
-36
7
10.
Valkenswaardse RC
12
2
0
10
25:77
-52
6
11. RHC Recklinghausen 12 1 0 11 46:101 -55 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

16. Januar 2016

 

Edo Bosch stand besserem Ergebnis im Weg

European League - Gruppe A, 5. Spiel: ERG Iserlohn - FC Porto 1:7 (0:5)

Der deutsche Meister ERG Iserlohn hat sich bei seinem letzten Heimauftritt in der diesjährigen Euroliga-Saison gegen den FC Porto achtbar aus der Affäre gezogen und bewiesen, dass er im Hinspiel deutlich unter Wert geschlagen worden war. Und so war Trainer Jens Behrendt auch rundum zufrieden, auch wenn ihm – mal wieder – die Chancenverwertung nicht ganz gefiel: „Da müssen wir gerade auf internationalem Parkett noch cleverer werden.“


Edo Bosch, der Hexer im FCP-Tor, vereitelte mit seinen Reaktionen mehrfach ERGI-Tore: Hier köpft er das
Geschoss von Nils Hilbertz aus der Gefahrenzone. (Foto: Tim Graumann)

Es hatte jedoch alles andere als optimal für die Westfalen begonnen, denn ihr Plan, möglichst lange ein Gegentor zu vermeiden, war bereits n ach 24 Sekunden obsolet. Alvaro Morais hatte sich gelöst und aus kurzer Distanz via Innenpfosten das erste Tor des Abends markiert. Als derselbe Spieler nur zwei Minuten darauf sich erneut seiner Bewachung entziehen konnte und nach Doppelpass mit Helder Nunes per Bauerntrick das 2:0 erzielte, schwante vielen der über 600 Zuschauer nichts Gutes für die Iserlohner.

Die aber berappelten sich langsam, auch weil Schlussmann Patrick Glowka, der bei den beiden Toren chancenlos war, in der Folge der gewohnt sichere Rückhalt war und gegen Vitor Hugo (4.) sowie Alvaro Morais (5.) Schlimmeres verhinderte. Die Abwehr vor ihm wurde immer stabiler, Porto kam nur immer häufiger nur noch durch schnelle Konter zum Abschluss. Dann aber brannte es lichterloh, wie beim 0:3 durch Vitor Hugo, dem ein verhängnisvoller Iserlohner Fehlpass an der Mittellinie vorausgegangen war (10.).

Kurz darauf dann der erste Akzent des deutschen Meisters, doch der Knaller von Sergio Pereira strich knapp am Pfosten vorbei. So ganz aber gefiel Trainer Jens Behrendt die Vorstellung seiner Mannen nicht, was schon alleine daran abzulesen war, dass er in der ersten Viertelstunde schon alle Akteure für unterschiedliche Defensivvarianten aufs Feld geschickt hatte. Eine Auszeit sollte nun die verbesserte taktische Ausrichtung bringen: Danach war der portugiesische Rekordmeister deutlicher an die Kette gelegt. Das 0:4 ließ sich aber nicht verhindern, denn vom Penaltypunkt war Goncalo Alves zu kompromisslos (14.).

Allerdings wurde es nun auch auf der Gegenseite immer munterer, weil sich die Iserlohner ebenfalls auf ihr schnelles Passspiel besannen und somit schneller vor FCP-Torwart Edo Bosch kamen. Dass dieser aber zurecht zu den weltbesten seiner Zunft gehört, zeigte er in der 17. Minute, als sich Andre Costa, Sergio Pereira und Sebastian Glowka binnen zehn Sekunden gleich drei Strafstoßschützen vergeblich bemühten, den Ball ins Netz zu bekommen. Zuvor hatte Goncalo Alves für ein Foul an Sergio Pereira „Blau“ gesehen. Der fällige Direkte musste zweimal wiederholt werden, beim letzten Versuch von Sergio Pereira klemmte Edo Bosch den Ball dann bewusst ein, sodass Sebastian Glowka es per Penalty versuchen durfte.

Da hatte Porto indes das fünfte Tor gelungen, wobei Alvaro Morais bei seinem dritten Tor ein wahrliches Kunststück mit hochgelupftem Ball und Schläger gelungen war (16.). Iserlohn war nun aber endgültig im Spiel, das sich fortan offen gestaltete, wobei vor allem Patrick Glowka mit zahlreichen Paraden – darunter vier parierte Strafstöße – den Gästen weitere Erfolge verwehrte. Einzig Jose Costa fand nach dem Seitenwechsel eine Lücke (40.).

Auf der Gegenseite scheiterten Sergio Pereira (33./41.), Nils Hilbertz (40./41.), Kai Milewski (41.) und Jorge Fonseca (45./47.) mehrfach an den Reflexen von Edo Bosch, der sich schließlich aber doch einmal geschlagen geben musste, als Christopher Hegener ein wunderschönes Solo mit einem gezielten Lupfer abschloss (45.).

Kurz vor dem Ende gewann Porto aber auch den zweiten Durchgang für sich, als Telmo Pinto einen Direkten (blaue Karte gegen ERG-Trainer Jens Behrendt) sicher verwandelte (47.). Auch Iserlohn bekam nach 10. FCP-Teamfoul noch eine Chance zur Verbesserung (47.), doch Andre Costa, der sich extra den Schläger von Sergio Pereira lieh, scheiterte an Edo Bosch.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener (1),
S. Pereira, J. Fonseca, A. Costa.

FC Porto: E. Bosch, N. Felipe; T. Pinto (1), J. Silva, J. Costa (1), Rafa, V. Hugo (1), A. Morais (3),
G. Alves (1), H. Nunes.

Schiedsrichter: S. Rizzotti / J. Thibaud (F).

Torfolge: 0:1 (1.) A. Morais, 0:2 (3.) A. Morais, 0:3 (10.) V. Hugo, 0:4 (14./Penalty) G. Alves, 0:5 (16.) A. Morais, 0:6 (40.) J. Costa, 1:6 (45.) C. Hegener, 1:7 (47./Direkter) T. Pinto.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (S. Pereira/46. – J. Behrendt/47.) - Porto 2 min (G. Alves/17.).

Teamfouls: Iserlohn 11 – Porto 12.

Die übrigen Spielergebnisse:
Hockey Breganze - FC Barcelona 4:6

Tabelle der Gruppe A nach dem 5. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
FC Porto
5
5
0
0

33:4

+27
15
2.
FC Barcelona
5
3
0
2

27:10

+17
9
3.
Hockey Breganze
5
1
1
3

20:21

-1
4
4.
ERG Iserlohn
5
0
1
3
11:56
-45
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

9. Januar 2016

 

Alle Iserlohner trafen ins Schwarze - Shutout für Leon Rapke

1. Bundesliga, 12. Spiel: ERG Iserlohn - Valkenswaardse RC 7:2 (4:2)

„Wir waren absolut dominant und haben taktisch klug gespielt“, gefiel ERGI-Trainer Jens Behrendt die erste Vorstellung seiner Mannen in 2016. Die Generalprobe für das Euroliga-Gastspiel des FC Porto ist somit vollauf geglückt - ebenso wie die Premiere von Nachwuchskeeper Leon Rapke. Der blieb während seiner 25-minütigen Einsatzzeit in Hälfte eins ohne Gegentor.

Jorge Fonseca hatte mit seinem frühen 1:0 schon angedeutet, dass es für die Recklinghäuser ein schwerer Nachmittag werden würde (3.). Doch noch waren die Beine der Gäste frisch und das Bollwerk vor dem Tor von Dennis Jakubiak hielt den weiten Anläufen der Hausherren somit zunächst einmal stand. Als Sebastian Glowka (15.), Christopher Hegener (17.) sowie Kai Milewski (18.) binnen weniger Augenblicke die ERG auf 4:0 davonziehen ließen und kurz vor der Pause Jorge Fonseca per Doppelpack bereits das halbe Dutzend vollmachte, war der RHC-Widerstand gebrochen.

Fünf Minuten dauerte es im zweiten Abschnitt zwar noch, dann aber waren die Hausherren nicht mehr zu bremsen, bei denen sich bis zum Abpfiff alle Spieler in die Torschützenliste eingetragen hatten. Vor allem Sebastian Glowka räumte nach seiner langen Verletzung mit vier Toren in Durchgang zwei so richtig ab. Je zweimal ins Schwarze trafen Carlos Nunez und Kai Milewski, die übrigen ERG-Akteure steuerten jeweils ein Tor zum höchsten Saisonsieg bei. Gänzlich tatenlos blieben aber auch die Gäste nicht, für die Christoph Rindfleisch (2) und Sebastian Sowade einnetzten.

ERG Iserlohn: L. Rapke (ab 26. T. Sato); C. Nunez (2), N. Hilbertz (1), K. Milewski (3), S. Glowka (5), C. Hegener (2), J. Fonseca (4), S. Pereira (1).

RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, F. Frank; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch (2), Niklas Nohlen, S. Sowade (1), M. Carstensen, Niko Nohlen.

Schiedsrichter: L. Nawratil / M. Dowideit.

Torfolge: 1:0 (3.) J. Fonseca, 2:0 (15.) S. Glowka, 3:0 (17.) C. Hegener, 4:0 (18.) K. Milewski, 5:0 (23.) J. Fonseca, 6:0 (24.) J. Fonseca, 7:0 (32.) S. Glowka, 7:1 (34.) C. Rindfleisch, 8:1 (34.) S. Pereira, 9:1 (36.) J. Fonseca, 9:2 (38.) C. Rindfleisch, 10:2 (37.) K. Milewski, 11:2 (41.) C. Hegener, 12:2 (41.) K. Milewski, 13:2 (42.) C. Nunez, 13:3 (42.) S. Sowade, 14:3 (45.) N. Hilbertz, 15:3 (45./Penalty) S. Glowka, 16:3 (46.) C. Nunez, 17:3 (47.) S. Glowka, 18:3 (50.) S. Glowka.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Recklinghausen 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 6 – Recklinghausen 7.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Cronenberg - SKG Herringen 2:9 (0:3)
RESG Walsum - SCB Calenberg 7:4 (2:2)
TuS Düsseldorf-Nord - Valkenswaardse RC 5:1 (0:0)

Tabelle nach dem 13. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
13
10
1
2

101:36

+65
31
2.
RESG Walsum
12
10
1
1
59:30
+29
31
3.
ERG Iserlohn
12
9
2
1
59:20
+39
29
4.
TuS Düsseldorf-Nord
12
8
0
4
59:44
+15
24
5.
RSC Cronenberg
11
5
2
4
53:45
+8
17
6.
RSC Darmstadt
11
5
1
5
52:38
+14
16
7.
IGR Remscheid
11
4
0
7
54:65
-11
12
8.
SCB Calenberg
9
3
0
6
44:67
-23
9
9.
HSV Krefeld
11
2
1
8
39:74
-35
7
10.
RHC Recklinghausen
11
1
0
10
42:90
-48
3
11. Valkenswaardse RC 11 1 0 10 22:75 -53 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

19. Dezember 2015

 

ERGI in bester Vor-Weihnachsstimmung

1. Bundesliga, 11. Spiel: ERG Iserlohn - Valkesnwaardse RC 7:2 (4:2)

Dritter Sieg im dritten Heimspiel in Folge - die vorweihnachtliche Bilanz bei der ERGI stimmt. Zwar ist der deutsche Meister nur noch Dritter, doch das trübt die Stimmung bei Trainer Jens Behrendt keineswegs: „Wir liegen voll im Soll!“

Eine Halbzeit lang wehrte sich das Schlusslicht aus Valkenswaard nach Kräften, musste dann nach dem Seitenwechsel aber die Iserlohner Übermacht eingestehen.

Kai Milewski hatte den Titelverteidiger einen Start nach Maß besorgt (3.), doch Alexandre Duarte nutzte genauso schnell die etwas zu lasche ERG-Defensivarbeit zum 1:1 aus. Damit waren die Niederländer unverhofft im Geschäft, den Iserlohn steckte diesen Treffer überraschend schlecht weg. Verunsichert stockte der Spielaufbau, erst eine Auszeit in der 17.Minute brachte wieder Ordnung ins Spiel des Meisters. Der dann allerdings umgehend Nägel mit Köpfen machte und durch Sergio Pereira (20.) und Carlos Nunez (21.) auf 3:1 enteilte.

Robbie van Dooren ließ Valkenswaard zwar umgehend wieder verkürzen, doch noch vor dem Seitenwechsel stellte Carlos Nunez den alten Abstand für die Iserlohner wieder her (24.). Nach Wiederbeginn brauchten die Westfalen dann noch knapp zehn Minuten, um den VRC endgültig in die Schranken zu verweisen. Nachdem Jorge Fonseca jedoch das 5:2 gelungen war (36.), erlahmte der Gästewiderstand deutlich. Sergio Pereira (42.) und Andre Costa (50.) schraubten das Resultat noch weiter in die Höhe, wobei die Iserlohner noch drei Strafstöße ungenutzt ließen.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (2), N. Hilbertz, K. Milewski (1), S. Glowka, J. Fonseca (1), S. Pereira (2), A. Costa (1).

Valkenswaardse RC: P. Santos, J. van den Dungen; R. van Dooren (1), R. van den Dungen, D. Holtzer, K. Doomernik, A. Duarte (1).

Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (3.) K. Milewski, 1:1 (6.) A. Duarte, 2:1 (20.) S. Pereira, 3:1 (21.) C. Nunez, 3:2 (23.) R. van Dooren, 4:2 (24.) C. Nunez, 5:2 (36.) J. Fonseca, 6:2 (42.) S. Pereira, 7:2 (50.) A. Costa.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Valkenswaard 4 min (R. van Dooren/45. – A. Duarte/47.).

Teamfouls: Iserlohn 7 – Valkesnwaard 12.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - TuS Düsseldorf-Nord 4:5 (1:2)
SKG Herringen - IGR Remscheid 9:2 (6:0)
RHC Recklinghausen - RESG Walsum 3:6 (1:4)
HSV Krefeld - RSC Cronenberg 5:5 (1:0)
       
RESG Walsum - Valkenswaardse RC 8:2 (1:0)
TuS Düsseldorf-Nord - SKG Herringen 4:3 (0:0)
IGR Remscheid - HSV Krefeld 7:5 (3:4)

Tabelle nach dem 12. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
12
9
1
2

92:34

+58
28
2.
RESG Walsum
11
9
1
1
52:26
+26
28
3.
ERG Iserlohn
11
8
2
1
41:17
+24
26
4.
TuS Düsseldorf-Nord
11
7
0
4
54:43
+11
21
5.
RSC Cronenberg
10
5
2
3
51:36
+15
17
6.
RSC Darmstadt
11
5
1
5
52:38
+14
16
7.
IGR Remscheid
11
4
0
7
54:65
-11
12
8.
SCB Calenberg
8
3
0
5
40:60
-20
9
9.
HSV Krefeld
11
2
1
8
39:74
-35
7
10.
RHC Recklinghausen
10
1
0
9
39:72
-33
3
11. Valkenswaardse RC 10 1 0 9 21:70 -49 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

12. Dezember 2015

 

Jens Behrendt: „Wir haben eine große Chance vertan!“

European League - Gruppe A, 4. Spiel:
ASD Hockey Breganze - ERG Iserlohn 7:2 (1:1)

Am Ende war es ein zu klares Ergebnis, das in keiner Weise die Leistung der ERG Iserlohn widerspiegelt. Denn bis zur 44. Minute war noch alles drin, der deutsche Meister dem Sieg sogar näher als Breganze. „Wir haben es aber nicht verstanden, das 10. Teamfoul des Gegners zu provozieren. Wenn uns dadurch das 3:2 gelungen wär, hätten wir sicher gewonnen“, ärgerte sich ERG-Trainer Jens Behrendt auch ein wenig über die fehlende Cleverness seiner Jungs: „Wir haben eine große Chance vertan!“

Iserlohn, nur mit sechs Feldspielern nach Venetien gereist, ging bis zum Ende volles Risiko und musste diesem Mut dann Tribut zollen. Bis dahin allerdings waren die Sauerländer ihren Gastgebern erneut ebenbürtig, die nach den Erfahrungen des ersten Treffens im Tor auf die Künste von Nationaltorwart Riccardo Gnata setzten. Dies machte schließlich den entscheidenden Unterschied zur Partie vor 14 Tagen aus.

Denn Iserlohn erspielte sich wieder eine Reihe an guten Chancen, von denen Hexer Gnata jedoch viele im letzten Moment noch von der Linie wischte. Vor allem dessen Paraden zwischen der 40. und 44. Minute waren spielentscheidend, verhinderte er damit doch einen fatalen Rückstand. Auf der Gegenseite stand ERG-Torwart Patrick Glowka dem Italiener aber in nichts nach, auch hier verzweifelten die Angreifer immer wieder an den Reflexen des Schlussmannes.

Und so war die Partie zur Pause völlig offen. Gaston de Oro hatte die Gastgeber zwar in Vorlage gebracht (12.), doch Carlos Nunez hatte schnell wieder für den Gleichstand gesorgt (17.). Auch nach dem Seitenwechsel war es ein rasanter, überaus sehenswerter Schlagabtausch, in der wiederum Gaston de Oro Breganze einen Vorteil verschaffte (28.). Diese Führung hielt zwar etwas länger, doch die leidenschaftlich dagegen haltenden Iserlohner belohnten sich schließlich mit dem erneuten Ausgleich, als Sergio Pereira druckvoll abzog (39.).

Dieses Remis wäre den Leistungen auf beiden Seiten durchaus gerecht geworden, doch es war auch abzusehen, dass den Iserlohnern durch ihre personelle Notlage langsam die Kraft ausging. Und als Gaston den Oro (44.) und Mattia Coco (45.) im Doppelpack trafen, was die ERGI zu vollem Risiko zwange, war der Weg für Breganze frei. Dass in den Schlusssekunden jedoch noch drei weitere Tore durch Giulio Cocco (49.), Gaston de Oro (50.) und Gerard Teixido (50.) fielen, wurde der starken Leistung des deutschen Meisters nicht gerecht.

ASD Hockey Breganze: R. Gnata, A. Zanin; G. De Oro (4), G. Teixido (1), M. Cocco (1), A. Borja, G. Cocco (1), F. Compagno, F. Dal Santo, A. Zanazzo.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, S. Pereira (1), A. Costa, J. Fonseca.

Schiedsrichter: R. Eggimann / J. Schneider (CH).

Torfolge: 1:0 (12.) G. De Oro, 1:1 (17.) C. Nunez, 2:1 (28.) G. De Oro, 2:2 (39.) S. Pereira, 3:2 (44.) G. De Oro, 4:2 (45.) M. Cocco, 5:2 (49.) G. Cocco, 6:2 (49.) G. De Oro, 7:2 (50.) G. Teixido.

Zeitstrafen: Breganze 0 min - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Breganze 9 – Iserlohn 7.

Die übrigen Spielergebnisse:
FC Barcelona - FC Porto 1:2

Tabelle der Gruppe A nach dem 4. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
FC Porto
4
4
0
0

26:3

+23
12
2.
FC Barcelona
4
2
0
2

21:6

+15
6
3.
Hockey Breganze
4
1
1
2

16:15

+1
4
4.
ERG Iserlohn
4
0
1
3
10:49
-39
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

6. Dezember 2015

 

Sieg über Darmstadt beschließt perfektes Wochenende

1. Bundesliga, 10. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Darmstadt 4:1 (2:0)

Von einer einfachen Aufgabe war ERGI-Trainer Jens Behrendt zu keinem Zeitpunkt ausgegangen. Deshalb war für ihn der Erfolg am Ende auch wichtiger als der wiederholte Hinweis darauf, dass dieser bei besserer Chancenverwertung schon früher in trockenen Tüchern hätte sein können. „Ich bin mit der Leistung zufrieden“, zog er folglich auch ein knappes Fazit unter das 6-Punkte-Wochenende - und richtete seinen Blick bereits auf die anstehende Reise nach Breganze.

Den Iserlohnern war nicht anzumerken, dass sie am Vortag einen harten Tag hatten, und legten mit hohem Tempo los. Andre Costa schloss gleich einen der ersten Versuche zum 1:0 ab (2.), weitere Hochkaräter folgten im 10-Sekunden-Takt. So war RSC-Trainer Hugo Gaidao schon in der 4. Minute gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, die den ERG-Sturmlauf aber nur kurzfristig unterbrach.

Einziges Manko bei den Sauerländern: Sie brachten die Kugel selbst aus bester Position nicht mehr an Darmstadts Schlussmann Philipp Leyer vorbei. Allerdings war der Druck so groß, dass die Hessen sich kaum aus der Umklammerung befreien konnten und schließlich in Unterzahl das 2:0 durch Jorge Fonseca hinnehmen mussten, als Max Hack auf der Strafbank saß (12.).

Danach nahmen die Hausherren etwas das Tempo heraus, mussten aber nie ernsthaft befürchten, in Gefahr zu geraten. Zwar setzte der RSC nun mehr Nadelstiche, doch Patrick Glowka war der gewohnt sichere Rückhalt. Umso überraschender war das 1:2 von Alexandre Andrade Mitte des zweiten Durchgangs, womit die Iserlohner zugleich die Quittung für ihre vorangegangene fahrlässige Chancenverwertung erhielt (34.). Kurz darauf fehlte bei einem Schuss von Felix Bender nur eine Winzigkeit zum Ausgleich, auch Max Hack und Alexandre Andrade kamen dem Gleichstand sehr nahe.

Der Titelverteidiger reagierte jedoch ganz im Stile eines Meisters, nahm wieder Tempo auf und hatte in Jorge Fonseca den Entscheider auf seiner Seite: Seinen strammen Distanzknaller konnte Philipp Leyer nicht abwehren (43.). Darüber ärgerte sich der RSC-Torwart auch noch mehrere Minuten später und kassierte im Überschwang gleich zwei blaue Karten binnen weniger Sekunden. Sergio Pereira ließ sich die Chance nicht nehmen, vom Punkt gegen den kalten Nicolas Schröter den Sack zuzumachen (47.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, J. Fonseca (2), S. Pereira (1), A. Costa (1).

RSC Darmstadt: P. Leyer (ab 47. N. Schröter); F. Bender, P. Wagner, M. Hack, F. Schröter, M. Behnke, A. Andrade (1).

Schiedsrichter: D. Loewe / P. Thißen.

Torfolge: 1:0 (2.) A. Costa, 2:0 (12./Überzahl) J. Fonseca, 2:1 (34.) A. Andrade, 3:1 (43.) J. Fonseca, 4:1 (47./Direkter) S. Pereira.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Darmstadt 6 min (M. Hack/10. – P. Leyer/47. & 47.).

Teamfouls: Iserlohn 4 – Darmstadt 6.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Cronenberg - RHC Recklinghausen 6:2 (3:2)

Tabelle nach dem 10. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
10
8
1
1

80:28

+52
25
2.
ERG Iserlohn
10
7
1
1
34:15
+19
23
3.
RESG Walsum
9
7
1
1
38:21
+17
22
4.
RSC Darmstadt
9
5
1
3
47:29
+18
16
5.
RSC Cronenberg
9
5
1
3
46:31
+15
16
6.
TuS Düsseldorf-Nord
8
4
1
3
45:36
+9
15
7.
IGR Remscheid
9
3
0
6
45:51
-6
9
8.
SCB Calenberg
8
3
0
5
40:60
-20
9
9.
HSV Krefeld
9
2
0
7
29:62
-33
6
10.
RHC Recklinghausen
9
1
0
8
36:66
-30
3
11. Valkenswaardse RC 8 1 0 7 17:55 -38 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

5. Dezember 2015

 

Patrik Glowka war Iserlohns Lebensversicherung

1. Bundesliga, 9. Spiel: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 3:0 (0:0)

Jens Behrendt wirkte nicht unzufrieden, wusste aber auch genau, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Patrick Glowka war heute unsere Lebensversicherung!“ Vor allem im ersten Durchgang war es der Nationaltorwart quasi im Alleingang, der einen Rückstand verhinderte. Dass Remscheid überhaupt in diese Chance kam, lag an deren cleverer taktischer Ausrichtung, vor dem Tor eine Raute aufzustellen. Damit kommen wir im Moment gar nicht klar“, so der ERGI-Trainer, der zugleich ahnt, mit diesem Problem in der Liga noch öfter konfrontiert zu werden.

Die Iserlohner Minimalisten (erst 0 Tore in neun Spielen!) fanden lange Zeit kein Mittel gegen die clever in der Abwehr stehenden Gäste, die mit Moritz Kreidewolf zudem einen sicheren Rückhalt hatten. Zudem erarbeiteten sich Yannick Lukassen, Yannick Peinke und Daniel Strieder bei Kontern eine hochkarätige Chance nach der anderen, konnten den ERG-Tausendsassa Patrick Glowka aber nicht überwinden. Die größte Chance zur Führung vergab Daniel Strieder nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca, als er vom Punkt nur den Pfosten traf (6.).

Und der Meister? Der hatte ebenfalls vom Punkt eine Möglichkeit, nachdem auch Fabian Selbach „Blau“ gesehen hatte, doch Andre Costa setzte die Kugel neben das Tor (8.). Ansonsten waren wirklich gute Chancen Mangelware.

Nach der Pause kamen die Iserlohner jedoch zielstrebiger zurück aus den Kabinen. So konnte Sergio Pereira nur per Foul gebremst werden, was Fabian Selbach seine zweite Zeitstrafe einbrachte und Iserlohn einen weiteren Strafstoß. Den parierte Moritz Kreidewolf zunächst auch, doch im Nachschuss war Sergio Pereira dann doch erfolgreich (27.).

Die Remscheider steckten jedoch nicht auf, blieben ihrer taktischen Marschroute treu und hätten sich durchaus mit dem Ausgleich belohnen können: Sowohl Yannik Lukassen (31. - „Blau“ für Sergio Pereira) als auch Yannick Peinke (36. - 10. ERG-Teamfoul) konnten ihre Strafstöße aber nicht verwerten.

Auf der Gegenseite war Andre Costa zwar ebenfalls nicht treffsicherer (37./10. IGR-Teamfoul), erkämpfte sich aber den Abpraller und bediente Carlos Nunez, der zum 2:0 einlupfte (37.). Remscheid setzte danach noch einmal alles auf eine Karte, fand aber weiterhin seinen Meister in Patrick Glowka, während Sergio Pereira fünf Minuten vor dem Ende mit einem wuchtigen Querschuss zum 3:0 traf (45.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (2), A. Costa.

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, M. Wienberg; F. Selbach, L. Kuhn, Y. Peinke, Y. Lukassen, D. Strieder, M. Pieper.

Schiedsrichter: M. Brosien / S. Goldhausen.

Torfolge: 1:0 (27.) S. Pereira, 2:0 (37.) C. Nunez, 3:0 (45.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (J. Fonseca/6. – S. Pereira/31.) - Remscheid 6 min (F. Selbach/6. & 27. – Y. Peinke/39.).

Teamfouls: Iserlohn 13 – Remscheid 12.

Die übrigen Spielergebnisse:
RESG Waslum - TuS Düsseldorf-Nord 3:2 (1:1)
RHC Recklinghausen - SKG Herringen 5:13 (3:6)
HSV Krefeld - RSC Darmstadt 0:5 (0:1)
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 2:4 (1:2)
SKG Herringen - Valkenswaardse RC 12:0 (5:0)
RSC Cronenberg - RESG Walsum 2:3 (1:2)
RHC Recklinghausen - HSV Krefeld 7:3 (4:0)
SCB Calenberg - RSC Darmstadt 5:10 (1:5)

Tabelle nach dem 10. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
10
8
1
1

80:28

+52
25
2.
RESG Walsum
9
7
1
1
38:21
+17
22
3.
ERG Iserlohn
9
6
2
1
30:14
+16
20
4.
RSC Darmstadt
9
5
1
3
47:29
+18
16
5.
TuS Düsseldorf-Nord
9
5
0
4
45:36
+9
15
6.
RSC Cronenberg
8
4
1
3
40:29
+11
13
7.
IGR Remscheid
9
3
0
6
45:51
-6
9
8.
SCB Calenberg
8
3
0
5
40:60
-20
9
9.
HSV Krefeld
9
2
0
7
29:62
-33
6
10.
RHC Recklinghausen
8
1
0
7
34:60
-26
3
11. Valkenswaardse RC 8 1 0 7 17:55 -38 3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

28. November 2015

 

Ein Wimpernschlag fehlte zum ganz großen Erfolg

European League - Gruppe A, 3. Spiel:
ERG Iserlohn - ASD Hockey Breganze 6:6 (5:3)

Wie der Phönix aus der Asche erstand der deutsche Meister ERG Iserlohn in der European League nach zwei desaströsen Auftritten wieder auf und stand gegen Hockey Breganze lange Zeit sogar vor einem Sieg. „Wir können mit dem Punkt aber auch vollauf zufrieden sein, denn es war eine fantastische Leistung“, zollte ERG-Trainer Jens Behrendt seinem Team nach dem 6:6 ein dickes Lob.


Gaston De Oro hätte der ERGI die Suppe noch versalzen können, doch im Direkten-Duell behielt
Patrick Glowka die Nerven - und den Punkt fest. (Foto: Tim Graumann)

Nach den bisherigen Auftritten konnte es für den deutschen Meister im Grunde nichts mehr schlechter werden, also machten die Iserlohner vor 300 Zuschauern - darunter auch eine zehnköpfige BVB-Fangruppe aus dem schweizerischen Vordemwald - an aus dem Mut eine Tugend und versuchten aus einer sehr kompakten Abwehr heraus Akzente zu setzen. Dass Nationaltorwart Patrick Glowka wieder zwischen den Pfosten hockte, verlieh zusätzliche Sicherheit.

Das erste Tor gelang zwar Breganze, doch der Schläger von Gerard Teixido war dabei ziemlich hoch – der Treffer sorgte folglich für kräftiges Bauchgrummeln bei den Iserlohnern (8.). Der Rückstand verlangte somit nach einer klaren Antwort: Gegenschlag. Für den zeichnete Andre Costa in beeindruckender Manier verantwortlich. Zuerst schlenzte er die Kugel gekonnt in den Winkel (9.), dann legte er ein atemberaubendes Solo vom eigenen Tor beginnend zum 2:1 hin (10.).

Sehr lange konnten sich die Sauerländer über die Führung jedoch nicht freuen, bereits eine weitere Minute später hatte Alvaro Borja den Spielstand wieder ausgeglichen. Aber die Hausherren waren nun im Spiel, zeigten den nötigen Biss und waren über weite Strecken die klar dominierende Mannschaft, die zusätzlichen Rückenwind durch ihre lautstarken Fans erhielt.

Dies änderte sich auch nach dem erneuten Rückstand durch Gerard Teixido nicht (17.), vornehmlich spielte sich das Geschehen vor Breganzes Tor ab. Und dabei rückte immer mehr Carlos Nunez in den Fokus: Erst holte er einen Penalty heraus, den Sergio Pereira souverän zum 3:3 verwandelte (18.), dann schloss er einen Bilderbuch-Konter nach Doppelpass mit Andre Costa ab (22.) und erhöhte mit einem abgefälschten Pereira-Schuss noch vor der Pause auf 5:3.

Die Azzurri staunten nicht schlecht, zumal sie auf dem Feld nur reagieren konnten und kaum eigene Akzente zu setzen vermochten. Und Patrick Glowka im ERG-Tor ließ sich mit keiner noch so raffinierten Finte der Italiener überlisten. So hielt die Führung der Iserlohner bis weit in die Mitte des zweiten Durchgangs, wobei Jorge Fonseca (27.) und Carlos Nunez (31.) das halbe Dutzend hätten vollmachen können. Per Penalty konnte Gaston De Oro schließlich den Abstand verkürzen (38.), nachdem bis dahin kein italienischer Angriff auch nur in die Nähe des ERG-Tores geführt hatte. Allerdings nur für wenige Sekunden, denn bereits der Gegenzug brachte auch den Iserlohnern einen Strafstoß ein, erneut war Sergio Pereira ein sicherer Schütze – 6:4.

Breganzes Toptorjäger Gaston de Oro schaffte es jedoch seinerseits wieder, bei der folgenden Attacke einen perfekten Schuss abzusetzen, der via Innenpfosten seinen Weg ins Iserlohner Tor fand (39.). Zwar hatten die Iserlohner auch darauf eine Antwort parat, doch weder Andre Costa (40.) noch Jorge Fonseca (42.) gelang es, den Vorsprung wieder auf zwei Tore zu erweitern. Die Quittung folgte sechs Minuten vor dem Abpfiff, als Giulio Cocco aus dem Gewühl heraus zum 6:6 traf.

Damit wurde es nun erst so richtig dramatisch, denn in der restlichen Spielzeit wollten beide Teams den Sieg. Vom Punkt verpassten Andre Costa (10. ASD-Teamfoul/46.) und Gaston de Oro (Penalty/47.) in kurzer Folge den gegnerischen K. o., doch auch aus dem Spiel heraus gab es hüben wie drüben noch eine ganze Reihe an hochkarätigen Einschussmöglichkeiten, teilweise im Sekundentakt. Die letzte Großchance vergab der mutterseelenallein stehende Andre Costa neun Sekunden vor dem Ende, als ASD-Schlussmann Alberto Zanin soeben noch den Fuß an den Ball brachte.

„Ein Sieg wäre heute sicherlich die perfekte Belohnung gewesen, denn es war ein perfektes Spiel. Wenn etwas fehlte, war es am Ende vielleicht ein wenig mehr Cleverness. Aber das Remis ist ebenfalls eine tolle Sache, die uns Schwung für die kommenden Aufgaben gibt“, ließ Jens Behrendt das Spiel noch einmal Revue passieren.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez (2), N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, S. Pereira (2), A. Costa (2), J. Fonseca.

ASD Hockey Breganze: A. Zanin, R. Gnata; G. De Oro (2), G. Teixido (2), M. Cocco, A. Borja (1), G. Cocco (1), F. Compagno, M. Ponzo.

Schiedsrichter: J. Vieira / R. Leao (P).

Torfolge: 0:1 (8.) G. Teixido, 1:1 (9.) A. Costa, 2:1 (10.) A. Costa, 2:2 (11.) A. Borja, 2:3 (17.) G. Teixido, 3:3 (19./Penalty) S. Pereira, 4:3 (22.) C. Nunez, 5:3 (25.) C. Nunez, 5:4 (38./Penalty) G. De Oro, 6:4 (39./Penalty) S. Pereira, 6:5 (39.) G. De Oro, 6:6 (44.) G. Cocco.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Breganze 2 min (G. Teixido/50.).

Teamfouls: Iserlohn 8 – Breganze 11.

Die übrigen Spielergebnisse:
FC Porto - FC Barcelona 1:0

Tabelle der Gruppe A nach dem 3. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
FC Porto
3
3
0
0

24:2

+22
9
2.
FC Barcelona
3
2
0
1

20:4

+16
6
3.
Hockey Breganze
3
0
1
2

9:13

-4
1
4.
ERG Iserlohn
3
0
1
2
8:42
-34
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

21. November 2015

 

Meister lässt sich von U20-Auswahl düpieren

1. Bundesliga, 8. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 3:3 (1:3)

Jens Behrendt war stinksauer nach dem Abpfiff. „Wir spielen 50 Minuten lang gegen einen Viererblock, ohne ein Mittel zu finden. Und das gegen eine U20-Auswahl!“, polterte der ERG-Trainer gegen die Ideenlosigkeit seiner Mannschaft, die trotz personellem Engpass immerhin mit vier aktuellen Nationalspielern antrat. Schließlich schoss er seine Kritik: „Das ist für mich eine gefühlte Niederlage ...“

Mit großer Cleverness und perfekter Taktik düpierte der RSC Cronenberg den zwar dezimierten, aber mit immerhin vier Nationalspielern angetretenen Meister aus Iserlohn, der bis wenige Minuten vor dem Ende noch wie der sichere Sieger aussah.

Schon der Start ging an die eigentlich nur eine verstärkte U20-Auswahl aufbietenden Löwen, denn Kay Hövelmann erzielte nach nicht einmal vier Minuten das 1:0. Doch lange konnten sich die Cronenberger auf diesem kleinen Polster nicht ausruhen. Die Iserlohner krempelten die Ärmel hoch, kämpften sich in die Begegnung und glichen schließlich durch Kai Milewski aus (9.).

Dieses Zwischenresultat hatte dann zwar länger Bestand, doch der Meister erarbeitete sich immer mehr Feldanteile. Einzig mit der 4er-Raute der RSC-Abwehr hatten die Sauerländer ihre Probleme, fanden partout keinen Ansatzpunkt. Und die wenigen Chancen, die sich boten, wurden dann auch noch fahrlässig liegen gelassen. Erst per Penalty kamen die Gäste zur Führung, Sergio Pereira vollstreckte souverän (17.).

Als kurz vor der Pause Nils Hilbertz zum 3:1 traf, schien die Richtung der Begegnung vorgegeben. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Iserlohner alles fest im Griff, Cronenberg war maßgeblich mit Defensivarbeiten beschäftigt. Doch der Titelverteidiger versäumte es, den Sack zuzumachen. Chancen dazu gab es im halben Dutzend, insbesondere in der Phase nach Wiederanpfiff, wo auch der Direkte nach 10. RSC-Teamfoul ungenutzt blieb (28.).

Und die mangelhafte Chancenverwertung sollte sich rächen: Sechs Minuten vor dem Abpfiff zog Jan Vester einfach mal ab und traf zum 2:3 in die ERG-Maschen (44.). Nun plötzlich drehte sich das Kräfteverhältnis. Iserlohn antwortet mit blindem Anrennen, die Gastgeber dagegen bewahrten kühlen Kopf – und kamen immer wieder zu guten Chancen. So war das 3:3 durch Adrian Börkei die logische Konsequenz (46.). Und mit etwas mehr Glück wäre sogar fast noch der Siegtreffer gelungen.

RSC Cronenberg: E. Soriano, A. Modrzewski; M. Bernadowitz, J. Vester (1), K. Hövelmann (1), K. Riedel, L. Seidler, L. Friese, Ad. Börkei (1), Aa. Börkei.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz (1), K. Milewski (1), S. Pereira (1), T. Fischer, A. Costa.

Schiedsrichter: T. Ullrich / S. Goldhausen.

Torfolge: 1:0 (4.) K. Hövelmann, 1:1 (9.) K. Milewski, 1:2 (17./Penalty) S. Pereira, 1:3 (21.) N. Hilbertz, 2:3 (44.) J. Vester, 3:3 (46.) Ad. Börkei.

Zeitstrafen: Cronenberg 0 min - Iserlohn 2 min (A. Costa/23.).

Teamfouls: Cronenberg 13 – Iserlohn 8.

Die übrigen Spielergebnisse:
RESG Waslum - IGR Remscheid 5:2 (3:1)
RSC Darmstadt - SKG Herringen 4:7 (0:3)
HSV Krefeld - SCB Calenberg 2:7 (0:4)
RHC Recklinghausen - Valkenswaardse RC 4:6 (2:3)

Tabelle nach dem 8. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
8
6
1
1

55:23

+32
19
2.
ERG Iserlohn
8
5
2
1
27:14
+13
17
3.
RESG Walsum
7
5
1
1
32:17
+15
16
4.
TuS Düsseldorf-Nord
7
5
0
2
41:29
+12
15
5.
RSC Croneberg
6
3
1
2
34:24
+10
10
6.
RSC Damrstadt
7
3
1
3
32:24
+8
10
7.
IGR Remscheid
8
3
0
5
45:48
-3
9
8.
SCB Calenberg
7
3
0
4
35:50
-15
9
9.
HSV Krefeld
7
2
0
5
26:50
-24
6
10.
Valkenswaardse RC
7
1
0
6
17:43
-26
3
11. RHC Recklinghausen 6 0 0 6 22:44 -22 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

15. November 2015

 

Rote Teufel nutzen die Gunst der Stunde

1. Bundesliga, 7. Spiel: ERG Iserlohn - RESG Walsum 1:4 (0:3)

„Wir müssen unsere Chancen einfach besser nutzen!“, hatte ERGI-Coach Jens Behrendt noch am Vortag moniert. Doch auch gegen Walsum wurde dieses Manko nicht behoben, was letztlich zur ersten Saisonniederlage des Titelverteidigers führte. Dem steckte allerdings auch eine schwere Partie in den Knochen, während die RESG Walsum am Samstag spielfrei war und somit ausgeruht an den Hemberg gekommen war.

Wie schwer die Beine der Iserlohner waren, wurde schnell ersichtlich: Die Gäste hatten ausreichend Platz, ihr Spiel zu gestalten, und in der Abwehr nicht viel Mühe, die wenig schwungvollen Iserlohner Angriffe zu stoppen. Dazu hatten die roten Teufel auch das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite, als Xavier Berruezo aus spitzem Winkel abzog und die Kugel Patrick Glowka durchflutschte (5.).

Die Führung beflügelte die Walsumer noch zusätzlich, Iserlohn dagegen wirkte ratlos. Zwar gingen in der Folge die besten Szenen auf das Konto von Sergio Pereira (6.) und Andre Costa (11.), die in RESG-Keeper Tobias Wahlen jedoch ihren Meister fanden. Auf der Gegenseite war auch der zweite Schuss des Rekordmeisters ein Treffer, Javier Jimenez hatte mit Wucht abgezogen (12.).

Danach zogen sich die Walsumer immer tiefer in die eigene Hälfte zurück und überließen Iserlohn die Initiative – wohl wissend, dass den Hausherren der nötige Elan fehlte. Und so verpufften viele ERGI-Angriffe auch im Nichts. Jorge Fonseca (14.) und Nils Hilbertz (17.) kamen zwar durch, aber nicht an Tobias Wahlen vorbei. Dann kam auch noch Pech dazu, als Andre Costa bei einem Abwehrversuch den Ball Pedro Queiros direkt auf dem Schläger präsentierte – 3:0 (22.).

Dass es nicht der Tag des Titelverteidigers war, war spätestens klar, als Timon Henke sich den Ball zum Penalty zurechtlegte, diesen dann aber genau auf den RESG-Schlussmann donnerte (24.). Zu allem Überfluss prallte der Iserlohner beim Versuch, den zweiten Ball zu holen, so unglücklich mit Felipe Sturla zusammen, dass er mit Verdacht auf einer Bänderverletzung im Knie ins Krankenhaus musste.

Kurz nach Wiederbeginn schien sich das Blatt aber doch noch zu wenden, nachdem Sergio Pereira mit einem weiteren Strafstoß umgehend das 1:3 gelungen war (26.). Eine Minute später trat der Iserlohner erneut an den Punkt, traf nun aber nur den Pfosten.

Iserlohn zeigte sich nun aber wacher, drängte Walsum in Defensive, ohne jedoch die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. Und dann hockte da ja auch noch Tobias Wahlen zwischen den Pfosten, der die wenigen zwingenden Chancen von Andre Costa (28.) und Sergio Pereira (31.) zunichtemachte. Schließlich parierte er auch noch einen Direkten von Andre Costa nach 10. Teamfoul (36.), womit Iserlohn die letzte Großchance auf eine spannende Schlussphase vergab.

RESG-Coach Günter Szalek hatte längst erkannt, dass „die Uhr für uns läuft“ und mahnte seine Mannen zu Geduld. Der Moment zum K.o. kam schließlich fünf Minuten vor dem Ende und war Felipe Sturla überlassen, der mit einem Zaubertor zum 4:1 die Entscheidung herbeiführte.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; C. Berg, T. Martins-Antao, C. Nusch, P. Queiros (1), F. Sturla (1), X. Berruezo (1), J. Jimenez (1).

Schiedsrichter: B. Ullrich / M. Wittig.

Torfolge: 0:1 (5.) X. Berruezo, 0:2 (12.) J. Jimenez, 0:3 (22.) P. Queiros, 1:3 (27./Penalty) S. Pereira, 1:4 (45.) F. Sturla.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Walsum 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 8 – Walsum 12.

Die übrigen Spielergebnisse:
IGR Remscheid - TuS Düssedlorf-Nord 7:8 (3:2)

Tabelle nach dem 7. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
7
5
1
1

48:19

+29
16
2.
ERG Iserlohn
7
5
1
1
24:11
+13
16
3.
TuS Düsseldorf-Nord
7
5
0
2
41:29
+12
15
4.
RESG Walsum
6
4
1
1
27:15
+12
13
5.
RSC Darmstadt
6
3
1
2
28:17
+11
10
6.
RSC Cronenberg
5
3
0
2
31:21
+10
9
7.
IGR Remscheid
7
3
0
4
43:43
0
9
8.
HSV Krefeld
6
2
0
4
24:43
-19
6
9.
SCB Calenberg
6
2
0
4
28:48
-20
6
10.
RHC Recklinghausen
5
0
0
5
18:38
-20
0
11. Valkenswaardse RC 6 0 0 6 11:39 -28 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

14. November 2015

 

Der Meister hatte im Endspurt den längeren Atem

1. Bundesliga, 6. Spiel: ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord 5:0 (0:0)

Ein klarer Erfolg im Duell mit dem Verfolger, noch dazu stand hinten die Null. Eigentlich hatte ERGI-Trainer Jens Behrend allen Grund zur Zufriedenheit. Doch Trainer ticken anders, sehen stets das Haar in der Suppe. Und die brachte Behrendt umgehend auf den Punkt: „Wir müssen unsere Chancen einfach besser nutzen!“ Denn die Klarheit des Sieges kam erst im Endspurt zustande, obwohl es zuvor Möglichkeiten zuhauf gegeben hatte, früher den Deckel drauf zu machen.

0:0 hieß es zur Pause, was hüben wie drüben nicht ganz nachzuvollziehen war, denn Chancen hatte es in den ersten 25 Minuten für beide Teams durchaus gegeben. Doch die Torhüter Patrick Glowka und Jan Kutscha – beide im Sommer für die Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich erfolgreich – demonstrierten ihre Klasse und sorgten zum Pausentee für eine Nullnummer.

So war es durchaus überraschend, dass das 1:0 nach Wiederbeginn dann doch sehr schnell fiel. Kai Milewski hatte einen seiner unnachahmlichen Sololäufe initiiert und eiskalt abgeschlossen (29.). Nun mussten die TuSler, bis dahin erfolgreich in kompakter Abwehr auf Konter lauernd, mehr für die eigene Offensive tun, was dem Spiel noch mehr Spannung verlieh. Doch Patrick Glowka im EG-Tor war an diesem Tag durch keine noch pfiffige Finte zu überlisten und hielt somit den knappen Vorsprung fest.

Auf der Gegenseite stand Jan Kutscha seinem Iserlohner Torwartkollegen in nichts nach, sodass auch dort der Spieltand in Beton gemeißelt war. Allerdings ging seinen Vorderleuten langsam die Puste aus, was die Fehlerzahl erhöhte – und davon profitierten die Sauerländer letztlich in Form von Strafstößen. Per Penalty sorgte Andre Costa für das 2:0 (43.), vom etwas weiter hinten gelegenen Direkten-Punkt erhöhte er dann kurz darauf auf 3.0 (47./10. TuS-Teamfoul) und machte in Überzahl – Daniel Kutscha hatte „Blau“ gesehen (48.) – schließlich alles klar (49.). Für den Schlusspunkt sorgte Sergio Pereira (50.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; N. Hilbertz, K. Milewski (1), C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa (3).

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, L. Scheulen, A. Beckmann, T. Paczia, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha, A. Paczia.

Schiedsrichter: S. Dahlbock/ T. Flössel.

Torfolge: 1:0 (29.) K. Milewski, 2:0 (43./Penalty) A. Costa, 3:0 (47./Direkter) A. Costa, 4:0 (49./Überzahl) A. Costa, 5:0 (50.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Düsseldorf 2 min (D. Kutscha/48.).

Teamfouls: Iserlohn 8 – Düsseldorf 10.

Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - HSV Krefeld 15:4 (8:1)
SCB Calendorf - RHC Recklinghausen 8:6 (1:4)
IGR Remscheid - RSC Cronenberg 7:2 (2:2)
Valkenswaardse RC - RSC Darmstadt 0:7 (0:4)
       
RSC Darmstadt - RHC Recklinghausen 9:3 (3:0)
SKG Herringen - SCB Calenberg 4:7 (2:3)
HSV Krefeld - Valkenswaardse RC 7:2 (1:1)
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg abgebr.
Valkenswaardse RC - RSC Cronenberg 3:12 (2:8)
       
RESG Walsum - RSC Darmstadt 2:2 (0:0)
TuS Düsseldorf-Nord - HSV Krefeld 12:3 (4:1)
IGR Remscheid   SCB Calenberg 17:5 (9:2)

Tabelle nach dem 7. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
7
5
1
1

48:19

+29
16
2.
ERG Iserlohn
6
5
1
0
23:7
+16
16
3.
TuS Düsseldorf-Nord
6
4
0
2
33:22
+11
12
4.
RSC Darmstadt
6
3
1
2
28:17
+11
10
5.
RESG Walsum
5
3
1
1
23:14
+9
10
6.
RSC Cronenberg
5
3
0
2
31:21
+10
9
7.
IGR Remscheid
6
3
0
3
36:35
+1
9
8.
HSV Krefeld
6
2
0
4
24:43
-19
6
9.
SCB Calenberg
6
2
0
4
28:48
-20
6
10.
RHC Recklinghausen
5
0
0
5
18:38
-20
0
11. Valkenswaardse RC 6 0 0 6 11:39 -28 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

7. November 2015

 

Auch gegen Barcelona gab es eine Lehrstunde

European League - Gruppe A, 2. Spiel: ERG Iserlohn - FC Barcelona 1:15 (0:7)

Auch im zweiten Spiel in der European League erhielt der deutsche Meister ERG Iserlohn eine Lehrstunde in Sachen Rollhockey: Der FC Barcelona, Rekordsieger und Titelverteidiger dieses Wettbewerbes, ließ sich nicht bremsen und schenkte den Sauerländern gleich 15-mal ein. So schlecht waren die Iserlohner noch in keine Euroliga-Saison gestartet …

Wie kleine Schuljungen müssen sich die Iserlohner gefühlt haben, die von ihren mit allen Wassern gewaschenen Gästen aus Katalonien regelrecht überrollt wurden. Schon nach zehn Minuten hatte es dreimal im ERG-Tor geklingelt, Marc Gual (1./4.) und Pablo Alvarez (8.) hatten umgehend aufgezeigt, dass Barcelona an diesem Abend kein Pardon kennen würde und jeden noch so kleinen Fehler bestrafen würde. Eduard Lamas und Lucas Ordonez ließen binnen weniger Sekunden zwei weitere Tore folgen (15.), Xavier Barroso machte das halbe Dutzend voll (19.) und kurz vor der Pause gelang Pablo Alvarez noch das 7:0.

Und auch im zweiten Durchgang ließen die Katalanen nicht locker, wohl wissend, dass sie im Zweikampf um den Gruppensieg mit dem FC Porto (gewann 2:1 in Breganze) nachlegen mussten. Also wurde umgehend wieder die Torejagd aufgenommen – mit Erfolg: beinahe jeder Schuss war nun ein Treffer, Sergi Panadero (26./30.) und Pablo Alvarez (27.) machten es bereits nach einer halben Stunde zweistellig.

Danach allerdings war erst einmal etwas Ruhe, auch weil die Iserlohner nun vehement verteidigten. Immerhin fünfzehn Minuten lang konnte so weitere Tore verhindert werden, ja sogar der Ehrentreffer gelang in dieser besten Phase des deutschen Meisters. Andre Costa verwandelte einen von insgesamt drei Strafstößen zum zwischenzeitlichen 1:10 (40.).

In der Schlussphase erhöhte Barcelona indes noch einmal das Tempo und konnte sein Torekonto somit noch einmal kräftig aufstocken: Erst wechselten sich Xavier Barroso (45./47.) und Xavi Costa (46./49.) quasi im Minutentakt ab, ehe der argentinische Weltmeister Lucas Ordonez per Strafstoß (15. ERG-Teamfoul) den 15:1-Endstand besorgte.

ERG Iserlohn: T. Sato, M. Sittler; C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, C. Hegener, S. Pereira,
A. Costa (1), J. Fonseca, T. Henke.

FC Barcelona: S. Fernandez, A. Egurrola; M. Gual (2), S. Panadero (2), P. Alvarez (3), X. Costa (2), L. Ordonez (2), E. Lamas (1), X. Barroso (3), S. Llorca.

Schiedsrichter: X. Jacquart / A. Esoli (F).

Torfolge: 0:1 (1./Penalty) M. Gual, 0:2 (4.) M. Gual, 0:3 (8.) P. Alvarez, 0:4 (15.) E. Lamas, 0:5 (15.) L. Ordonez, 0:6 (19.) X. Barroso, 0:7 (22.) P. Alvarez, 0:8 (26./Penalty) S. Panadero, 0:9 (27.) P. Alvarez, 0:10 (30.) S. Panadero, 1:10 (40.) A. Costa, 1:11 (45.) X. Barroso, 1:12 (46.) X. Costa, 1:13 (47.) X. Barroso, 1:14 (49.) X. Costa, 1:15 (50./Direkter) L. Ordonez .

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Barcelona 2 min (M. Gual/40.).

Teamfouls: Iserlohn 15 – Barcelona 11.

Die übrigen Spielergebnisse:
Hockey Breganze - FC Porto 1:2

Tabelle der Gruppe A nach dem 2. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
FC Porto
2
2
0
0

23:2

+21
6
2.
FC Barcelona
2
2
0
0

20:3

+17
6
3.
Hockey Breganze
2
0
0
2

3:7

-4
0
4.
ERG Iserlohn
2
0
0
2
2:36
-34
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

24. Oktober 2015

 

Porto demontierte den deutschen Meister

European League - Gruppe A, 1. Spiel: FC Porto - ERG Iserlohn 21:1 (7:0)

„Porto hat uns heute klar den Unterschied zwischen Profis und Amateuren vor Augen geführt und uns gnadenlos auseinandergenommen“, brachte ERG-Trainer Jens Behrendt es auf den Punkt: „Das ist heute natürlich sehr enttäuschend und tut uns allen auch sehr weh. Aber die Welt geht davon nicht unter, wir werden unsere Lehren daraus ziehen.“ Die Devise lautet nun ganz klar „Mund abputzen", um sich in 14 Tagen beim Heimspiel gegen den FC Barcelona von einer besseren Seite zu präsentieren.

Dabei hatte es für die Iserlohner gar nicht so schlecht begonnen, Kai Milewski hatte bei einem Lattenkracher sogar das 1:0 vor Augen (2.). Und auch nachdem Goncalo Alves (4./9.) die Portugiesen mit zwei ebenso sehenswerten wie unhaltbaren Treffern mit 2:0 in Vorlage gebracht hatte, lief es beim deutschen Meister noch rund. Sergio Pereira und André Costa erspielten sich zwei tolle Chancen, die Edo Bosch nur mit viel Mühe abwehren konnte. Unter dem Strich waren die Iserlohner in der ersten Viertelstunde durchaus auf Augenhöhe.

Ein von Helder Nunes verwandelter Penalty (15.) markierte den Knackpunkt, zumal Porto binnen weniger Augenblicke durch ein Doppelpack von Alvaro Morais (18./19.) auf 6:0 enteilte. Das siebte Tor gelang auch noch vor der Pause, Rafa traf genau in den Knick (23.). „Sicherlich war es da schon zu hoch, aber bei Porto klappe aber auch wirklich alles. Ich kann keinem meiner Jungs einen Vorwurf machen, die Tore waren aus meiner Sicht absolut unhaltbar, passten alle genau neben das Gestänge.“

Dabei hatten die Drachen noch gar nicht Vollgas gegeben, wie sich zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigte. Alvaro Morais schob gleich in den ersten Sekunden das 8:0 nach, danach war praktisch jeder Schuss ein Treffer: Vitor Hugo (27./32.), Helder Nunes (28.) und Reinaldo Garcia (31./36.) schraubten das Resultat in zweistellige Höhen. „Damit lag unsere Moral völlig am Boden“, konstatierte Jens Behrendt, der machtlos mit ansehen musste, wie Porto die Demontage der Iserlohner gnadenlos und überaus effizient fortsetzte, um sich für den Zweikampf um den Gruppensieg mit dem FC Barcelona ein gehöriges Polster zu verschaffen. Dass André Costa per Direktem zumindest den Ehrentreffer für den deutschen Meister markierte (14:1/37.), war letztlich nur ein schwacher Trost.

FC Porto: E. Bosch, N. Felipe; T. Pinto (1), R. Garcia (3), J. Silva (2), G. Alves (4), Rafa (1), H. Nunes (2), V. Hugo (3), A. Morais (5).

ERG Iserlohn: T. Sato (ab 26. M. Sittler); C. Nunez, K. Milewski, S. Pereira, A. Costa (1), N. Hilbertz, J. Fonseca, T. Henke.

Schiedsrichter: A. Lopez / I. Gonzalez (E).

Torfolge: 1:0 (4.) G. Alves, 2:0 (9.) G. Alves, 3:0 (15./Penalty) H. Nunes, 4:0 (16.) V. Hugo, 5:0 (18.) A. Morais, 6:0 (19.) A. Morais, 7:0 (23.) Rafa, 8:0 (26.) A. Morais, 9:0 (27.) V. Hugo, 10:0 (28.) H. Nunes, 11:0 (31.) R. Garcia, 12:0 (32.) V. Hugo, 13:0 (33./Penalty) R. Garcia, 14:0 (36.) R. Garcia, 14:1 (37./Direkter) A. Costa, 15:1 (38.) J. Silva, 16:1 (39.) J. Silva, 17:1 (39.) T. Pinto, 18:1 (40.) G. Alves, 19:1 (43./Überzahl) A. Morais, 20:1 (44.) G. Alves, 21:1 (50./Direkter) A. Morais.

Zeitstrafen: Porto 0 min - Iserlohn 2 min (K. Milewski/42.).

Teamfouls: Porto 12 – Iserlohn 10.

Die übrigen Spielergebnisse:
FC Barcelona - Hockey Breganze 5:2

Tabelle der Gruppe A nach dem 1. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
FC Porto
1
1
0
0

21:1

+20
3
2.
FC Barcelona
1
1
0
0

5:2

+3
3
3.
Hockey Breganze
1
0
0
1

2:5

-3
0
4.
ERG Iserlohn
1
0
0
1
1:21
-20
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

17. Oktober 2015

 

Jens Behrendt: „An Chancenverwertung müssen wir arbeiten!“

1. Bundesliga, 5. Spiel: HSV Krefeld - ERG Iserlohn 1:4 (0:2)

Das Positive: Der Meister bleibt ungeschlagen. Das große aber: Die Chancenverwertung in Krefeld war einmal mehr bestenfalls mau. „Dabei müssen wir einfach besser werden, daran gilt es nun zu arbeiten“, hatte ERGI-Trainer Jens Behrendt auch maßgeblich diesen Aspekt der Partie in Krefeld im Fokus: „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir hier verlieren werden.“

Die beste Phase hatte der deutsche Meister in den ersten 15 Minuten. „Das war wirklich schon sehr gut“, befand Jens Behrendt, der auch mit der Torausbeute in dieser Phase noch zufrieden war. Ausgerechnet Nils Hilbertz hatte an seiner alten Wirkungsstätte das 1:0 der Sauerländer markiert (5.), noch einmal solange brauchte Kai Milewski für das zweite ERGI- Tor.

Danach war es mit der Treffsicherheit der Waldstädter aber nicht mehr so gut bestellt, wobei der HSV mit Marcel Hass auch einen guten Mann zwischen den Pfosten hatte. „Zwei, drei Sachen hat der wirklich gut pariert. Aber bei 15 sehr guten Chancen darf es zur Pause ruhig schon 4:0 oder mehr stehen“, registrierte der Iserlohner Coach einmal mehr eine unzureichende Chancenverwertung.

Auch die zweite Hälfte brachte keine Besserung, ganz im Gegenteil. Das Tempo wurde viel zu früh herausgenommen, wodurch die jungen Krefelder angesichts der nachlassenden gegnerischen Intensität wieder Morgenluft witterten. Zumal Frederik Görtz prompt der Anschluss gelang (37.). Die HSV-Hoffnungen währten aber nur wenige Minute und wurden just von Nils Hilbertz zerstört: 3:1 (43.). Den Deckel drauf machte Carlos Nuñez allerdings erst in der 50. Minute.

Zumal Troy Sato, der zur Pause ins ERGI-Tor rückte und damit seine Premiere für die Iserlohner feierte, seinen Kasten ansonsten souverän Verlauf sauber hielt. „Er hat wirklich gute Arbeit gezeigt“, lobte dann auch der Trainer den US-Amerikaner - und sah dabei auch darüber hinweg, dass dieser es fast schon früher noch einmal spannend gemacht hätte. In der 31. Minute gab es für den ERGI-Torwart den blauen Karton, sodass Patrick Glowka (der zur Pause ja eigentlich schon Dienstschluss hatte) noch einmal für einige Minuten zwischen die Pfosten musste, um den Hülser Strafstoß abzuwehren (31.).

HSV Krefeld: M. Hass, D. Heulmanns; L. Schüren, M. Hendricks, F. Görtz (1), D. Quabeck, M. Meurer, P. Greiffenstein, D. Hausch, N. Kluschewski.

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab 26. T. Sato); C. Nuñez (1), N. Hilbertz (2), K. Milewski (1), S. Glowka,
J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke, A. Costa.

Schiedsrichter: L. Nawratil / A. Richter.

Torfolge: 0:1 (5.) N. Hilbertz, 0:2 (10.) K. Milewski, 1:2 (37.) F. Görtz, 1:3 (43.) N. Hilbertz, 0:3 (50.) C. Nunez.

Zeitstrafen: Krefeld 0 min - Iserlohn 2 min (T. Sato/31.).

Teamfouls: Krefeld 7 – Iserlohn 11.

Die übrigen Spielergebnisse:
RESG Walsum - SKG Herringen 3:5 (1:4)
TuS Düsseldorf-Nord - SC Bison Calenberg 7:2 (4:2)
RHC Recklinghausen - IGR Remscheid 3:8 (0:4)

Tabelle nach dem 4. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
5
4
1
0

29:8

+21
13
2.
ERG Iserlohn
5
4
1
0
18:7
+11
13
3.
RESG Walsum
4
3
0
1
21:12
+9
9
4.
TuS Düsseldorf-Nord
4
3
0
1
21:14
+7
9
5.
RSC Cronenberg
3
2
0
1
17:11
+6
6
6.
RSC Darmstadt
3
1
0
2
10:12
-2
3
7.
HSV Krefeld
3
1
0
2
10:14
-4
3
8.
IGR Remscheid
4
1
0
3
12:28
-16
3
9.
Valkenswaardse RC
3
0
0
3
6:13
-7
0
10.
RHC Recklinghausen
3
0
0
3
9:21
-12
0
11. SCB Calenberg 3 0 0 3 8:21 -13 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

10. Oktober 2015

 

Meister kam mit blauem Auge davon

1. Bundesliga, 4. Spiel: RHC Recklinghausen - ERG Iserlohn 4:7 (2:2)

„Wir haben extrem viele Chancen erarbeitet“, lobte ERGI-Trainer Jens Behrendt, um dann aber gleich einen dicken Tadel nachzuschieben: „Wir haben extrem viele Chancen vergeigt!“ So zählte auch im dritten Auswärtsspiel am Ende einzig das Resultat - und das brachte dem Meister die erwarteten drei Zähler ein. Wobei Jens Behrendt wieder einmal nachdrücklich darauf hinwies: „Es liegt noch jede Menge Arbeit vor uns bis zum Spiel gegen Barcelona.“

Der deutsche Meister war beim Liga-Neuling - unter dem Strich gesehen - mit einem blauen Auge davon gekommen. Die RHC-Recken wehrten sich nach Kräften, mussten sich letztlich aber der größeren individuellen Klasse ihrer Gäste – insbesondere von André Costa – beugen.

Recklinghausen hatte furios begonnen, nach einem verwandelten Penalty (9.) nutzte Marius Schürmann auch seine zweite gute Chance zum Tor – 2:0 (12.). Bis dahin waren die Iserlohner weit von jedweder Meisterhaftigkeit entfernt, produzierten Fehler nach Fehler und hatten letztlich Glück, nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten zu sein. So war es auch auf deren Seite ein erfolgreich verwandelter Penalty – Sergio Pereira hatte Dennis Jakubiak keine Chance gelassen (19.) – der das Signal zur Wende gab.

Noch vor dem Seitenwechsel stellte André Costa den Gleichstand wieder her, kurz nach Wiederanpfiff brachte Jorge Fonseca die Iserlohner erstmals in Führung (27.). Noch aber gaben sich die Vester nicht geschlagen, wobei ihnen zu Gute kam, dass die Sauerländer Chance um Chance versiebten und damit eine frühe Entscheidung verpassten. Damit war Troy Sato der große Pechvogel der Partie, denn der US-Keeper sollte eigentlich in der zweiten Hälfte seinen ersten Einsatz im ERGI-Tor erhalten.

Eine Überzahlphase nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca konnten die Hausherren noch nicht nutzen (31.), glichen durch Sebastian Sowade folglich aber verdient aus (36.) - um allerdings direkt vom Wiederanstoß das 3:4 hinnehmen zu müssen. Nils Hilbertz hatte den kürzesten Weg zum RHC-Tor genommen. André Costa baute den ERG-Vorsprung zehn Minuten vor dem Abpfiff auf zwei Tore aus (40.), konnte damit aber immer noch nicht den endgültigen K. o. der Recklinghäuser erzwingen. Als Sergio Pereira kurz darauf die blaue Karte sah, trat Sebastian Sowade an den Punkt und verkürzte auf 4:5 (43.).

Die Hoffnungen, dem Titelverteidiger ein Schnippchen schlagen zu können, zerschlugen sich jedoch rasch wieder, denn zumindest ein Iserlohner lief nun auf Volldampf: André Costa. Der Portugiese machte mit einem Doppelpack binnen dreißig Sekunden schließlich den Sack für den Favoriten zu (45/46.).

RHC Recklinghausen: D. Jakubiak. F. Frank; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Schürmann (2), S. Sowade (2), M. Carstensen, Niko Nohlen.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nunez, N. Hilbertz (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa (4).

Schiedsrichter: M. Wittig / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (9./Penalty) M. Schürmann, 2:0 (12.) M. Schürmann, 2:1 (19./Penalty) S. Pereira, 2:2 (21.) A. Costa, 2:3 (27.) J. Fonseca, 3:3 (36.) S. Sowade, 3:4 (36.) N. Hilbertz, 3:5 (40.) A. Costa, 4:5 (43./Direkter) S. Sowade, 4:6 (45.) A. Costa, 4:7 (46.) A. Costa.

Zeitstrafen: Recklinghausen 0 min - Iserlohn 4 min (J. Fonseca/31. – S. Pereira/43.).

Teamfouls: Recklinghausen 10 – Iserlohn 14.

Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - RSC Cronenberg 7:1 (2:1)
SC Bison Calenberg - RESG Walsum 3:7 (1:4)
Valkenswaardse RC - TuS Düsseldorf-Nord 3:5 (0:3)
RSC Darmstadt - IGR Remscheid 6:3 (4:1)

Tabelle nach dem 3. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
4
3
1
0

24:5

+19
10
2.
ERG Iserlohn
4
3
1
0
14:6
+8
10
3.
RESG Walsum
3
3
0
0
18:7
+11
9
4.
RSC Cronenberg
3
2
0
1
17:11
+6
6
5.
TuS Düsseldorf-Nord
3
2
0
1
15:12
+3
6
6.
HSV Krefeld
2
1
0
1
9:10
-1
3
7.
RSC Darmstadt
3
1
0
2
10:12
-2
3
8.
Valkenswaardse RC
3
0
0
3
6:13
-7
0
9.
RHC Recklinghausen
2
0
0
2
6:13
-7
0
10.
SC BIson Calenberg
2
0
0
2
6:17
-8
0
11. IGR Remscheid 3 0 0 3 4:25 -21 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

26. September 2015

 

Rassiges Spitzenspiel blieb ohne Salz in der Suppe

1. Bundesliga, 3. Spiel: ERG Iserlohn - SK Germania Herringen 0:0

ERGI-Trainer Jens Behrendt war sich im Klaren, bei wem er sich für den - aus seiner Sicht - gewonnen Punkt bedanken musste: „Patrick hat uns das Remis gerettet!“ Denn dem Iserlohner Trainer war natürlich nicht verborgen geblieben, dass die Gäste aus Herringen die klar besseren Chancen gehabt hatten. „Wir sind einfach noch nicht soweit, stecken im Grunde immer noch mitten in der Vorbereitung“, wiederholte er in seiner Analyse seine Worte der Vorwochen. Wohl wissend, dass dieses Duell natürlich für die erst im Frühsommer 2016 anstehende Meisterfrage überhaupt keine Rolle spielt.

Die Partie war von der Taktik geprägt, wobei hüben wie drüben die Prämisse galt: Erst einmal das eigene Tor absichern. Dies war sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass bei Iserlohn (André Costa, Jorge Fonseca) und Herringen (Liam Hages, Luis Hages, Stefan Gürtler) aus diversen Gründen eine ganze Reihe wichtiger Spieler fehlten. Doch die Klasse der übrigen Akteure - darunter immerhin sieben aktuelle Nationalspieler - reichte natürlich immer noch aus, um den Zuschauern eine feurige Partie zu bieten.

Die erste große Chance verbuchte der Gast, als Kevin Karschau in der elften Minute einen Direkten nach blauer Karte gegen Kai Milewski nicht verwerten konnte. Im weiteren Verlauf traf Lucas Karschau dann das leere Iserlohner Tor nicht. Kurz vor der Pause zog Iserlohn durch Sergio Pereiras Pfostenknaller (19.) in puncto verpasster Führung wieder gleich. Kai Milewski vergab vor dem Seitenwechsel die letzte Großchance für die Hausherren (22.).

Nach dem Seitenwechsel ging es in diesem Stiel weiter: Beide Mannschaften agierten aus kompakter Abwehr heraus, gingen mit zunehmender Spieldauer zudem immer weniger Risiko, denn den späten K. o. wollte niemand mehr riskieren. Diesen hätte dann um ein Haar den Meister erwischt, denn vier Minuten vor dem Ende sah Kai Milewski erneut den blauen Karton. Schlussmann Patrick Glowka bügelte diesen Fauxpas im Direkten-Duell mit Robin Schulz jedoch aus und hielt in der anschließenden Unterzahlphase seinen Kasten ebenfalls sauber.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nuñez, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, N. Jäger, C. Hegener, S. Pereira, T. Henke.

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, N. Halfmann; K. Karschau, M. Stork, P. Michler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau.

Schiedsrichter: D. Loewe / A. Feiteira.

Torfolge: Fehlanzeige.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (K. Milewski/11. & 46.) - Herringen 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 4 – Herringen 4.

Tabelle nach dem 2. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
3
2
1
0

17:4

+13
7
2.
ERG Iserlohn
3
2
1
0
7:2
+5
7
3.
RSC Cronenberg
2
2
0
0
16:4
+12
6
4.
RESG Walsum
2
2
0
0
11:4
+7
6
5.
TuS Düsseldorf-Nord
2
1
0
1
9:9
0
3
6.
HSV Krefeld
2
1
0
1
9:10
-1
3
7.
SCB Calenberg
1
0
0
1
3:7
-4
0
8.
RHC Recklinghausen
1
0
0
1
2:6
-4
0
9.
Valkenswaardse RC
2
0
0
2
3:8
-5
0
10.
RSC Darmstadt
2
0
0
2
3:9
-6
0
11. IGR Remscheid 2 0 0 2 1:19 -18 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

12. September 2015

 

Alles was für Jens Behrendt zählt, sind die Punkte

1. Bundesliga, 2. Spiel: Valkenswaardse RC - ERG Iserlohn 1:3 (0:2)

„Das Resultat klingt nicht nach viel, aber wir waren klar besser!“, so Jens Behrendt zu dem Ausflug in die Niederlande. Doch der ERGI-Coach blieb gelassen, vornehmlich zählten die drei gewonnenen Punkte. Schließlich hatte er selbst im Vorfeld darauf verwiesen, dass sich sein Team noch inmitten der Vorbereitung befindet und mit Unzulänglichkeiten zu rechnen ist. Dass diese im Abschluss - gut ein Dutzend 100%ter blieben ungenutzt - zu finden waren, überraschte ihn zwar ein wenig, doch sah er darin auch keine bedrohliche Situation: Wir haben viel Konditionstraining gemacht, da waren sicherlich auch die Beine nicht so frisch in diesen Szenen.

Kai Milewski hatte für einen Traumstart der Sauerländer gesorgt, als er mit einem Doppelschlag sein Team schnell auf 2:0 enteilen ließ (4./6.). Und auch danach lief es bis zum gegnerischen Tor zumeist wie am Schnürchen, lediglich im Abschluss fehlte es an Zielgenauigkeit. So blieb es trotz drückender ERGI-Überlegenheit bis zur Pause beim viel zu mageren 2:0. Jens Behrendt war sich nach dem Spiel sicher: „Hätten wir nur 50 Prozent unserer Chancen genutzt, hätte es 5:0 gestanden und die Partie wäre gelaufen gewesen.“

So aber waren die Niederländer noch auf Schlagdistanz, die überdies kurz nach dem Seitenwechsel noch weiter verkürzt werden konnte. Daniel Real profitierte bei seinem Tor von dem einzigen wirklich dicken Patzer in der Iserlohner Hintermannschaft. Allerdings war dadurch erst einmal der Faden gerissen, der Schwung im ERGI-Spiel dahin.

Erst als Sergio Pereira mit wuchtigem Schuss das 3:1 gelang, war die alte Sicherheit wieder da (36.), was aber freilich nichts daran änderte, dass die Hausherren weiterhin an ihre Chance glauben durften. Viel passierte zwar dann nicht mehr vor dem Tor von Patrick Glowka, doch auch auf der anderen Seite blieb die Chancenverwertung ohne weiteren Erfolg.

Valkenswaardse RC: P. Santos, J. van den Dungen; R. van den Dungen, S. Holtzer, D. Holtzer, D. Real (1), K. Doomernik, L. Bischoff, N. Holtzer, A. Duarte.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nuñez, N. Hilbertz, K. Milewski (2), S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke, C. Hegener.

Schiedsrichter: M. Wittig / B. Ullrich.

Torfolge: 0:1 (4.) K. Milewski, 0:2 (6.) K. Milewski, 1:2 (30.) D. Real, 1:3 (36.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Valkenswaard 0 min - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Valkenswaard 9 – Iserlohn 5.

Die übrigen Spielergebnisse:
IGR Remscheid - SKG Herringen 11:0 (6:0)
RSC Cronenberg - HSV Krefeld 9:1 (4:0)
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Damrstadt 5:3 (3:1)
RESG Walsum - RHC Recklinghausen 6:2 (2:1)

Tabelle nach dem 2. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
2
2
0
0

17:4

+13
6
2.
RSC Cronenberg
2
2
0
0
16:4
+12
6
3.
RESG Walsum
2
2
0
0
11:4
+7
6
4.
ERG Iserlohn
2
2
0
0
7:2
+5
6
5.
TuS Düsseldorf-Nord
2
1
0
1
9:9
0
3
6.
HSV Krefeld
2
1
0
1
9:10
-1
3
7.
SCB Calenberg
1
0
0
1
3:7
-4
0
8.
RHC Recklinghausen
1
0
0
1
2:6
-4
0
9.
Valkenswaardse RC
2
0
0
2
3:8
-5
0
10.
RSC Darmstadt
2
0
0
2
3:9
-6
0
11. IGR Remscheid 2 0 0 2 1:19 -18 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

5. September 2015

 

Patrick Glowka parierte fünf Strafstöße

1. Bundesliga, 1. Spiel: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 1:4 (1:3)

„Wir haben drei Punkte, ich bin zufrieden!“, zog Iserlohns Trainer Jens Behrendt einen schnellen Schlussstrich unter sein Debüt in der alten Heimat. Er sah zwar durchaus, dass es hier und da noch Schwachpunkte im Zusammenspiel gab, doch alles in allem überzeugte die Vorstellung seiner Mannen. Einzig in puncto Zweikampfverhalten gab es Kritik: Da müssen wir in einigen Situationen einfach cleverer agieren!“


Standen in Darmstadt im Fokus: Patrick Glowka als Matchwinner,
André Costa als Rotsünder. /Fotos: Tim Graumann)

Aber Jens Behrendt zeigte sich auch selbstkritisch, insbesondere im Zusammenhang mit der Roten Karte gegen André Costa. „Ich hatte gemerkt, dass er auf 180 ist, wollte ihn auch auswechseln, dann aber zu lange damit gezögert.“ Damit wollte er keineswegs die verbale Entgleisung seines Spielers entschuldigen („Jeder ist in diesem Punkt für sich selbst verantwortlich!“), sondern vielmehr betonen, dass er eher hätte schützend eingreifen können.

Ansonsten war der ERGI-Trainer aber zufrieden mit dem Gesehenen, zumal er jetzt weiß, woran es in den kommenden Wochen noch zu feilen gilt. Der Mann des Tages war nicht nur für Jens Behrendt schnell gefunden: Patrick Glowka. Fünf gegnerische Strafstöße wehrte der Schlussmann des deutschen Meisters aus Iserlohn ab, hielt seinen Kasten überragend sauber – und damit den Auftaktsieg des Titelverteidigers fest. Der offenbarte in Darmstadt noch einige Schwächen, welche von den Hessen allerdings nicht genutzt werden konnten.

Jorge Fonseca legte nach einer Starten Startsequenz in der 7. Minute die Basis für den ERG-Sieg, der Treffer verlieh den Sauerländern zudem die nötige Souveränität, um die Partie in der Folge zu kontrollieren. Auch die blaue Karte gegen Sergio Pereira (14.) änderte daran nicht, da sich auf der Gegenseite Felix Bender nur Sekunden darauf ebenfalls eine Zeitstrafe einhandelt – wobei hüben wie drüben die fälligen Strafstöße ungenutzt blieben. Mit dem vermehrten Raum auf dem Feld kamen die Iserlohner jedoch deutlich besser zurecht, Carlos Nuñez entwischte und schloss zum 2:0 ab (16.).

Darmstadt versuchte über Kampf ins Spiel zu kommen, sammelte dabei aber nur fleißig Teamfouls, sodass schon nach 22 Minuten das zehnte zu Buche schlug. Ein Fall für Sebastian Glowka, dessen Strafstoß unhaltbar zum 3:0 einschlug. Allerdings hatte nach dem Foulpfiff ERG-Recke Andre Costa für eine verbale Entgleisung die Rote Karte gesehen, weshalb die Iserlohner nun in Unterzahl weiterspielen mussten, was Felix Bender Sekunden vor der Pause zum 1:3-Anschlusstreffer nutzte.

Damit konnten die Gäste nach dem Seitenwechsel also wieder in Vollbesetzung auflaufen und zeigten dabei ihre ganze Klasse: Die Kugel war kaum freigegeben, da zappelte sie auch schon im RSC-Tornetz. Sergio Pereira hatte knallhart abgezogen. Dass dies schon der letzte Treffer des Spiels war, lag im weiteren Verlauf an den guten Schlussmännern, wobei Nationalkeeper Patrick Glowka besonders hervorstach, da er alleine in den letzten zehn Minuten drei Strafstöße abwehrte und somit den ERG-Vorsprung sicherte. Aber auch sein Gegenüber Philip Leyer, der ja ebenfalls bei der jüngsten EM im DRIV-Tor stand, zeichnete sich in der Endphase unter anderem durch zwei Direkten-Paraden aus und hielt die Partie damit spannend.

RSC Darmstadt: P. Leyer, N. Schröter; F. Bender (1), P. Wagner, M. Becker, M. Hack, F. Schröter, M. Behnke, A. Andrade.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato; C. Nuñez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke, A. Costa.

Schiedsrichter: S. Goldhausen / M. Brosien.

Torfolge: 0:1 (7.) J. Fonseca, 0:2 (16./3 gegen 3) C. Nunez, 0:3 (22./Direkter) S. Glowka, 1:3 (25./Überzahl) F. Bender, 1:4 (26.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Darmstadt 4 min (F. Bender/15. – A. Andrade/45.) - Iserlohn 4 min (S. Pereira/14. + 45.).

Rote Karte: A. Costa (22.).

Teamfouls: Darmstadt 16 – Iserlohn 15.

Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - TuS Düsseldorf-Nord 6:4 (3:1)
HSV Krefeld - IGR Remscheid 8:1 (2:0)
Valkenswaardse RC - RESG Walsum 2:5 (1:5)
SCB Calenberg - RSC Cronenberg 3:7 (2:3)

Tabelle nach dem 1. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
HSV Krefeld
1
1
0
0

8:1

+7
3
2.
RSC Cronenberg
1
1
0
0
7:3
+4
3
3.
RESG Walsum
1
1
0
0
5:2
+3
3
4.
ERG Iserlohn
1
1
0
0
4:1
+3
3
5.
SKG Herringen
1
1
0
0
6:4
+2
3
6.
RHC Recklinghausen
0
0
0
0
0:0
0
0
7.
TuS Düsseldorf-Nord
1
0
0
1
4:6
-2
0
8.
Valkenswaardse RC
1
0
0
1
2:5
-3
0
9.
RSC Darmstadt
1
0
0
1
1:4
-3
0
10.
SCB Calenberg
1
0
0
1
3:7
-4
0
11. IGR Remscheid 1 0 0 1 1:8 -7 0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

23. August 2015

 

3. Platz beim Bergischen Löwen in Remscheid

Erste Eindrücke auf Rollschuhen stellten Jens Behrendt zufrieden

Nach zweiwöchigem Konditionstraining ging es für die ERG Iserlohn beim Bergischen Löwen der IGR Remscheid erstmals auf die Rollschuhe - und dies sogleich mit hochkarätigen, internationalen Gegnern. „Der erste Eindruck war sehr zufriedenstellend“, zog Trainer Jens Behrendt ein positives Fazit nach dem ersten Härtetest, bei dem - in Abwesenheit einiger etablierter Kräfte - letztlich der 3. Platz heraussprang.

Zum Turnierauftakt ging es gegen den Valkenswaardse RC, wobei gegen die Niederländer Junioren-Keeper Leon Rapke und US-Neuzugang Troy Sato sich die Arbeit zwischen den Pfosten teilten. Der VRC entpuppte sich rasch als weiche Nuss, Christopher Hegener, Kai Milewski, Sebastian Glowka und Carlos Nunez schossen einen ungefährdeten 4:1-Sieg heraus.

Sich das Leben selbst schwer machten die ERGI-Cracks im Anschluss gegen die deutsche U17-Nationalmannschaft. „Die Jungs hatten allerdings auch schwere Beine“, befand Janes Behrendt wohlwollend, auch wenn er sich am Ende über eine unnötige 4:5-Niederlage ärgerte. Timon Henke hatte per Doppelpack zur Pause den 2:3-Anschluss gehalten, dann zogen die DRIV-Youngster auf 5:2 davon. Andre Costa und Sebastian Glowka konnten nur noch verkürzen.

Die beste Turnierleistung folgte zum Abschluss des ersten Tages gegen den französischen Vizemeister SCRA St. Omer. Gegen den Ex-Club von Iserlohns Trainer legten sich die Waldstädter mächtig ins Zeug, drehten durch Kai Milewski (2) und Andre Costa einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. Kurz vor dem Ende musste allerdings noch das 3:3 hingenommen werden, wodurch der zweite Gruppenplatz feststand.

Da es keine Halbfinals beim Bergischen Löwen gibt, ging es somit ins Spiel um Platz 3 - gegen die Gastgeber. Am Sonntag zeigten sich die Iserlohner, die am Abend zuvor noch die Hochzeit von Carlos Nunez gefeiert hatten, ausgeschlafener und lagen zur Pause nach Treffern von Sebastian Glowka (3) und Andre Costa (2) klar mit 5:0 in Vorlage. Im zweiten Abschnitt lief es dann etwas ruhiger, sodass die Hausherren noch auf 2:5 verkürzen konnten.

ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Sato, L. Rapke; N. Hilbertz, C. Nunez, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, T. Fischer, N. Jäger, T. Henke, A. Costa.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

13. August 2015

 

Troy Sato wagt den Sprung über den großen Teich

US-Torwart kommt als frischgebackener World-Class-Champion

Für neue Wege auf der Torhüter-Position war die ERG Iserlohn schon immer gut. So verblüfften die Iserlohner vor einem Jahr mit der Verpflichtung von Roman Kaas, der vom Südzweitligisten Ansbach an den Hemberg kam. Dessen Zeit bei der ERGI war von Beginn an auf ein Jahr begrenzt, also musste ein neuer Torwart her. Und der wurde in Übersee gefunden: Troy Sato, vom US-Team Skaigt Spartans aus Burlington/Washington.


Ralf Henke und Jens Behrendt begrüßten Troy Sato am Hemberg. (Foto: Tim Graumann)

Mit den Spartans ist der 30-Jährige vor wenigen Wochen zum zweiten Mal US-Meister geworden, in der - in den Staaten ist kein ja bekanntlich kein Superlativ groß genug - World Class. „Troy war schon im Januar zum Try-Out hier in Iserlohn und hat uns überzeugt“, stellte Ralf Henke indes klar, dass dies alleine nicht zu einer Verpflichtung des Torhüters gereicht hätte. Vielmehr war es die Leistung, die beim mehrwöchigen Probetraining für den Rollhockey-Späteinsteiger sprach.

Troy Sato steht zwar erst seit knapp zehn Jahren auf Rollschuhen im Tor, doch kein geringerer als Joshua Englund, in den USA d i e Rollhockey-Institution, erkannte sein Talent. Zuvor hütete er je nach Jahreszeit das etwa gleichgroße Tor beim Inline- bzw. Eishockey. „Doch ein, zwei Einheiten reichten dann, um mich mit dem Rollhockey-Virus zu infizieren“, berichtet der gelernte Schweißer und passionierte Hot Rod-Tüftler, warum er mit 20 noch einmal auf ein neues Pferd stieg.

Mit Erfolg im Übrigen. Denn nicht nur zwei Meistertitel, 2013 war Troy Sato zum ersten Mal World-Class-Champion, schlugen zu Buche. Auch in den Kreis der Nationalmannschaft schaffte es der Torwart, war unter anderem 2010 bei der B-WM im österreichischen Dornbirn mit dabei. Und nun will er sein Können in der Bundesliga sowie natürlich der European League unter Beweis stellen.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

11. August 2015

 

Startschuss in die Saison 2015/16 für Titelverteidiger

Erstes Training mit Intervall-Shuttle-Run und überraschender Hilfe

Gleich beim ersten Training beim deutschen Meister ERG Iserlohn wartete Jens Behrendt mit einer großen Überraschung am Hemberg auf: Zur Unterstützung hatte er sich Sven Steup mitgebracht - seinen ehemaligen Cronenberger Coach. „Wir brauchen ihn und sein Equipment“, ließ er die Katze zunächst noch ein wenig im Sack und seine Spieler ein wenig darüber grübeln, was beim Startschuss in die Saison 2015/16 zu erwarten sei.


(Foto: Tim Graumann)

„Wir machen heute einen Intervall-Shuttle-Run-Test“, klärte schließlich Gasttrainer Sven Steup selber auf und erläuterte den ERGI-Cracks den Ablauf des „speziell für Rollhockey entwickelten“ Grundlagentest zur Ermittlung der aktuellen Fitness beim Titelverteidiger.

Der Vorteil: Statt des bei vielen ungeliebten Lauftrainings durften sogleich die Rollschuhe geschnürt werden. Doch der Schweiß floss natürlich dennoch reichlich, mittels Brustgurt und Pulsuhr wurden zudem sämtliche Belastungsdaten gesammelt und in ein Analyse-Programm eingegeben. Ebenso wie das aktuelle Gewicht und weitere Fitness-Parameter. „Damit können wir fortan vergleichen, wer sich wie verändert hat“, so Jens Behrendt, der bei seiner Vorstellung ja schon ausdrücklich betont hatte, dass es ihm sehr auf körperliche Fitness ankommen wird.

Die Grundlagen für den Start in die Saison in vier Wochen mit dem Auswärtsspiel in Darmstadt wurden somit also gelegt, wobei sich alle Beteiligten durchaus im Klaren sind, dass mit dem Auftaktspiel die Vorbereitungsphase für die neue Serie sicherlich noch nicht komplett abgeschlossen sein wird.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

5. August 2015

 

„Iserlohn gehört immer zum Kreis der Titelaspiranten!“

Jens Behrendt stellte den ERGI-Spielern sein Konzept vor

Am vergangenen Sonntag um 17 Uhr saß Jens Behrendt im Medienraum der neuen Hembergsporthalle und schaute gelassen in zehn sehr erwartungsvolle Gesichter: Der neue Trainer der ERG Iserlohn stellte sich und sein Konzept den Meisterspielern von 2015 vor. Und gab gleich einmal ein entsprechendes Statement ab: „Iserlohn gehört immer zum Kreis der Titelaspiranten!“



(Foto: Tim Graumann)

Ehrgeiz und große Ziele, davor hat der 35-jährige gebürtige Darmstädter schon als Spieler keine Angst gehabt – und fuhr damit immer auf der Erfolgsschiene. Viermal deutscher Meister mit dem RSV Weil am Rhein (1) und dem RSC Cronenberg, dazu zwei DRIV-Pokalsiege. Und auch im Ausland – sechs Jahre schnürte er die Rollschuhe in der französischen Eliteliga N1 für den SCRA St. Omer – sammelte Jens Behrend fleißig Titel: zwei Meisterschaften und ein Pokalerfolg schlugen letztlich zu Buche. Und dass er von 1994 bis 2011 ununterbrochen das Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust trug, ist angesichts der Vereinserfolge nur logisch.

„Ich wollte immer nach vorne, mich persönlich verbessern und unbedingt spielen, spielen, spielen“, fasst der neuen ERGI-Trainer seine Karriere zusammen, die im Sommer mit dem Gewinn des Pokals in Herringen endete – und nun auf neuem Weg ihre Fortsetzung finden soll. Gerade diese beiden Finalspiele gegen den Titelverteidiger sieht er dabei als Paradebeispiel an: „Wir vom RSC wollten es einfach mehr, hatten das Ziel klarer vor Augen und haben alles dafür getan, den Pott zu holen.“

Und entsprechend formuliert er sein Konzept: „Die Physis ist das A und O! Denn nur,, wer in den letzten zehn Minuten eines Spiels noch Vollgas geben kann, hat echte Siegchancen.“ Dabei denkt er zum Beispiel an die Meisterfinals von 2011 zurück, als er in Cronenberger Diensten auf gleichstarke Iserlohner traf. „Aber wir waren am Ende noch frischer und haben beide Spiele in der Schlussphase gewonnen.“

„Rollhockey ist in den letzten zehn Jahren immer athletischer und schneller geworden, da müssen wir Schritt halten“, sieht er seine Hauptaufgabe folglich darin, den deutschen Meister auf „bereits hohem Niveau“ weiter zu entwickeln. Vor allem das Heranführen der jüngeren Spieler an die gestandenen Recken schreibt sich Jens Behrendt dabei groß auf die Fahnen. „Ich möchte, dass wir bei jedem Wechsel konstant auf einem Level bleiben: beim Tempo, bei der Technik und natürlich auch taktisch.“ Die Voraussetzungen bei der ERGI sieht er dabei als nahezu perfekt an: „Iserlohn hat derzeit wohl das kompletteste Team der Liga.“

Dass mach seine Arbeit allerdings nicht gerade einfacher, denn entsprechend hoch sind die Erwartungen. Bis auf zwei Ausnahmen stand die ERGI seit 2004 immerhin jedes Jahr in einem nationalen Endspiel – und will natürlich auch 2016 bei den Titelvergaben in Meisterschaft und Pokal ein gewichtiges Wort mitsprechen. „Wir müssen aber auch sehen, dass wir international sechs schwere Spiele haben werden“, so Behrendt, der in der vergangenen Saison genau beobachtet hat, wie genau dies dem Double-Sieger von 2014 (Herringen) an dies Substanz gegangen war, sodass am Ende beide Titel futsch waren.

„Sowohl als Team als auch individuell sehe ich aber dennoch weiteres Potenzial. Es gibt immer Schwachstellen, an denen es zu feilen gilt, aber auch Stärken, die weiter ausgebaut werden können“, formuliert der neue ERGI-Coach seine Ansprüche an seine Spieler, von denen er einen „positiven Konkurrenzkampf um die Startplätze“ einfordern will.

Dazu kommt noch, dass in den Augen von Jens Behrendt die Bundesliga im Leistungsniveau noch einmal enger zusammengerückt ist. „Düsseldorf hat vergangene Saison schon mitgehalten, auch Darmstadt war schon weit vorne. Jetzt kommt wohl auch noch Walsum hinzu, dann natürlich Herringen“, zählt er die aus seiner Sicht ärgsten Konkurrenten im Titelrennen auf. Seinen Ex-Verein muss er dabei etwas ausklammern, denn in Cronenberg steht ein großer Umbruch an. Auch die Entwicklung in Calenberg – 2015 immerhin Halbfinalist – ist nur vage zu bewerten.

„Doch wir richten unsere Augen zunächst einmal auf unsere eigenen Fähigkeiten“, ist es dem Diplom-Betriebswirt letztlich egal, was im Detail bei den Mitbewerbern passiert: „Wir sind uns im Klaren, von allen gejagt zu werden. Aber ebenso wissen wir, welche Qualitäten wir haben, und gehen die Saison folglich mit großem Selbstbewusstsein an.“

Jens Behrend jedenfalls freut sich auf die neue Herausforderung, als Trainer des amtierenden deutschen Meisters gleich eine herausfordernde Position auf der anderen Seite der Bande annehmen zu können. „Für mich war schon mit 19 Jahren klar, dass ich nach meiner aktiven Zeit als Trainer weitermachen werde, nachdem ich beim RSC Darmstadt die C-Jugend trainiert habe.“ Und auch in diesem Punkt wurde das Ziel kontinuierlich angestrebt. Nicht nur, weil Jens Behrendt in jedem seiner Vereine auch als Jugendtrainer aktiv war, sondern auch, weil er – als sich in Frankreich die Chance bot – eine fundierte Trainerausbildung machte und somit als einer der wenigen deutschen Rollhockeyaner in Besitz einer Lizenz ist.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

27. Juli 2015

 

Jens Behrendt ist neuer Cheftrainer der ERG Iserlohn

Ex-Cronenberger Erfolgsspieler ist im Besitz der einer französischen Trainerlizenz

Was lange währt wird endlich gut – so könnte die langwierige Suche der ERG Iserlohn nach einen neuen Chef an der Bande beschrieben werden. Nicht nur, weil die Interimslösung Dirk Iwanowski am Ende der Saison 2014/15 den lange ersehnten 7. Meistertitel an den Hemberg holte. Auch, weil nun endlich eine sehr qualifizierte Lösung präsentiert werden kann: Jens Behrendt übernimmt ab August die Leistung des Titelverteidigers.


(Foto: Tim Graumann)

„Wir haben damit einen Trainer gefunden, der auf einen riesigen Erfahrungsschatz als Spieler in der 1. Bundesliga sowie der französischen Elite-Liga blicken kann“, freut sich der ERGI-Vorsitzende Ralf Henke über den Coup, denn der langjährige Nationalspieler, der zuletzt beim RSC Cronenberg aktiv war, hat etwas, was in Deutschland eine absolute Rarität ist: Eine international anerkannte Trainerlizenz.

Denn was auch in der kleinen deutschen Rollhockey-Szene kaum einer weiß: Jens Behrendt hat seine sechsjährige Zeit beim SCRA Saint Omer auch dazu genutzt, um sich zum Coach ausbilden zu lassen. Am Ende stand dann die Lizenz BEF. „Wir haben deshalb vollstes Vertrauen in Jens Behrendt, dass er seine erste Trainerstation in der Bundesliga mit 100-prozentiger Kompetenz füllen wird“, so Ralf Henke.

Zumal der Neuling an der Iserlohner Bande durchaus auf Erfahrungen in dieser Tätigkeit zurückblicken kann, war er doch sowohl in St. Omer als auch in Cronenberg schon seit langem im Nachwuchsbereich tätig. Dazu kommt noch, dass Jens Behrendt von 1995 bis 2011 ununterbrochen deutscher Nationalspieler war, auf Vereinsebene darüber hinaus mehrfacher deutscher wie französischer Meister und Pokalsieger ist. Den letzten Titel holte der Rollhockey-Veteran im Sommer beim Pokalerfolg des RSC Cronenberg über den SK Germania Herringen.

„Es ist für mich eine sehr große Ehre, dass mit Iserlohn die Möglichkeit gibt, als Trainer zu arbeiten“, freut sich Jens Behrendt auf seine erste Trainerstation im Seniorenbereich: „Immerhin ist das der amtierende deutsche Meister!“ Dennoch geht er die Aufgabe gewohnt selbstbewusst an: „Ich  habe national und international einen reichhaltigen Erfahrungsschatz und bin mir deshalb sicher, dass ich das Team der ERGI weiter voran bringen kann.“

Für Dirk Iwanowski bedeutet dies, wieder ins ruhige Fahrwasser des 2. Vorsitzenden beim Waldstädter Rollhockey-Club zurück zu kehren. „Was aber wohl erst einmal nicht bedeutet, dass ich weniger in der Halle sein werde.“ Denn zumindest in der Vorbereitungsphase ist es geplant, dass Iwanowski seinem Nachfolger noch bei den Trainingseinheiten zur Seite stehen wird. „Der Staffelstab wird in Ruhe übergeben“, so der Meistertrainer der Vorsaison. Und die ersten Einheiten liegen sowieso erst einmal im Verantwortungsbereich von Konditionstrainer Wolfgang Hoffmann.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

16. Juli 2015

 

Spielplan 15/16 für 1. Bundesliga ist fertig

Meister Iserlohn startet in Darmstadt, erstes Heimspiel gegen Germania Herringen

Gut sechs Wochen vor dem 1. Spieltag der Rollhockey-Saison 2015/16 ist der Spielplan für die 1. Bundesliga nun gefixt. Für den deutschen Meister ERG Iserlohn beginnt die Serie am 5. September beim RSC Darmstadt.

Eine Woche darauf wird es bereits international – es geht zum niederländischen Bundesligisten Valkenswaardse RC. Dann sieht das Programm bedingt durch die U20-Weltemiesterschaft im spanischen Vilanova bereits eine erste Pause vor, die den Waldstädtern beste Gelegenheit gibt sich auf das erste echte Saison-Highlight am 26. September vorzubereiten: Zum ersten Heimspiel der Serie ist Vizemeister SK Germania Herringen Gast am Hemberg.

Dieses Spiel wird aller Voraussicht nach wohl auch das letzte in der neuen Hemberghalle sein für die ERGI, die – sobald der Umbau in der alten Halle beendet ist – dann wieder in ihr ursprüngliches Domizil zurückziehen wird. Das erste Match dort könnte ein weiteres Schmankerl werden, sofern die Iserlohn zum Auftakt der Gruppenphase in der European League Heimrecht genießen. Wer dann ins Sauerland kommen wird, steht jedoch noch in den Sternen, die Auslosung wird erst Anfang September (voraussichtlich anlässlich der U17 EM in Luso/Portugal vom 6.-12.9.) stattfinden.

In der Liga sind die Iserlohner bis dahin auf jeden Fall auf Auswärtstour, werden bei Wiederaufsteiger  Recklinghausen (10.10.) und in Krefeld (17.10.) ihre Visitenkarte abgeben. Spätestens am 7. November, dem 2. Spieltag in der European League, wird die ERGI dann aber wieder in heimische Halle antreten müssen. In der Woche darauf stehen am 14. (TuS Düsseldorf-Nord) und 15. November (RESG Walsum) binnen 24 Stunden dann gleich zwei Heimspiele auf dem Programm, ehe es am 21. November zu Erzrivalen nach Cronenberg geht.

Bedingt durch die 11 Teams in der Bundesliga hat der Titelverteidiger dann wieder eine frei Woche, um mit dem 3. EL-Spieltag dann wieder ins Geschehen einzugreifen (28.11.), woraufhin in der Bundesliga wieder ein doppelter Heimspieltag folgt. Gegen die IGR Remscheid endet am 5. Dezember die Hinserie, am 6. Dezember ist dann der RSC Darmstadt zum Rückrundenauftakt in der Waldstadt.
Der Jahresausklang ist mit der 4. Euroligarunde am 12. Dezember sowie dem Gastspiel des Valkenswaardse RC am 19. Dezember rundum international.

Ins Jahr 2016 starten die Iserlohner Rollhockey-Asse ebenfalls in eigener Halle, der RHC Recklinghausen wird am 9. Januar erwartet. Das zweite Sportwochenende des kommenden Jahres steht dann wieder im Zeichen des europäischen Kräftemessens, dann geht es – praktisch als Nachtrag der Hinserie - zum ersten Kräftemessen mit dem SC Bison Calenberg (23.1.).

Ende Januar erwartet die ERGI schließlich den HSV Krefeld am Hemberg bevor am 6. Februar das letzte Gruppenspiel in der European League auf dem Programm stehen wird. In der Liga folgen im 2:1-Rhythmus jeweils zwei Reisen und ein Heimspiel. Im ersten Block sind dies Touren nach Herringen (13.2.) und Düsseldorf (20.2.) vor dem Heimauftritt gegen Cronenberg (5.3.), im zweiten Block dann Auswärtspartie in Walsum (12.3.) und Remscheid (19.3.), ehe daheim gegen den SC Bison Calenberg (9.4.) die Bundesliga-Hauptrunde beendet werden wird.

Die Play-offs um die deutschen Meisterschaft 2016 beginnen mit dem 1. Viertelfinalspiel am 16. April 2016, die Finalserie ist für den 28. Mai und 4./5. Juni terminiert.

Und um den deutschen DRIV-Pokal wird in der kommenden Saison natürlich auch wieder gespielt. Hier stehen bislang aber nur die Termine fest, wobei der Startschuss für die ERG Iserlohn am 27. Februar mit einer Achtel-Final-Partie erfolgen wird. Die Auslosung wird erst Ende des Jahres stattfinden.

Hier gibt es alle Termine im Überblick.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

18. Juni 2015

 

ERGI stellt Rückgrat der WM-Auswahl

Bundestrainer will unter die besten Acht bei Turnier in Laroche-sur-Yon

„Wir fahren mit dem klaren Ziel zur WM nach Frankreich, um nach 20 Jahre wieder unter die besten acht Nationen zu kommen“, drückt Bundestrainer Marc Berenbeck großes Selbstbewusstsein aus, ehe am morgigen Donnerstag in aller Frühe das Unternehmen Rollhockey-Weltmeisterschaft 2015 für die deutsche Auswahl beginnt.


Nils Hilbertz, Patrick Glowka, Sergio Pereira und Kai Milewski bilden die größte Spielerfraktion in der
DRIV-Auswahl, die von Stefanie Sadowski fitt gehalten wird. Ralf Henke fährt als Teammanager mit
nach Frankreich. (Foto: Tim Graumann/DRIV)

Zwei Tage vor dem offiziellen Turnierstart machen sich die Bundesadler in zwei Kleinbussen auf die knapp 1.000 Kilometer weite Strecke an die französische Atlantikküste, wo in der Vendéenne das kleine Städtchen Laroche-sur-Yon für eine Woche lang die besten Hockeyspieler aus aller Welt beherbergt. Traditionell haben sich die Deutschen in einem eigenen Ferienappartement eingemietet. „So können wir uns in aller Ruhe auf unsere Aufgaben vorbereiten“, schätzt Berenbeck die Abgeschiedenheit in den eigenen vier Wänden, zumal er mit seiner DRIV-Auswahl großes vorhat: Zurück in die Weltelite.

Auf dem Weg dahin erwartet die deutsche Equipe gleich zum Auftakt eine harte Nuss, am Sonntag beginnt das Turnier für die Berenbeck-Mannschaft gegen Portugal. Die Lusitaner gewannen vor zwei Jahren in Angola Bronze und zählen seit eh und je zum engeren Favoritenkreis. „So ein Auftakt ist aber ganz in meinem Sinne“, freut sich Marc Berenbeck, gleich im ersten Spiel eine echte Herausforderung zu haben. Beim Coupe de Nationes in Montreux haben die Deutschen schon gegen Portugal gespielt und durchaus mithalten können. „So sind die Jungs auch gleich voll auf Touren, wissen gleich, wo es bei einer WM lang geht“, so der Bundestrainer.

Das Spiel der Spiele in der Vorrunde ist jedoch am Montag gegen Brasilien. Die Südamerikaner, in Angola Sechstplatzierte, dürften für Berenbeck eine Wundertüte sein, da in den Tagen und Wochen vor der Weltmeisterschaft die Meldungen über Spielerabsagen, Kaderumstrukturierungen und Trainerentlassungen fast schon im Stundentakt folgten. „Das alles interessiert mich nicht. Egal wer das brasilianische Trikot tragen wird, gehört zu den Topspielern. Wir werden da kräftig Gas geben und uns voll konzentrieren müssen“, legt der Bundestrainer den Fokus auf seine Auswahl – ist aber auch froh, die Brasilianer zuvor gegen Österreich beobachten zu können.

Die Alpenländer sind in der deutschen Vorrundengruppe C dann die letzte Hürde und auf dem Papier als krasser Außenseiter auch die einfachste. „Dennoch muss auch dieses Spiel erst einmal gewonnen werden“, geht Berenbeck indes keineswegs von einem Selbstläufer aus, weiß aus eigener Erfahrung, dass die robusten Österreicher ein dichtes Abwehrbollwerk aufziehen können.

Läuft in den drei Spielen jedoch alles nach den Vorstellungen des Bundestrainers, so müsste der Sprung ins Viertelfinale gelingen. An mangelnder Erfahrung wird es jedenfalls nicht liegen, denn bis auf Debütant Nils Hilbertz (ERG Iserlohn) haben alle Spieler schon reichliche Erfahrungen bei WM- und EM-Turnieren gesammelt. Hilbertz ist jedoch nicht gänzlich unbefleckt, gehörte er doch zu der U20-EM-Bronze-Auswahl von St. Omer.

Das Rückgrat der Mannschaft stellt der deutsche Meister ERG Iserlohn mit Patrick Glowka (auch Kapitän), Kai Milewski, Sergio Pereira und Nils Hilbertz. Dazu kommt noch Teammanager Ralf Henke und Physiotherapeutin Stefanie Sadowski. Vom Finalgegener und SK Germania Herringen sind Liam Hages und Lucas Karschau nominiert worden. Die zweitgrößte Fraktion schickt indes das Überraschungsteam der abgelaufenen Saison, der TuS Düsseldorf-Nord mit Jan Kutscha, Tobias Paczia und Andre Beckmann. Darmstadt (Philip Leyer) und Remscheid (Yannick Peinke) sind ebenfalls im Adlerdress vertreten.

„Mit dieser Truppe habe wir in Montreux schon sehr gut gespielt“, ist sich Marc Berenbeck sicher, aus den Reihen der 18 verfügbaren Kaderspieler die richtige Auswahl für Frankreich getroffen zu haben. Die Stimmung im Team ist jedenfalls perfekt, ebenso verlief die Vorbereitungszeit, sodass die WM also beginnen kann.

Alle Spiele sind unter www.mondialvendee2015.com live per Web-Stream erfolgbar.

Der Spielplan der DRIV-Auswahl in Gruppe C im Überblick:
So., 21.6., 19.30 Uhr         Deutschland        - Portugal 
Mo., 22,6., 16.00 Uhr        Deutschland        - Brasilien
Di., 23.6., 13.30 Uhr          Deutschland        - Österreich

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

5. Juni 2015

 

ERGI sagte DANKE

Meisterschafts-Umtrunk mit UNterstützern und Sponsoren

„Wir sagen Danke!“war das Motto der ERG Iserlohn bei einem kleinen Empfang im VIP-Raum der Hembergsporthalle. Dorthin hatten die Sauerländer Vertreter aus der örtlichen Politik und ihre Sponsoren eingeladen, um noch einmal auf die drei (von vier möglichen) gewonnenen nationalen Titeln in der abgelaufenen Saison 2014/15 anzustoßen.

Ihr Glückwünsche an das Damen- (Double) sowie Herrenteam (Meister) überbrachten dabei u.a. Thorsten Schick (1. Stellvertretenden Bürgermeister und 1. Vorsitzender des Stadtsportverbandes), Katrin Brenner (1. Beigeordnete und Leisterin des Ressorts Generation, Bildung & Sport), Dimitrios Axourgos (Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Iserlohn) und die Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, SPD, Die Linke, Bündnis 90(Die Grünen und FDP.

„Ohne Ihre Unterstützung wäre dies sicherlich nicht möglich gewesen“, bedankte sich Clubchef Ralf Henke im Namen der ERGI-Aktiven für die vielfältige Unterstützung der geladenen Gäste, die den Abend anschließend bei in einem gemütlichen Umtrunk bei Sekt. Bier und Fingerfood ausklingen ließen.



Einen besonderen Dank gab es an die Familie Schlüter für ihr langjähriges Engagament bei der ERGI.
(Fotos: Tim Graumann)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

31. Mai 2015

 

Der 7. Titel ist im Sack - Deutscher Meister 2015

DM-Play-offs, 3. Finale: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 5:6 n. P. (4:4/2:2)

„Ich bin so stolz auf die Jungs, das ist einfach grandios“, ließ ERGI-Trainer Dirk Iwanowski seinen Emotionen in Verbindung mit dicken Glückstränen freien Lauf. Sechs Jahre mit fünf erfolglosen DM-Finals mussten die Iserlohner darben, nun endlich sind sie am Ziel: Der verflixte 7. Meistertitel ist - pünktlich zum 50. Vereinsjubiläum - unter Dach und Fach. Und dies nach einem wahrlich nervenzerfetzenden Endspielduell mit dem entthronten Titelverteidiger SK Germania Herringen, an das sich alle der gut 150 mitgereisten ERGI-Fans auch noch in vielen Jahren erinnern werden.

Als Patrick Glowka den letzten Penalty von Lucas Karschau genau vor die Brust bekommen hatte und damit der Sieg der ERG Iserlohn in einem überaus dramatischen Duell mit der SK Germania Herringen feststand, entlud sich eine geballte Jubelwelle in der Glückauf-Halle. Die Emotionen, die sich über mitreißende zweieinhalb Stunden bei den gut 500 Zuschauern aufgestaut hatten, brachen sich nun Bahn. Bei den Iserlohnern als frischgebackenem Meister 2015 in überschäumender Festlaune, beim entthronten Vorjahressieger in tiefster Trauer.

Dass nicht erneut ein Tor reichen würde, um das Titelrennen endgültig zu entscheiden, wurde allen beteiligte schon in der Startphase klar. Iserlohn zeigte sich um 180 Grad gedreht im Vergleich zum Vortag, spielte forsch nach vorne und nahm das SKG-Tor immer wieder ins Visier. Zählbares sprang zwar nicht heraus, doch Herringen zeigte sich beeindruckt und antwortete mit bedächtigen Offensivaktionen, die zumeist aber schon weit vor dem ERG-Gehäuse abgefangen wurden.

Umso größer war die Freude, als mit der ersten rundum gelungenen Aktion Liam Hages frei zum Schuss kam und aus kurzer Distanz zum 1:0 eindrückte (10.). Nun war Iserlohn kurz angeknockt, Robin Schulz (11.) und Kevin Karschau (11.) setzten nach. Die größte Möglichkeit zum zweiten Treffer vergab indes Lucas Karschau, als er nach blauer Karte für Jorge Fonseca den fälligen Direkten deutlich neben das Tor setzte (13.).

Auch die Unterzahl überstanden die Gäste aus dem Sauerland schadlos, hatten durch Andre Costa sogar die Riesenchance zum Ausgleich – und dies sorgte für noch mehr Selbstbewusstsein beim Herausforderer. Der setzte im weiteren Verlauf deutlich mehr Akzente und kam schließlich auch verdient zum 1:1, Sergio Pereira hatte gewaltig abgefeuert (18.).

Doch lange konnten sich die Iserlohner darüber nicht freuen, weil die Germania unter dem Strich sehr effektiv mit ihren Möglichkeiten umging. Wieder war Liam Hages ohne Gegenspieler, das 2:1 die logische Konsequenz (19.). Aber die Gäste ließen sich dadurch nun nicht mehr aus dem Konzept bringen, gaben durch Andre Costa noch vor der Pause die passende Antwort, als dieser hartnäckig nachsetzte und die Kugel schließlich über die Linie bugsierte (21.). Vor der Pause waren die Sauerländer der Führung dann wesentlich näher als die Hausherren, doch deren Schlussmann Maurice Michler fischte alle Schüsse weg und hielt das Remis damit fest.

Der Start in den zweiten Durchgang gelang dann aber dem Titelverteidiger besser, der mit einer einstudierten Attacken-Variante zum 3:2 kam: Lucas Karschau zog hinter das gegnerische Tor, passte zurück auf den kurzen Pfosten, wo Robin Schulz bereits auf den Ball gewartet hatte (29.). Doch erneut bewiesen die Gäste Moral, hielten das Spiel auf Augenhöhe offen und nun die Kontrahenten auch wieder besser vom Tor fern. Das Spiel verlagerte sich erneut mehr und mehr in die SKG-Spielhälfte, sodass Jorge Fonsecas Ausgleich per Drehschuss im Grunde niemanden überraschte (36.).

Also wieder alles auf Anfang, allerdings für nicht einmal eine Minute. Dann kassierte die ERG ihr zehntes Teamfoul, Robin Schulz trat an den Punkt und donnerte die Kugel in den Knick. Die vierte Führung für die Germania, allerdings auch noch gut 13 Minuten Restspielzeit. Und die reichten den Iserlohnern, um den Spielstand abermals zu egalisieren. Fünf Minuten vor dem Ende zog Carlos Nunez von der Mittellinie ab und der Ball zischte an Freund und Feind vorbei in die Herringer Tormaschen.

War die Partie bis dahin schon nichts für zarte Gemüter gewesen, so wurde es fortan immer dramatischer, was auch am Teamfoulscore lag. Die Gäste waren inzwischen bei zwölf Vergehen, Herringen dagegen bei neun. Jeder weitere Pfiff hätte also kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit den bitteren K.o. bedeuten können. Folglich mussten die Defensivaufgaben mit Bedacht ausgeübt werden, was auch gelang – dafür aber kein weiteres Tor hüben wie drüben. Das Finale ging somit in eine weitere Extraschicht, und nun zählte die Golden-Goal-Regelung.

Immer noch schwebte das zehnte Teamfoul wie ein Damoklesschwert über der Germania, die sich aber nichts weiter zu Schulden kommen ließ. Iserlohn konnte robuster zur Sache gehen, was die SKG-Angriffe oftmals im Keim erstickte. Und so schienen die ersten fünf Zusatzminuten nahezu chancenlos zu Ende zu gehen, als Liam Hages den enteilenden Sergio Pereira nur per Foul stoppen konnte: blaue Karte für den Herringer, Strafstoß für Iserlohn – ein Fall für Andre Costa (54.).

Den Hausherren schwante nichts Gutes, das Ende der Partie schien nahe – wurde aber vom Pfosten noch einmal aufgeschoben. Da dann Iserlohn in rascher Folge zwei weitere Fouls einstecken musste, verstrich die zweite Hälfte in einem unausgesprochenen Nichtangriffspakt, denn einen weiteren Strafstoß wollte niemand riskieren.

Dies bedeutete letztlich aber, dass es deren gleich jeweils Fünf gab, denn der Meister 2015 musste in einer alles entscheidenden Penalty-Lotterie gefunden werden. Iserlohn legte durch Sergio Pereira vor, der aber nur den Pfosten traf. Kevin Karschau verfehlte indes das gesamte Ziel deutlich, sodass Andre Costas Treffer die ERG erstmals in Vorlage brachte. Liam Hages scheiterte an Patrick Glowka, Kai Milewski donnerte über den Querbalken und Stefan Gürtler glich schließlich aus. Noch hatte jede Partie zwei Schützen, wobei Timon Henkes Fehlschuss den Sportklub in Vorteil setzte. Aber auch Robin Schulz konnte Patrick Glowka nicht überwinden.

Als letzter Schütze trat nun Sebastian Glowka an den Punkt, der am Vortag noch zweimal gescheitert war. In dieser wichtigen Situation aber behielt der Iserlohner Strafstoß-Spezialist die Nerven und verwandelte sicher zum 2:1. Nun lag es also an SKG-Kapitän Lucas Karschau, den Gleichstand wieder herzustellen – oder den Meisterpott abgeben zu müssen. Der Schuss war hart aber viel zu zentral und traf Patrick Glowka genau auf der Brust. Die ERG Iserlohn ist zum 7. Mal deutscher Meister.


Fassungslos und überglücklich: Dirk Iwanowski in den Armen von Rolf Kost unmittelbar nach dem letzten
Penalty, den Patrick Glowka pariert hatte. (Foto: Tim Graumann)


Im Goldregen ließ sich der neue deutsche Meister von seinen Fans feiern. (Foto: Tim Graumann)

SK Germania Herringen: M. Michler; T- Tegethoff; K. Karschau, L. Hages (2), N. Halfmann,
S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, R. Schulz (2), L. Karschau.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (1), A. Costa (1), K. Milewski, S. Glowka, N. Hilbertz,
J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke.

Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Ehlert.

Torfolge: 1:0 (10.) L. Hages, 1:1 (18.) S. Pereira, 2:1 (19.) L. Hages, 2:2 (21.) A. Costa, 3:2 (29.) R. Schulz, 3:3 (36.) J. Fonseca, 4:3 (37./Penalty) R. Schulz, 4:4 (45.) C. Nunez.

Penaltyschießen: S. Pereira – Pfosten; K. Karschau – vorbei; A. Costa – 5:4; L. Hages – P. Glowka pariert; K. Milewski – drüber; S. Gürtler – 5:5; T. Henke – vorbei; R. Schulz – P. Glowka pariert; S. Glowka – 6:5; L. Karschau – P. Glowka pariert.

Zeitstrafen: Herringen 2 min (L. Hages/54.) – Iserlohn 2 min (J. Fonseca/13.).

Teamfouls: Herringen 9 - Iserlohn 14.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

30. Mai 2015

 

ERGI-Cracks fehlten die Ideen - 0:1 und drittes Spiel

DM-Play-offs, 2. Finale: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 1:0 (0:0)

Hinten hui, vorne pfui - auf diesen kurzen Nenner ließe sich die Vorstellung der ERGI-Cracks im zweiten DM-Finale bringen. „Wir müssen das jetzt erst einmal sacken lassen“, schwante ERGI-Trainer Dirk Iwanowski indes, dass dieses 0:1 in den Köpfen seiner Recken wohl deutlich mehr Schaden anzurichten vermögen könnte: „Es war reine Nervensache - und ist es morgen wieder!“

Der Knackpunkt war dabei weiniger, dass sich Patrick Glowka in der 34. Minute einen schwerwiegenden Fauxpas erlaubte, als er den hinter seinem Tor vorbeirauschenden SKG-Angreifer Kevin Karschau zu Fall brachte und dafür die blaue Karte sah. Denn Ersatzmann Roman Kaas bügelte den Fehler mit seiner Parade gegen Direkten-Schütze Lucas Karschau ja wieder aus. Und auch die Unterzahl überstanden die Iserlohner mit viel Einsatz und Kampfgeist schadlos.

Viel schwerer wog an diesem frühen Samstagabend, dass der ERGI - bei allem Engagement in der Defensive - nach vorne so gar nichts einzufallen vermochte. Immer wieder rannten sich die Iserlohner in Einzelaktionen fest, trauten sich selbst in aussichtsreichen Positionen scheinbar nicht, auf das SKG-Tor zu schießen. So etwa in der 17. Minute als Carlos Nunez eigentlich freie Bahn hatte, dann aber abrupt abstoppte.

Dies war überdies die erste gute ERGI-Szene gewesen, wobei auch Herringen in einer von großer Vorsicht geprägten Startphase nichts Zwingendes zustande gebracht hatte. Außer einer Einzelaktion von Kevin Karschau vielleicht, die Patrick Glowka aber routiniert entschärft hatte (13.). Auf beiden Seiten hatte die Sicherung des eigenen Tores lange Zeit oberste Priorität, ein Rückstand sollte mit aller Macht verhindert werden.

Um ein Haar wären es dann die Iserlohner gewesen, denen der erste Treffer gelungen wäre. Angesichts der Tatsache, dass Herringen inzwischen mehr Risiko ging, wäre der Spielverlauf damit zwar konterkariert worden, doch Sergio Pereiras Rückhandknaller prallte von der Lattenunterkante ja auch wieder ins Spielfeld zurück (21.).

Auf der Gegenseite musste Patrick Glowka dann Schwerstarbeit verrichten, als in kurzer Folge erst Robin Schulz (23.), dann Stefan Gürtler (24.) sich die Kugel zum Penalty zurechtlegen durften. In beiden Fällen währte der Iserlohner Nationaltorwart die Schüsse jedoch ab und hielt somit das 0:0 zur Pause. Zuvor gab es jedoch noch einige Turbulenzen vor den Toren, wobei Carlos Nunez und Sergio Pereira für Iserlohn ebenso das Tor verfehlten wie auf der Gegenseite Robin Schulz (alles 25.).

Halbzeit zwei begann wie der erste Abschnitt mit großem Augenmerk auf die Defensivarbeit. Jeder Fehler würde schließlich fatale Folgen haben können, was sich mit jeder abgelaufenen Minute noch potenzierte. Wieder waren es die Hausherren, gezwungen auch durch die Niederlage im ersten Spiel, die als Erste mehr riskierten - und sich an Patrick Glowka die Zähne ausbissen. Seine Parade gegen Lucas Karschau war jedoch die letzte erfolgreiche Rückstandsverhinderung gewesen (34.).

Sekunden darauf musste die Iserlohner Nr. 1 auf die Strafbank, war somit zum Zusehen verdonnert, als Liam Hages mit dem Rücken zu Tor stehend quasi blind abzog und der Ball von Roman Kaas Helm (der Knall war laut zu hören) ins Tor abprallte - 0:1 (37.).

Unmittelbar darauf rückte Patrick Glowka zwar wieder zwischen die Pfosten (und verhinderte gegen Robin Schulz (38./44.) sowie Kevin Karschau (40./49.) auch Schlimmeres. Da auf der Gegenseite aber sein Bruder Sebastian Glowka nicht seine gewohnte Sicherheit vom Punkt hatte, blieben die weiteren Anstrengungen unbelohnt.

Gleich trat der etatmäßige Strafstoßschütze den Ball an den Punkt. Im ersten Fall (10. SKG-Teamfoul) erhielt er dabei zudem noch unverhoffte Unterstützung der Germanen, da sich Maurice Michler ohne Einwilligung der Unparteiischen aus seinem Tor entfernte (was nur im Falle einer Verletzung erlaubt wäre) und somit für Timo Tegethoff Platz machen musste. Der SKG-Torwart war somit kalt, doch Sebastian Glowka zeigte Nerven und traf den Ball nicht richtig (42.).

Zwei Minuten später gab es die große Chance zur Wiedergutmachung, nachdem Stefan Gürtler sich im eigenen Strafraum ein Fußspiel erlaubt hatte. Doch auch gegen den wieder zurückgekehrten Maurice Michler zog Sebastian Glowka den Kürzeren und vergab damit die letzte große Möglichkeit zum Ausgleich. In der verbliebenen Zeit ließ Herringen die Kugel dann geschickt durch die eigenen Reihen rotieren, ging kein Risiko mehr ein, sodass der Meister 2015 nun im 3. Finalspiel gefunden werden muss.

SK Germania Herringen: M. Michler (42. - 43. T. Tegethoff); K. Karschau, L. Hages (1),
N. Halfmann, S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau.

ERG Iserlohn: P. Glowka (34. - 37. R. Kaas); C. Nunez, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Schiedsrichter: D. Loewe / S. Goldhausen.

Torfolge: 1:0 (37.) L. Hages.

Zeitstrafen: Herringen 0 min – Iserlohn 2 min (P. Glowka/34.).

Teamfouls: Herringen 13 - Iserlohn 13.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

16. Mai 2015

 

Kai Milewski - der Mann für die wichtigen Tore

DM-Play-offs, 1. Finale: ERG Iserlohn - SK Germania Herringen 6:5 (2:2)

„Ich habe heute von Kai Milewski eingefordert, was er vor ein paar Wochen mal flapsig sagte: Er schieße nur die wichtigen Tore. Das hat er heute getan“, wusste ERGI-Trainer Dirk Iwanowski genau, bei wem er sich für diesen Sieg im 1. DM-Finale zu bedanken hatte. Allerdings standen dem Youngster die übrigen Spieler in puncto Einsatzfreude und Kampf in nichts nach: „Es ist bemerkenswert gewesen, wie mein Team dreimal einen Rückstand weggesteckt hat. Ich denke, wir wollten heute einfach gewinnen, egal wie.“ Wie viel der Erfolg aber tatsächlich wert ist, wird sich in 14 Tagen in Herringen zeigen.


Iserlohns „4“ war Trumpf: Kai Milewski war mit seinen vier Toren der Mann des Tages in den Reihen der
ERG Iserlohn, dass musste auch ein sichtlich enttäuschter Liam Hages eingestehen. (Foto: Tim Graumann)

Es herrschte Hochspannung pur bis zur letzten Sekunde zwischen zwei Mannschaften, die sich von Anfang bis Ende in allen Belangen auf Augenhöhe gegenüberstanden. Die gut 600 Zuschauer kamen folglich auf ihre Kosten, sahen sie doch ein 50-minütiges Rollhockey-Spektakel der Extraklasse, das einem Finale – nach dazu ein Derby – mehr als gerecht wurde.

Die Startphase gehörte dem Titelverteidiger, die SKG begann mit ihrer typischen Startoffensive und nahm das ERG-Tor aus allen Rohren unter Beschuss. Doch die Iserlohner Abwehr hielt dem Druck zunächst stand, bis sich dann Liam Hages im Rücken von Sergio Pereira davonstahl und somit nach Querpass von Kevin Karschau völlig frei zum Abschluss kam – 0:1 (5.).

Nun mussten die Iserlohner naturgemäß mehr nach vorne riskieren, was sie anfällig für Konter machte, die Kevin Karschau indes nicht zum möglichen 2:0 nutzen konnte, als er zweimal durchbrach (6./7.). Dass aber auch die Sauerländer sich auf schnelles Passspiel verstehen, demonstrierten sie bei ihrem Ausgleich: Andre Costa passte diagonal auf Jorge Fonseca, der direkt in Zentrum weiterleitete, wo Kai Milewski den Ball volley über die Linie schob. 1:1 - alles wieder auf Anfang.


Spannung bis zur letzten Sekunde herrschte in der Iserlohner Hemberghalle, weil beide Seiten mit viel
Engagement - hier verstellt Lucas Karschau Carlos Nunez den Weg zum Tor - um den Sieg kämpften,
dabei aber stets fair blieben. (Foto: Tim Graumann)

Aber nur für weitere 80 Sekunden. Dann blieb Andre Costa mit einem Schussversuch an Stefan Gürtler hängen, stieß mit diesem zudem noch zusammen, was die Unparteiischen als grobes Foul werteten. Die Folge: Blaue Karte für den Iserlohner, Direkter für Herringen. Lucas Karschau übernahm die Verantwortung, scheiterte aber zunächst an ERG-Schlussmann Patrick Glowka, der den Nachschuss aber nicht mehr abwehren konnte. Doch auch diese Herringer Führung währte nicht lange, quasi im folgenden Angriff der Hausherren zog Kai Milewski kurz hinter der Mittellinie ab und sein leicht abgefälschter Schuss fand seinen Weg zum 2:2 in die Maschen (11.).

Danach glätteten sich die Angriffswogen deutlich, beide Seiten hatten nun verstanden, dass es auf eine konzentrierte Defensivleistung ankommt – und darin sind die beiden westfälischen Kontrahenten nun einmal einsame Spitze. Weitere Torchancen gab es folglich nicht, was der Spannung allerdings keinen Abbruch tat.

Umso überraschender war es, dass es nach dem Seitenwechsel keine 20 Sekunden dauerte, ehe Kevin Karschau die gesamte ERG-Abwehr genarrt und die Germanen zum dritten Mal in Führung gebracht hatte. Und der Meister legte nur fünf Minuten später bereits nach, wieder war Kevin Karschau von der gesamten Iserlohner Abwehr nicht zu bremsen und schloss schließlich im Fallen zum 4:2 ab. War dies die Vorentscheidung?

Mitnichten, die Iserlohner hatten nur wenige Sekunden darauf die Möglichkeit zur Antwort. Liam Hages hatte Andre Costa im Strafraum nur per Foul am Torerfolg hindern können – Penalty. Und diese Chance ließ sich Sebastian Glowka nicht nehmen, der Anschluss war wieder hergestellt. Sekunden später jubelten die Sauerländer erneut, Kai Milewski hatte eine Flanke von Jorge Fonseca zum 4:4 volley in die Maschen gedrückt. Und wieder nur eine Zeigerumdrehung darauf war es Andre Costa, der die Hausherren nach spektakulärem Sololauf im Fallen erstmals in Führung brachte.


Aus der Not heraus donnerte Andre Costa, ohne genau zu zielen, im Fallen den Ball in Richtung SKG-Tor
und forderte zunächst auch einen Freistoß, ehe er realisierte, die 5:4-Führung erzielt zu haben. (Foto: Tim Graumann)

Nun war Herringen um eine Reaktion gefragt, doch mit dem Rückstand tat sich der Titelverteidiger erstaunlich schwer. Die Iserlohner Defensive stand nun wie eine 1, nur per – zumeist harmlosen – Distanzversuchen kamen die Gäste zum Abschluss. Zwar blieb es auch auf der Gegenseite vor Maurice Michler ruhig, doch die Iserlohner Aktionen wirkten zwingender. Und so war das 6:4 durch Kai Milewski nach Doppelpass mit Andre Costa nur eine Frage der Zeit gewesen (43.).

Erst jetzt wachten die Herringer wieder auf, erhöhten nun den Druck, doch mehr als eine Penalty-Chance für Robin Schulz sprang dabei nicht heraus, die der Schütze dann auch noch an die Querlatte setzte (45.). Der Querbalken verhinderte aber nicht nur den SKG-Anschluss, sondern bei einem Knaller von Sergio Pereira auch die endgültige Entscheidung (47.).

So wurde es folglich noch einmal richtig spannend, als Andre Costa zweieinhalb Minuten vor dem Ende seine zweite blaue Karte erhielt. Lucas Karschau setzte den resultierenden Direkten zwar neben das Tor von Patrick Glowka, der in Unterzahl auch mehrfach gut reagierte, das 5:6 durch Robin Schulz letztlich aber nur heraus zögerte (49.).

77 Sekunden standen da noch auf der Uhr, ein Schlusskrimi war somit garantiert. Herringen warf alles nach vorne, schaffte es aber nicht, sich in der Iserlohner Hälfte festzusetzen, um Maurice Michler aus seinem Tor zu holen. Sergio Pereira traf erneut nur die Latte (50.), dann bekamen die Sauerländer den Ball nicht mehr vor dem eigenen Tor weg. Es brannte somit in den letzten Sekunden noch einmal lichterloh - Liam Hages und Lucas Karschau trafen das leere Tor nicht - , ehe die Sirene den Sieg der Hausherren in Stein meißelte.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa (1), K. Milewski (4), S. Glowka (1),
C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

SK Germania Herringen: M. Michler, T. Tegethoff; K. Karschau (2), L. Hages (1), N. Halfmann,
S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, R. Schulz (1), L. Karschau (1).

Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ehlert.

Torfolge: 0:1 (5.) L. Hages, 1:1 (8.) K. Milewski, 1:2 (10.) L. Karschau, 2:2 (11.) K. Milewski, 2:3 (26.) K. Karschau, 2:4 (31.) K. Karschau, 3:4 (31./Penalty) S. Glowka, 4:4 (33.) K. Milewski, 5:4 (34.) A. Costa, 6:4 (43.) K. Milewski, 6:5 (49./Überzahl) R. Schulz.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (A. Costa/10. & 48.) – Herringen 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 5 - Herringen 6.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

9. Mai 2015

 

Nach Blitzstart war der Weg ins Finale frei

DM-Play-offs, 2. Halbfinale: ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg 6:3 (3:0)

„Dass es noch einmal so spannend wurde, muss ich mir selbst ankreiden: Ich habe zu früh angefangen, durch zu wechseln“, war ERGI-Trainer Dirk Iwanowski nach dem Spiel durchaus kritisch - vornehmlich jedoch mit sich selbst. Denn seine Mannen ließen letztlich zu keinem Zweifel daran aufkommen, auf direktem Weg ins DM-Finale gegen den Titelverteidiger aus Herringen (gewann gegen Düsseldorf mit 6:4) einzuziehen, auch wenn sich die Gäste nach Kräften wehrten.

Schnellstmöglich den Deckel drauf machen wollten die Iserlohner und es sah auch ganz danach aus, als ob ihnen dieses Vorhaben perfekt gelingen sollte. Schon in der zweiten Spielminute traf Sergio Pereira per Rückhandschuss in den Knick und wenige Sekunden darauf verwandelte Sebastian Glowka einen Penalty souverän. 2:0 nach nicht einmal 120 Sekunden, die Iserlohner steuerten auf Finalkurs und Calenberg erinnerte sich an das 1:9-Debakel an gleicher Stelle von drei Monaten.

Und die Befürchtungen verstärkten sich in den kommenden Spielszenen noch, denn die Sauerländer spielten wie aus einem Guss, kamen zu einer Hülle an Möglichkeiten. Nur ein drittes Tor war zunächst nicht drin, Tim Richter im SCB-Kasten hielt dem Anrennen stand. Erst als sich Milan Brandt eine blaue Karte einhandelte und Sergio Pereira an den Punkt schritt, war das 3:0 endlich perfekt (14.).

Nun schien die Partie gelaufen, dachte wohl auch ERG-Trainer Dirk Iwanowski, der daraufhin der Startformation eine schöpferische Pause gönnte und Nils Hilbertz zu seinem Debüt im ERGI-Trikot verhalf. Doch die Wechsel kamen zu früh, der Faden ging verloren und die Bisons rappelten sich langsam, aber sicher wieder hoch. Leitwolf war dabei natürlich Milan Brandt, der mit seinem Treffer zum 1:3 (21.) einmal mehr seine Vollstreckerqualitäten bewies. Und als Sebastian Haas kurz darauf einen Strafstoß zum 2:3 nutzen konnte, war wieder Feuer im Spiel.

Die Niedersachsen sahen nun eine reelle Chance, ein drittes Spiel zu erreichen, und kamen mit einer veränderten Taktik auf das Feld zurück. Schon in der Iserlohner Spielhälfte wurde die Mann-gegen-Mann-Verteidigung aufgezogen, was die technisch versierteren Iserlohner durchaus vor Probleme stellte. So war auch das 4:2 durch Sebastian Glowka keine Erleichterung, zumal die Entscheidung nach blauer Karte gegen Sebastian Haas von Andre Costa vergeben wurde, der mit seinem Direkten am Pfosten scheiterte (32.).

So hatten die Gäste in Unterzahl sogar die Chance, wieder zu verkürzen, doch auch Milan Brandt brachte einen Penalty nicht ins Netz (33.), ebenso wenig wie Sebastian Haas, der es nach dem 10. ERG-Teamfoul versuchte (39.). Iserlohns Torwart Patrick Glowka zeigte bei den Paraden seine ganzen Qualitäten. Ein 3:4 hätte dem Spiel sicherlich noch einmal eine völlig neue Richtung gegeben, doch das nächste Tor gelang wieder den Gastgebern: Jorge Fonseca schloss einen Sololauf mit einem fulminanten Schuss ab (41.) und machte damit die vorangegangenen unzähligen verpassten Gelegenheiten vergessen.

Matheus Luther konnte fünf Minuten vor dem Ende zwar nochmals auf zwei Tore verkürzen, doch die Zeit rannte den Bisons nun davon. Als 100 Sekunden vor dem Ende Reik Johansson nach einem Foulspiel an Carlos Nunez die dritte SCB-Zeitstrafe kassierte und sich Milan Brandt wegen Meckerei gleich mit auf die Strafbank setzen durfte, war die letzte Chance endgültig vertan. Andre Costa behielt im Strafstoßduell mit Tim Richter nun die Nerven (6:3/49.), der Rest war für die Sauerländer dann reine Formsache.

ERG Iserlohn: P. Glowka, S. Kaas; C. Nunez, A. Costa (1), K. Milewski, S. Glowka (2), C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (2), N. Hilbertz.

SC Bison Calenberg:  T. Richter, J. van den Dungen; S. Leitmann, R. van den Dungen, F. Schmidt, L. Johansson, R. Johansson, S. Haas (1), M. Brandt (1), M. Luther (1).

Schiedsrichter: L. Nawratil / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (2.) S. Pereira, 2:0 (2./Penalty) S. Glowka, 3:0 (14./Direkter) S. Pereira, 3:1 (21.) M. Brandt, 3:2 (22./Penalty) S. Haas, 4:2 (30./Penalty) S. Glowka, 5:2 (41.) J. Fonseca, 5:3 (45.) M. Luther, 6:3 (49./Direkter) A. Costa.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Calenberg 8 min (M. Brandt/14. & 49. - S. Haas/32. – R. Johansson/49.).

Teamfouls: Iserlohn 14 - Calenberg 7.

Das Ergebnis des zweiten Halbfinals:
SKG Herringen - TuS Düsseldorf-Nord 6:4 (2:4) 2:0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

2. Mai 2015

 

Sebastian Glowka sichert ERGI den Matchball im Halbfinale

DM-Play-offs, 1. Halbfinale: SC Bison Calenberg - ERG Iserlohn 3:5 (1:1)

ERGI-Trainer Dirk Iwanowski brachte es auf den Punkt: „Wir haben den gewünschten Sieg und es damit nun in der Hand, schon im zweiten Match alles klar zu machen.“ So nüchtern das Fazit des Trainers nach dem Sieg im ersten Halbfinalspiel, so souverän traten seine Spieler in Niedersachsen auf. Zu keinem Zeitpunkt stand der Erfolg in Calenberg infrage, zu clever und routiniert traten die Iserlohner dort auf.

Anfangs ließen es beide Mannschaften betont verhalten angehen, ein Rückstand sollte hüben wie drüben unbedingt vermieden werden. Das gegenseitige Abtasten ging weit über die Mitte der ersten Hälfte hinaus, ehe es dann die Iserlohner waren, die mehr Risikobereitschaft zeigten. Der Lohn kam prompt, Andre Costa brachte die Sauerländer in Vorlage (18.). Ein perfekter Zeitpunkt, denn kurz darauf sah Sergio Pereira die blaue Karte, die aus Gästesicht allerdings keine weiteren Konsequenzen nach sich zog.

Und so schien es zur Pause einen knappen ERG-Vorsprung zu geben, als Matheus Luther doch noch eine zündende Idee hatte und sechs Sekunden vor Ablauf der Uhr die Kugel in die gegnerischen Maschen brachte.

Der Gegentreffer war für die Iserlohner Warnung genug, nach dem Wiederanpfiff sollte die Entscheidung nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Die Gäste nahmen nun das Heft in die Hand, erhöhten zunehmend den Druck und setzten die Bisons damit schnell matt. Sebastian Glowka brachte die ERG per Penalty schnell wieder in Führung (34.), kurz darauf erhöhte Sergio Pereira auch schon auf 3:1 (38.).

Nun hatten die taktisch sehr disziplinierten Iserlohner leichtes Spiel, aus der Abwehr heraus die Partie unter Kontrolle zu halten. Zumal Calenberg, die nur den Weg über Milan Brandt zu kennen schienen, auch kaum etwas einfiel, um sich aus der Klemme zu befreien. So war das 4:1 durch Sergio Pereira im Grunde schon der endgültig K.o (45.). Zwar verkürzte Milan Brandt im Gegenzug sofort wieder, doch ebenso schnell war Sebastian Glowka mit dem 5:2 zur Stelle. Dass Sebastian Haas eine weitere Minute später einen Strafstoß zum 3:5 verwandelte, spielte somit keine Rolle mehr.

SC Bison Calenberg: J. van den Dungen,  T. Richter; J. Rocha, R. van den Dungen, F. Schmidt,
L. Johansson, S. Haas (1), M. Brandt (1), M. Luther (1).

ERG Iserlohn: P. Glowka, S. Kaas; N. Kost, A. Costa (1), K. Milewski, S. Glowka (2), C. Hegener,
J. Fonseca, S. Pereira (2).

Schiedsrichter: M. Wittig / C. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (18.) A. Costa, 1:1 (25.) M. Luther, 1:2 (34.) S. Glowka, 1:3 (38.) S. Pereira, 1:4 (45.) S. Pereira, 2:4 (45.) M. Brandt, 2:5 (46.) S. Glowka, 3:5 (47./Penalty) S. Haas.

Zeitstrafen: Calenberg 2 min (M. Luther/50.) - Iserlohn 2 min (S. Pereira/18.).

Teamfouls: Calenberg 7 - Iserlohn 9.

Das Ergebnis des zweiten Halbfinals:
TuS Düsseldorf-Nord - SKG Herringen 3:5 (1:4) 0:1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

18. April 2015

 

Einzug ins Halbfinale war überaus schwere Geburt

DM-Play-offs, 2. Viertelfinale: ERG Iserlohn - RESG Walsum 3:1 (1:0)

Einerseits war ERGI-Trainer Dirk Iwanowski glücklich, schon im zweiten Spiel das Halbfinale perfekt gemacht zu haben. Das Zustandekommen indes ließ seine Grundstimmung er grantelig sein: „Es war eine äußerst schwere Geburt, bei der wir uns eigentlich nur selbst im Weg  standen. Kein Vergleich mit der Leistung der Vorwoche. Eine einzige Katastrophe war unsere Chancenverwertung, denn wir hätten den Sack alleine mit den vier Direkten deutlich früher zu machen müssen.“

150 Zuschauer sahen ein packendes Duell zweier Teams, die sich auf Augenhöhe gegenüber standen - und Chancen am Fließband produzierten. Immer wieder im Mittelpunkt deshalb die beiden Schlussmänner Patrick Glowka und Tobias Wahlen, die ihre Nationalmannschafts-Nominierungen mit etlichen Paraden fulminant bestätigten. Auf der anderen Seite führte dies zur angesprochenen miserablen Chancenverwertung, unter der allerdings auch der RESG-Trainer litt.

Den Zuschauern konnte es egal sein, denn so war bis zur letzten Sekunde Spannung garantiert. Oder genauer: bis zur 42. Minute. Denn ab da standen – mit einer knapp 30-sekündigen „Unterbrechung“ – nur noch maximal drei Walsumer auf dem Feld. Die Ursache dafür war ein durchaus blauwürdiges Foul von Felipe Sturla an Sergio Pereira im RESG-Strafraum, worüber sich indes Pedro Queiros beim Unparteiischen energisch beschwerte – und ebenfalls auf der Strafbank Platz nehmen durfte. Noch ehe diese Doppelstrafzeit abgelaufen war, kassierte auch noch Philipp Kluge den blauen Karton (44.). Zum Abschluss musste nochmals Felipe Sturla auf die Sünderbank (49.). Alles in allem also acht Minuten Überzahl für die Iserlohner, die es in dieser Zeit allerdings nicht schafften, ein Tor zu markieren. Weder vom Punkt (Timon Henke/42. - Sergio Pereira/44. - Jorge Fonseca (49.), noch aus dem Spiel heraus.

Allerdings führten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt mit 3:1 und konnten sich diese Nachlässigkeit folglich leisten. Andre Costa hatte die Richtung früh vorgegeben (9.), hätte jedoch schon Sekunden später per Strafstoß - Jose Barreto war der erste Blau-Sünder des Tages - das 2:0 nachschieben müssen. Ihm stand jedoch der Pfosten im Weg. Danach besaßen die Angreifer hüben wie drüben unzählige erstklassige Einschussmöglichkeiten, doch sowohl Patrick Glowka als auch Tobias Wahlen bewiesen immer wieder ihre herausragenden Klasse - und hielten das Spiel damit eng.

Aus Iserlohner Sicht war das 2:0 anfangs des zweiten Durchgangs durch Sergio Pereira somit eine Erleichterung, zumal der Rekordmeister nun den Druck erhöhte und dadurch das Heft an sich riss. Die logische Folge war das 1:2 von Felipe Sturla (33.), der wenig später vom Punkt (Andre Costa hatte „Blau“ gesehen/36.) allerdings das mögliche 2:2 verpasste. Somit erhielt Carlos Nunez die Gelegenheit, per Rückhand den alten Abstand wieder herzustellen (38.), was aufgrund der dann folgenden Ereignisse bereits die Entscheidung sein sollte. Denn in teils doppelter Unterzahl war Walsum in die Defensive gedrängt, konnte aber zumindest eine höhere Niederlage verhindern.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (1), A. Costa (1), K. Milewski, N. Kost, C. Hegener,
J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; P. Kluge, C. Berg, C. Nusch, S. Jostmeier, J. Barreto, P. Queiros, L. Boogers, F. Sturla (1).

Schiedsrichter: A. Feiteira / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (9.) A. Costa, 2:0 (26.) S. Pereira, 2:1 (33.) F. Sturla, 3:1 (38.) C. Nunez.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (A. Costa/36.) - Walsum 10 min (J. Barreto/9. – P. Queiros/42. – F. Sturla/42. & 49. – P. Kluge/44.).

Teamfouls: Iserlohn 7 - Walsum 8.

Die übrigen Ergebnisse der Viertelfinals:
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 5:4 (4:4/0:2) 1:1
SCB Calenberg - RSC Darmstadt 4:5 (2:1) 1:1
SKG Herringen - IGR Remscheid 10:2 (4:1) 2:0
         
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 6:5 (5:5/3:2) 2:1
SCB Calenberg - RSC Darmstadt 5:4 (4:4/1:1) 2:1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

11. April 2015

 

ERGI-Cracks ließen in Walsum nichts anbrennen

DM-Play-offs, 1. Viertelfinale: RESG Walsum - ERG Iserlohn 2:7 (0:3)

Dirk Iwanowski war sichtlich zufrieden, die freien Tage über Ostern hatten seinem Team gut getan. Der kleine Durchhänger in Meisterschaft und das Pokal-Aus waren ad acta gelegt - in Walsum ging das Team mit frischer Energie zu Werke. „Es war eine mannschaftlich geschlossene Leistung und wir hätten sicherlich auch noch höher gewinnen können, wenn wir alle Chancen konsequent genutzt hätten“, bilanzierte der ERGI-Trainer, der sich sicher ist: „Treten wir kommenden Samstag zu Hause aber erneut so konzentriert und diszipliniert in der Abwehr auf wie heute, sehe ich da keine Probleme für das Halbfinale.

Andre Costa sorgte mit dem 1:0 schon in der dritten Minute für einen Start nach Maß der Iserlohner. Die ließen in der Folgezeit in der Abwehr überhaupt nichts anbrennen, gingen die Walsumer frühzeitig an und hielten den Ball vom eigenen Tor fern.

Nahezu perfekt auch das ERGI-Umschaltspiel, wodurch Tobias Wahlen im RESG-Tor immer wieder auf die Probe gestellt wurde. Nach mehreren Glanzparaden und einigen Pfostentreffern ließ sich das 2:0 letztlich aber nicht verhindern: Lowie Boogers hatte „Blau“ gesehen, Andre Costa war bei Strafstoß kompromisslos (20.). Walsum hatte bis dahin so gut wie nicht stattgefunden, auch das 3:0 von Carlos Nunez (23.) war für die Hausherren noch geschmeichelt.

Entsprechend überraschend fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel das 1:3, Felipe Sturla hatte seinem Torriecher eindrucksvoll unter Beweis gestellt (31.). Doch ehe die roten Teufel nun durchstarten konnten, um dem Spiel wieder mehr Spannung zu verleihen, schlugen die Iserlohner zurück. Das 10. RESG-Teamfoul verwertete Andre Costa keine 60 Sekunden nach dem Anschluss zum 4:1. Drei weitere Zeigerumdrehungen später vollstreckte Sergio Pereira, ehe Jorge Fonseca in Überzahl – Felipe Sturla saß eine Zweiminuten-Strafe ab (35.) – für die Sauerländer das halbe Dutzend vollmachte.

In der Folgezeit spielte nur noch die ERGI, die alleine durch Sergio Pereira und Sebastian Glowka noch ein halbes Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten hatte, aber immer wieder an Tobias Wahlen scheiterte. Der RESG-Keeper ließ sein Team folglich noch besser aussehen, als das ohnehin schon klare Ergebnis aussagt.

Dass Philipp Kluge neun Minuten vor dem Ende auf 2:6 verkürzte fiel somit schon gar nicht mehr ins Gewicht, denn die Iserlohner ließen in ihrem Tempo keineswegs nach. Und so war kurz darauf der alte Abstand wieder hergestellt, Sergio Pereira hatte nach dem 15. Walsumer Teamfoul den vierten Direkten für die ERGI eiskalt verwandelt.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; P. Kluge (1), A. Kulossek, C. Nusch, A. Nottebohm, N. Rilhas,
P. Queiros, L. Boogers, F. Sturla (1).

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (1), A. Costa (3), K. Milewski, S. Glowka, N. Kost,
J. Fonseca (1), S. Pereira (2), T. Henke.

Schiedsrichter: D. Loewe / C. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (3.) A. Costa, 0:2 (20./Direkter) A. Costa, 0:3 (23.) C. Nunez, 1:3 (32.) F. Sturla, 1:4 (32./Direkter) A. Costa, 1:5 (34.) S. Pereira, 1:6 (37./Überzahl) J. Fonseca, 2:6 (41.) P. Kluge, 2:7 (43./Direkter) S. Pereira.

Zeitstrafen: Walsum 4 min (L. Boogers/20. – F. Sturla/35.) - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Walsum 16 - Iserlohn 8.

Die übrigen Ergebnisse der Viertelfinals:
RSC Cronenberg - TuS Düsseldorf-Nord 3:1 (0:1)
RSC Darmstadt - SCB Calenberg 2:3 (2:2)
IGR Remscheid - SKG Herringen 3:9 (1:3)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

28. März 2015

 

Pokal-Aus, weil Strafstoßchancen nicht genutzt wurden

DRIV-Pokal, Viertelfinale: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 4:2 (2:0)

„Wir waren definitiv nicht schlechter“, war ERGI-Trainer Dirk Iwanowski nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Spieler, was letztlich - angesichts des frühen Pokal-Aus - nur ein schwacher Trost war. Denn es gab durchaus ein Haar in der Suppe, das wohl letztlich auch entscheidend war: „Wer vier Strafstöße hat, sollte daraus eigentlich mindestens zwei Tore machen!“ In dieser Hinsicht war die Iserlohner Quote jedoch - Null.

Es war das erwartet enge und spannende Match, bei dem letztlich die größere Abgebrühtheit der Herringer vor dem gegnerischen Tor den Ausschlag gab. Die Entscheidung fiel allerdings erst in den letzten Sekunden, als Kevin Karschau den Ball ins verwaiste ERG-Tor schob.

Die Abwehrreihen beider Mannschaften machten die Räume vor dem jeweils eigenen Tor eng, über schnelles Umschaltspiel wurde der Weg zum Torerfolg gesucht. Da dies hüben wie drüben jeweils 1a umgesetzt wurde, war es über die gesamte Strecke eine spannende und sehenswerte Partie mit vielen Torszenen, in denen die Schlussmänner immer wieder im Fokus standen. Und aus Iserlohner Sicht immer wieder das Gestänge des SKG-Tores. „Am Ende waren es bestimmt zehn Pfosten- und Lattentreffer“, bilanzierte Dirk Iwanowski.

In der 13. Minute war es dann Robin Schulz, der mit einem perfekten Schuss in den Winkel den Bann brach und die Hausherren in Führung brachte. Diese hätte nach blauer Karte gegen Jorge Fonseca (15.) wenig später ausgebaut werden können, doch vom Punkt und in Überzahl gelang den Germanen zunächst kein weiteres Tor gegen den bärenstarken Patrick Glowka. Kaum waren die Iserlohner jedoch wieder komplett, mussten sie dann doch das 0:2 hinnehmen, Kevin Karschau hatte aus der Distanz getroffen (18.).

„2:0 – noch ist nichts entschieden“, waren sich die beiden Trainer Hans-Werner Meier (SKG) und Dirk Iwanowski (ERG) zur Pause jedoch im Klaren, dass der Sieger erst in der zweiten Hälfte gefunden würde. Und in die starteten die Gäste in Überzahl, da kurz vor dem Seitenwechsel Liam Hages den blauen Karton gesehen hatte. Das mögliche 1:2 verhinderte beim Strafstoß von Timon Henke der Pfosten. Aber auch in Überzahl blieb der erwünschte Erfolg aus. Vielmehr leistete sich Iserlohns Schlussmann just in der Phase, als die Aufholjagd so richtig ins Rollen kam den wohl entscheidenden Fehler und ließ die Kugel zum 3:0 ins Netz rutschen (31.).

Iserlohn steckte jedoch keineswegs auf, nahm die Herausforderung an - und haderte mit dem Schicksal, denn der Pfosten sowie SKG-Schlussmann Maurice Michler verhinderten die nötigen Tore. Sebastian Glowka (35.) und Sergio Pereira (40.) konnten in dieser Phase zwei weitere Strafstöße nicht verwerten.

Dann aber ging es plötzlich ganz schnell, mit einem Doppelschlag vier Minuten vor dem Ende noch einmal richtig spannend: Carlos Nunez traf zum 1:3, wenige Sekunden später vollstreckte Sergio Pereira zum 2:3 (beides 46.). Nun setzten die Iserlohner alles auf eine Karte, um noch die Verlängerung zu erreichen: Patrick Glowka verließ sein Tor, musste dann nach dem 15. Teamfoul aber noch einmal zwischen die Pfosten, um einen weiteren Direkten (es war der dritte gegen die ERGI) erfolgreich abzuwehren (50.).

Dies alles half aber nichts, auch weil zuvor schon Sebastian Glowka auf der Gegenseite einen Penalty nicht an SKG-Hexer Maurice Michler hatte vorbei bringen können, der dabei seine vierte Strafstoßparade an diesem Tag bejubelte (48.). Und dann machte Kevin Karschau für den Titelverteidiger endgültig alles klar (50.).

SK Germania Herringen: M. Michler, T. Tegethoff; K. Karschau (3), L. Hages, S. Gürtler, P. Michler, R. Schulz (1), J. Klein, K. Karschau.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca,
S. Pereira, T. Henke.

Schiedsrichter: T. Ullrich / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (13.) R. Schulz, 2:0 (18.) K. Karschau, 3:0 (31.) K. Karschau, 3:1 (46.) C. Nunez, 3:2 (46.) S. Pereira, 4:2 (50./Empty-net-goal) K. Karschau.

Zeitstrafen: Herringen 4 min (L. Hages/25. – K. Karschau/40.) - Iserlohn 2 min (J. Fonseca/15.).

Teamfouls: Herringen 6 - Iserlohn 15.

Die übrigen Spielergebnisse:
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 1:3 (0:1)
RSC Darmstadt - RESG Walsum 6:4 (2:2)
HSV Krefeld - SCB Calenberg 5:8 (1:5)

Halbfinal-Paarungen am 25. April 2015

RSC Darmstadt - SKG Herringen
SCB Calenberg - RSC Cronenberg

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

21. März 2015

 

Prestige-Sieg auf der Zielgeraden unter Dach und Fach gebracht

1. Bundesliga, 18. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 4:1 (1:1)

Es ging ums Prestige - nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Und folglich hängten sich beide Teams mächtig ins Zeug. Natürlich auch, um mit einem positiven Abschluss der Hauptrunde in die nun kommenden K.o.-Spiele in Pokal- und Play-off-Serie zu gehen. Und diesen Vorteil verschaftte sich die ERGI nach zuletzt durchwachsenen Leistungen mit Bravour.

Es ging gewohnt hitzig zu im Duell zwischen den ewigen Rivalen, wobei es letztlich ja nur um das Prestige ging, denn die Abschlussplatzierungen waren beiden Teams ja schon vor dem Anpfiff gewiss. Die Iserlohner behielten dabei am Ende den kühleren Kopf.

Sergio Pereira sorgte in der vierten Minute für einen perfekten Start der Hausherren, die auch in der Folge den Ton angaben, es jedoch versäumten, das zweite Tor nachzulegen. Die größte Chance verstrich nach einer blauen Karte gegen Jordi Molet (18.). Und wie so oft im Sport rächte sich diese Nachlässigkeit, Sekunden vor der Pause stellte Marco Bernadowitz den Gleichstand wieder her, nachdem auch die Cronenberger zuvor eine Überzahlphase (Blau für Sergio Pereira/20.) ungenutzt verstreichen lassen hatten.

In der zweiten Hälfte ging es lange Zeit auf Augenhöhe hin und her, die beiden Schlussmänner Patrick Glowka und Eric Soriano hielten mit vielen guten Paraden den Spielstand fest. Je näher das Ende rückte, desto emotionaler wurde die Partei, was schließlich auch Kay Hövelmann eine zweiminütige Abkühlung einbrachte. Und diesen dritten Strafstoß verwertete Sebastian Glowka nun für die Sauerländer, die damit den entscheidenden Schlag setzten (44.). Cronenberg riskierte nun alles – und rannte ins offene Messer. Per Doppelschlag machten Andre Costa (47.) und Kai Milewski (48.) den Iserlohner Erfolg perfekt.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa (1), K. Milewski (1), S. Glowka (1), C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

RSC Cronenberg: E. Soriano, S. Wilk; M. Schmahl, J. Molet, M. Bernadowitz (1), M. Wochnik, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel.

Schiedsrichter: S. Dahlbock / T. Flössel.

Torfolge: 1:0 (4.) S. Pereira, 1:1 (24.) M. Bernadowitz, 2:1 (44./Direkter) S. Glowka, 3:1 (47.) A. Costa, 4:1 (48.) K. Milewski.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (S. Pereira/20.) - Cronenberg 8 min (J. Molet/18. – B. Nusch/27. – K. Hövelmann/44. – M. Berenbeck/49.).

Teamfouls: Iserlohn 11 - Cronenberg 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
SKG Herringen - HSV Krefeld 10:0 (3:0)
TuS Düsseldorf-Nord - RESG Walsum 3:9 (1:4)
Valkenswaardse RC - SCB Calenberg 6:7 (2:0)
IGR Remscheid - RSC Darmstadt 2:5 (2:2)

Tabelle nach dem 17. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
18
14
2
2

114:52

+62
44
2.
ERG Iserlohn
18
12
3
3
97:56
+41
39
3.
SC Bison Calenberg
18
11
2
5
100:88
+12
35
4.
TuS Düsseldorf-Nord
18
9
4
5
81:73
+8
31
5.
RSC Cronenberg
18
9
1
8
62:59
+3
28
6.
RSC Darmstadt
18
8
4
6
78:75
+3
28
7.
RESG Walsum
18
8
1
9
85:75
+10
25
8.
IGR Remscheid
18
5
2
11
66:98
-32
17
9.
Valkenswaardse RC
18
3
0
15
50:106
-56
9
10.
HSV Krefeld
18
1
1
16
64:115
-51
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

14. März 2015

 

3:3 im Endspurt erkämpft

1. Bundesliga, 17. Spiel: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 3:3 (2:0)

Die Niederlage gegen Düsseldorf hatte einige Spuren in den Köpfen der ERGI-Recken hinterlassen, die in Darmstadt eine lange Anlaufzeit brauchten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. „Die erste Hälfte war nichts“, nahm ERGI-Trainer Dirk Iwanowski deshalb auch zunächst kein Blatt vor den Mund, um dann jedoch umso betonter nachzuschieben: „Nach dem Seitenwechsel war es unser Spiel und wir haben uns mit gerade einmal fünf Feldspielern den Punkt redlich verdient.“ Mit dem war er dann auch hochzufrieden, zumal er wusste: „Es gibt ab jetzt keine leichten Spiele mehr, jetzt geht es um den Titel, und da reden mehr als nur zwei Mannschaften ein Wort mit.

Die Umstände - lange Anreise, kleiner Kader, Erfolgsdruck nach der Niederlage gegen Düsseldorf - taten den Iserlohnern nicht gut, die erste Hälfte im hessischen Landesleistungszentrum war nicht der Rede wert. Einzig Schlussmann Patrick Glowka zeigte Normalform und hielt seine Mannen mit etlichen Paraden gegen die selbstbewussten Mainkrokodile im Spiel. Einzig bei einem Penalty von Max Hack hatte er das Nachsehen (14.).

Dass es nicht beim knappen 0:1 zur Pause blieb, war dann einem Geistesblitz des RSC-Torjägers zu verdanken, der drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff schlitzohrig zum 2:0 abschloss. Für die Iserlohner war aber selbst dies noch schmeichelhaft, denn die Hausherren waren ganz klar am Drücker.

Diese Situation kannten die Sauerländer indes schon aus dem Hinspiel, in dem sie auch zum Seitenwechsel im Hintertreffen lagen - 2:4 hieß es im Dezember. Folglich waren sich die Iserlohner sicher, auch in Darmstadt noch längst nicht auf dem Abstellgleis gelandet zu sein. Und der Rückstand bewirkte Wunder. Nun war der unbedingte Druck, gewinnen zu müssen, weg und die ERGI spielte befreit auf. So entwickelte sich nach dem Wiederbeginn ein flotter Schlagabtausch, wobei nun die Gäste die besseren Szenen für sich verbuchten. Doch auch Philip Leyer hatte einen guten Tag und ließ lange Zeit kein Tor zu.

Zehn Minuten vor dem Ende indes knackte Sergio Pereira die Barriere und leitete mit seinem 1:2 eine überaus turbulente Schlussphase ein. Sechs Minuten später stellte Max Hack den alten Abstand zwar wieder her, doch der hielt nur Sekunden, denn umgehend nach Wiederanpfiff schob Jorge Fonseca schon zum 2:3 ein. Nun waren die Iserlohner so richtig in Schwung, das 3:3 durch Kai Milewski folglich die logische, wenn auch etwas glückliche Konsequenz (48.).

RSC Darmstadt: P. Leyer, N. Schröter; F. Bender, M. Barreto, J. Falco Moya, P. Wagner, J. Gonzalez, M. Hack (3), J. Rohmert, M. Becker.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; A. Costa, K. Milewski (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke.

Schiedsrichter: T. Ullrich / B. Ullrich.

Torfolge: 1:0 (14./Penalty) M. Hack, 2:0 (22.) M. Hack, 2:1 (40.) S. Pereira, 3:1 (46.) M. Hack, 3:2 (46.) J. Fonseca, 3:3 (48.) K. Milewski.

Zeitstrafen: Darmstadt 0 min - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Darmstadt 7 - Iserlohn 4.

Die übrigen Spielergebnisse:
SCB Calenberg - SKG Herringen 7:8 (1:5)
HSV Krefeld - RESG Walsum 5:7 (2:5)
RSC Cronenberg - Valkenswaardse RC 5:0 (2:0)
IGR Remscheid - TuS Düsseldorf-Nord 2:8 (0:3)

Tabelle nach dem 17. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
17
13
2
2

104:52

+52
41
2.
ERG Iserlohn
17
11
3
3
93:55
+38
36
3.
SC Bison Calenberg
17
10
2
5
93:82
+11
32
4.
TuS Düsseldorf-Nord
17
9
4
4
78:64
+14
31
5.
RSC Cronenberg
17
9
1
7
61:55
+6
28
6.
RSC Darmstadt
17
7
4
6
73:73
0
25
7.
RESG Walsum
17
7
1
9
76:72
+4
22
8.
IGR Remscheid
17
5
2
10
64:93
-29
17
9.
Valkenswaardse RC
17
3
0
14
44:99
-55
9
10.
HSV Krefeld
17
1
1
15
64:105
-41
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

7. März 2015

 

10. Teamfoul besiegelte Niederlage gegen Düsseldorf

1. Bundesliga, 16. Spiel: ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord 3:4 (1:1)

Wer seine Chancen nicht nutzt, kann auch nicht gewinnen. So einfach war die Erklärung für die zweite Heimniederlage der ERG Iserlohn gegen starke Düsseldorfer, die vor allem einen Trumpf hatten: Schlussmann Jan Kutscha. „Er hat phänomenal gehalten“, befand auch ERGI-Trainer Dirk Iwanowski, der ansonsten die Gründe für die Niederlage in besagter Torflaute sah. Denn Möglichkeiten zum Sieg hatte der gestürzte Tabellenführer reichlich. Andererseits ist die Niederlage für Iwanowski auch kein Beinbruch: „Es geht noch weiter!“

Die erste Hälfte gehörte der ERGI, die mit dem Selbstbewusstsein des Spitzenreiters agierte und den Düsseldorfern keinen Raum zur Entfaltung ließ. Doch so schön sich das Iserlohner Angriffshockey auch ansehen ließ, es hatte einen entscheidenden Haken: Mehr als das 1:0 durch Sergio Pereira (10.) sprang dabei nicht heraus, wenngleich es eine Hülle an Möglichkeiten für die Gastgeber gab. So verpassten es Jorge Fonseca (14./19.), Andre Costa (19.), Timon Henke (19.) und der Torschütze selbst (21.) mehrfach, den Sack schon im ersten Durchgang weitgehend zuzumachen.

Dies sollte sich bitter rächen, wobei die Rheinländer durchaus mehrfach ihre Gefährlichkeit aufblitzen ließen und dann keine vier Minuten zur Wende brauchten. Zunächst bestrafte Andreas Paczia einen eklatanten Fehlpass von Sergio Pereira mit einem Millimeter genau getimten Rückhandschuss ins Toreck mit dem 1:1 (23.). Dann war die zweite Halbzeit keine Minute alt, als Carlos Nunez den Ball an der Mittellinie gegen Andre Beckmann verlor, der im Anschluss nicht mehr aufzuhalten war und zum 2:1 abschloss.

Im weiteren Verlauf demonstrierte Düsseldorf taktische Abwehrdisziplin auf höchstem Niveau. Iserlohn fand kaum eine Lücke, gingen darüber hinaus aber auch weiterhin sehr fahrlässig - Jorge Fonseca (28./35.), Andre Costa (30./Direkter), Carlos Nunez (32.) - mit ihren Chancen um. Erst eine regelrechte Energieleistung von Kai Milewski, der den Ball im Fallen und umringt von drei TuSlern ins Tor bugsierte, brachte den Ausgleich (40.). Der hatte indes nur kurze Zeit bestand: Tarek Abdalla wurde nicht attackiert und „bedankte“ sich mit der erneuten TuS-Führung (42.).

Weitere zwei Minuten später verursachte Tarek Abdalla das 14. Teamfoul der Düsseldorfer, was deren Betreuer Peter Broich monierte, wofür er die rote Karte erhielt. War mit der daraus resultierenden vierminütigen Überzahl der Weg für die Iserlohner frei zur Wende? Es sah zunächst so aus, denn nach drei ERGI-Pfostentreffern binnen 30 Sekunden brachte Sergio Pereira den Ball via Innenpfosten zum 3:3 in die Maschen (47.). Und hätte zehn Sekunden später den K.o.-Schlag setzen können, als er zum Direkten antreten durfte, Jan Kutscha mit seiner Abwehr aber endgültig zum Helden des Tages machte.

Auf der Gegenseite kassierten die Iserlohner 87 Sekunden vor dem Ende dann ihrerseits das 10. Teamfoul, nun trat Daniel Kutscha an den Punkt und donnerte die Kugel zum 4:3 ins Iserlohner Tor. Es half auch nichts mehr, dass Patrick Glowka die letzten 30 Sekunden zugunsten eines fünften Feldspielers sein Tor verließ.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke.

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, L. Brandt; J. Pink, A. Beckmann (1), T. Paczia, L. Broich, T. Abdalla (1), D. Kutscha (1), A. Paczia (1).

Schiedsrichter: L. Nistroy / C. Nistroy.

Torfolge: 1:0 (10.) S. Pereira, 1:1 (23.) A. Paczia, 1:1 (26.) A. Beckmann, 2:2 (40.) K. Milewski, 2:3 (42) T. Abdalla, 3:3 (47./Überzahl) S. Pereira, 3:4 (49./Direkter) D. Kutscha.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min - Düsseldorf 0 min.

Rote Karte: P. Broich (44./TuS)

Teamfouls: Iserlohn 10 - Düsseldorf 14.

Die übrigen Spielergebnisse:
Valkenswaardse RC - SKG Herringen 1:10 (1:4)
RESG Walsum - SCB Calenberg 8:5 (4:3)
RSC Cronenberg - RSC Darmstadt 3:3 (2:3)
IGR Remscheid - HSV Krefeld 3:2 (1:1)

Tabelle nach dem 16. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
16
12
2
2

96:45

+51
38
2.
ERG Iserlohn
16
11
2
3
90:52
+38
35
3.
SC Bison Calenberg
16
10
2
4
86:74
+12
32
4.
TuS Düsseldorf-Nord
16
8
4
4
70:62
+8
28
5.
RSC Cronenberg
16
8
1
7
56:55
+1
25
6.
RSC Darmstadt
16
7
3
6
70:70
0
24
7.
RESG Walsum
16
6
1
9
69:67
+2
19
8.
IGR Remscheid
16
5
2
9
62:85
-23
17
9.
Valkenswaardse RC
16
3
0
13
44:94
-50
9
10.
HSV Krefeld
16
1
1
14
59:98
-39
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

28. Februar 2015

 

Unterhaltsames Pokalderby kannte keinen Verlierer

DRIV-Pokal, Achtelfinale: ERSC Schwerte - ERG Iserlohn 2:15 (1:6)


Vor dem Spiel gab es ein gemeinsames Erinnerungsfoto für dieses seltene Lokalderby. (Foto: Christoph Rücker)

In ihrem Statement zum soeben beendeten Lokalderby waren sich Dirk Iwanowski und sein Schwerter Konterpart Thomas Nöckel einig: „Wir sind zufrieden!“ Und auch der ehemalige Iserlohner Meisterspieler in ERSC-Diensten, Marc Dove, war sich sicher: „Wir haben uns gut verkauft, heute gab es keinen Verlierer.“ Die fast 200 Zuschauer gaben ihm sicherlich recht, denn der Underdog hatte sich gegen den Vorjahresfinalisten mit einer mutigen Vorstellung bestens verkauft und Werbung in Sachen Rollhockey gemacht.


Einen unterhaltsamen Schlagabtausch boten sich der ERSC Schwerte und die ERG Iserlohn im Pokalderby,
wenngleich der Erstligist auch nie ernsthaft in Gefahr geriet. (Foto: Tim Graumann)

Das Ergebnis war letztlich zweitrangig, wichtiger war für alle, dass es ein gelungener Abend war. Und dazu trugen alle Beteiligten ihren Anteil zu bei. Die Schwerter nutzten die Gelegenheit, um perfekte Werbung in eigener Sache zu machen, wobei die Iserlohner den Zweitligisten gerne unterstützten. Keine Frage, schließlich ist der ERSC ja so etwas wie eine ERGI-Zweigstelle für altgediente Recken. Neben Stürmer Marc Dove tragen auch noch Maximilian Springer, Jose Aleixo, Torben Engler das Trikot der Ruhrstädter.

Zunächst einmal rieben sich die Iserlohner die Augen, denn der Underdog hatte die Chuzpe, sich dem Favoriten mit einer Manndeckung zu stellen. Offenes Visier war also angesagt - und dies tat dem Spiel gut. Zwar dauerte es gerade einmal 124 Sekunden, da klingelte es nach einem strammen Schuss von Sebastian Glowka das erste Mal im von Sebastian Gottge über weite Strecken glänzend bewachte ERSC-Tor. Doch die Schwerter hielten munter dagegen, vor allem Marc Dove zwang ERGI-Schlussmann Roman Kass immer wieder zu Glanzparaden (3./8.).


Christopher Hegener ließ sich nur selten von den ehemaligen Iserlohnern Max Springer (l.) und Marc Dove
bremsen und steuerte am Ende mit drei Tore zum Sieg bei. (Foto: Tim Graumann)

Die Tore aber fielen aufgrund der höheren Präzession beim Erstligisten nur auf der Gegenseite: Nachdem Christopher Hegener aus der Distanz (9.) und Jorge Fonseca nach einem Querpass von Sebastian Glowka (13.) auf 3:0 erhöht hatten, ließ Letztgenannter noch einen Hattrick folgen. Den Schlusspunkt setzte allerdings der Gastgeber, der durch Dennis Müller zum ebenso umjubelten wie verdienten Ehrentreffer kam (25.).

Nach dem Seitenwechsel boten die Ruhrstädter den Iserlohnern noch zehn Minuten lang tapfer Paroli, dann waren ihre Kräfte aufgebraucht. Jorge Fonseca und Andre Costa hatten endgültig für klare Verhältnisse gesorgt, danach tobten sich vor allem Youngster Niklas Kost (3), Christopher Hegener (2) und Sebastian Glowka (2) im Schwerter Strafraum aus. Zwischendurch hatte Marc Dove mit dem zum 2:9 noch einmal für ausgelassene ERSC-Jubelstimmung gesorgt (36.).

Die nächste Pokalhürde wird für die Iserlohner nun ungleich höher: Im Viertelfinale kommt es zur Neuauflage des Vorjahrespokals mit der SK Germania Herringen, wobei die Waldstädter am 28. März in der Glückauf-Arena antreten müssen.

ERSC Schwerte: Se. Gottge (ab 40. T. Engler); D. Müller (1), M. Dove (1), Si. Gottge, J. Aleixo, A. Köster, D. Elmerhaus, M. Springer.

ERG Iserlohn: R. Kaas, P. Glowka; C. Nunez, A. Costa (1), N. Kost (3), S. Glowka (6), C. Hegener (3), J. Fonseca (2), T. Henke.

Schiedsrichter: K. Andres / A. Hasenheit.

Torfolge: 0:1 (3.) S. Glowka, 0:2 (9.) C. Hegener, 0:3 (13.) J. Fonseca, 0:4 (19.) S. Glowka, 0:5 (22.) S. Glowka, 0:6 (23./Penalty) S. Glowka, 1:6 (25.) D. Müller, 1:7 (28.) J. Fonseca, 1:8 (30.) A. Costa, 1:9 (31.) N. Kost, 2:9 (36.) M. Dove, 2:10 (36./Direkter) N. Kost, 2:11 (38.) C. Hegener, 2:12 (40.) C. Hegener, 2:13 (42.) S. Glowka, 2:14 (44./Direkter) N. Kost, 2:15 (48.) S. Glowka.

Zeitstrafen: Schwerte 4 min (M. Dove/36. – Si. Gottge/44.) - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Schwerte 14 - Iserlohn 7.

Die übrigen Spielergebnisse:
TuS Düsseldorf-Nord - IGR Remscheid 2:1 (1:1)
RSC Cronenberg II - RESG Walsum 4:13 (1:7)
RHC Recklinghausen - RSC Cronenberg 3:8 (1:3)
TSG 1846 Darmstadt - SCB Calenberg 0:11 (0:5)
HSV Krefeld II - SKG Herringen 1:28 (0:10)
SCM Wuppertal - HSV Krefeld 3:8 (0:2)

Viertelfinal-Paarungen am 28. März 2015

SKG Herringen - ERG Iserlohn
Hüls/RSC Darmstadt - RESG Walsum
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg
HSV Krefeld - SCB Calenberg

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

21. Februar 2015

 

Dirk Iwanowski: „Hauptsache gewonnen!“

1. Bundesliga, 15. Spiel: HSV Krefeld - ERG Iserlohn 2:4 (1:1)

Es war zu 70 Prozent eine Kopfsache, dazu kamen dann noch die üblichen Krefeld-Probleme: glatter Boden und niedrige Bande“, analysierte Iwanowski die Partie mit klaren Worten und war am Ende froh, die drei (Pflicht-)Punkte mit nach Hause nehmen zu können: „Hauptsache gewonnen!“ Dass es in Krefeld kein Selbstläufer werden würde, davor hatte ERGI-Coach Dirk Iwanowski im Vorfeld eindringlich gewarnt. Und die Ahnungen des Iserlohner Trainers sollten sich deutlicher bewahrheiten, als es seinen Spielern recht sein konnte: Die Aufgabe beim Tabellenschlusslicht entpuppte sich als echte Nagelprobe.

Die Hausherren nutzen ihren Heimvorteil vortrefflich aus, ließen die behäbigen Iserlohner anfangs gar nicht ins Spiel kommen und markierten durch Niklas Kluschewski schließlich nicht unverdient das 1:0 (10.). Danach wachten die Sauerländer zwar aus ihrem Tiefschlaf auf, doch so richtig in Schwung kamen sie nicht. Der Ausgleich durch Andre Costa war angesichts einiger sehenswerter HSV-Angriff, bei denen Schlussmann Patrick Glowka all sein Können aufbieten musste, sogar schmeichelhaft (15.).

In der Pause gab es dann ein paar klare Worte des Trainers - und prompt lief es besser: Kai Milewski erwischte den guten HSV-Goalie Fynn Hilbertz gleich in der ersten Minute auf dem falschen Fuß - 2:1 (26.). Nun lief es deutlich besser, nur im Abschluss haperte es noch deutlich. So blieb es spannend, denn die Krefelder hielten munter dagegen und waren dem Ausgleich mehrfach nahe. Entsprechend groß war die Erleichterung, als nach einigen verpassten Großchancen Carlos Nunez endlich das 3:1 gelang (39.).

Die Hausherren steckten zwar noch nicht auf, doch die Zeit wurde immer knapper. Erst zwei Minuten vor dem Ende verkürzte Stephan Micus auf 2:3, doch umgehend stellte Kai Milewski die Iserlohner Zwei-Tore-Führung wieder her, die sie in der Restspielzeit clever über die Zeit brachten..

HSV Krefeld: F. Hilbertz, M. Haas; S. Micus (1), N. Hilbertz, F. Görtz, P. Greiffenstein, D. Hausch, N. Kluschewski (1), N. Fichtner, S. Emmrich.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (1), A. Costa (1), K. Milewski (2), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, N. Kost.

Schiedsrichter: M. Dowideit / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (10.) N. Kluschewski, 1:1 (15.) A. Costa, 1:2 (26.) K. Milewski, 1:3 (39.) C. Nunez, 2:3 (48.) S. Micus, 2:4 (48.) K. Milewski.

Zeitstrafen: Krefeld 0 min - Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Krefeld 7 - Iserlohn 8.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - Valkenswaardse RC 10:5 (4:2)
SKG Herringen - RESG Walsum 8:5 (4:1)
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 5:2 (2:0)
SCB Calenberg - IGR Remscheid 8:4 (4:3)

Tabelle nach dem 15. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
15
11
2
2

87:48

+39
35
2.
SKG Herringen
15
11
2
2
86:44
+42
35
3.
SC Bison Calenberg
15
10
2
3
81:66
+15
32
4.
TuS Düsseldorf-Nord
15
7
4
4
66:59
+7
25
5.
RSC Darmstadt
15
7
2
6
67:67
0
23
6.
RSC Cronenberg
14
7
0
7
48:49
-1
21
7.
RESG Walsum
15
5
1
9
61:62
-1
16
8.
IGR Remscheid
15
4
2
9
59:83
-24
14
9.
Valkenswaardse RC
15
3
0
12
43:84
-41
9
10.
HSV Krefeld
14
1
1
12
54:90
-36
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

20. Februar 2015

 

Nils Hilbertz kommt im Sommer zur ERG Iserlohn

HSV-Talent ist erster Neuzugang für die Saison 2015/16

Noch läuft die Hauptrunde der Saison 2014/15, doch die Verantwortlichen der ERG Iserlohn haben schon die kommende Serie im Blick: Die Planungen für 2015/16 laufen bereits auf Hochtouren, sodass nun auch schon eine erste wichtige Personalentscheidung perfekt gemacht werden konnte. Nils Hilbertz (HSV Krefeld) wechselt im Sommer in die Waldstadt.


Nils Hilbertz wird ab Sommer 2015 das Trikot der ERG Iserlohn tragen. (Montage: Tim Graumann)

An diesem Wochenende Hilbertz freilich noch (ein letztes) Mal auf der gegnerischen Seite stehen, wenn die Iserlohner ihre Visitenkarte in Krefeld abgeben. Seine Entscheidung, im kommenden Jahr für die Waldstädter aufzulaufen, ist jedoch schon in trockenen Tüchern, in den letzten Tagen hat er seinen aktuellen Verein darüber in Kenntnis gesetzt.

„Nils ist ein großes Talent, das gut in unser Gefüge passt und hier sicherlich auch den teaminternen Wettbewerb anfeuern wird“, setzt Ralf Henke große Stücke auf den Krefelder. Der studiert momentan in Paderborn Sportwissenschaften und muss für Training und Spieleinsätze somit immer weite Fahrten auf sich nehmen. Doch dass alleine ist sicherlich nicht der Grund für einen Wechsel gewesen, vielmehr reizt den 21-Jährigen die sportliche Herausforderung: „Ich möchte international spielen, was in Krefeld sicherlich sobald nicht möglich sein wird.“

Erfahrungen bringt der Krefelder durchaus mit, stand er doch 2012 im U20-Aufgebot für die Europameisterschaft in St. Omer, wo er unter der Regie von Marc Berenbeck die Bronzemedaille holte.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

14. Februar 2015

 

Nach 0:1 folgte ein ERGI-Feuerwerk

1. Bundesliga, 14. Spiel: ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg 8:1 (5:1)

„Wir haben im Moment einen phänomenalen Lauf, auch weil wir körperlich alle absolut fit sind und die Erfolge unbedingt wollen. Das hat heut den Unterschied ausgemacht, denn wir wollten von der ersten Minute an den Sieg. Die gezeigte Leistung war wieder einmal absolut top!“, womit ERGI-Trainer Dirk Iwanowski sicher nicht nur das aktuelle Spiel, sondern den derzeitigen Run seiner Schützlinge meinte. Die Bisons aus Calenberg waren jedenfalls nicht in der Lage, die Iserlohner Serie zu beenden.


Die ERGI-Cracks - hier Carlos Nunez beim 6:1 (29.) - feuerten im Spitzenspiel gegen Calenberg ein wahres
Feuerwerk ab und siegten absolut verdient mit 8:1. (Foto: Tim Graumann)

Die Sauerländer gingen mit großem Elan in die Begegnung, gaben schon nach neun Sekunden durch Andre Costa einen gefährlichen Warnschuss ab, der SCB-Torwart Joey van den Dungen alles abverlangte. Es folgte ein sehenswertes Solo von Carlos Nunez (2.) und ein Knaller von Sergio Pereira (3.). Einzig: Das 1:0 blieb aus.

Dann schlug der Pendel plötzlich zurück: Sergio Pereira konnte den Ex-Iserlohner Joao Rocha nur per Foul bremsen und sah folgerichtig die blaue Karte (4.): Zwar vertändelte ausgerechnet Top-Torjäger Milan Brandt den fälligen Strafstoß ziemlich stümperhaft und auch die Überzahl konnten die Bisons nicht nutzen. Aber sie waren nun im Spiel und schlugen schließlich zu, als den Iserlohnern im Angriff ein Abspielfehler unterlief. Milan Brandt erhielt den Ball am ERGI-Strafraum, zog mit dem Rücken zum Tor stehend ab und traf ins Schwarze – 0:1 (9.).

Eine Reaktion der Hausherren ließ indes nicht lange auf sich warten, vor allem Andre Costa riss nun das Ruder an sich und avancierte zum spielentscheidenden Akteur. Zunächst narrte er die gesamte SCB-Abwehr, als er einen Schuss antäuschte, dann aber den Ball passgenau zu Timon Henke schoss, der am Pfosten lauerte und nur noch einzuschieben brauchte (11.). In der 19. Minute machte der Iserlohner schließlich die Wende perfekt, als er binnen 20 Sekunden zweimal knallhart aus der Distanz abzog – 3:1.

Damit aber noch nicht genug: Die Iserlohner hielten das Tempo weiter hoch, nahmen das SCB-Tor mit Joey van den Dungen weiter unter Dauerbeschuss und erhöhten bis zum Seitenwechsel noch auf 5:1. Zuerst donnert Jorge Fonseca den Ball aus gut zwölf Metern in die Maschen (21.), dann war in Überzahl – nun saß Leif Johansson auf der Strafbank – wieder Andre Costa an der Reihe (24.). Den vorangegangenen Direkten hatte er an den Pfosten gesetzt.

So war schon zum Seitenwechsel der Sieger gefunden, denn die Calenberger konnten ihren Gastgebern in keiner Weise das Wasser reichen: Technisch und läuferisch wurden die Niedersachsen von den Iserlohnern regelrecht überrannt. Einzig Tim Richter, der in der Pause für Joey van den Dungen ins Bison-Tor gerückt war, hielt noch dagegen.

Zwar wurde auch er anfangs von Carlos Nunez eiskalt erwischt (29./32.), doch in der Folge kratzte er zahlreiche Bälle noch von der Linie - mit mehrfacher Unterstützung des Torgestänges. Alleine Sebastian Glowka traf die Umrandung dreimal (26./32./36.). Die Bisons, die ab der 40. Minute auch noch ohne Leitwolf Milan Brandt (Knieverletzung) auskommen mussten, hatten da schon längst aufgesteckt, kamen in der gesamten zweiten Hälfte zu exakt zwei Torschüssen. Einer davon durch Reik Johansson per Strafstoß nach dem 10. ERGI-teamfoul, der aber deutlich am Tor von Patrick Glowka vorbei strich (38.).

Kurz danach überließ er die Torwart-Aufgaben dann Roman Kaas, der aber gar nicht mehr großartig ins Geschehen eingreifen musste, da das Spiel nur noch in der SCB-Hälfte ablief. Dort griff nun auch erstmals Youngster Niklas Kost ein, der zweimal gut in Szene gesetzt wurde und - nach blauer Karte gegen Sebastian Haas - selbstbewusst zum Direkten antrat. Tim Richter hatte auch das Nachsehen, nur der Pfosten verhinderte das perfekte Bundesliga-Debüt des Iserlohner Eigengewächses (48.).


Nur wenige Millimeter fehlten Niklas Kost bei diesem Schuss zu seinem ersten Bundesliga-Tor, denn der
Ball, der hier schon zum Torjubel reizt, landete leider nur am Pfosten. (Foto: Tim Graumann)

Den 8:1-Schlusspunkt setzte somit Jorge Fonseca (47.), auch weil Timon Henke Sekunden vor dem Abpfiff ebenfalls die Widerstandskraft des Torgehäuses prüfte.

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab. 44. R. Kaas); C. Nunez (2), A. Costa (3), K. Milewski, S. Glowka, N. Kost, J. Fonseca (2), S. Pereira, T. Henke (1).

SC Bison Calenberg: J. van den Dungen (ab 26. T. Richter); J. Rocha, R. van den Dungen, S. Haas, K. Doomernik, L. Johansson, R. Johansson, M. Brandt (1), M. Luther.

Schiedsrichter: F. Schäfer / M. Brosien.

Torfolge: 0:1 (9.) M. Brandt, 1:1 (11.) T. Henke, 2:1 (19.) A. Costa, 3:1 (19.) A. Costa, 4:1 (21.) J. Fonseca, 5:1 (24./Überzahl) A. Costa, 6:1 (29.) C. Nunez, 7:1 (32.) C. Nunez, 8:1 (47.) J. Fonseca.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (S. Pereira/4.) - Calenberg 4 min (L. Johansson/22. - S. Haas/48.).

Teamfouls: Iserlohn 13 – Calenberg 8.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - TuS Düsseldorf-Nord 6:4 (1:2)
IGR Remscheid - SKG Herringen 1:10 (0:8)

Tabelle nach dem 14. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
14
10
2
2

83:46

+37
32
2.
SKG Herringen
14
10
2
2
78:39
+39
32
3.
SC Bison Calenberg
14
9
2
3
73:62
+11
29
4.
TuS Düsseldorf-Nord
14
6
4
4
61:57
+4
22
5.
RSC Cronenberg
13
7
0
6
46:44
+2
21
6.
RSC Darmstadt
14
6
2
6
57:62
-5
20
7.
RESG Walsum
14
5
1
8
56:54
+2
16
8.
IGR Remscheid
14
4
2
8
55:75
-20
14
9.
Valkenswaardse RC
14
3
0
11
38:74
-36
9
10.
HSV Krefeld
13
1
1
11
42:86
-34
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

1. Februar 2015

 

Sergio Pereira schießt ERGI an die Tabellenspitze

1. Bundesliga, 13. Spiel: ERG Iserlohn - Valkenswaardse RC 9:3 (2:1)

Zwei Siege in 24 Stunden ließen das Freudenbarometer bei ERGI-Trainer Dirk Iwanowski fast schon durch die Decke schießen. „Wir wollten an diesem Wochenende zwei Siege, die haben wir erreicht. Und die Tabellenführung gab es als Zugabe oben drauf!" Letzteres haben die Sauerländer ihrem Kapitän Sergio Pereira zu verdanken, der buchstäblich auf den letzten Drücker das fehlende Tor markierte. Nun haben die ERGI-Cracks - bedingt durch das Europa-Cup-Wochenende - 14 Tage Pause, um sich auf das nächste Spitzenspiel vorzubereiten: Am 14. Februar kommt der SC Bison Calenberg an den Hemberg.

Die Iserlohner wussten genau, wie groß der Abstand sein musste, um an Calenberg und Herringen vorbei zu ziehen: Sechs Tore Differenz mussten gegen den VRC her. Der tat ihnen jedoch keineswegs den Gefallen, es allzu leicht zu machen, wehrte sich vielmehr nach Kräften und hielt den Abstand zumindest in der ersten Hälfte geringstmöglich.

Von Beginn an Vollgas war die Devise bei den Sauerländern, sie wollten die nur mit sechs Feldakteuren angereisten Niederländer schnell müde spielen. Die Gäste stellten sich deshalb auch von Beginn an als kompakter Riegel am eigenen Strafraum auf und waren vornehmlich darum bemüht, den Ball aus diesem heraus zu halten. Dahinter war zudem mit Paulo Santos ein reaktionsschneller Torwart, der mit Hilfe der Torumrandung lange die Null gegen Carlos Nunez (3.) und Andre Costa (5./12.) hielt. festzuhalten war aber auch, dass mehr als diese drei Hochkaräter (noch) nicht zustande kamen.

Als sich Luuk Bischoff jedoch die blaue Karte einhandelte und Andre Costa an den Punkt trat, war auch der VRC-Hexer machtlos – 1:0 (14.). Der Knoten schien geplatzt, denn nur wenige Minuten später schob erneut Andre Costa das 2:0 nach. Valkenswaard war bis dahin nur selten über die Mittellinie gekommen, schloss überdies schnell aus der Distanz ab. So auch in der 24. Minute, als Luuk Bischoff kurz vor Eintritt in die ERG-Hälfte Maß nahm und sein Sonntagsschuss sich tatsächlich ins lange Ecke senkte. Zuvor hatten Timon Henke (20.) und Sergio Pereira (21.) zwei weitere Male nur das Torgehäuse getroffen.

Das 2:1 kurz vor der Pause war jedoch der richtige Wachrüttler für die Hausherren, die nach dem Wiederbeginn das Tempo sehr hoch hielten und Paulo Santos vor zahlreiche Probleme stellte. Die Tore durch Sergio Pereira (28.), Tim Henke (34.) und Andre Costa, der in der 36. Minute gleich zweimal abschloss, waren die logische Konsequenz der drückenden Übermacht. 6:1 also, ein Treffer fehlte noch zur Ligaspitze…

…doch da hatten die Valkenswaarder etwas dagegen und nutzen die erste sich bietende Chance der zweiten Hälfte gleich zur Verkürzung: Andre Costa hatte den blauen Karton gesehen (39.), Robbie van Dooren, der kurz zuvor selbst noch auf der Strafbank gesessen hatte, schloss den Strafstoß im Nachschuss erfolgreich ab. Sebastian Glowka ließ jedoch nur wenige Sekunden später das 7:2 folgen, ehe Pedro Rosa dem soeben eingewechselten ERG-Schlussmann Roman Kaas gleich ein Ei ins Nest legte (42.).

Als schließlich Carlos Nunez mit einem Bauerntrick den Vorsprung wieder auf fünf Tore ausbaute (43.), drehten die Iserlohner nochmals an der Temposchraube. Die VRC-Akteure waren auch stehend K.O., schafften es aber mit letztem Einsatz immer wieder, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Erst sieben (!) Sekunden vor Schluss wurde das Iserlohner Anrennen bemüht, als Sergio Pereira den Ball zum 9:3-Endstand regelrecht über die Linie stocherte.

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab. 41. R. Kaas); C. Nunez (1), A. Costa (4), K. Milewski, S. Glowka (1), C. Hegener, S. Pereira (2), T. Henke (1).

Valkenswaardse RC: P. Santos, A. Bos; A. Duarte, R. van Dooren (1), L. Bischoff (1), D. Willigen, P. Rosa (1), N. Janssens, D. Holtzer, S. Holtzer.

Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Lückenhaus.

Torfolge: 1:0 (14./Direkter) A. Costa, 2:0 (19.) A. Costa, 2:1 (24.) L. Bischoff, 3:1 (28./Penalty) S. Pereira, 4:1 (34./Überzahl) T. Henke, 5:1 (36.) A. Costa, 6:1 (36.) A. Costa, 6:2 (39./Direkter) R. van Dooren, 7:2 (40.) S. Glowka, 7:3 (42.) P. Rosa, 8:3 (43.) C. Nunez, 9:3 (50.) S. Pereira.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (A. Costa/39.) - Valkenswaard 4 min (L. Bischoff/14. - R. van Dooren/34.).

Teamfouls: Iserlohn 5 – Valkenswaard 7.

Tabelle nach dem 13. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
13
9
2
2

75:45

+30
29
2.
SKG Herringen
13
9
2
2
68:38
+30
29
3.
SC Bison Calenberg
13
9
2
2
72:54
+18
29
4.
TuS Düsseldorf-Nord
13
6
4
3
57:51
+6
22
5.
RSC Cronenberg
13
7
0
6
46:44
+2
21
6.
RSC Darmstadt
13
5
2
6
51:58
-7
17
7.
RESG Walsum
14
5
1
8
56:54
+2
16
8.
IGR Remscheid
13
4
2
7
54:65
-11
14
9.
Valkenswaardse RC
14
3
0
11
38:74
-36
9
10.
HSV Krefeld
13
1
1
11
42:86
-34
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

31. Januar 2015

 

Iserlohner Siegesserie auch in Herringen fortgesetzt

1. Bundesliga, 12. Spiel: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 4:5 (0:3)

„Das war eine Top-Leistung von der Nr. 1 bis zur Nr. 10", strahlte ERGI-Trainer Dirk Iwanowski nach dem Spiel große Zufriedenheit aus. Denn mit dem Erfolg beim Meister machten die Sauerländer endgültige vergessen, wie holprig der Saisonstart verlaufen war. Zumal das Sahnehäubchen am Doppelspieltag noch folgen kann: die Übernahme der Tabellenführung!

Sicherlich, am Ende wurde es - bedingt durch die Qualitäten des Meisterteams - noch einmal spannend. Doch unter dem Strich war es schon beeindruckend, mit welcher Souveränität die Iserlohner in der Glückauf-Arena den Titelverteidiger in seine Schranken verwiesen und über weite Strecken das Spiel klar beherrschten. „Herringen hatte gegen uns gar keine Mittel, erst zwei dumme Fehler von uns haben sie überhaupt erst ins Spiel kommen lassen. Doch wir haben die Ruhe bewahrt und die Lage souverän gemeistert", bilanzierte der ERGI-Coach den Erfolg.

Andre Costa sorgte für einen Iserlohner Start nach Maß, als er schon in der zweiten Minute aus spitzem Winkel in den Knick traf. Damit war das Vorhaben der Hausherren, den Gästen ihrerseits mit einer starken Startphase den Schneid abzukaufen, auf den Kopf gestellt. Die Gäste indes beflügelte der schnelle Führungstreffer umso mehr, wie sich beim Sololauf von Kai Milewski zeigte, der vor seinem 2:0 erst die halbe SKG-Mannschaft düpierte und dann auch noch Schlussmann Timo Tegethoff umkurvte (7.).

Der Doppeltreffer saß, Herringen blieb eine Antwort schuldig, zeigte vielmehr vor eigenem Publikum ungewöhnlich viel Respekt vor den Iserlohnern. Die hatten viel Raum zur Entfaltung und nutzten dieses ausgiebig. Einzig Timo Tegethoff verhinderte, dass es zur Pause nicht schlechter stand als 3:0, für das abermals Kai Milewski verantwortlich gewesen war (15.).

Nach dem Seitenwechsel begannen sich die Herringer dann mehr zu wehren, stellten ihre Gegenspieler nun enger in Deckung und zogen nun auch das eigene Tempo merklich an. Als Robin Schulz bereits nach fünf Minuten verkürzte, war die Aufholjagd initiiert. Könnte der Meister noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge ziehen? Wohl nicht, denn schon in der 34. Minute stellte Carlos Nunez auf Steilvorlage von Keeper Patrick Glowka den alten Abstand wieder her, was Iserlohn die nötige Ruhe gab.

Um die war es dann aber blitzartig geschehen. Zwei kleine Unachtsamkeiten im ERG-Aufbau nutzten die Herringer Karschau-Brüder aus, um binnen einer Minute auf 3:4 zu verkürzen (40.). Lucas Karschau brillierte dabei als zweifacher Wegbereiter für seinen älteren Bruder Kevin, der wuchtig vollstreckte. Nun ging in der voll besetzten Glückauf-Arena sowohl auf dem Platz als auch den Tribünen so richtig die Post ab. Schließlich hatten die Hausherren schon beim 3:3 im Hinspiel einen mehrfachen Rückstand noch ausgleichen können. Sollte sich dies nun wiederholen?

Bis zur 49. Minute hielten die Hoffnungen der Germanen, die allerdings immer mehr an ERG-Torwart Patrick Glowka verzweifelten. Der musste aber gar nicht sooft eingreifen, da seine Vorderleute schon viele SKG-Attacken ausbremsten und bei eigenem Ballbesitz die Kugel in Ruhe durchlaufen ließen, um dem Spiel das Tempo zu nehmen.

Als dann Sergio Pereira blitzschnell einen Konter von Andre Costa einleitete, war die SKG-Heimniederlage nicht mehr abzuwenden, denn der Iserlohner schloss eiskalt zum 5:3 ab. Die verbliebenen 60 Sekunden reichten zwar noch, dass Robin Schulz noch einmal verkürzte, was 14 Sekunden vor dem Abpfiff für den Meister aber doch zu spät war, um noch einen Punkt zu retten.

SK Germania Herringen: T. Tegethoff (ab 26. M. Michler); K. Karschau (2), L. Hages, S. Gürtler, P. Michler, J. Klein, R. Schulz (2), L. Karschau.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa (2), K. Milewski (2), S. Glowka, C. Hegener, S. Pereira, T. Henke.

Schiedsrichter: B. Ullrich / A. Feiteira.

Torfolge: 0:1 (2.) A. Costa, 0:2 (7.) K. Milewski, 0:3 (15.) K. Milewski, 1:3 (30.) R. Schulz, 1:4 (34.) C. Nunez, 2:4 (40.) K. Karschau, 3:4 (40.) K. Karschau, 3:5 (49.) A. Costa, 4:5 (50.) R. Schulz.

Zeitstrafen: Herringen 0 min – Iserlohn 2 min (A. Costa/25.).

Teamfouls: Herringen 9 – Iserlohn 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - HSV Krefeld 7:3 (4:2)
SC Bison Calenberg - RSC Cronenberg 3:1 (2:0)
Valkenswaardse RC - TuS Düsseldorf-Nord 2:3 (0:0)
RESG Walsum - IGR Remscheid 6:0 (4:0)

Tabelle nach dem 13. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
13
9
2
2

68:38

+30
29
2.
SC Bison Calenberg
13
9
2
2
72:54
+18
29
3.
ERG Iserlohn
12
8
2
2
66:42
+24
26
4.
TuS Düsseldorf-Nord
13
6
4
3
57:51
+6
22
5.
RSC Cronenberg
13
7
0
6
46:44
+2
21
6.
RSC Darmstadt
13
5
2
6
51:58
-7
17
7.
RESG Walsum
14
5
1
8
56:54
+2
16
8.
IGR Remscheid
13
4
2
7
54:65
-11
14
9.
Valkenswaardse RC
13
3
0
10
35:65
-30
9
10.
HSV Krefeld
13
1
1
11
42:86
-34
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

24. Januar 2015

 

ERGI ließ Rekordmeister nicht den Hauch einer Chance

1. Bundesliga, 11. Spiel: ERG Iserlohn - RESG Walsum 7:1 (3:0)

Mit einer souveränen Leistung stimmte sich die ERG Iserlohn auf das Spitzenspiel in der kommenden Woche beim erstmals gestrauchelten Meister (1:2 in Cronenberg) ein. Folglich war auch Coach Dirk Iwanowski rundum zufrieden mit seinem Team: „Wie die Jungs Walsum über 50 Minuten im Griff hatten, darauf bin ich stolz und zollt meinen Respekt. Das war eine durch und durch konzentrierte Leistung ohne Wenn und Aber!“

Der Rekordmeister aus Walsum, der sich vor der Saison selbst zum Mitfavoriten erklärt und seine Mannschaft personell stark aufgerüstet hatte, war zu keinem Zeitpunkt ein ebenbürtiger Gegner. Ob die Saft- und Kraftlosigkeit der Rheinländer daran lag, dass sie ihren Vereinsbus die letzten 100 Meter bis zur Iserlohner Hembergsporthalle auf verschneiter Straße schieben mussten? Sie hätten das Gefährt ja auch auf einem etwas entfernteren Parkplatz stehen lassen können...

Zu erkennen war jedenfalls, dass die Sauerländer nicht nur deutlich motivierter waren, sondern auch besser ins Spiel fanden und durch Andre Costa (3.) und Carlos Nunez (7.) frühzeitig Fakten schafften. Nach dem 2:0 ließen sich die Iserlohner von dem langsamen Tempo der Gäste zwar ein wenig einlullen, doch ernsthaft in Gefahr geriet das Tor von Patrick Glowka nur selten.

Nach einer guten Viertelstunde zogen die Hausherren das Tempo dann wieder an und schnürten die Walsumer regelrecht in deren Hälfte ein. Dass das 3:0 durch Sergio Pereira bis zur 24. Minute auf sich warten ließ, war einzig RESG-Keeper Tobias Wahlen sowie dem RESG-Torgestänge zu verdanken.

In der Kabine wusch RESG-Trainer Detlef Strugala seinen Mannen dann offenbar ordentlich die Köpfe, denn mit Wiederbeginn zeigten sich diese nun engagierter und drängten auf den Anschluss. Der Schuss ging jedoch nach hinten los, als Lowie Boogers sich „Blau“ einhandelte und Andre Costa vom Punkt zum 4:0 vollstreckte (27.). Als dann Sergio Pereira umgehend noch auf 5:0 erhöhte und weitere fünf Minuten später das halbe Dutzend schon vollmachte, war Walsums Widerstand gebrochen.

Dass den Gästen an diesem Tag wirklich kein probates Mittel gegen die klug stehenden ERG-Verteidiger einfiel, offenbarte sich zwischen der 43. und 47. Minute: Nach einem Platzverweis gegen Iserlohns Betreuer Rolf Kost, der sich nach einem Körpertreffer gegen Kai Milewski zu lautstark gegenüber den Unparteiischen äußerte, brachten die roten Teufel in vierminütiger Überzahl nicht einen gefährlichen Schuss auf das ERG-Tor zustande!

Da stand der Spielausgang indes schon längst fest: Dem Ehrentreffer von Pedro Queiros (35.) hatte Kai Milewski das 7:1 folgen lassen (39.). Es waren freilich noch weitere Iserlohner Treffer möglich, doch die verhinderte entweder der nun das RESG-Tor hütende Rainer Lorz oder aber die Verspieltheit der Iserlohner, die nun für die Galerie zaubern wollten.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa (2), K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (3), T. Henke.

RESG Walsum: T. Wahlen (ab 26. R. Lorz); P. Kluge, C. Berg, J. Barreto, C. Nusch, P. Queiros (1), F. Sturla, L. Boogers.

Schiedsrichter: T. Flössel / M. Dowideit.

Torfolge: 1:0 (3.) A. Costa, 2:0 (7.) C. Nunez, 3:0 (24.) S. Pereira, 4:0 (27./Direkter) A. Costa, 5:0 (29.) S. Pereira, 6:0 (33.) S. Pereira, 6:1 (35.) P. Queiros, 7:1 (39.) K. Milewski.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Walsum 2 min (L. Boogers/27.).

Teamfouls: Iserlohn 8 – Walsum 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - SC Bison Calenberg 3:3 (2:2)
RSC Cronenberg - SKG Herringen 2:1 (1:0)
TuS Düsseldorf-Nord - HSV Krefeld 8:5 (6:1)
IGR Remscheid - Valkenswaardse RC 8:4 (7:1)

Tabelle nach dem 12. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
12
9
2
1

64:33

+31
29
2.
SC Bison Calenberg
12
8
2
2
69:53
+16
26
3.
ERG Iserlohn
11
7
2
2
61:38
+23
23
4.
RSC Cronenberg
12
7
0
5
45:41
+4
21
5.
TuS Düsseldorf-Nord
12
5
4
3
54:49
+5
19
6.
IGR Remscheid
12
4
2
6
54:59
-5
14
7.
RSC Darmstadt
12
4
2
6
44:55
-11
14
8.
RESG Walsum
13
4
1
8
50:54
-4
13
9.
Valkenswaardse RC
12
3
0
9
33:62
-29
9
10.
HSV Krefeld
12
1
1
10
49:79
-30
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

10. Januar 2015

 

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Dirk Iwanowski

1. Bundesliga, 10. Spiel: IGR Remscheid - ERG Iserlohn 2:7 (0:0)

„Wir sind schwer ins Spiel gekommen“, begann ERGI-Trainer Dirk Iwanowski seine Spielanalyse bewusst mit leichter Kritik. Doch unter dem Strich kam er nicht drumherum, seine Mannen für die im zweiten Durchgang souveräne Leistung zu loben: „Unser Erfolg war hochverdient!“ Die rundum geglückte Revanche wurde noch dadurch versüßt, dass es für den Coach ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk war.

Die Iserlohner gaben von Beginn an Gas und erspielten sich mehrfach gute Chance gegen die sehr zurückhaltenden Hausherren. Bei denen hielt im Grunde nur einer dagegen: Schlussmann Moritz Kreidewolf. Der IGR-Schlussmann trieb mit seinen Paraden die Iserlohner Angreifer schier zur Weißglut. Dem stand allerdings sein Gegenüber Patrick Glowka in nichts nach, wenngleich der Iserlohner Torsteher weitaus weniger brenzlige Situationen meistern musste, da seine Vorderleute die erschreckend schwache IGR-Offensive gut im Griff hatten.

Eine halbe Stunde lang konnte der Remscheider Keeper die ERGI-Attacken abwehren, das 0:0 zur Pause war maßgeblich sein Verdienst. Doch als Sergio Pereira nach einem Remscheider Fußspiel im eigenen Strafraum in der 27. Minute zum Penalty antrat und das direkte Duell mit dem IGR-Torhüter gewann, war der Knoten bei den Sauerländern geplatzt. Binnen sechs Minuten bauten Andre Costa (31.) und Sergio Pereira (33.) - dieser erneut vom Punkt, nachdem Lukas Kuhn gleich zwei blaue Karten erhalten hatte - die ERGI-Führung auf 3:0 aus.

Luis Hages‘ Anschlusstor ließ bei den Gastgebern nur kurzzeitig den Gedanken an eine Aufholjagd aufkommen (37.), denn Timon Henke stellte nur wenig später den alten Abstand wieder her (40.). Als Andre Costa weitere zwei Minuten darauf zum 5:1 abschloss, war das Spiel entschieden. Daran änderte auch der erfolgreich abgeschlossene Strafstoß von Yannick Peinke nichts mehr (44.), weil erneut Andre Costa und Carlos Nunez in der restlichen Spielzeit die Iserlohner Dominanz mit zwei weiteren Toren deutlich zum Ausdruck brachten.

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, M. Mattusch; P. Nikolajko, F. Selbach, Y. Lukassen, L. Kuhn, D. Strieder, J. Henckels, L. Hages (1), Y. Peinke (1).

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa (3), K. Milewski, J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke (1).

Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Nawratil.

Torfolge: 0:1 (27./Penalty) S. Pereira, 0:2 (31./) A. Costa, 0:3 (33. Direkter) S. Pereira, 1:3 (37.) L. Hages, 1:4 (40.) T. Henke, 1:5 (42.) A. Costa, 2:5 (44.) Y. Peinke, 2:6 (46.) A. Costa, 2:7 (47.) C. Nunez.

Zeitstrafen: Remscheid 4 min (L. Kuhn/2 x 33.) – Iserlohn 4 min (J. Fonseca/44.- S. Pereira/49.).

Teamfouls: Remscheid 10 – Iserlohn 3.

Die übrigen Spielergebnisse:
SC Bison Calenberg - TuS Düsseldorf-Nord 7:2 (4:0)
RESG Walsum - RSC Cronenberg 4:6 (0:1)
Valkenswaardse RC - HSV Krefeld 4:1 (2:1)

Tabelle nach dem 11. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
10
8
2
0

55:29

+26
26
2.
SC Bison Calenberg
11
8
1
2
66:50
+16
25
3.
ERG Iserlohn
10
6
2
2
54:37
+17
20
4.
RSC Cronenberg
11
6
0
5
43:40
+3
18
5.
TuS Düsseldorf-Nord
11
4
4
3
46:44
+2
16
6.
RESG Walsum
12
4
1
7
49:47
+2
13
7.
IGR Remscheid
11
3
2
6
46:55
-9
11
8.
RSC Darmstadt
10
3
1
6
34:49
-15
10
9.
Valkenswaardse RC
10
3
0
7
26:47
-21
9
10.
HSV Krefeld
10
1
1
8
42:63
-21
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

13. Dezember 2014

 

Patrick Glowka war der Turm in der Brandung

1. Bundesliga, 9. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 2:4 (1:1)

Es geht weiter aufwärts! Zwar trat die ERGI erneut in Minimalbesetzung (auf dem Feld spielten Carlos Nunez, Andre Costa, Sergio Pereira und Jorge Fonseca die kompletten 50 Minuten durch), doch die Leistung stimmte und wurde mit einem weiteren Sieg belohnt. Nun sind die Sauerländer schon seit fünf Spielen ungeschlagen. Ein Sonderlob von Trainer Dirk Iwanowski verdiente sich dabei Keeper Patrick Glowka, der buchstäblich ins kalte Wasser springen musste: „Er war heute unser Turm in der Brandung, einfach Weltklasse!“

Das Duell der Altmeister hielt einmal mehr sein Versprechen auf hochklassiges, temporeiches Rollhockey – die alte Rivalität sorgte für ausreichend Zündstoff. Für die Fans hatte sich das lange Warten – das Spiel begann aufgrund eines Staus auf der A1 (Sperrung nach Unfall eines Gefahrgut-Transporters) mit einer halbstündigen Verspätung – also durchaus gelohnt.

Nach anfänglichen taktischem Abtasten nahm das Spiel ab der fünften Minute ordentlich an Fahrt auf, wobei es die Hausherren waren, die ihren in Unterbesetzung angetretenen und nicht aufgewärmten Gästen schnell klarmachen wollten, wer der Herr in der Löwenhöhle ist. Doch trotz einiger erstklassiger Möglichkeiten, das Tor von ERG-Torwart Patrick Glowka war wie vernagelt. Besser machten es die Sauerländer, die aus einer kompakten Abwehr heraus über Konter den Weg zum Erfolg suchten. Nach einem RSC-Abspielfehler war Andre Costa nicht mehr zu bremsen und schloss zum 1:0 ab (12.).

In der Folge ging die Post dann wieder vornehmlich in Richtung Iserlohner Tor, doch die Gästeabwehr stand felsensicher. Erst als sich Sergio Pereira eine blaue Karte einhandelte (23.), hatte Jordi Molet per Direkten die nötige Ruhe und ausreichend Freiraum, um im Nachschuss zum 1:1 einzuschieben. Ein Pausenstand, der den Leistungen auf beiden Seiten vollauf gerecht wurde.

Der Neustart in den zweiten Durchgang war hüben wie drüben zunächst einmal wieder verhalten, erst nach fünf Minuten wurden wieder die Bremsen gelöst – und die Phase der Entscheidung eingeleitet. Und dieses Mal waren es die Gäste, die den ersten Akzent setzten, wenn auch mit etwas Glück: Carlos Nunez bekam den von einem der Schiedsrichter abgefälschten Ball direkt vor den Schläger und fackelte nicht lange – 1:2 (30.). Zwei Minuten später folgte das 10. RSC-Teamfoul, doch Sergio Pereira konnte den daraus resultierenden Strafstoß nicht verwerten.

Umso umjubelter war zwei weitere Zeigerumdrehungen später der erneute Ausgleich der Hausherren, für den Routinier Mark Wochnik verantwortlich war. Alles wieder offen in der Alfred-Henckels-Halle? Nur für wenige Augenblicke, dann musste Jordi Molet für zwei Minuten auf die Strafbank und Andre Costa bugsierte im Nachsetzen den Ball zur dritten Führung der Iserlohner ins RSC-Tor (35.).

Und dieses Mal nutzen die Gäste auch die Chance, umgehend nachzulegen: Einem Fernschuss gab Carlos Nunez in einstudierter Manier eine leichte Richtungsänderung, sodass der Ball zum 4:2 einschlug (38.). In der Folge versuchten die Cronenberger zwar mit allen Mitteln, dem Spiel noch einmal eine andere Wendung zu geben, fanden aber immer wieder ihren Meister in ERG-Schlussmann Patrick Glowka.

RSC Cronenberg: E. Soriano, S. Wilk; M. Schmahl, J. Molet (1), M. Bernadowitz, M. Wochnik (1), J. Behrendt, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (2), A. Costa (2), S. Glowka, N. Kost, J. Fonseca, S. Pereira.

Schiedsrichter: T. Ullrich / T. Sörensen.

Torfolge: 0:1 (12.) A. Costa, 1:1 (23./Direkter) J. Molet, 1:2 (30.) C. Nunez, 2:2 (34.) M. Wochnik, 2:3 (35./Direkter) A. Costa, 2:4 (38.) C. Nunez.

Zeitstrafen: Cronenberg 2 min (J. Molet/35.) – Iserlohn 2 min (S. Pereira/23.).

Teamfouls: Cronenberg 15 – Iserlohn 5.

Die übrigen Spielergebnisse:
SC Bison Calenberg - Valkenswaardse RC 4:0 (1:0)
RSC Darmstadt - IGR Remscheid 3:2 (0:1)
RESG Walsum - TuS Düsseldorf-Nord 2:4 (2:0)

Tabelle nach dem 9. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
9
8
1
0

50:24

+26
25
2.
SC Bison Calenberg
9
6
1
2
53:44
+9
19
3.
ERG Iserlohn
9
5
2
2
47:35
+12
17
4.
TuS Düsseldorf-Nord
9
4
3
2
39:32
+7
15
5.
RSC Cronenberg
9
5
0
4
33:30
+3
15
6.
RESG Walsum
10
4
1
5
42:37
+5
13
7.
IGR Remscheid
9
2
2
5
38:44
-6
8
8.
RSC Darmstadt
9
2
1
6
30:46
-16
7
9.
Valkenswaardse RC
9
2
0
7
22:46
-24
6
10.
HSV Krefeld
8
1
1
6
37:53
-16
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

6. Dezember 2014

 

ERGI mit zwei Gesichtern

1. Bundesliga, 8. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Darmstadt 8:6 (2:4)

Der Sieg ließ ERG-Trainer Dirk Iwanowski keineswegs vergessen, dass die erste Hälfte der Partie alles andere als seinen Erwartungen entsprochen hatte. Folglich nahm er auch kein Blatt vor den Mund: „Die ersten 25 Minuten waren katastrophal, da stimmte nichts!“ Genau diese Worte - und einige mehr - hatte er auch in der Kabine fallen lassen, „da wurde Tacheles gesprochen“. Mit Erfolg, denn im zweiten Durchgang zeigten die ERGI-Cracks, was sie wirklich drauf haben und drehten den Spieß noch um.

Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui – so lässt sich das Spiel für Iserlohn zusammenfassen. Aus der Sicht der Zuschauer war es dagegen beste Unterhaltung, denn was sich dort auf dem Parkett abspielte, war durchaus spektakulär. Während die Hessen im ersten Durchgang im Duell der Miniteams wie entfesselt aufspielten und zur Pause wie der sichere Sieger wirkten, waren die Sauerländer nach dem Seitenwechsel nicht zu bremsen und rissen das Ruder noch herum.

Acht Iserlohnern standen sieben Darmstädter gegenüber, beide Teams hatten mit Erkältungen und Verletzungen zu kämpfen. Damit besser zurecht kamen zunächst die Gäste, die furios starteten und keineswegs wie ein Abstiegskandidat wirkten. Micael Barreto (5.) und Jorge Gonzalez (6.) unterstrichen dies mit einem Doppelschlag, wobei sie die Nachlässigkeiten der Sauerländer deutlich zu Tage brachten. Viel zu weit von ihren Gegenspielern entfernt standen die ERGI-Akteure, Darmstadt hatte allen Platz, sich zu entfalten.

Immerhin brachte Sergio Pereira wenig später wieder heran (8.), doch noch in derselben Minute stellte der ehemalige Iserlohner Spielführer Felix Bender den alten Abstand auch schon wieder her. In der Folge waren die Iserlohner zu ideenlos und kamen über Verlegenheitsschüsse nicht hinaus. Zielstrebiger dagegen die Gäste, die durch Micael Barreto schließlich ihren Vorsprung sogar auf 4:1 vergrößerten.

Die Wende - auch wenn es da noch lange nicht nach aussah - deutete sich dennoch noch vor der Pause an: Ab der 20. Minute fanden die Iserlohner endlich mehr und mehr ins Spiel. Zugute kam ihnen dabei, dass Andre Costa noch vor dem Seitenwechsel auf 2:4 verkürzte (22.).

Nach Wiederanpfiff sahen die ERGI-Fans dann ein völlig anderes Team: Aggressiv in den Zweikämpfen wurde nun der Gegner früh unter Druck gesetzt. Bei Ballgewinn zudem sofort der kürzeste Weg zum RSC-Tor gesucht. Folglich ging es nun Schlag auf Schlag, die Waldstädter brauchten gerade einmal sieben Minuten, um den RSC ans Tabellenende zu bugsieren.

Kapitän Sergio Pereira stellte mit seinem Doppelschlag den Gleichstand her (28./30.), kurz danach brachte Carlos Nunez die Hausherren bereits in Vorlage (33.), die weitere zwei Minuten später von Jorge Fonseca auf 6:4 ausgebaut wurde. Nun sahen die Darmstädter ratlos aus, überstanden dann aber eine zweiminütige Unterzahl nach blauer Karte gegen Maximilian Becker – und tankten dabei frische Energie. Die Hoffnung auf eine eigene erfolgreiche Aufholjagd erhielt zusätzliche Nahrung, als Felix Bänder die Main-Krokodile auf 5:6 heranbrachte (44.).

In den folgenden Minuten stand die Partie noch einmal kurzzeitig auf Kippe, der RSC hatte gute Chancen zum Remis. Als dann aber Andre Costa zum 7:5 einschoss (46.), war dies die Vorentscheidung. Zumal der ERG-Torjäger drei Minuten darauf noch das 8:5 nachlegte. Dass nahezu postwendend Philip Wagner noch einmal verkürzte, hatte bereits nur noch statistischen Wert…

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa (3), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (3).

RSC Darmstadt: P. Leyer, N. Schröter; M. Barreto (2), F. Bender (2), P. Wagner (1), J. Gonzalez (1), M. Becker.

Schiedsrichter: C. Niestroy / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (5.) M. Barreto, 0:2 (6.) J. Gonzalez, 1:2 (8.) S. Pereira, 1:3 (8.) F. Bender, 1:4 (15.) M. Barreto, 2:4 (22.) A. Costa, 3:4 (28.) S. Pereira, 4:4 (30.) S. Pereira, 5:4 (33.) C. Nunez, 6:4 (35.) J. Fonseca, 6:5 (44.) F. Bender, 7:5 (46.) A. Costa, 8:5 (49.) A. Costa, 8:6 (49.) P. Wagner.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Darmstadt 2 min (M. Becker/37.).

Teamfouls: Iserlohn 8 – Darmstadt 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
Valkenswaardse RC - RSC Cronenberg 2:0 (1:0)
TuS Düsseldorf-Nord - IGR Remscheid 4:4 (2:2)
RESG Walsum - HSV Krefeld 12:4 (10:0)
SKG Herringen - SC Bison Calenberg 10:3 (7:1)

Tabelle nach dem 8. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
9
8
1
0

50:24

+26
25
2.
SC Bison Calenberg
8
5
1
2
49:44
+5
16
3.
RSC Cronenberg
8
5
0
3
31:26
5
15
4.
ERG Iserlohn
8
4
2
2
43:33
+10
14
5.
RESG Walsum
9
4
1
4
40:33
+7
13
6.
TuS Düsseldorf-Nord
8
3
3
2
35:30
+5
12
7.
IGR Remscheid
8
2
2
4
36:41
-5
8
8.
Valkenswaardse RC
8
2
0
6
22:42
-20
6
9.
HSV Krefeld
8
1
1
6
37:53
-16
4
10.
RSC Darmstadt
8
1
1
6
27:44
-17
4

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

30. November 2014

 

Erneut verhindert eine Fehlentscheidung einen ERGI-Sieg

1. Bundesliga, 7. Spiel: ERG Iserlohn - SK Germania Herringen 3:3 (2:0)

Der Ärger des Vortages war über Nacht gerade verflogen, da gab es für ERGI-Trainer Dirk Iwanowski gleich den nächsten Aufreger: „Das war ein klares Tor, alle haben's gesehen - nur einer nicht!“ Dabei erhielt er sogar unumwundene Schützenhilfe seines Herringer Gegenübers, Hans-Werner Meier: „Keine Frage, der Ball war klar drin. Das hätte den Unparteiischen spätestens klar sein müssen, als sich unsere Torwart anfing zu bewegen...“ So aber wurde den Iserlohnern zum zweiten Mal binnen 24 Stunden ein Sieg aus den Händen gerissen. Dass sie als erstes Team dem bis dato überragenden Meister Punkte abnahmen, war letztlich nur ein schwacher Trost, denn die ERGI war über weite Strecken die klar bessere Mannschaft.


Andre Costa war zweifacher Torschütze gegen den Meister aus Herringen, vergab aber erneut einen
Strafstoß kurz vor Ende der Partie. (Foto: Tim Graumann)

Dies zeichnete sich schon in den ersten Minuten ab: Die Hausherren begannen sehr beweglich, suchten sofort den Weg zum gegnerischen Tor. Auf der Gegenseite wirkten die Germanen nach nun schon elf Saisonspielen – darunter drei sehr kraftraubende Euroliga-Einsätze – müde, vor allem aber ideenlos. Folglich waren es die Iserlohner, die vor 200 Zuschauern durch Carlos Nunez (4.), Kai Milewski (4.) und Andre Costa (8.) die klareren Akzente setzten und Maurice Michler im SKG-Tor immer wieder vor kniffelige Aufgaben stellten.

Das erste halbe Dutzend ERG-Anläufe konnte der Schlussmann mit Bravour abwehren, als dann aber Andre Costa aus der Distanz abzog, war der Torwart machtlos (14.). Und drei Minuten später stand der Sauerländer Torjäger erneut an der richtigen Stelle, als Kai Milewski einen Schuss andeutet, dann aber maßgeschneidert vorlegte, sodass Andre Costa nur noch eindrücken musste.

Und Herringen? Bis dahin war der Meister völlig außen vor, fand nach Aussage von Trainer Hans-Werner Meier „keine Mittel gegen überragende Iserlohner“ und kam dabei nur einmal in die Nähe des ERG-Tores: Symptomatisch schlug Robin Schulz völlig freistehend ein Luftloch über dem von Lucas Karschau quer gelegten Ball.. Dass es bis zur Pause beim 2:0 blieb, war letztlich einzig der Verdienst von Schlussmann Maurice Michler, der gegen Sergio Pereira (18./23.) und Andre Costa (20.) in höchste Not rettete.

Doch nach dem Seitenwechsel wurde rasch klar, dass sich die Germanen so leicht nicht abfertigen lassen - was ein Lattentreffer von Stefan Gürtler auch nachdrücklich untermauerte (30.). Nun waren die Germanen deutlich präsenter und entfachten mit schnörkellosem Vorwärtsspiel durchaus Gefahr. Ein weiterer Pluspunkt dabei: Die Iserlohner hatten schon neun Teamfouls, das zehnte würde also die große Chance auf den Anschluss bringen. Und genau diese Gelegenheit ließen sich die Herringer dann auch nicht nehmen, vom Punkt zeigte sich Lucas Karschau gewohnt kompromisslos (36.).

Nun war endlich das für ein Spitzenspiel zu erwartende Tempo im Spiel, die Gäste waren regelrecht wachgeküsst. Der Anschlusstreffer war allerdings schmeichelhaft, denn in den Minuten davor waren die Iserlohner einem dritten Tor deutlich näher gewesen, teils wusste Maurice Michler gar nicht, wer ihn da gerade angeschossen hatte. Doch das Glück stand ihm gegen Kai Milewski (31.), Andre Costa (31.), der dazu noch zweimal den Pfosten traf (32./34.), und Carlos Nunez (35.) zur Seite. Aber auch nach der Verkürzung besaßen die Iserlohner, deren Abwehr wie eine 1 stand, die besseren Torchancen. So war das 3:1 durch Carlos Nunez durchaus abzusehen (38.).

Ärgerlich nur, dass sich die Waldstädter unmittelbar danach ihre einzige kleine Schwäche in der Defensive erlaubten, was Liam Hages brutal mit dem 3:2 bestrafte. Weitere drei Minuten darauf war der Gleichstand erreicht, wieder musste dazu aber ein Strafstoß herhalten: Für ein Foul an Lucas Karschau erhielt Sergio Pereira die blaue Karte, der Gefoulte trat erneut an und brachte die Kugel im dritten Anlauf irgendwie an Patrick Glowka vorbei über die Linie.

Danach waren die Sauerländer wieder am Drücker. Ihre große Chance, doch noch als Sieger vom Platz zu gehen, vergab allerdings Andre Costa, der per Direktem (Blau für Liam Hages) am überragenden Maurice Michler scheiterte (44.). Kurz darauf war die Kugel nach einem Bauerntrick von Sergio Pereira tatsächlich im Tor, was die Unparteiischen indes als einzige nicht erkannten – sie entschieden auf Bully. Dass Stefan Gürtler auf der Gegenseite zweimal völlig freistehend an Patrick Glowka scheiterte, war, gemessen daran, sicherlich ausgleichende Gerechtigkeit…

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa (2), K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira, N. Kost.

SK Germania Herringen: M. Michler, T. Tegethoff; K. Karschau, L. Hages (1), N. Halfmann, S. Gürtler, D. Brandt, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau (2).

Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Nawratil.

Torfolge: 1:0 (14.) A. Costa, 2:0 (17.) A. Costa, 2:1 (35./Direkter) L. Karschau, 3:1 (38.) C. Nunez, 3:2 (38.) L. Hages, 3:3 (41./Penalty) L. Karschau.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (S. Pereira/41.) – Herringen 2 min (L. Hages/44.).

Teamfouls: Iserlohn 13 – Herringen 9.

Tabelle nach dem 7. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
8
7
1
0

40:21

+19
22
2.
SC Bison Calenberg
7
5
1
1
46:34
+12
16
3.
RSC Cronenberg
7
5
0
2
31:24
+7
15
4.
ERG Iserlohn
7
3
2
2
35:27
+8
11
5.
TuS Düsseldorf-Nord
7
3
2
2
31:26
+5
11
6.
RESG Walsum
8
3
1
4
28:29
-1
10
7.
IGR Remscheid
7
2
1
4
32:37
-5
7
8.
HSV Krefeld
7
1
1
5
33:41
-8
4
9.
RSC Darmstadt
7
1
1
5
21:36
-15
4
10.
Valkesnwaardse RC
7
1
0
6
20:42
-22
3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

29. November 2014

 

Dirk Iwanowski erbost über Schiedsrichter-Aussage

1. Bundesliga, 6. Spiel: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 4:4 (1:2)

„Schiedsrichter Daniel Loewe hat mit seinem Fehlurteil eine Minute vor Schluss das Spiel entschieden“, machte ERGI-Trainer Dirk Iwanowski aus seinem Herzen keine Mördergrube und sprach deutlich aus, was er dachte. Noch mehr als die Fehlentscheidung unmittelbar vor dem 4:4 brachte ihn aber in Rage, was der angesprochene Unparteiische aus Cronenberg dann nach dem Abpfiff für viele in der Rollsporthalle Unterrath deutlich hörbar von sich gab: „Das 4:4 ist ein sehr gutes Ergebnis für den RSC Cronenberg!“

Ungeachtet der Sprengkraft dieser Aussage - ein Stück weit müssen sich die Iserlohner den Schuh der verlorenen Punkte aber auch selbst anziehen. Schließlich sind zwei Tore Vorsprung auch im Rollhockey nicht wenig, wenn auch keineswegs ein komfortabler Vorsprung. Eine 4:2-Führung 120 Sekunden vor dem Ende sollte allerdings reichen. Und wenn dann auch noch in der 49. Minute ein Direkter an den Pfosten geht...

Da führte die ERGI aber noch 4:3 und hatte auch das Heft fest in der Hand. Bis zu der Situation, die nicht nur bei Dirk Iwanowski die Zornesröte ins Gesicht steigen ließ. Was war passiert: Sergio Pereira hatte in der eigenen Hälfte den Ball erobert und schnell auf Carlos Nunez weitergeleitet. Dessen Konteransatz wurde durch ein rüdes Foul unterbunden, parallel dazu ertönte ein Pfiff von Daniel Loewe, der unmittelbar neben der Aktion stand. „Doch statt einer blauen Karte gegen den Düsseldorfer zeigte er Freistoß für den TuS an“, rekapitulierte der Iserlohner Coach die für ihn unglaubliche Entscheidung. Während die Iserlohner noch mit dem Urteil - Passgeber Sergio Pereira sollte vor dem Foul an Carlos Nunez einen unerlaubten Block gestellt haben (!?) - haderten, führten die Hausherren den Freistoß schnell aus, spielten somit Daniel Kutscha frei, der zum 4:4 einnetzte.

Unter dem Strich war das Remis ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis, denn die Partie war von Beginn an ausgeglichen und bot den 120 Zuschauern gute Unterhaltung. Im Mittelpunkt standen immer wieder die beiden Schlussmänner Jan Kutscha (TuS) und Patrick Glowka (ERG), die mit tollen Paraden aber den Großteil der gegnerischen Chancen zunichtemachten. Als Erstes musste dann der Iserlohner Keeper hinter sich greifen. Als Tobias Paczia sträflich frei zum Schuss kam (6.). Doch nur drei Minuten später war der Spielstand wieder egalisiert, Sergio Pereira hatte eine schöne Offensivkombination mit dem 1:1 gekrönt.

Nachdem Daniel Kutscha für Düsseldorf einen Direkten (17./Blau gegen Carlos Nunez) verschossen hatte, sah es ganz danach aussah, als ob es mit dem leistungsgerechten Remis in die Pause gehen würde. Doch noch einmal trat Carlos Nunez in Erscheinung, dieses Mal als Torschütze, sodass die Iserlohner zum Seitenwechsel einen kleinen Vorteil besaßen (25.). Und diesen bauten sie rasch nach Wiederbeginn weiter aus, wieder war es Carlos Nunez, der goldrichtig stand und die Kugel nahezu unbedrängt über die Linie drückte (34.).

Aber die Düsseldorfer zeigten sich wenig beeindruckt, wollten ihren Vorsprung in der Tabelle vor den Sauerländern unbedingt wahren – und zeigten die passende Reaktion. Allen voran nahm nun Daniel Kutscha das Heft beim TuS in die Hand und untermauerte seine Führungsrolle mit dem 2:3 (37.).

Der Anschluss hatte jedoch nur zwei Minuten Bestand, Sergio Pereira stellte schnell den alten Abstand wieder her. Und diesen verteidigten die Iserlohner nun mit Mann und Maus, wobei ihnen - da nur mit vier Feldspielern (die angeschlagenen Jorge Fonseca und Timon Henke hatten nur sporadische Kurzeinsätze, Niklas Kost saß seine Premiere komplett auf der Bank ab) agierend - zunehmend die Kräfte schwanden. Und dann kam auch noch Pech dazu. Erst fälschte Kai Milewski einen Schuss von Daniel Kutscha unglücklich ins eigene Tor ab (48.). Dann scheiterte Andre Costa per Direktem nach 10. TuS-Teamfoul erst an Jan Kutscha, sein Nachschuss traf den Querbalken. Und schließlich gesellte sich auch noch einer der beiden Unparteiischen gegen die Sauerländer....

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, L. Brandt; A. Beckmann, A. Pons Masbernat, T. Paczia (1), L. Broich, C. Gatermann, T. Abdalla, D. Kutscha (3), A. Paczia.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (2), A. Costa, K. Milewski, N. Kost, J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke.

Schiedsrichter: D. Loewe / A. Feiteira.

Torfolge: 1:0 (6.) T. Paczia, 1:1 (9.) S. Pereira, 1:2 (25.) C. Nunez, 1:3 (34.) C. Nunez, 2:3 (37.) D. Kutscha, 2:4 (39.) S. Pereira, 3:4 (48.) D. Kutscha, 4:4 (49.) D. Kutscha.

Zeitstrafen: Düsseldorf 2 min (D. Kutscha/29.) – Iserlohn 4 min (C. Nunez/17. – K. Milewski/50.).

Teamfouls: Düsseldorf 11 – Iserlohn 5.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - RSC Cronenberg 2:4 (2:2)
HSV Krefeld - IGR Remscheid 3:5 (0:2)
SC Bison Calenberg - RESG Walsum 4:3 (2:2)
SKG Herringen - Valkenswaardse RC 5:3 (3:1)

Tabelle nach dem 7. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
7
7
0
0

37:18

+19
21
2.
SC Bison Calenberg
7
5
1
1
46:34
+12
16
3.
RSC Cronenberg
7
5
0
2
31:24
+7
15
4.
TuS Düsseldorf-Nord
7
3
2
2
31:26
+5
11
5.
ERG Iserlohn
6
3
1
2
32:24
+8
10
6.
RESG Walsum
8
3
1
4
28:29
-1
10
7.
IGR Remscheid
7
2
1
4
32:37
-5
7
8.
HSV Krefeld
7
1
1
5
33:41
-8
4
9.
RSC Darmstadt
7
1
1
5
21:36
-15
4
10.
Valkenswaardse RC
7
1
0
6
20:42
-22
3

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

15. November 2014

 

Befreiungsschlag mit Schützenfest gegen Krefeld?

1. Bundesliga, 5. Spiel: ERG Iserlohn - HSV Krefeld 10:3 (4:0)

Dirk Iwanowski hielt sich nicht lange mit Analysen und Bewertungen auf, sondern kam gleich zum Punkt: „Ich bin froh, dass wir heute gewonnen haben!“ Erst seine folgenden Gedanken gehörten dann der genaueren Spielbetrachtung. Und dabei kam deutlich zutage, dass eben noch längst nicht alles Gold war, was glänzte. „Wir hatten zwei Phasen, da lief fast gar nichts. Es gibt immer noch viel zu tun!“

Der Wille zur Besserung war den Sauerländern vom ersten Moment an anzusehen, mit viel Schwung begannen die ERGI-Cracks und suchten unmittelbar den Abschluss. Der erste Versuch von Sergio Pereira war auch gleich ein Volltreffer, allerdings an den Kopf von HSV-Schlussmann Marcell Hass: Der Schlussmann blieb kurz benommen liegen und wurde vorsichtshalber per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Also rückte nach gerade einmal 100 Sekunden Daniel Heulmanns zwischen die HSV-Pfosten. Der konnte gegen Andre Costa und Carlos Nunez (beide 5.) noch retten, hatte gegen Timon Henkes Knaller aus kurzer Distanz aber keine Chance (6.).

Im weiteren Verlauf nahmen die Hausherren ihre Aufgabe dann etwas zu locker, vernachlässigten das Zusammenspiel und hatten überdies auch Pech. So klatschte der Ball nach einer herrlichen Volleyabnahme von Carlos Nunez einmal mehr als Torgestänge (8.), Sergio Pereira (12.) und Andre Costa (15.) konnten freistehend den Ball nicht an Daniel Heulmanns vorbei bringen.

Auf der Gegenseite zeigten die Krefelder derweil durchaus einige Kostproben ihres Könnens, der Ausgleich lag durchaus mehrfach in der Luft, doch ERG-Schlussmann Patrick Glowka war nicht zu überwinden. Bei Frederik Görtz' Schuss hatte der Torwart aber nun seinerseits den Pfosten auf seiner Seite (14.).

Als Sergio Pereira schließlich das 2:0 gelang (16.), waren die Iserlohner wieder in der Spur und spielten temporeich nach vorne. Da konnte der HSV nicht mithalten, die zudem noch das Pech hatten, dass sich David Heulmanns kurz nach dem 2:0 noch das Knie verdrehte, aber nach fünfminütiger Verletzungspause die Zähne zusammenbiss und weitermachte: Noch vor der Pause erhöhten Sebastian Glowka (20.) und Andre Costa (20.) auf 4:0. Letztgenannter legte nach Wiederanpfiff per Doppelschlag zum 6:0 nach (28./30.), wobei beim 6:0 nun wieder Mardell Hass im Tor stand, der zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus zurückgekehrt war.

Das Spiel war gelaufen war, zumal sich der HSV umgehend drei weitere Tore durch Sergio Pereira (32./34.) und Timon Henke einfing (34.). Den Gästen drohte nun ein Debakel. Dies allerdings verhinderten die Iserlohner, die durch Kai Milewski (35./36./36.) binnen weniger Sekunden drei weitere Gestängetreffer verbuchten, letztlich selbst. Denn in der Folge wollte jeder auf Teufel komm raus das zehnte Tor markieren, während die Abwehrarbeit gänzlich aufgegeben wurde.

Dies gelang letztlich nicht, selbst ein Direkter nach 10. HSV-Teamfoul brachte Sebastian Glowka nicht den ersehnten Erfolg (36.) - danach war Sendepause in der Offensive. Vielmehr rückte nun plötzlich das ERGI-Tor in den Mittelpunkt, in dem inzwischen Roman Kaas, der unmittelbar nach dem 9:0 den Platz von Patrick Glowka übernommen hatte, stand. Das 1:9 durch David Hausch (37.) wurde noch müde belächelt (37.), auch das zweite HSV-Tor von Maximilian Hendricks zeigte noch keine Wirkung (41.).

Erst als David Hausch einen Penalty zum 3:9 verwandelte (43.) dämmerte es den Iserlohnern: Geht es in diesem Stile weiter, könnte es tatsächlich noch einmal eng werden. Folglich zog ERG-Coach Dirk Iwanowski die Notbremse, wusch seinen Mannen in einer Auszeit den Kopf und ließ diese nun bei Ballbesitz die Uhr herunter spielen. Ungestüme Offensivaktionen waren nun absolut tabu! Das 10:3 durfte aber schließlich doch noch bejubelt werden: Nachdem Maximilian Hendricks im Andre Costa im HSV-Strafraum zu Fall gebracht hatte, donnerte Timon Henke den fälligen Penalty via Lattenunterkante in die Maschen (48.).

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab 34. R. Kaas); C. Nunez, A. Costa (3), K. Milewski, S. Glowka (1), S. Pereira (3), T. Henke (3).

HSV Krefeld: M. Haas (2. - 30. D. Heulmanns); M. Hendricks (1), N. Hilbertz, F. Görtz, S. Micus, P. Greiffenstein, D. Hausch (2), S. Emmrich, N. Fichtner.

Schiedsrichter: T. Flössel / S. Dahlbock.

Torfolge: 1:0 (6.) T. Henke, 2:0 (16.) S. Pereira, 3:0 (20.) S. Glowka, 4:0 (20.) A. Costa, 5:0 (28./Direkter) A. Costa, 6:0 (30.) A. Costa, 7:0 (32.) S. Pereira, 8:0 (34.) S. Pereira, 9:0 (34.) T. Henke, 9:1 (37.) D. Hausch, 9:2 (41.) M. Hendricks, 9:3 (43/Penalty) D. Hausch, 10:3 (48./Penalty) T. Henke.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Krefeld 4 min (F. Görtz/28. – M. Hendricks/48.).

Teamfouls: Iserlohn 7 – Krefeld 11.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Cronenberg - TuS Düsseldorf-Nord 3:4 (1:1)
IGR Remscheid - SC Bison Calenberg 2:3 (1:1)
RESG Walsum - SKG Herringen 6:6 (2:3)

Tabelle nach dem 5. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
6
6
0
0

32:15

+17
18
2.
SC Bison Calenberg
5
4
1
0
38:24
+14
13
3.
TuS Düsseldorf-Nord
6
3
1
2
27:22
+5
10
4.
ERG Iserlohn
5
3
0
2
28:20
+8
9
5.
RSC Cronenberg
5
3
0
2
20:18
+2
9
6.
RESG Walsum
6
2
1
3
20:22
-2
7
7.
HSV Krefeld
5
1
1
3
26:31
-5
4
8.
IGR Remscheid
5
1
1
3
24:29
-5
4
9.
Valkenswaardse RC
6
1
0
5
17:37
-20
3
10.
RSC Darmstadt
5
0
1
4
14:28
-14
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

8. November 2014

 

Milan Brandt war nicht an die Kette zu legen - deftige Bauchlandung

1. Bundesliga, 4. Spiel: SC Bison Calenberg - ERG Iserlohn 6:3 (1:1)

Die Frage nach dem „Warum?“ hatte ERGI-Trainer Dirk Iwanowski schnell an zwei Faktoren festgemacht. 1) „Die Bahn war spiegelglatt, fast wie eine Eisfläche. Aber das darf keine Ausrede sein, die Calenberger mussten ja auch darauf laufen!“ 2) „Wir haben einfach schlecht gespielt, das war ein deutlicher Rückschritt.“ Denn unter dem Strich hatten die Iserlohner eigentlich genügend Chancen, um bei den Bisons zu bestehen. Statt aber den einfachen Abschluss zu suchen, machten es die ERGI-Cracks stets unnötig kompliziert.

Dies alleine hätte wohl zumindest noch für einen Punktgewinn reichen können, denn immerhin lagen die Sauerländer nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 2:1 in Vorlage. Aus einer gefestigten Abwehr heraus hatten die Iserlohner die Partie begonnen, um über Konter für Gefahr zu sorgen. Wichtigster Aspekt dabei: SCB-Torjäger Milan Brandt an die kurze Kette zu legen. Beides ging auf, nur, ein Tor wollte trotz bester Chancen jedoch nicht gelingen.

„Die Jungs haben die Köpfe einfach nicht frei“, haderte ERGI-Coach Dirk Iwanowski auf der Bank mit den viel zu komplizierten Abschlüssen, bei denen immer noch ein Querpass versucht wurde. „Einfach und klar, so wie in Walsum oder Merignac - das wäre die Lösung gewesen.“ So aber ging der Schuss nach hinten los, denn ein Milan Brandt lässt sich nicht über 50 Minuten lang lückenlos bewachen. Die kleinste Unachtsamkeit und schon hatte der Torschützenkönig der letzten beiden Jahre sein 18. Saisontor erzielt (19.).

Aber die Iserlohner zeigten die richtige Reaktion, nun lief es vor allem auch zielstrebig in Richtung SCB-Tor. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, noch vor der Pause glich Andre Costa wieder aus. Und nach dem Seitenwechsel kamen die Iserlohner mit deutlich mehr Elan zurück auf die glatte Bahn. Zugute kam ihnen dabei zudem, dass Calenberg schon ein gut gefülltes Teamfoulkonto hatte. Schon in der 31. Minute erfolgte der 10. Pfiff. Andre Costa trat zum Direkten an und donnerte die Kugel zum 2:1 in die Maschen.

Es dauerte aber keine zwei Minuten, da war der Spielstand wieder egalisiert, denn Milan Brandt hatte sich erneut seiner Bewachung entzogen und zu einem Treffer genutzt (33.). Dies gelang ihm nun immer mehr, den Iserlohnern ging die Konzentration völlig flöten, immer mehr Fehler waren die logische Folge. Und als Reik Johansson zum 3:2 traf (38.), war die Niederlage praktisch schon besiegelt.

Die Sauerländer warfen zwar noch einmal alles nach vorne, agierten dabei aber in der Offensive zu kopflos und - was viel dramatischer war - vernachlässigten nun völlig die Defensivarbeit. So hatte Milan Brandt keine große Mühe, einen Hattrick zu landen und somit die deftige Bauchlandung der Iserlohner festzuzurren. Dass Jorge Fonseca zwischenzeitlich auf 3:5 verkürzte (47.) hatte nun kosmetische Wirkung.

SC Bison Calenberg: J. van den Dungen, T. Richter; J. Rocha, R. van den Dungen, K. Doomernik, L. Johansson, R. Johansson (1), M. Brandt (5), S. Leitmann, S. Haas.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa (2), K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira, T. Henke.

Schiedsrichter: T. Flössel / S. Dahlbock.

Torfolge: 1:0 (19.) M. Brandt, 1:1 (23.) A. Costa, 1:2 (31./Direkter) A. Costa, 2:2 (33.) M. Brandt, 3:2 (38.) R. Johansson, 4:2 (42.) M. Brandt, 5:2 (44.) M. Brandt, 5:3 (47.) J. Fonseca, 6:3 (49.) M. Brandt.

Zeitstrafen: Calenberg 0 min – Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Calenberg 13 – Iserlohn 10.

Die übrigen Spielergebnisse:
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Darmstadt 4:1 (0:0)
SKG Herringen - IGR Remscheid 6:3 (4:1)
HSV Krefeld - RSC Cronenberg 6:7 (2:4)
RESG Walsum - Valkenswaardse RC 5:3 (2:1)

Tabelle nach dem 4. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
5
5
0
0

29:13

+16
15
2.
SC Bison Calenberg
4
4
0
0
32:18
+14
12
3.
RSC Cronenberg
4
3
0
1
17:14
+3
9
4.
TuS Düsseldorf-Nord
5
2
1
2
23:19
+4
7
5.
RESG Walsum
5
2
1
2
18:19
-1
7
6.
ERG Iserlohn
4
2
0
2
18:17
+1
6
7.
HSV Krefeld
4
1
1
2
23:21
+2
4
8.
IGR Remscheid
4
1
0
3
18:23
-5
3
9.
Valkenswaardse RC
6
1
0
5
17:37
-20
3
10.
RSC Darmstadt
5
0
1
4
14:28
-14
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

1. November 2014

 

Der Querbalken verhinderte die Wende

CERS-Cup, 1. Runde - Rückspiel: SA Merignac - ERG Iserlohn 2:4 (1:2)

„Es war mit Abstand unser bestes Saisonspiel“, hatte Ralf Henke, 1. Vorsitzender der ERGI, eigentlich nichts an dem Spiel im Süden Frankreichs zu bemängeln. Die Sauerländer hatten gekämpft, dabei auch speierlisch voll und ganz überzeugt und somit verdient gewonnen. Einziger Wermutstropfen: Es reichte nicht zur Wende, der letztlich nur der Querbalken im Weg stand…

Merignac war von Beginn an darauf aus, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu verwalten, zog sich tief zurück und überließ der ERG die Initiative. Die war ihrerseits zum Handeln gezwungen und berannte das gegnerische Tor mit aller Macht. Einzig: Durchschlagender Erfolg war ihnen nicht vergönnt. Ganz im Gegenteil, denn ein SAM-Konter konnte nur per Foul unterbunden werden - Penalty. Und den verwandelte Remi Hourcq souverän zum 1:0 (6.).

Der Nackenschlag bremste die Iserlohner aber nur kurzzeitig aus, Mitte des ersten Durchgangs wurde wieder das Heft des Handels in die Hand genommen und Loic Chibois unter Dauerfeuer genommen. Doch der SAM-Schlussmann wehrte alle Versuche der Westfalen erfolgreich ab. Letztlich ließ sich der Ausgleich für die dominierenden Westfalen aber nicht dauerhaft verhindern, aus dem Gewühl heraus war Timon Henke schließlich erfolgreich (22.). Und als Carlos Nunez noch vor der Pause gar zur Führung abschloss (23.), war die Zuversicht groß, den Drei-Tore-Rückstand packen zu können.

Mit viel Schwung kamen die Iserlohner aus der Kabine zurück, brauchten nun aber wieder zehn Minuten, ehe Sergio Pereira per Direktem (10. Teamfoul Merignac) endlich das 3:1 gelang. Nun also nur noch ein Treffer und zumindest die Verlängerung wäre erreicht. Der gelang dann allerdings aus der anderen Seite, per Bauerntrick fand Remi Hourcq die Lücke ins Netz (42.).

Noch aber war das letzte Wort nicht gesprochen. Während ERG-Torwart Martin Sittler zwei Strafstöße abwehrte, sorgte Kai Milewski drei Minuten vor dem Ende wieder für große Spannung. Die Iserlohner nahmen ihren Goalie für die restliche Zeit vom Feld und erzwangen somit in der letzten Minute das 15. SAM-Teamfoul. Andre Costa trat an den Punkt, zog knallhart ab und hatte die Arme auch schon zum Jubeln oben, als ein lautes „plink“ einen Gestängetreffer offenkundig machte und somit die Verlängerung verhinderte...

SA Merignac: L. Chibois, V. Coutant; A. Silva, R. Hourcq (2), R. Herman, G. Moreau, O. Lesca, S. Lesca, S. Lesca, M. Marchand.

ERG Iserlohn: M. Sittler, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa, K. Milewski (1), C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke (1).

Torfolge: 1:0 (6./Penalty) R. Hourcq, 1:1 (22.) T. Henke, 1:2 (23.) C. Nunez, 1:3 (36./Direkter) S. Pereira, 2:3 (42.) R. Hourcq, 2:4 (47.) K. Milewski.

Schiedsrichter: J. Galan (ESP) / A. Gomez (ESP).

Zeitstrafen: Merignac 0 min – Iserlohn 0 min

Teamfouls: Merignac 19 - Iserlohn 18

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

23. Oktober 2014

 

Mit großem Kämpferherz zum Erfolg

1. Bundesliga, 3. Spiel: RESG Walsum - ERG Iserlohn 6:7 (2:4)

Großes Aufatmen bei den ERGI-Cracks: Nach dem desolaten Auftritt am Donnerstag zeigten die Iserlohner in Walsum mit einem anfangs souveränen, später engagiert erkämpften Erfolg die erhoffte Reaktion. „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, fiel folglich auch Dirk Iwanowski ein großer Stein vom Herzen: „Die Jungs haben aus ihren Fehlern gelernt und den Willen gehabt, sie auszubügeln.“

Die Partie brauchte nicht lange, um auf Fahrt zu kommen, wobei es die durch die Donnerstag-Niederlage arg gefrusteten Gäste waren, die gleich so richtig Dampf machten: Ehe sich die Walsumer versahen, hatten Sergio Pereira und Andre Costa schon zweimal ins Schwarze getroffen. Und die Iserlohner blieben am Drücker, nutzten die Verwirrungen bei den roten Teufeln, um das Spiel fest in Händen zu halten.

Die Hausherren konnten nur reagieren, kamen dabei regelmäßig den sprichwörtlichen Schritt zu spät und hatten so schon nach 14 Minuten zehn Teamfouls angesammelt. Die Chance vom Punkt ließ sich Sergio Pereira nicht nehmen, mit Wucht donnerte er die Kugel direkt unter den Querbalken – 3:0. Als schließlich auch Andre Costa sein zweiter Treffer gelang (20.), schien dem ERG-Sieg nichts mehr im Wege zu stehen.

Nun waren es die RESG-Neulinge Jose Barreto (22.) und Felipe Sturla (25.), die mit ihren Toren den Walsumern noch rechtzeitig vor dem Seitenwechsel wieder neues Leben einhauchten. Nachdem kurz nach dem Seitenwechsel Sergio Pereira die Strafstoß-Gelegenheit nach RESG-Teamfoul Nr. 15 vertändelt (32.) und Jose Barreto gar auf 3:4 verkürzt hatte (34.), war die Partie plötzlich wieder offen.

Die Walsumer boten nun Paroli, konnten die Vormachtstellung der Iserlohner aber nicht zu Fall bringen, auch weil die Sauerländer im Abschluss kompromisslos agierten: Carlos Nunez sorgte wieder für eine Zwei-Tore-Differenz (37.), die Felipe Sturla zwar rasch wieder verkleinerte (41.). Doch noch in derselben Minute antwortete Andre Costa, der zum Entsetzen der RESG-Fans keine Zeigerumdrehung später sogar das 7:4 markierte. Erneut war es Jose Barreto, der mit dem fünften RESG-Tor (43.) die Hausherren über Wasser hielt (43.).

Den lediglich mit fünf Spielern rotierenden Iserlohnern schien nun die Luft auszugehen, allerdings zeigten sie sich kämpferisch. Während die Walsumer nun vehement alles nach vorne warfen, verteidigten die Gäste engagiert ihren Vorsprung. Zwei Minuten vor dem Ende ließ sich das 6:7 durch Felipe Sturla zwar nicht mehr hinauszögern, doch mit vereinten Kräften retteten die Sauerländer schließlich ihren Erfolg über die Ziellinie.

RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; P. Kluge, C. Berg, J. Barreto (3), A. Kulossek, C. Nusch, P. Queiros, F. Sturla (3). Boogers.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez (1), A. Costa (4), K. Milewski, J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke.

Schiedsrichter: D. Loewe / L. Niestroy.

Torfolge: 0:1 (2.) S. Pereira, 0:2 (2.) A. Costa, 0:3 (14./Direkter) S. Pereira, 0:4 (20.) A. Costa, 1:4 (22.) J. Barreto, 2:4 (25.) F. Sturla, 3:4 (34./Direkter) J. Barreto, 3:5 (37.) C. Nunez, 4:5 (41.) F. Sturla, 4:6 (41.) A. Costa, 4:7 (42.) A. Costa, 5:7 (43.) J. Barreto, 6:7 (48.) F. Sturla.

Zeitstrafen: Walsum 0 min – Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Walsum 20 – Iserlohn 16.

Die übrigen Spielergebnisse:
SC Bison Calenberg - RSC Darmstadt 7:2 (4:1)
SKG Herringen - RSC Cronenberg 5:2 (3:1)
HSV Krefeld - TuS Düsseldorf-Nord 3:3 (0:1)
Valkenswaardse RC - IGR Remscheid 11:7 (6:2)

Tabelle nach dem 3. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
4
4
0
0

23:10

+13
12
2.
SC Bison Calenberg
3
3
0
0
26:15
+11
9
3.
ERG Iserlohn
3
2
0
1
15:11
+4
6
4.
RSC Cronenberg
3
2
0
1
10:8
+2
6
5.
HSV Krefeld
3
1
1
1
17:14
+3
4
6.
TuS Düsseldorf-Nord
4
1
1
2
19:18
+1
4
7.
RESG Walsum
4
1
1
2
13:16
-3
4
8.
IGR Remscheid
3
1
0
2
15:17
-2
3
9.
Valkenswaardse RC
5
1
0
4
14:32
-18
3
10.
RSC Darmstadt
4
0
1
3
13:24
-11
1

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

23. Oktober 2014

 

ERGI-Cracks völlig von der Rolle

1. Bundesliga, 2. Spiel: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 2:5 (1:1)

Kopfschüttelnd stand Iserlohns Trainer Dirk Iwanowski nach dem Abpfiff an der Bande. Sprachlos! Ratlos? „Es gibt noch viel zu tun“, brachte er schließlich zu Papier, suchte dabei aber immer noch die Stelle, an der bis Samstag der Hebel angesetzt werden muss. „Hockey kann so einfach sein - wenn man es nur spielt...“

Die Startphase gehörte den Iserlohner, die schon in den ersten Minuten durch Kai Milewski, Sergio Pereira und Andre Costa drei sehr gute Chancen besaßen und schließlich im vierten Anlauf die Führung bejubelten. Abgezogen hatte Andre Costa, doch der Iserlohner Kapitän Sergio Pereira gab der Kugel mit seiner Schlägerspitze noch eine andere Richtung (4.).

In der Folgezeit bestimmten die Gastgeber das Geschehen, standen in der Abwehr gut gestaffelt und kamen über Konter zum weiteren Hochkarätern. Allerdings war dabei nicht alles Gold was glänzte, denn im Spiel der Iserlohner hakte es an einigen Ecken und Enden. Nicht immer stimmten die Laufwege, einige Pässe landeten im Nichts und die Abstimmung in der Defensive bei der Übergabe der Gegenspieler lief auch nicht immer reibungslos glatt.

Dazu kam noch, dass sich IGR-Schlussmann Moritz Kreidewolf immer mehr zur unüberwindbaren Wand aufbaute. So raubte er den ERG-Angreifern die Nerven, selbst aussichtsreiche 1:1-Situationen von Kai Milewski (9.), Sebastian Glowka (13.) oder Andre Costa (15.) blieben ohne weiten zählbaren Erfolg. Kreidwolfs Paraden und die Unzulänglichkeiten der Iserlohner sorgten derweil für steigende Zuversicht bei den Gästen, die sich nach und nach von der Iserlohner Dominanz befreiten und ab Mitte des ersten Durchgangs einen offenen Schlagabtausch boten.

Dabei machten die Sauerländer ihre Gäste durch eine Vielzahl an teils haarsträubenden Fehlern im Aufbau aber auch selbst stark, blieben doch aussichtsreiche Angriffe im Keim stecken, ja wurden zu gefährlichen Konterattacken. Dass sich schließlich Jan Henckels völlig frei vor dem ERGI-Tor postieren konnte, während Yannick Peinke von gleich drei Iserlohnern bearbeitet wurde, passte da ins Bild. Die Strafe folgte stehenden Fußes, der IGR-Youngster schon in aller Seelenruhe zum 1:1 ein.

Nach dem Seitenwechsel bliesen die Waldstädter wieder zielstrebiger zur Attacke, fanden aber weiterhin kein Mittel, um den Ball an Moritz Kreidewolf vorbei zu bekommen. Die Remscheider stellten sich nun geschickt darauf ein, zwangen ihre Gastgeber durch eine kompakte Abwehr immer wieder zu (aussichtslosen) Versuchen aus der Distanz - und warteten geduldig auf ihre Konterchancen. Diese nutzten sie dann ebenso eiskalt wie effektiv aus: In der 29. Minute schloss Yannick Peinke einen Gegenzug zum 2:1 ab.

Kurz darauf fiel auch schon die Vorentscheidung: Nachdem Sergio Pereira nur den Pfosten getroffen hatte (33.), konnte auf der Gegenseite zunächst Luis Hages per Penalty, wenn auch im Nachschuss, weiter erhöhen (34.). Und noch in derselben Minute netzte auch Daniel Leandro erfolgreich ein - 4:1.

Die Iserlohner hatten auf den Doppelschlag keine Antwort parat. Zwar nahmen sie die Herausforderung kämpferisch an, fanden aber kein Mittel, die sichere IGR-Abwehr aus der Reserve zu locken. Und wenn sich doch eine Lücke bot, war Moritz Kreidewolf mit überragenden Paraden ein souveräner Schlussmann, der sich nur per Strafstoß von Sergio Pereira ein weiteres Mal überwinden ließ (44.). Das 2:4 in Folge des 10. IGR-Teamfouls kam aber letztlich zu spät, zumal drei Minuten später Yannick Peinke mit dem fünften Treffer für die Remscheider alles klar machte.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke.

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, A. Fragapane; Y. Lukassen, R. Selbach, D. Leandro (1), J. Henckels (1), L. Hages (1), Y. Peinke (2).

Schiedsrichter: D. Loewe / L. Niestroy.

Torfolge: 1:0 (4.) S. Pereira, 1:1 (20.) J. Henckels, 1:2 (29.) Y. Peinke, 1:3 (34./Penalty) L. Hages, 1:4 (34.) D. Leandro, 2:4 (44./Direkter) S. Pereira, 2:5 (47.) Y. Peinke.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Remscheid 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 8 – Remscheid 14.

Tabelle nach dem 2. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
SKG Herringen
3
3
0
0

18:8

+10
9
2.
SC Bison Calenberg
2
2
0
0
19:13
+6
6
3.
RSC Cronenberg
2
2
0
0
8:3
+5
6
4.
RESG Walsum
3
1
1
1
7:9
-2
4
5.
HSV Krefeld
2
1
0
1
14:11
+3
3
6.
ERG Iserlohn
2
1
0
1
8:5
+3
3
7.
IGR Remscheid
2
1
0
1
8:6
+2
3
8.
TuS Düsseldorf-Nord
3
1
0
2
16:15
+1
3
9.
RSC Darmstadt
3
0
1
2
11:17
-6
1
10.
Valkenswaardse RC
4
0
0
4
3:25
-22
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

18. Oktober 2014

 

Dirk Iwanowski: „Dieses Spiel kam für uns zu früh!“

CERS-Cup, 1. Runde - Hinspiel: ERG Iserlohn - SA Merignac 5:8 (1:4)

Der Spielplan wollte es so: Bereits im zweiten Match der neuen Saison ging es für die ERGI im CERS-Cup gegen den französischen Club SA Merignac ums Ganze. „Dieses Spiel kam für uns zu früh“, war sich ERGI-Coach Dirk Iwanowski nicht erst nach dem Abpfiff sicher. Es fehlte schlichtweg die nötige Praxis, um gegen die Südfranzosen, die in ihrer Liga schon fünf Runden absolviert hatten, zu bestehen. Allerdings stellte Iwanowski auch eigene Schwächen fest: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht.“

Das eine (keine Praxis) führte letztlich zum anderen: den Fehlern. So oft wie der Ball an der Mittellinie vertändelt wurde, sieht man es bei der ERGI sonst nur selten. In der Abwehr vor CERS-Cup-Debütant Roman Kaas, der im Tor seine Sache sehr gut machte, fehlte die nötige Feinjustierung und vorne lange Zeit die gewohnte Zielstrebigkeit. Alles in allem summierte sich dies zu einer schlechten Ausgangslage vor dem Rückspiel am 1. November in der Nähe von Bordeaux.

Dabei hatte es für die Sauerländer gut begonnen, denn sie setzten durch Kai Milewski (1.) und Andre Costa (5.) die ersten Akzente und kamen schließlich zur 1:0-Führung. Sergio Pereira hatte mustergültig auf Jorge Fonseca quergelegt, der treffsicher ins lange Eck schoss (5.). Aber offensichtlich hatten die Gäste bis dato mit angezogener Handbremse gespielt, denn fortan legten sie gleich zwei Gänge zu – und hängten die Hausherren somit schnell ab.

Sylvain Lesca drehte binnen zwei Minuten die Partie, sein Bruder Oliver Lesca ließ im weiteren Verlauf danach das 3:1 folgen (15.). Die Iserlohner hatten zu diesem Zeitpunkt kein Mittel parat, um die nun wie aus einem Guss agierenden SAM-Akteure wirkungsvoll zu bremsen. Symptomatisch das 4:1, bei dem Sylvain Lesca hinter dem ERG-Tor nicht attackiert wurde, er sich den Ball in Ruhe hochlupfen konnte und per Bauerntrick abschloss (23.).

Dass es vor der Pause nicht noch schlimmer gekommen war, lag letztlich an Roman Kaas, der im Sommer immerhin noch für den TSV Ansbach in der 2. Liga Süd aktiv war und teils bravourös hielt. Den dicksten Applaus verdiente er sich, als er in der 24. Minute erst einen Direkten gegen Sylvain Lesca abwehrte und bei der nötige Wiederholung dann auch Alexandre Silva den Nerv raubte.

In der Pause schien ERGI-Coach Dirk Iwanowski die passenden Worte gefunden zu haben, denn die Hausherren kamen wie verwandelt zurück aufs Feld. Und als Andre Costa umgehend das 2:4 gelang, waren die Sauerländer endlich im Spiel. Einzig: In der Defensive haperte es immer mal wieder, was die Franzosen durch Remi Hourcq im Doppelpack eiskalt ausnutzten (27./29.). Der mit dem Anschluss erwirkte psychologische Vorteil war also sofort wieder weg...

Allerdings hatten die Iserlohner den Schalter umgelegt, waren in der Offensive nun ebenbürtig und untermauerten dies auch durch weitere Tore. Als Kai Milewski (37.) und Sergio Pereira (39.) sich gegenseitig auflegten und so auf 4:6 verkürzten, war endlich Feuer unter dem Dach der Hemberghalle – und Merignac wirkte sichtlich beeindruckt. Wären da nur nicht diese vielen kleinen Fehler gewesen, die Partie hätte noch eine ganz andere Richtung nehmen können. So aber sorgte ein erneuter Abwehrpatzer schon kurz darauf dafür, dass Sylvain Lesca den Abstand wieder vergrößern konnte (40.).

Per Penalty legte Remi Hourcq eine weitere Minute später nach und sorgte somit wieder für hängende Köpfe bei den Iserlohnern Fans. Denn die sieben Waldstädter auf dem Feld gaben nicht auf, wollten sich für das Rückspiel in 14 Tagen noch eine bessere Ausgangslage verschaffen. Immer wieder stürmten sie an, fanden in Loic Chibois aber einen guten SAM-Schlussmann, wobei es auch an der nötigen Genauigkeit beim letzten Pass haperte. Mehr als das 5:8 durch Sebastian Glowka gelang jedoch trotz bester Gelegenheiten nicht, auch weil Andre Costa einen Direkten an den Pfosten setzte (44.) und die folgende Überzahl zu unsortiert vorgetragen wurde. Immerhin blieben die Gäste nun aber ihrerseits erfolglos im Abschluss.

ERG Iserlohn: R. Kaas, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa (1), K. Milewski (1), S. Glowka (1), C. Hegener, J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke.

SA Merignac: L. Chibois, T. Laboyrie; A. Silva, R. Hourcq (3), R, Herman, O. Lesca (1), S. Lesca (4), G. Lesca, M. Marchand.

Torfolge: 1:0 (5.) J. Fonseca, 1:1 (6.) S. Lesca, 1:2 (7.) S. Lesca, 1:3 (15.) O. Lesca, 1:4 (23.) S. Lesca, 2:4 (26.) A. Costa, 2:5 (27.) R. Hourcq, 2:6 (29.) R. Hourcq, 3:6 (37.) K. Milewski, 4:6 (39.) S. Pereira, 4:7 (40.) S. Lesca, 4:8 (41./Penalty) R. Hourcq, 5:8 (42.) S. Glowka.

Schiedsrichter: R. Eggimann / S. Jordi (Schweiz).

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (S. Pereira/24.) – Merignac 2 min (S. Lesca/44.)

Teamfouls: Iserlohn 8 - Merignac 6

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

4. Oktober 2014

 

Seltenes Lokalderby im DRIV-Pokal

ERGI muss im Achtelfinale beim ERSC Schwerte antreten

Dieses Duell hat es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben und alleine deshalb ist es schon etwas ganz besonderes, wenn die ERG Iserlohn am 28. Februar im Pokal-Achtelfinale beim Ortsnachbarn ERSC Schwerte antreten muss. Dass beim Zweitligisten an der Ruhr mit Maximilian Springer, Marc Dove und seit einigen Wochen aus Jose Aleixo gleich drei ehemalige Iserlohn Bundesligarecken aktiv sind, sorgt für einen zusätzlichen Reiz.

Maximilian Springer holte mit der ERGI 2009 das Double, wurde zudem 2006 und 2008 deutscher Meister und 2005 Pokalsieger, Marc Dove holte zweimal den Cup (2004 & 2005) und war im 2006er Meisterteam der Iserlohner und Jose Aleixo spielte jahrelang für die Sauerländer in der 1. Liga. Nun also stehen sie an der anderen Seite, was jedoch nichts daran ändern wird, dass die Iserlohner - immerhin jeweils sechsmaliger Meister und Pokalsieger sowie Vorjahresfinalist, im Februar als klarer Favorit in der Sporthalle des Friedrich-Bährens-Gymnasiums antreten werden.

„Es ist dennoch ein ganz besonderes Spiel, da es diese Konstellation ja nicht alle Tage gibt“, freut sich ERGI-Vorsitzender Ralf Henke aber auf das rare Lokalderby, das hoffentlich auf großes Interesse bei den heimischen Rollhockey-Fans stoßen wird.

Die übrigen Paarungen:
Qualifikationsrunde

SC Moskitos Wuppertal - Valkenswaardse RC bis 17.1.


Achtelfinale am 28. Februar 2015
Sieger Qualifikation - HSV Krefeld
RSC Cronenberg II - RESG Walsum
HSV Krefeld II - SKG Herringen (TV)
VfL Hüls - RSC Darmstadt
TuS Düsseldorf-Nord - IGR Remscheid
RHC Recklinghausen - RSC Cronenberg
TSG Darmstadt - SC Bison Calenberg

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

27. September 2014

 

Gelungener Einstand in die neue Saison

1. Bundesliga, 1. Spiel: Valkenswaardse RC - ERG Iserlohn 0:6 (0:3)

Die Fragezeichen waren bei den Iserlohnern groß, denn sie mussten die komplette Vorbereitung ohne echten Trainer absolvieren. Doch das Interimsgespann Wolfgang Hoffmann und Dirk Iwanowski hatten das Team bestens auf die Saisonpremiere vorbereitet. „Es war eine rundum gelungene Reise nach Holland!“, zog das Duo ein zufriedenes Fazit, machte aber auch keinen Hehl daraus, „dass dieser Gegner nicht über zu bewerten ist“. Doch egal, erst einmal sind die Sauerländer wieder Spitzenreiter!

Das Spiel hatte kaum begonnen, da war der Sieger im Grunde auch schon gefunden, Carlos Nunez fälschte einen Distanzschuss von Sergio Pereira ab (2.) und Jorge Fonseca fand per Bauerntrick eine Lücke (8.) - 2:0. Danach warfen die Iserlohner ihre ganze Routine in die Waagschale und kontrollierten aus einer sicheren Abwehrposition heraus das Spiel. Die Valkenswaarder hatten zwar durchaus ihre Momente, doch ernsthaft in Gefahr geriet das Tor von Patrick Glowka nicht.

Eiskalt und abgeklärt dagegen die Iserlohner, die – unterbrochen durch die Halbzeitpause – per Doppelpack von Andre Costa (24./Penalty) und Sergio Pereira (26.) den Sack frühzeitig zumachten. In der Folge standen sich die Hausherren zudem zu sehr selbst im Weg, um noch einmal für Spannung sorgen zu können. So kassierte Robbie van Dooren eine völlig unnötige blaue Karte, sodass sich für Sergio Pereira per Strafstoß die Gelegenheit zum 5:0 bot – die sich der Nationalspieler auch nicht nehmen ließ (35.).

Der Rest war reine Formsache: Jorge Fonseca machte das halbe Dutzend voll (42.). Kurz danach hatte Patrick Glowka vorzeitig Dienstende, er machte Platz für Roman Kaas, der hinten die Null absicherte und der ERG damit die erste Pole-Position der neuen Serie bescherte.

Valkenswaardse RC: P. Santos, K. Geladi; R. van Dooren, L. Bischoff, D. van Willigen, S. Holtzer, N. Janssens, D. Holtzer, A. Duarte.

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab 44. R. Kaas); C. Nunez (1), A. Costa (1), S. Glowka, C. Hegener, J. Fonseca (2), S. Pereira (2), T. Henke.

Schiedsrichter: B. Ullrich / S. Goldhausen.

Torfolge: 0:1 (2.) C. Nunez, 0:2 (8.) J. Fonseca, 0:3 (24./Penalty) A. Costa, 0:4 (26.) S. Pereira, 0:5 (35./Direkter) S. Pereira, 0:6 (42.) J. Fonseca.

Zeitstrafen: Valkenswaard 2 min (R. van Dooren/35.) – Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Valkenswaard 8 – Iserlohn 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
SC Bison Calenberg - HSV Krefeld 10:8 (8:2)
IGR Remscheid - RSC Cronenberg 3:4 (0:2)
SKG Herringen - TuS Düsseldorf-Nord 5:1 (2:0)
RESG Walsum - RSC Darmstadt 4:4 (3:1)

Tabelle nach dem 1. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
1
1
0
0

6:0

+6
3
2.
SKG Herringen
1
1
0
0
5:1
+4
3
3.
SC Bison Calenberg
1
1
0
0
10:8
+2
3
4.
RSC Cronenberg
1
1
0
0
4:3
+1
3
5.
RSC Darmstadt
1
0
1
0
4:4
0
1
6.
RESG Walsum
1
0
1
0
4:4
0
1
7.
IGR Remscheid
1
0
0
1
3:4
-1
0
8.
HSV Krefeld
1
0
0
1
8:10
-2
0
9.
TuS Düsseldorf-Nord
1
0
0
1
1:5
-4
0
10.
Valkenswaardse RC
1
0
0
1
0:6
-6
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

6. September 2014

 

Europapokal-Auslosungen sorgen für strahlende Gesichter

Herren treffen auf SA Merignac – Damen per Freilos direkt im Viertelfinale

Am Samstagvormittag wurden in der Zentrale des europäischen Rollhockey-Verbandes in Lissabon die Europapokalpaarungen für die Saison 2014/15 ausgelost. Den beiden Iserlohner Teams war dabei das Losglück hold.

Für die Waldstädter Herren beginnt die internationale Saison bereits am 18. Oktober – und dann mit einem Heimspiel. Als Gast wird dann der südfranzösische Club SA Merignac erwartet, was zugleich ein Wiedersehen mit Guilhem Lesca bedeutet. Der junge Franzose hatte in der Saison 2006/07 für eine Spielzeit das Trikot der ERGI getragen, dann aber aus familiären Gründen den Weg zurück eingeschlagen.

„Es ist sportlich eine interessante, aber durchaus machbare Aufgabe“, freute sich ERGI-Vorsitzender Ralf Henke über die Aufgabe in der ersten CERS-Cup-Runde, die für den 1. November die Reise in die Nähe von Bordeaux vorsieht. Auf die leichte Schulter zu nehmen ist das Team von der Biskaya allerdings nicht, wie ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt. Vor zwei Jahren stand die IGR Remscheid in Merignac auf der Piste – und wurde mit 2:11 ordentlich gerupft. Im Rückspiel zogen sich die Bergischen zwar besser aus der Affaire, mussten sich aber erneut mit 6:7 geschlagen geben.

„Es ist eine sehr körperbetont und zugleich auch technisch versierte Mannschaft“, weiß Ralf Henke über die Tücken und Stärken der Südfranzosen, zu denen seit Guilhem Lescas Waldstädter Zeit stets ein guter Kontakt bestand. „Aber die Freundschaft wird wohl für zweimal 50 Minuten ruhen müssen“, prognostiziert Henke gegen den Fünften der Nationalliga-Serie 2013/14 einen heißen Tanz. Sollte die ERGI das Achtelfinale erreichen, müssten sie am 17. Januar 2015 zum Gewinner der Paarung Follonica Hockey / RHC Uri reisen.

Bis zum 17. Januar müssen derweil die ERGI-Damen auf ihren saisonalen Eurocup starten, denn sie erwischten bei der Auslosung in Lissabon ein Freilos und sind damit bereits für das Viertelfinale gesetzt. Damit würden die Iserlohnerinnen im Januar zunächst auch Heimrecht genießen, wobei ihnen unter Umständen ein deutsch-deutsches Duell ins Haus stehen würde. Denn die Sauerländerinnen haben es im Viertelfinale mit dem Sieger der Paarung ROC Vaulx-en-Velin / TuS Düsseldorf-Nord zu tun.

„Das wäre einerseits natürlich schade für denn, ein internationales Spiel wäre in vieler Hinsicht interessanter. Für das deutsche Rollhockey bedeutet dies aber, dass auf jeden Fall ein Team im Final-Four stehen würde“, wagt Ralf Henke einen Blick in die Zukunft, wobei er sich aber nicht nur gegen die Rheinländerinnen, sondern auch gegen die Französinnen gute Chancen ausrechnet, dass dies dann die ERGI-Damen sein werden.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

28. August 2014

 

Startschuss für die Saison 2014/15 ist erfolgt

Wolfgang Hoffmann ist neuer Co-Trainer der ERG Iserlohn

Die Sommerpause ist zu Ende, am Donnerstag erfolgte bei der ERG Iserlohn der Startschuss für die Vorbereitungen auf die Rollhockey-Saison 2014/15. Die steht vorerst unter neuer Leitung: Wolfgang Hoffmann hat die Aufgabe übernommen, den heimischen Erstligisten fit zu machen. Der renommierte Fußballtrainer mit B-Schein-Qualifikation soll frischen Wind ins ERGI-Konditionstraining bringen.


Auf Turnschuhen startete die ERGI in die Vorbereitung auf die Saison 2014/15. (Foto: Tim Graumann)

Neuland betritt er damit allerdings nicht, denn schon Anfang der 1990er Jahre stand Wolfgang Hoffmann schon einmal in Diensten der heimischen Rollhockeyaner – als Trainer der Jugend, in der damals sein Sohn Marco aktiv war und es zusammen mit Dirk Iwanowski bis in die Jugendnationalmannschaft schaffte. „Ich bin seitdem der einzige Rollhockey-Trainer, der nicht Rollschuh laufen kann“, erinnert sich Hoffmann mit einem großen Schmunzeln im Gesicht an diese für ihn ungewöhnliche Station als Übungsleiter.

Denn ansonsten war er im Wesentlichen im heimischen Fußball aktiv, trainierte unter anderem Kocaelispor Iserlohn, Olympos Menden oder TuS Iserlohn II in der Bezirksliga, war darüber hinaus jahrelang sportlicher Leiter des SC Hennen. „Aber der ERGI bin ich immer treu geblieben, habe regelmäßig die Heimspiele besucht“, verweist Hoffmann, dass der Kontakt zur Familie Iwanowski und zum Hemberg nie abgerissen ist. „Wir haben auch schon öfter mal darüber gesprochen, ob ich nicht die Fitnessarbeit übernehmen wolle. Aber ist nie konkret geworden.“


Wolfgang Hoffmann ist neuen Co-Trainer der ERGI, Lukas Kost beendet aus beruflichen Gründen seine Rollhockey-Laufbahn. Für ihn kommt Roman Kaas vom ESV Ansbach an den Hemberg. (Fotos: Tim Graumann)

Nun aber trat Dirk Iwanowski, inzwischen 2. Vorsitzender der ERGI, an seinen alten Trainer heran, denn nach dem Tod von Jochen Kootz ist im Trainerstab eine große Lücke aufgerissen, die vor allem in der Vorsaison schmerzlich zutage trat. „Und wenn ich helfen kann, dann mache ich das doch gerne“, war es für Hoffmann keine große Frage, sich dieser Aufgabe zu stellen. Und das Plazet seiner Frau hatte er auch rasch in der Tasche: „Sie wollte immer, dass ich mal Bundesliga-Trainer werde, jetzt habe ich die Chance!“
Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung soll er nun für frischen Wind in der Vorbereitung bei der ERG Iserlohn sorgen, die bei ihrer ersten Einheit im Leichtathletikstadion am Hemberg gleich einen Geschmack von der sportlichen Kreativität Hoffmanns erhielt – und mit großem Spaß dabei war.

Dirk Iwanowski freut das Engagement seines ehemaligen Jugendtrainers: „Wolfgang Hoffmann hat eine Fülle an Ideen, wie die Jungs sowohl auf Turnschuhen als auch Rollschuhen fit gemacht werden können. Er ist mit Sicherheit eine Bereicherung für uns.“
Vier Wochen haben die Iserlohner nun Zeit. Um sich auf ihr erstes Spiel vorzubereiten, dass sie am 27. September beim Valkenswaardse RC austragen werden. Die Mannschaft hat sich im Grunde nicht verändert, einzig einen kleinen Wermutstropfen musste Ralf Henke als 1. Vorsitzender hinnehmen: „Lukas Kost wird aus beruflichen Gründen nicht mehr bei uns spielen.“ Der talentierte Torwart, der es schon bis in der A-Nationalmannschaft geschafft hatte, hat nach einem erfolgreichen Praktikum in Berlin ein gut dotiertes Jobangebot bekommen, dass er nicht ausschlagen konnte – und wird nun vollends in die Bundeshauptstadt ziehen.

„De facto ist damit Laufbahn wohl beendet“, so Henke, der dem Schlussmann im Namen des Vereins für seine Zukunft alles Gute wünscht. Ersatz haben die Iserlohner inzwischen schon gefunden: Roman Kaas, der in der Vorsaison schon vorübergehend und mit einer Doppellizenz ausgestattet bei der ERGI auf der Bank saß, wechselt nun endgültig vom Zweitligisten ESV Ansbach an den Hemberg. „Er ist jung und hat großes Potential“, ist sich Henke sicher, damit einen guten Stellvertreter für Patrick Glowka gefunden zu haben.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

8. Juni 2014

 

Germanen-Tsunami überrollte ERGI-Abwehr in nur 223 Sekunden

DRIV-Pokal Finale, 2. Spiel: SK Germania Herringen - ERG Iserlohn 8:1 (6:1)

„Was soll ich sagen? Ich bin total frustriert!“, machte ERGI-Trainer Quim Puigvert keinen Hehl aus seiner Gemütslage: „Wir hatten uns so viel vorgenommen und die Stimmung vor dem Spiel war topp. Aber nach nicht einmal einer Minute war alles hinfällig, nach drei Minuten das Finale entscheiden. Und es kam kein Aufbäumen, nichts!“ Nicht nur der Trainer hatte so eine bittere Niederlage in seiner Laufbahn noch nicht erlebt, auch in den ERGI-Analen wird man lange suchen müssen, um auf nationaler Ebene ähnliche Katastrophen zu finden.


Aus die Maus - in 2014 blieb die ERGI ohne Titel und musste der Konkurrenz aus der Ferne beim Feiern
zuschauen. (Foto: Tim Graumann)

223 Sekunden benötigten die Germanen, um den Pokalsieg endgültig unter Dach und Fach zu bringen. 223 Sekunden, in denen den Waldstädter buchstäblich hören und sehen verging. Im Mittelpunkt dabei: Kevin Karschau. Der landete den ersten Treffer nach gerade einmal 25 Sekunden. Nach exakt 200 Sekunden folgte das 2:0, nur 23 weitere Sekunden dauerte es bis zum 3:0 - das Spiel war gelaufen, der Hattrick-Schütze ließ sich frenetisch feiern.

Und es kam noch schlimmer für die da schon arg gebeutelten Iserlohner, die in Schockstarre auf dem Feld standen: Robin Schulz legte das 4:0 nach (5.), in der zehnten Minute verwandelte Lucas Karschau eine Penalty zum 5:0, nachdem zuvor Kai Milewski seinen Frust im eigenen Strafraum in einen Stoß gegen Robin Schulz freie Bahn gelassen hatte. Weitab vom eigentliche Geschehen, der Ball war da in der SKG-Spielhälfte...

Es folgte die unspektakulärste Phase, denn Herringen genoss den schnellen Triumph, Iserlohn war zu keiner Reaktion fähig. Einzig Timon Henke kam frei zum Abschluss (15.), zielte aber am Tor vorbei. Dass wenig später Kai Milewski mit dem 1:5 seinen voran gegangenen Fauxpas wieder ausbügelte, war auch mehr Glück als Können, denn dem bis dahin beschäftigungslosen SKG-Schlussmann Maurice Michler rutschte die Kugel durch die Schoner (19.). „Nur noch neun!“, schallte daraufhin der sarkastische Ruf eines ERGI-Fans durch die Halle...

Herringens Reaktion folgte stehenden Fußes, Lucas Karschau machte mit dem 6:1 die übelste Prügel für die Waldstädter in einer ersten Halbzeit perfekt - und erstickte damit eventuell aufkeimende Resthoffnung bereits wieder im Keim.

Nach dem Seitenwechsel ging es einzig und alleine darum, das letzte Saisonspiel nicht im totalen Fiasko enden zu lassen. Dass dies nicht geschah, war letztlich aber weniger den Iserlohner Abwehrbemühungen zu verdanken, als vielmehr dem Spieltrieb der Hausherren. Die übertrieben es in zahlreichen Aktionen mit ihren Versuchen von Hacke, Spitze, 1,2,3 vor dem ERGI-Tor, so dass der arg gebeutelte Patrick Glowka seinen Kasten nun weitgehend sauber halten konnte.

Einzig, als die Germanen kurzfristig zu ihrem Tempospiel zurück fanden, war auch er machtlos: Robin Schulz (36.) und Kevin Karschau (38.) trafen umgehend zum 8:1. Im weiteren Verlauf ließen die nun sehr verspielten Germanen Gnade vor Recht walten und gaben sich der Vorfreude auf ihren zweiten Pokalerfolg hin.


Sportlich fair, aber am Boden zerstört ließen die Iserlohn die Siegerehrung über sich ergehen und nahmen
ihre Silbermedaillen in Empfang. (Foto: Tim Graumann)

SK Germania Herringen: M. Michler, T. Tegethoff; K. Karschau (4), L. Hages, M. Storck, N. Halfmann, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz (2), L. Karschau (2).

ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski (1), S. Glowka,  C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Schiedsrichter: T. Ullrich / D. Loewe.

Torfolge: 1:0 (1.) K. Karschau, 2:0 (4.) K. Karschau, 3:0 (4.) K. Karschau, 4:0 (5.) R. Schulz, 5:0 (10./Penalty) L. Karschau, 5:1 (19.) K. Milewski, 6:1 (20.) L. Karschau, 7:1 (36.) R. Schulz, 8:1 (38.) K. Karschau.

Zeitstrafen: Herringen 0 min – Iserlohn 2 min (K. Milewski/10.).

Teamfouls: Herringen 8 – Iserlohn 13.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

7. Juni 2014

 

Iserlohn und die „Verflixte 7“

DRIV-Pokal Finale, 1. Spiel: ERG Iserlohn - SK Germania Herringen 1:4 (0:4)

Die 7 ist beileibe nicht die Glückszahl der ERGI-Cracks: Nach sieben Jahren droht ein titelloses Jahr, der siebte Titel in Meisterschaft lässt nach dem nach dem Halbfinalaus bereits weiter auf sich warten. Nach der klaren Hinspiel-Niederlage im Pokal scheint dies nun auch für den 7. Pokalsieg zu gelten...

Taktische Spielereien oder vorsichtiges Abtasten war in Iserlohn fehl am Platz, beide Teams legten von Beginn an mit hohem Tempo los. Die ersten Chancen ließen folglich nicht lange auf sich warten, gehörten unter dem Strich aber allenfalls ins die Kategorie „Warnschüsse“. Nach einer Weile flauten die Startoffensiven auch wieder ab, wobei sich die Kontrahenten weiterhin einen Schlagabtausch mit offenem Visier lieferten.

Weitaus gefälliger waren dabei die Germanen, deren Zusammenspiel flüssiger und – vor allem – zielstrebiger war. Die Iserlohnern dagegen wirkten gerade auf den letzten Metern vor dem gegnerischen Tor ideenlos und fahrig. Und: In der Abwehr, immerhin die beste der Liga, klafften mitunter große Löcher. Da ließ sich die SKG-Offensive, zumal die treffsicherste in Deutschland, letztlich nicht lange bitten. Liam Hages (15.), Robin Schulz (17.) und Kevin Karschau (19.) kamen ab Mitte des ersten Durchgangs frei zum Schuss – 3:0!  Und noch vor dem Seitenwechsel legte Lucas Karschau gar das vierte Germanen-Tor nach (23.).

Den Schock verdauten die Iserlohner in der Kabine zwar recht gut, doch gegen die nun sehr sicher agierenden Gäste fanden die Pokalverteidiger schlichtweg kein probates Mittel. Sobald die Herringer in Ballbesitz kamen, verschleppten sie gekonnt das Tempo, um dann plötzlich wieder Gas zu geben. Das Iserlohner Torgestänge und ERG-Schlussmann Patrick Glowka verhinderten jedoch weitere Treffer.

Daraus schöpften die Sauerländer ihre Hoffnung, sich mit einem oder vielleicht sogar zwei Toren wieder ins Geschäft zu bringen. Doch die SKG-Hintermannschaft ließ nichts anbrennen. Erst als gegen Ende der Partie die Konzentration etwas nachließ, fand Sebastian Glowka eine Lücke und sorgte mit dem 1:4 für etwas Ergebniskosmetik.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski, S. Glowka (1), C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

SK Germania Herringen: M. Michler, T. Tegethoff; K. Karschau (1), L. Hages (1), M. Storck, N. Halfmann, S. Gürtler, R. Schulz (1), L. Karschau (1).

Schiedsrichter: B. Ullrich / D. Loewe.

Torfolge: 0:1 (15.) L. Hages, 0:2 (17.) R. Schulz, 0:3 (19.) K. Karschau, 0:4 (23.) L. Karschau, 1:4 (49.) S. Glowka.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Herringen 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 7 – Herringen 8.

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

25. Mai 2014

 

Aus der Traum - der 7. Meistertitel lässt weiter auf sich

DM-Play-offs Halbfinale, 3. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 3:5 (2:2)

Seit 2004 stand die ERG Iserlohn Jahr für Jahr im DM-Finale. Diese Serie ist nun jäh gerissen. Dabei waren die Sauerländer auf einen guten Weg, scheiterten in letzter Konsequenz aber an den eigenen Nerven - und RSC-Torwart Sebastian Wilk. So urteilte auch ERGI-Coach Quim Puigvert: „Wir waren taktisch und spielerisch wohl besser, doch unser größtes Problem war, dass wir von sechs Strafstößen nur einen verwerten konnten. Dass reicht auf diesem Niveau einfach nicht aus.“

Mit dem Schwung des Vortages-Erfolges starteten die Iserlohner mit großem Selbstbewusstsein in die Partei und machten gleich Nägel mit Köpfen. Kai Milewski sorgte mit dem 1:0 für einen Blitzstart, Andre Costa bestrafte die blaue Karte gegen Jordi Molet wenig später bereits mit dem 2:0 (6.).

Aber die Cronenberger ließen sich davon nicht beirren, suchten – im Gegensatz zum Vortag – den direkten Weg zum Tor und schossen aus allen Lagen. Mit Erfolg, denn als Marco Bernadowitz aus der Distanz abzog, wurde die Kugel noch leicht abgefälscht, so dass ERG-Schlussmann Patrick Glowka chancenlos war (7.).

Noch aber waren die Vorteile auf Seiten der Sauerländer, die sich in der Folgezeit mehrfach gut in Szene setzten, aber den wichtigen dritten Treffer nicht zu Stande brachte. Immer mehr zum Helden des Tages avancierte dabei RSC-Keeper Sebastian Wilk, der erst einen Penalty von Kai Milewski parierte (11.) und dann auch die blaue Karte von Kay Hövelmann (14.) mehrfach ausbügelte, angefangen mit der Abwehr des Direkten von Jorge Fonseca.

Diese Nachlässigkeiten mussten bestraft werden, wenngleich auch Jens Behrendt bei seinem Ausgleichstreffer davon profitierte, dass sein Versuch aus dem Rückraum noch eine leichte Richtungsänderung erfuhr. Doch den Löwen war das Zustandekommen des 2:2 sicherlich egal (16.), denn nun hatten sie Oberwasser. Die Iserlohner dagegen wirkten sichtlich konsterniert, brachten keine adäquate Antwort mehr hervor.

Nach dem Seitenwechsel lief die Uhr noch keine Minute lang, da wechselte Glückgöttin Fortuna endgültig die Seiten, gleich den ersten RSC-Angriff schloss Jens Behrendt mit dem Cronenberger Führungstor ab (26.). In der Folge lieferten sich beide Teams einen packenden Schlagabtausch, bei dem immer mehr das ERG-Manko zu Tage trat, selbst beste Chancen nicht nutzen zu können. Vom Punkt aus hatten Sergio Pereira (30./Penalty) und Andre Costa (34./Direkter nach 10. RSC-Teamfoul) die besten Chancen, das Spiel wieder zu egalisieren, doch Sebastian Wilk war nicht mehr zu überwinden.

Die vergebliche Aufholjagd zerrte bei den Iserlohnern zunehmend an den Nerven, und schließlich entlud sich der Frust bei einem unnötigen Foul von Kai Milewski nach einem Ballverlust vor dem gegnerischen Tor. Die Folge: Blau für den ERG-Youngster, Jordi Molet netzte zum 4:2 ein (38.). Und gut zwei Minuten später hatte sich Patrick Glowka nicht mehr im Griff, auch er musste auf die Strafbank, während Jordi Molet gegen den Ersatzmann Martin Sittler mühelos zum 5:2 abschloss.

Damit war die Entscheidung gefallen, auch wenn sich die Iserlohner reichlich mühten, noch einmal den Anschluss zu markieren. Die RSCler schöpften nun aus ihrer ganzen Routine und ließen nichts mehr anbrennen. Als Andre Costa dann doch noch das 3:5 gelang (46.), war es schon zu spät und der Treffer nicht mehr als eine Ergebniskorrektur.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; A. Costa (2), K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

RSC Cronenberg: S. Wilk, E. Soriano; M. Schmahl, J. Molet (2), M. Bernadowitz (1), M. Wochnik, J. Behrendt (2), B. Nusch, K. Hövelmann, D. Kutscha.

Torfolge: 1:0 (1.) K. Milewski, 2:0 (6./Direkter) A. Costa, 2:1 (7.) M. Bernadowitz, 2:2 (16.) J. Behrendt, 2:3 (26.) J. Behrendt, 2:4 (38./Direkter) J. Molet, 2:5 (40./Direkter) J. Molet, 3:5 (46.) A. Costa.

Schiedsrichter: T. Ullrich / M. Dowideit.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (K. Milewski/38. - P. Glowka/40.) – Cronenberg 4 min (J. Molet/6. - K. Hövelmann/14.)

Teamfouls: Iserlohn 10 – Cronenberg 12

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

24. Mai 2014

 

Die ERGI ist wieder im Rennen

DM-Play-offs Halbfinale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 5:2 (1:0)

Schon zwei Minuten vor dem Ende standen die gut 450 ERGI-Fans unter den 600 Zuschauern am Hemberg und gaben den Iserlohnern stehende Ovationen. Das 3. Spiel war da schon Fakt. Und als Jorge Fonseca zum 5:2 ins verwaiste RSC-Tor einschob, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. „Wir haben dank einer überragenden Defensive gewonnen“, wusste Quim Puigvert genau, was den Ausschlag gegeben hatte. Doch er warte auch gleich vor zu viel Überschwang: „Morgen ist ein echtes Finale, das ist dann eine ganz andere Welt!“


Jorge Fonseca war der Mann des Tages: Der ERGI-Kapitän legte mit dem 1:0 den Grundstein zum Erfolg
und machte mit dem 5:2 schließlich den Sack auch eigenhändig zu. (Foto: Tim Graumann)

Die Hausherren standen praktisch mit dem Rücken zur Wand, demonstrierten mit einem forschen Start aber großes Selbstvertrauen. So hatten Andre Costa (3.) und Jorge Fonseca (4./5.) schon früh das angestrebte 1:0 auf der Hand. Überraschend war zu diesen Zeitpunkt nur, wie abwartend die Cronenberger dem ERGI-Sturmlauf der begegneten - und in der sechsten Minute dafür die schließlich Quittung erhielten: Jorge Fonseca narrte mit einem Bauerntrick den RSC-Schlussmann Sebastian Wilk.

Nun mussten die Bergischen mehr riskieren, bissen sich an der soliden ERG-Defensive aber lange die Zähne aus. Erst in der 17. Minute schaffte es Jens Behrendt, einen gefährlichen Schuss auf das gegnerische Tor abzufeuern. Dies war unter dem Strich zu wenig, denn Iserlohn bestimmte mit viel Ballkontrolle klar das Spiel und hatte große Chancen, die Führung weiter auszubauen.

Aber die Gäste konnten sich auf ihren Keeper Sebastian Wilk verlassen, der mit Können und mitunter auch Glück einen höheren Rückstand verhinderte. So zeigte er gegen Kai Milewski einen großartigen Reflex (15.), köpfte er einen Knaller von Sergio Pereira von der Linie (24.) und partierte er einen Penalty von Timon Henke nahezu akrobatisch (25.). Dazwischen hatte er Glück, dass Andre Costa vom Direkten-Punkt nur den Pfosten (20.), nachdem zuvor Marco Bernadowitz die blaue Karte gesehen hatte.

Doch die weiteren Tore für die Iserlohner waren letztlich nur nach hinten verschoben, unmittelbar nach Widerbeginn holten Sergio Pereira (30.) und Kai Milewski (31.) das Versäumte nach – 3:0, das dritte Spiel nahm nun konkrete Formen an. Doch die Iserlohner verstanden es in der Folge nicht, den Sack zu zu machen. Andre Costa (34.), Jorge Fonseca (35.) und Sergio Pereira (35.) scheiterten aus bester Lage. Und auch den dritten Strafstoß nach einer Fußabwehr von Kay Hövelmann wehrte Sebastian Wilk, dieses Mal gegen Sebastian Glowka, ab (35.).

Und so waren die bergischen Löwen mit einem Mal wieder mitten im Spiel, als Daniel Kutscha nach einem Freistoß zum Schuss kam und eiskalt auf 1:3 verkürzte (37.). Nun taten die Gäste endlich das, was sie zuvor vermissen ließen: Sie gaben Gas. Allerdings behielten die Iserlohn in der Defensive stets kühlen Kopf, wirklich geprüft wurde Torwart Patrick Glowka weiterhin nur selten.

Dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse: Zunächst bejubelte Jordi Molet das vermeintliche 2:3, doch hatte er bei seinem Lupfer den Schläger regelwidrig weit über dem Kopf, so dass der Treffer nicht zählte. Dann sahen binnen weniger Sekunden Benjamin Nusch, Kai Milewski und Daniel Kutscha die blaue Karte (alles 42.). Doch die Schützen – Andre Costa und Sergio Pereira für Iserlohn, Jordi Molet für Cronenberg – hatten auch in diesen Fällen kein Glück im Abschluss, die beiden Keeper reagierten jeweils souverän. Also weiterhin 3:1 für die Waldstädter...

Die Partie wogte nun hin und her, packende Torszenen rissen die gut 600 Zuschauer mit. So traf Sergio Pereira nur den Pfosten (44.), Andre Costa blieb nach einem Solo an Sebastian Wilk hängen (45.) und Jens Behrendt versuchte auf der anderen Seite es aus spitzem Winkel (45.).

Drei Minuten vor dem Abpfiff schlug das Pendel dann endgültig zugunsten der Hausherren aus, als Kai Milewski eines seine unnachahmlichen Soli hinlegte und gekonnt zum 4:1 abschloss (47.). Der RSC warf zwar nun alles nach vorne und kam durch Jordi Molet noch einmal auf 2:4 heran (49.). Doch nachdem Sebastian Wilk schon 90 Sekunden vor Ablauf der Uhr seinen Posten für einen fünften Feldspieler geräumt hatte, kam keine gute Chance für die Bergischen mehr zu Stande. 13 Sekunden vor dem Abpfiff angelte sich dann Jorge Fonseca den Ball, ließ mit einen kräftigen Spurt Freund und Feind hinter sich und schob zum 5:2 ins verwaiste RSC-Tor ein (50.).

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; A. Costa, K. Milewski (2), S. Glowka,  C. Hegner, J. Fonseca (2), S. Pereira (1), T. Henke.

RSC Cronenberg: S. Wilk, E. Soriano; M. Schmahl, J. Molet (1), M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Behrendt, B. Nusch, K. Hövelmann, D. Kutscha (1).

Torfolge: 1:0 (6.) J. Fonseca, 2:0 (30.) S. Pereira, 3:0 (31.) K. Milewski, 3:1 (37.) D. Kutscha, 4:1 (47.) K. Milewski, 4:2 (49.) J. Molet, 5:2 (50./Unterzahl) J. Fonseca.

Schiedsrichter: T. Ullrich / S. Goldhausen.

Zeitstrafen: Iserlohn 2 min (K. Milewski/42.) – Cronenberg 6 min (M. Bernadowitz/20. - B. Nusch/42. - D. Kutscha/42.)

Teamfouls: Iserlohn 9 – Cronenberg 9

Das weitere Halbfinale

SK Germ. Herringen - IGR Remscheid 14:1 (8:1)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

17. Mai 2014

 

ERGI war machtlos gegen die höheren Instanzen

DM-Play-offs Halbfinale, 1. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 6:5 (0:3)

Achselzucken. Ratlosigkeit. Quim Puigvert wusste nicht so recht, was er von dieser Partie halten sollte. „Ich kann dem Team keine Vorwürfe machen, es war wirklich gut.“ Die Ursache für die Niederlage machte der ERGI-Trainer somit auch woanders aus: „Wir musste hier und heute gegen höhere Instanzen ankämpfen, gegen die wir am Ende machtlos waren.“ Doch trotz der Niederlage, ihren Optimismus haben die Sauerländer noch nicht verloren - das Ziel lautete weiterhin: Finale.

Die Geschichte zwischen den beiden ewigen Rivalen ist um ein ereignisreiches Kapitel reicher: Lange Zeit sah die ERG Iserlohn wie der sichere Sieger aus, doch dann zog der RSC Cronenberg sein Trumpf-Ass Jordi Molet aus dem Ärmel, der im zweiten Durchgang fünfmal ins Schwarze traf und dem somit die Wende quasi im Alleingang gelang.

Den besseren Start erwischten die Sauerländer, für die Kai Milewski schon in der zweiten Minute traf. Und der ERG-Schwung hielt an, erneut kam Kai Milewski zum Abschluss und so hieß es nach gerade einmal sechs Minuten schon 2:0 für die Iserlohner. Und die hatten auch in der Folge klar das Kommando, ließen nur wenige RSC-Chancen zu und hatten mit Patrick Glowka einen sicheren Rückhalt, der auch die beste Chance der Hausherren vereitelte: Nach blauer Karte für Doppeltorschütze Kai Milewski trat Daniel Kutscha zum Strafstoß an, konnte den ERG-Schlussmann aber nicht überwinden.

Als Andre Costa kurz vor der Pause schließlich das 3:0 gelang, sah es finster für die bergischen Löwen aus. Doch die wetzten in der Unterbrechung erfolgreich ihre Krallen, kamen mit viel Biss aus der Kabine zurück – und profitierten dabei auch von einer zweifelhaften Zwei-Minuten-Strafe gegen ERG-Schlussmann Patrick Glowka (27.). Die Chance gegen den kalten Martin Sittler ließ sich Jordi Molet nicht nehmen, das 1:3 brachte die Hausherren wieder ins Spiel.

Daran änderte auch das 4:1 von Andre Costa nichts, der nach den aus eine blauen Karte gegen Benjamin Nusch resultierenden Direkten sicher verwandelte (29.), denn schon im Gegenzug war Jordi Molet per Bauerntrick zur Stelle – 2:4. In der 31. Minute wiederholte sich dieses Spielchen noch einmal: Andre Costa nutze den Strafstoß nach 10. RSC-Teamfoul zum 5:2, doch postwendend verkürzte Jordi Molet, nun per Penalty gegen den wieder im Tor stehenden Patrick Glowka, wieder.

Nun war Feuer im Spiel und die Iserlohner schafften es nicht, dieses trotz aller Vorteile und einer immer noch sicheren Führung zu löschen. Dagegen warfen die Hausherren immer mehr Kohlen nach, vor allem Jordi Molet trumpfte weiter auf. Per Strafstoß (10. ERG-Teamfoul) stellte der Spanier den Anschluss her (37.). Und als Daniel Kutscha acht Minuten der Ausgleich gelang, war die Alfred-Henckels-Halle endgültig zu einem Tollhaus geworden. Nun waren die Cronenberger klar Ton angebend, während den zunehmend entkräfteten Sauerländern die Partie entglitten war.

Noch wogte die Partie hin und her, denn die anstürmenden Gastgeber boten den Sauerländern durchaus einige gute Konterchancen. Als Iserlohn aber das 15. Teamfoul kassierte, ließ sich Jordi Molet diese große Chance nicht nehmen und verwandelte vom Punkt zum laut umjubelten 6:5-Endstand. Dem hatten die entkräfteten Sauerländer nichts mehr entgegen zu setzen, zumal auch der Pfiff zum 15. RSC-Teamfoul nicht mehr erfolgte.

RSC Cronenberg: S. Wilk, E. Soriano; M. Schmahl, J. Molet (5), M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Behrendt, B. Nusch, K. Hövelmann, D. Kutscha (1).

ERG Iserlohn: P. Glowka (27. -31. M. Sittler); A. Costa (3), K. Milewski (2), C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Torfolge: 0:1 (2.), 0:2 (6.) K. Milewski, 0:3 (24.) A. Costa, 1:3 (27./Direkter) J. Molet, 1:4 (29./Direkter) A. Costa, 2:4 (29.) J. Molet, 2:5 (31./Direkter) A. Costa, 3:5 (31./Penalty) J. Molet, 4:5 (37./Direkter) J. Molet, 5:5 (42.) D. Kutscha, 6:5 (48./Direkter) J. Molet.

Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Niestroy.

Zeitstrafen: Cronenberg 2 min (B. Nusch/29.) – Iserlohn 4 min (K. Milewski/12. - P. Glowka/27.)

Teamfouls: Cronenberg 14 – Iserlohn 15

Das weitere Halbfinale

IGR Remscheid - Germania Herringen 4:10 (2:4)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

10. Mai 2014

 

TuS-Nord war eine überaus harte Nuss

DM-Play-offs Viertelfinale, 2. Spiel: ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord 7:1 (2:1)

Quim Puigvert war nach dem Spiel überaus selbstkritisch: „Ich habe wohl nicht die richtigen Worte gefunden, um mein Team in die richtige mentale Lage zu bringen.“ Denn wieder taten sich die Iserlohner ziemlich schwer mit den Düsseldorfern, erst in der Schlussphase kam der deutliche Sieg zu Stande.

Das Ergebnis verschweigt ein wenig, dass es ein hartes Stück Arbeit für die ERGI war, den TuS Düsseldorf-Nord nieder zu ringen. Denn die Rheinländer wehrten sich lange Zeit nach Kräften. Matchwinner bei den Sauerländern war erneut Andre Costa, der mit seinem 3:1 die Erlösung brachte.

Wie schon das Hinspiel begann auch diese Partie mit einen Iserlohner Blitztor, Jorge Fonseca netzte nach nur 67 Sekunden bereits ein. Aber auch die Düsseldorfer waren sofort hellwach, mit einer schönen Kombination von Tobias Paczia und Lucas Broich wurde Andre Beckmann freigespielt, der so schon in der vierten Minute zum 1:1 abschloss.

Es schloss sich ein offener Schlagabtausch an, bei dem beide Schlussmänner mehr zu tun bekamen, als ihnen sicherlich lieb war. Doch hüben wie drüben behielten Patrick Glowka (ERG) und Jan Kutscha (TuS) stets die Übersicht und verhinderten mit guten Paraden weitere Treffer. Einzige Ausnahme: Aus dem Gewühl heraus stocherte Sergio Pereira die Kugel zur erneuten Führung der Westfalen über die Linie (8.). Weniger Glück hatte im direkten Gegenzug Jonas Pink bei einem Pfostenschuss.

Letztlich hatte das 2:1 bis weit über die Pause hin bestand, wobei das Übergesicht sich mehr und mehr zugunsten der Gastgeber verlagerte. Doch im letzten Moment hatten die Sauerländer vor dem gegnerischen Tor kein Fortune, der Ball wollte auf keiner Seite über die Linie. So verfehlten Carlos Nunez (16.) und Jorge Fonseca gleich mehrfach das leere Tor (11./18.), während Kai Milewski freistehend seinen Meister in Jan Kutscha fand (10./17.).

Die Düsseldorfer versuchten es dagegen immer wieder mit Schüssen aus allen Lage, teils auch überraschend aus dem Gewühl heraus, konnten damit aber Patrick Glowka nicht auf dem falschen Fuß erwischen. So auch nicht bei einem pfiffigen Freistoßtrick kurz nach dem Seitenwechsel, als Jonas Pink freistand.

Danach zogen die Iserlohner deutlich das Tempo an, schnürten nun den TuS in dessen Hälfte ein. Die Gäste starteten zwar immer wieder Konterattacken, die ERGI-Abwehr stand nun aber felsenfest, so dass Schlussmann Patrick Glowka nur noch selten eingreifen brauchte.

Einziges Manko: Trotz einer Vielzahl an Großchancen - die Entscheidung zögerte sich immer weiter heraus. Zum Pechvogel avancierte dabei Carlos Nunez, der mehrfach schön frei gespielt wurde, aber den Ball entweder nicht voll traf oder das (zumeist leere) Tor knapp verfehlte (33./35./36.). Ebenfalls Pech am Schläger kleben hatte Andre Costa, der weder einen Direkten (35.) noch seine sehenswerten Sololäufe (37./38.) mit Erfolg krönen konnte. Und nicht wesentlich besser machten es die übrigen Iserlohner Akteure.

So schwebte der immer noch mögliche Ausgleichstreffer weiterhin über den Köpfen der Sauerländer, doch der TuS konnte sich letztlich nicht gefährlich in Szene setzen. Folglich war das 3:1 durch einen wunderschönen Chip ins kurze, hohe Eck von Andre Costa eine regelrechte Erlösung für die Gastgeber (43.). Zumal eine Minute später Kai Milewski zum 4:1 abstaubte - und damit den Halbfinal-Einzug perfekt machte.

Der TuS fiel in den restlichen Minuten regelrecht in sich zusammen, wurde durch das Tor von Andre Costa (47.) und das Doppelpack von Christopher Hegner (49./50.), dem beim 6:1 ein wahres Traumtor - eine Volleyabnahme aus gut sechs Metern unter die Querlatte - gelang, deutlich unter Wert geschlagen.

Im Halbfinale kommt es nun wie im Vorjahr zum Duell mit dem wiedererstarkten RSC Cronenberg, der sich gegen Darmstadt ebenfalls mit 7:1 durchsetzte. Das zweite Halbfinale bestreitet die IGR Remscheid gegen Titelverteidiger SK Germania Herringen.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa (2), K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegner (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke.

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, B. Hendricks; J. Pink, T. Abdalla, L. Scheulen, N. Fichtner, A. Beckmann (1), T. Paczia, L. Broich.

Torfolge: 1:0 (2. J. Fonseca, 1:1 (4.) A. Beckmann, 2:1 (8.) S. Pereira, 3:1 (43.) A. Costa, 4:1 (44.) K. Milewski, 5:1 (47.) A. Costa, 6:1 (49.) C. Hegner, 7:1 (50.) C. Hegner.

Schiedsrichter: B. Ullrich / G. Richter.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Düsseldorf 0 min

Teamfouls: Iserlohn 4 – Düsseldorf 5

Die weiteren Viertelfinals

Germania Herringen - RESG Walsum 7:2 (5:1)
IGR Remscheid - SC Bison Calenberg 4:3 n.V.(1:0)
RSC Cronenberg - RSC Darmstadt 7:1 (2:1)

Im Halbfinale stehen sich damit am 17. und 24./25. Mai gegenüber:
RSC Cronenberg - ERG Iserlohn
IGR Remscheid - SK Germania Herringen

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

3. Mai 2014

 

Ralf Henke: „Gewonnen und fertig!“

DM-Play-offs Viertelfinale, 1. Spiel: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 1:5 (1:2)

Zu passiv, zu wenig Bewegung, zu unkonzentriert - die Reihe der Kritikpunkte des Iserlohner Trainergespannes war lang nach dem Play-off-Auftakt in Düsseldorf. „So einfach, wie sich das manche dachte, erreicht man auch gegen den Liga-Achten das Halbfinale nicht“, brachte es ERGI-Trainer Marc Berenbeck auf den Punkt. Etwas gelassener kommentierte dagegen Club-Vorsitzender Ralf Henke das Spiel: „Gewonnen und fertig!“

Fast 40 Minuten lang durfte sich der TuS Düsseldorf-Nord Hoffnungen machen, dem Hauptrunden-Sieger ERG Iserlohn ein Schnippchen zu schlagen. Mit mutigem Offensivhockey hielten die Rheinländer ihre westfälischen Gäste, die überhaupt nicht in Tritt fanden, an der kurzen Leine.

Der Knackpunkt in der Partie war die 37. Minute, als der Iserlohner Carlos Nunez die blaue Karte sah, doch Tobias Paczia den fälligen Direkten nicht verwerten konnte. Es wäre der Treffer zum 2:2-Ausgleich gewesen, den die TuSler zuvor schon mehrfach in Person von Nik Fichtner (22.) und Tobias Paczia (27.) fahrlässig verpasst hatten. Der Ärger über das verfehlte Tor zehrte an den Nerven der Gastgeber, was sich in den kommenden fünf Minuten entscheidend bemerkbar machte. Denn in der noch laufenden Überzahlphase kassierte Tarek Abdalla ebenfalls „Blau“, was Andre Costa vom Punkt mit dem 3:1 zusätzlich bestrafte (38.). Wenig später musste dann Lucas Broich für zwei Minuten auf die Strafbank, wieder ließ Andre Costa beim Direkten TuS-Keeper Jan Kutscha keine Chance – 4:1 (42.).

Damit war die lange Zeit spannende Partie entschieden, wobei die Hausherren nun Glück hatten, dass die Iserlohner ihre Strafstoß-Quote nicht aufrecht halten konnten. Denn sowohl das 15. Teamfoul der Gastgeber (43.) als auch der Direkter nach „Blau“ für Jan Kutscha blieben ohne weitere Folgen. Erst in der Schlussminute traf Andre Costa zum Hattrick, dieses Mal hatte Tobias Paczia den blauen Karton gesehen.

Damit endete die Begegnung, wie sie begonnen hatte. Denn schon das 1:0 der Iserlohner resultierte aus einen Strafstoß: Schon in der dritten Minute knallte Sergio Pereira die Kugel vom Penalty-Punkt in die Maschen. Der frühe Treffer wägte die Sauerländer im Angesicht der bislang erzielten Resultate gegen Düsseldorf in trügerischer Sicherheit, denn der TuS versteckte sich keineswegs. Mit erfrischendem Offensivhockey kaufte der Hauptrunden-Achte seinen Gästen den Schneid ab, vermochte die daraus resultierenden Chancen aber nicht zu verwerten.

Die Quittung war das 2:0 von Carlos Nunez, der einem der wenigen sehenswerten ERG-Angriffe mit einer Volleyabnahme die Krone aufsetzte (16.). Doch bereits im unmittelbaren Gegenzug schien dann auch der Knoten bei den Düsseldorfern zu platzen, als Nik Fichtner zum 1:2-Anschluss einschob. Doch so sehr sich die Rheinländer in der Folge auch anstrengten – wobei es ihnen von zu passiven Westfalen phasenweise auch sehr leicht gemacht wurde – das mögliche 2:2 wollte einfach nicht gelingen. Und so nahm die Partie schließlich ihren Verlauf…

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (ab 43.  B. Hendricks); J. Pink, T. Abdalla, L. Scheulen, N. Fichtner (1), A. Beckmann, T. Paczia, L. Broich.

ERG Iserlohn: P. Glowka (45. M. Sittler); C. Nunez (1), A. Costa (3), K. Milewski, C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira (1), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (3./Penalty) S. Pereira, 0:2 (16.) C. Nunez, 1:2 (16.) N. Fichtner, 1:3 (38./Direkter in Unterzahl) A. Costa, 1:4 (42./Überzahl) A. Costa, 1:5 (50./Direkter) A. Costa.

Schiedsrichter: W. Nistroy / P. Thissen.

Zeitstrafen: Düsseldorf 8 min (T. Abdalla/38. – L. Broich/41. – J. Kutscha/43. – T. Paczia/50.) – Iserlohn 2 min (C. Nunez/37.)

Teamfouls: Düsseldorf 16 – Iserlohn 7

Die weiteren Viertelfinals

RESG Walsum - Germania Herringen 0:1 (0:1)
SC Bison Calenberg - IGR Remscheid 4:7 (2:2)
RSC Darmstadt - RSC Cronenberg 2:5 (0:3)

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

26. April 2014

 

ERGI-Herren zum vierten Mal in Serie im Pokalfinale

DRIV-Pokal, Halbfinale: RSC Darmstadt - ERG Iserlohn 3:6 (2:3)

Der Pokal ist und bleibt der Lieblingswettbewerb der ERG Iserlohn, die nun in diesem Wettbewerb zum vierten Mal in Serie ins Endspiel einzieht. Und dort wartet - wie im Vorjahr - der SK Germania Herringen, der sich mühelos mit 9:1 gegen die RESG Walsum durchsetzte. „Es war ein unspektakuläres Spiel, das wir jederzeit fest im Griff hatten“, sah ERGI-Trainer Marc Berenbeck den Endspieleinzug zu keinem Zeitpunkt als gefährdet an.

Der Titelverteidiger begann dort, wo er in der Bundesliga gegen die Darmstädter vor 14 Tagen aufgehört hatte: Mit Ruhe und Bedacht wurde der Ball in den eigenen Reihen gehalten und so das gefürchtete RSC-Konterspiel weitgehend unterbunden. Die Folge: Die Sauerländer kontrollierten nicht nur das Spiel und dessen Tempo, sondern hatten auch die besseren Chancen. Und das zahlte sich schließlich auch aus, Jorge Fonseca (2.) und Sebastian Glowka (6./Penalty) brachten den Pokalsieger der letzten drei Jahre schnell in Führung.

Als den Hessen durch einen verwandelten Strafstoß von Maximilian Hack (7.) jedoch der Anschluss gelang, wendete sich das Blatt plötzlich. Nun hatten die Krokodile Oberwasser und zeigten den nötigen Biss. Die bis dahin souveränen Gäste verloren den Faden, das 2:2 durch Micael Barreto war die logische Konsequenz (10.). Doch mehr sprang für die nun engagiert kämpfenden Darmstädter nicht heraus, zumal sie nur eine Minute später nach einem Distanzschuss von Sergio Pereira wieder einem Rückstand hinter her liefen. Ihr Mut zum vermehrten Risiko blieb in der Folge unbelohnt, auch aus einer Überzahlsituation nach blauer Karte gegen Sergio Pereira (18.) konnte der RSC nicht nutzen.

Nach dem Seitenwechsel blies der RSC zur Aufholjagd und hatte auch durchaus einige Chancen zum erneuten Ausgleich, die aber nicht genutzt werden konnten. Die bittere Quittung folgte stehenden Fußes, Carlos Nunez (30.) baute den Iserlohner Vorsprung wieder auf zwei Tore aus. Nun waren die Darmstädter sichtlich angeknockt, der Glaube an eine Wende schwand zunehmend. Als Sebastian Glowka erneut als sicherer Penalty-Schütze in Erscheinung trat (39.), war die Vorentscheidung gefallen.

Das 3:5 (44.) von Felix Bender ließ zwar noch einmal Hoffnung bei den Darmstädtern aufkeimen, die allerdings nicht lange währte, denn in der 48. Minute machte Jorge Fonseca den Sack schließlich zu und bescherte den Iserlohner ihr viertes Pokalfinale in Serie.

RSC Darmstadt: M. Warmbier, P. Leyer; M. Barreto (1), F. Bender (1), M. Stauch, J. Gonzalez, M. Hack (1), F. Schröter, A. Börkei, M. Becker.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Berenbeck; C. Nunez (1), A. Costa, K. Milewski, S. Glowka (2), C. Hegner, J. Fonseca (2), S. Pereira (1), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (2.) J. Fonseca, 0:2 (6./Penalty) S. Glowka, 1:2 (7./Penalty) M. Hack, 2:2 (10.) M. Barreto, 2:3 (11.) S. Pereira, 2:4 (30.) C. Nunez, 2:5 (39./Penalty) S. Glowka, 3:5 (44.) F. Bender, 3:6 (48.) J. Fonseca.

Schiedsrichter: L. Nistroy / C. Nistroy.

Zeitstrafen: Darmstadt 0 min – Iserlohn 2 min (S. Pereira/18.)

Teamfouls: Darmstadt 7 – Iserlohn 9

Das zweite Halbfinale

Germania Herringen - RESG Walsum 9:1 (6:0)

Finals am 7. und 8. Juni
ERG Iserlohn - SK Germania Herringen
SK Germania Herringen - ERG Iserlohn

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

12. April 2014

 

Tadellose Vorstellung unterstreicht Titelambitionen

1. Bundesliga, 18. Spiel: ERG Iserlohn - RSC Darmstadt 9:2 (5:1)

Besser geht es wohl kaum noch, die Leistung der ERGI zum Hauptrunden-Kehraus war nahe an der Perfektion. So sah es auch Quim Puigvert: „Unsere Defensive war ganz, ganz stark und im Angriff waren wir hoch konzentriert.“ Doch gewonnen ist damit (außer der Ehre, als Erstplatzierte in die Play-offs zu gehen) noch nichts. Und deshalb beeilte sich der Iserlohner Trainer auch nach dem Schlusspfiff seinen Mannen zu sagen: „So leicht wird es in 14 Tagen im Pokalhalbfinale in Darmstadt nicht wieder werden.“ Doch bis dahin ist jetzt erst einmal Osterpause...


Allen Grund zur Freude hatten der dreifach Torschütze Carlos Nunez und (im Hintergrund) Jorge Fonseca
angesichts der klaren Dominanz über den RSC Darmstadt. (Foto: Tim Graumann)

Der RSC Darmstadt war ja durchaus mit breiter Brust in die Waldstadt gekommen, hatte jüngst furios den RSC Cronenberg vom Parkett gefegt. Aber auch unerwartet in Calenberg verloren, so dass ein Punktgewinn am Hemberg nötig war, um Rang vier zu verteidigen. Doch letztlich traten die Hessen ihre Rückreise reichlich zerzausten an, hatten von der ERGI klar ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Und die Gäste waren mit dem 2:9 sogar noch gut bedient.

Wie sehr die Iserlohner das Spiel gegen den – immerhin – bis dahin Ligavierten dominierten, zeigten exemplarisch die letzten acht Minuten der Partie: Roman Kaas erhielt als Dankeschön für seine Unterstützung während der letzten torwartarmen Monate seine Premiere in der 1. Bundesliga und tauschte in der 42. Minute mit Martin Sittler den Posten zwischen den Pfosten. Doch der junge Torwart aus Ansbach verlebte ein überaus ruhiges Debüt: Den Darmstädtern gelang es nicht ein einziges Mal, den Novizen mit einem Schuss zu prüfen.

So war es allerdings von Beginn an gewesen - die Abwehrleistung der Sauerländer war während der gesamten 50 Minuten lehrbuchreif: Schon beim Ballverlust in der gegnerischen Hälfte eng am Mann stehend, gaben die Iserlohner den Hesse gar nicht erst die Chance, ihre berüchtigten Blitzkonter zu initiieren. Und vor dem eigenen Tor wurde jeder Schussversuch erfolgreich abgeblockt, so dass auch Starttorwart Martin Sittler in der ersten Viertelstunde überaus selten eingreifen musste. Von Chancen für den RSC konnte dabei aber auch nicht ernsthaft gesprochen werden.

Auf der an deren Seite hatte zwar auch Philipp Leyer anfangs nicht wesentlich mehr zu tun, da die Gastgeber in der Offensive zwar druckvoll, aber zugleich auch geduldig abwartend begannen. Es war somit nur die Ruhe vor dem Sturm, wie sich in der 6. Minute zeigte. Da bot sich Jorge Fonseca die Lücke zum Gegenstoß, urplötzlich drückten die Sauerländer das Gaspedal durch und so drosch Sergio Pereira eine halbhohe Flanke von seinem Kapitän volley ins Tor – 1:0.

Danach war bei der ERG wieder Ruhe und Geduld Trumpf, um dann bei der nächstbesten Chance gleich wieder eiskalt zuzuschlagen. Als Micael Barreto für ein taktisches Foul an dem starbereiten Jorge Fonseca die blaue Karte sah, war es soweit: Andre Costa ließ sich den Strafstoß nicht nehmen und traf knallhart zum 2:0 (9.). Drei Minuten später war der beste ERGI-Torschütze der laufenden Saison erneut zur Stelle und brauchte nach einen Sololauf von Kai Milewski nur noch ins leere Tor einzuschieben (12.). Dazwischen notierten die Fans einen Lattenknaller von Carlos Nunez.

Spätestens damit waren die Darmstädter entzaubert, nur eine geschickte Finte von Maximilian Hack brachte ihnen die Gelegenheit zum Anschlusstreffer per Penalty, den der Gefoulte selbst verwandelte. Es war quasi der erste RSC-Torschuss überhaupt! Und mehr gab es im Grunde auch nicht, denn aus dem Spiel heraus ließ die Iserlohner Abwehr weiterhin nichts zu, während vorne Carlos Nunez zweimal ins Schwarze traf. Erst schloss er einen Bilderbuchkonter über Sergio Pereira und Andre Costa sehenswert ab (24.), dann hielt er bei einem Schuss von Andre Costa einfach mal den Schläger in die Flugbahn – 5:1 (25.).

So war die Partie zur Pause schon entschieden, woran auch das 2:5 von Maximilian Hack (26.) nichts änderte, der Martin Sittler im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischte. Der Rest war Einbahnstraßenhockey, bei dem die Iserlohner immer mehr Spielwitz zeigten und dabei mitunter den Abschluss zu lange heraus zögerten.

Darmstadts Schlussmann Philipp Leyer war es recht, denn seine Vorderleute konnten das ERGI-Anrennen nur bedingt bremsen. So wurden Andre Costa (32./39.) und Sergio Pereira (36.) mit sehenswerten Kombinationen frei gespielt. Immer wieder versuchten die zentral stehenden ERGI-Angreifer die Distanzschüsse noch abzufälschen, was zumindest Carlos Nunez ein zweites Mal erfolgreich gelang (33.). Eine Minute später strich die Kugel bei einem weiteren Versuch nur knapp am Tor vorbei.

Als Carlos Nunez dann passgenau auf Christopher Hegner durchsteckte, konnte dieser nur durch ein Foul am 7:2 gehindert werden, was Sebastian Glowka vom Penalty-Punkt aber umgehend nachholte (42.). Noch in derselben Minute musste der RSC-Torwart drei weitere Iserlohner Schüsse abwehren, ehe Kai Milewski im vierten Anlauf nur noch das leere Tor vor sich hatte und zum 8:2 abschloss.

Danach schalteten die Iserlohner etwas zurück, konzentrierten sich nun erst einmal darauf, dem Torwartdebütanten Roman Kaas die Aufgabe so leicht wie möglich zu machen. Da die Darmstädter allerdings schon aufgesteckt hatten, rollte die Kugel wenig später wieder kontinuierlich auf das hessische Tor zu und Jorge Fonseca vollendete einen weiteren Doppelpass mit Andre Costa zum 9:2. Den von den Fans geforderten zehnten Treffer ersparten die Hausherren sich dann aber...

ERG Iserlohn: M. Sittler (42. R. Kaas); C. Nunez (3), A. Costa (2), K. Milewski (1), S. Glowka (1), C. Hegner, J. Fonseca (1), S. Pereira (1).

RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Warmbier; M. Barreto, F. Bender, M. Stauch, J. Gonzalez, M. Hack (2), F. Schröter, A. Börkei, M. Becker.

Torfolge: 1:0 (6.) S. Pereira, 2:0 (9./Direkter) A. Costa, 3:0 (12.) A. Costa, 3:1 (15./Penalty) M. Hack, 4:2 (24.) C. Nunez, 5:2 (25.) C. Nunez, 5:2 (26.) M. Hack, 6:2 (33.) C. Nunez, 7:2 (42./Penalty) S. Glowka, 8:2 (42.) K. Milewski, 9:2 (46.) J. Fonseca.

Schiedsrichter: L. Nistroy / M. Dowideit.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Darmstadt 2 min (M. Barreto/9.).

Teamfouls: Iserlohn 4 – Darmstadt 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
SK Germania Herrigen - IGR Remscheid 9:2 (2:2)
RSC Cronenberg - RHC Recklinghausen 17:0 (10:0)
RESG Walsum - SC Bison Calenberg 2:2 (1:1)
Valkenswaardse RC - TuS Düsseldorf-Nord 4:3 (1:1)

Tabelle nach dem 18. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
18
14
3
1

112:46

+66
45
2.
Germania Herringen
18
14
1
3
122:51
+71
42
3.
IGR Remscheid
18
11
2
5
96:76
+20
35
4.
RSC Cronenberg
18
10
3
5
118:50
+68
35
5.
RSC Darmstadt
18
10
2
6
93:79
+14
32
6.
SC Bison Calenberg
18
8
2
8
102:114
-12
26
7.
RESG Walsum
18
5
4
9
77:86
-9
19
8.
TuS Düsseldorf-Nord
18
4
2
12
69:97
-28
14
9.
Valkenswaardse RC
18
4
1
13
77:120
-43
13
10.
RHC Recklinghausen
18
0
0
18
54:201
-147
0

Im Play-off-Viertelfinale ergeben sich damit folgende Paarungen

TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn
RESG Walsum - SKG Herringen
SC Bison Calenberg - IGR Remscheid
RSC Darmstadt - RSC Cronenberg

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

5. April 2014

 

Sergio Pereira schießt ERGI zurück an die Tabellenspitze

1. Bundesliga, 17. Spiel: ERG Iserlohn - SK Germania Herringen 3:2 (0:0)

ERGI-Trainer Quim Puigvert strahlte vor Glück. Nicht nur, weil seine Mannen gerade eben die Tabellenspitze zurück erobert hatten. Sondern vor allem aufgrund der widrigen Umstände im Vorfeld des Spiels: „Wir haben gar nicht richtig trainieren können, es waren ja nur fünf Jungs gesund.“ Und dann zaubern die Waldstädter eine Leistung aufs Parkett, die nur ein Prädikat erlaubt: Meisterhaft. Dass der Coach da gute Laune bekam, war nur zu verständlich.

Den besseren Start indes erwischten die Gäste. Der amtierende Meister wirbelte sofort los, zeigte eindrucksvoll, warum seine Offensivabteilung die beste der Liga ist. Aus jeder Lage wurde geschossen, so dass Iserlohns Schlussmann Patrick Glowka der Ball nur so um die Ohren pfiff. Aber er war stets auf dem Posten und entschärfte die Geschosse von Robin Schulz (2.), Liam Hages (4./7.), Kevin Karschau (7.) und Lucas Karschau (9.) souverän.

In dieser Phase war offensichtlich, dass die ERGI-Vorbereitungen nicht optimal waren: Das Team wirkte unsortiert, die Laufwege stimmten nicht, viele Pässe gingen ins Leere. Als ob jemand auf einen unsichtbaren Schalter gerückte hätte, wendete sich dann aber urplötzlich das Blatt. Die Iserlohner Geduld zahlte sich aus, nach einer guten Viertelstunde griff nach und nach ein Rädchen ins andere - und erste gute Chancen waren die Folge. Aber auch SKG-Keeper Maurice Michler hatte einen guten Tag erwischt und fischte die Versuche von Sergio Pereira (13./15.), Jorge Fonseca (14.) und Christopher Hegner (17.) ab.

Insgesamt war es zu diesem Zeitpunkt schon ein tempo- und chancenreiches Spiel, das die Bezeichnung „Gipfeltreffen“ mehr als verdient hatte. Einzig das Salz in der Suppe - also: Tore - fehlte noch. Und bis zur Pause blieb es auch dabei, da Lucas Karschau nur den Querbalken traf (23.) und Sergio Pereira abermals seinen Meister im gegnerischen Schlussmann fand (25.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Iserlohner dann schneller wieder in Schwung, demonstrierten nun ihre Heimmacht und hatten durch Carlos Nunez (27.), Sebastian Glowka (28.), Andre Costa (29.) und erneut Carlos Nunez (31.) Großchancen im Minutentakt. In dieser Phase war Herringen zum Zuschauen verdonnert.

Als die Herringer dann aber ihrerseits den Faden wieder aufnahmen, ging die Partie in ihre beste und spektakulärste Phase über. Eingeleitet wurde sie durch ein Fußspiel von Sergio Pereira. Der unerlaubte Kick erfolgte zwar außerhalb des ERGI-Strafraumes, wurde von den Unparteiischen als Chancenvereitelung bewertet, da Lucas Karschau wohl am Iserlohner vorbeigestürmt wäre. Jedenfalls entschieden sie zum Entsetzen der Iserlohner Fans auf Direkten, während die Herringer bereist das vermeintliche 1:0 feierte. Doch zu früh gefreut, denn Kevin Karschau scheiterte an sich selbst, verstolperte den Ball und kam noch nicht einmal zum Abschluss (32.).

Auf der Gegenseite hatte Sergio Pereira angesichts der für ihn zweifelhaften Entscheidung eine gehörige Portion Wut im Bauch - und die steckte er in einen fulminanten Weitschusskracher, als er noch gut drei Meter in der eigenen Hälfte stehend abzog. Die Kugel zischte an Freund und Feind vorbei, wurde eventuell auch noch von Carlos Nunez leicht abgefälscht, zum 1:0 ins Tor (33.).

Nun war Herringen gefragt, und der Meister reagiert meisterlich. Nach einem Ballverlust schaltet Robin Schulz am schnellsten, bediente Liam Hages, der wiederum quer auf den völlig frei stehenden Lucas Karschau passte - beim 1:1 hatte Patrick Glowka keine Chance (35.). Aber auch bei diesem Zwischenstand blieb es nur kurz. Andre Costa donnerte einen Freistoß in Richtung SKG-Tor, den Maurice Michler zwar parierte. Die Kugel tropfte aber direkt vor den Schläger von Christopher Hegner, der diese energisch über die Linie stocherte - 2:1 (36.).

Kurz darauf hätte Andre Costa, der nach Vorlage von Sergio Pereira völlig frei vor dem Herringer Tor stand, den ERGI-Vorsprung ausbauen können, schloss aber zu lässig ab. Mit fatalen Folgen, denn daraus ergab sich eine erstklassige Konterchance für den Titelverteidiger, die Kevin Karschau zum 2:2 abschloss (39.).

Der erneute Ausgleich gab den Germanen Rückenwind, die Iserlohner hatten derweil erkannt, dass nun Defensive erst einmal Trumpf ist - und konzentrierten sich auf die Abwehrarbeit. Dass die Sauerländer die beste Hintermannschaft der Liga haben, zeigte sich umgehend. Zwar hatte Herringen durch Einzelaktionen von Lucas Karschau (42.), Liam Hages (43.) und Kevin Karschau (46.) gute Chance, die aber letztlich sichere Beute für Patrick Glowka waren.

Und dann stachen die Iserlohner in ebenso beeindruckender wie effektiver Manier zu: Sergio Pereira enteilte bei einem Konter, blieb bei seinem ersten Versuch aber noch hängen. Blitzschnell schnappte er sich die Kugel aber erneut und überraschte Maurice Michler, der die Szene schon bereinigt glaubte, auf dem falschen Fuß - 3:2 (48.).

Herringen warf daraufhin noch einmal alles nach vorne, nahm den Torwart zu Gunsten eines fünften Feldspielers heraus. Doch die Iserlohner Abwehr stand sicher, ließ keinen Schuss mehr zu und bildete beim Schlusspfiff schließlich einen jubelnden Spielerhaufen über Keeper Patrick Glowka.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegner (1), J. Fonseca, S. Pereira (2), T. Henke.

SK Germania Herringen: M. Michler, T. Tegethoff; K. Karschau (1), L. Hages, M. Stork, N. Halfmann, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau (1).

Torfolge: 1:0 (33.) S. Pereira, 1:1 (35.) L. Karschau, 2:1 (36.) C. Hegner, 2:2 (39.) K. Karschau, 3:2 (48.) S. Pereira.

Schiedsrichter: T. Flössel / S. Dahlbock.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Herringen 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 9 – Herringen 9.

Die übrigen Spielergebnisse:
SC Bison Calenberg - RSC Darmstadt 8:7 (4:3)
IGR Remscheid - RSC Cronenberg 3:2 (2:1)
TuS Düsseldorf-Nord - RESG Walsum 2:2 (1:1)
RHC Recklinghausen - Valkenswaardse RC 5:6 (2:2)

Tabelle nach dem 17. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
17
13
3
1

103:45

+58
42
2.
Germania Herringen
17
13
1
3
113:49
+64
40
3.
IGR Remscheid
17
11
2
4
94:67
+27
35
4.
RSC Darmstadt
17
10
2
5
91:70
+21
32
5.
RSC Cronenberg
17
9
3
5
101:50
+51
30
6.
SC Bison Calenberg
17
8
1
8
100:112
-12
25
7.
RESG Walsum
17
5
3
9
75:84
-9
18
8.
TuS Düsseldorf-Nord
17
4
2
11
66:93
-27
14
9.
Valkenswaardse RC
17
3
1
13
73:117
-44
10
10.
RHC Recklinghausen
17
0
0
17
54:184
-130
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

29. März 2014

 

Der Titelverteidigung einen Schritt näher gerückt

DRIV-Pokal, Viertelfinale: ERG Iserlohn - TuS Düsseldorf-Nord 5:0 (2:0)

ERGI-Trainer Marc Berenbeck brachte es auf den Punkt: „Schlecht gespielt! Gewonnen! Halbfinale! Kurzum: Pflicht erfüllt! Punkt!“ Mehr hatten die Iserlohner Verantwortlichen gegen den Liga-Achten aus dem Rheinland auch gar nicht erwartet. Schmückendes Beiwerk war immerhin die Null für Torwart Patrick Glowka, der für seinen Shut-out allerdings auch nicht allzu viel tun musste.

Es war kein gutes Spiel – von beiden Seiten, und dies von Beginn an. Während die Düsseldorfer zumindest bemüht waren, aus ihrer Außenseiterchance noch das Beste zu machen, spulten die Iserlohner nicht mehr als ein lästiges Pflichtprogramm ab. Doch ein gutes Pferd springt bekanntlich nur so hoch wie es muss, und so zog der Titelverteidiger letztlich ungefährdet ins Halbfinale ein. Dort wartet mit dem RSC Darmstadt, der den RSC Cronenberg mit 8:1 regelrecht überfuhr, nach Ostern allerdings ein ganz anderes Kaliber, zumal die Partie im hessischen Landesleistungszentrum stattfinden wird.

Düsseldorf war von Beginn das etwas aktivere Team, hatte aber schlicht nicht die Mittel, um der individuellen Klasse der Sauerländer Entscheidendes entgegen zu setzten und war somit doch vornehmlich mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Denn in der Abwehr strahlten die Hausherren eine enorme Sicherheit aus, was in krassem Gegensatz zur Leistung in der Offensive stand, wo sie sich vor dem gegnerischen Tor zu oft in Einzelaktionen verhedderten.

Mit dem Kopf durch die Wand geht gegen die stabilen TuS-Verteidiger aber nicht, so dass es lange bei einem zähflüssigen 0:0 blieb. Erst kurz vor der Pause hatte Iserlohns Spielführer Jorge Fonseca die zündende Idee und brachte den Favoriten in Vorlage (25.). Der durfte noch in Abschnitt eins ein weiteres Mal Jubeln, denn unmittelbar danach traf auch Andre Costa ins Schwarze.

Nach dem Seitenwechsel dann wieder der alte Trott: Iserlohn tat nicht mehr als nötig und der TuS war emsig bemüht. Unter dem Strich fehlte beiden Teams aber die nötige Durchschlagskraft. Erst als sich Tobias Paczia eine Zwei-Minuten-Strafe einhandelte, hatten die Iserlohner den nötigen Raum, um ihre Übermacht auszuspielen und erhöhten durch Andre Costa vorentscheidend auf 3:0. Es dauerte allerdings bis zur letzten Minute, ehe derselbe Spieler mit dem 4:0 den Sack endgültig zumachte. Kurz danach sah noch TuS-Schlussmann Jan Kutscha „Blau“, beim fälligen Strafstoß ließ Christopher Hegner dem Ersatzmann Benjamin Hendricks keine Chance – 5:0.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa (3), C. Hegner (1), J. Fonseca (1), S. Pereira, T. Henke.

TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha (ab 50. B. Hendricks); J. Pink, T. Abdalla, N. Fichtner, M. Roses-Garriga, L. Scheulen, A. Beckmann, T. Paczia, L. Broich.

Torfolge: 1:0 (25.) J. Fonseca, 2:0 (25.) A. Costa, 3:0 (43./Überzahl) A. Costa, 4:0 (50.) A. Costa, 5:0 (50./Direkter) C. Hegner.

Schiedsrichter:  L. Nawratil / D. Loewe.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Düsseldorf 4 min (T. Paczia/42 – J. Kutscha/50.)

Teamfouls: Iserlohn 9 – Düsseldorf 6

Weitere Ergebnisse

RSC Darmstadt - RSC Cronenberg 8:1 (5:0)
TSG Darmstadt - RESG Walsum 1:10 (0:6)
Germania Herringen - IGR Remscheid 6:2 (2:1)

Halbfinale am 26. April
RSC Darmstadt - ERG Iserlohn
Germania Herringen - RESG Walsum

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

22. März 2014

 

Miniteam erkämpfte sich Remis in Höhle der Löwen

1. Bundesliga, 16. Spiel: RSC Cronenberg - ERG Iserlohn 1:1 (0:0)

Bloß nicht verlieren war das Motto hüben wie drüben und so befand ERGI-Trainer Quim Puigvert nach dem Abpfiff folgerichtig: „Das war ein sehr taktisches Spiel ohne viele Höhepunkte.“ Aber deshalb nicht minder spannend oder gar unansehnlich. Die gut 200 Zuschauer jedenfalls kamen auf ihre Kosten. Und letztlich können die Iserlohner mit dem Remis auch ganz gut leben: Zum einen hat sich dadurch die Lage vor dem Spitzenspiel gegen Herringen nicht verändert, zum anderen ist ihnen mindestens Rang zwei nach der Hauptrunde nun sicher.

Die Woche vor dem Spiel der eigen Rivalen gefiel Quim Puigvert überhaupt nicht: Kai Milewski (Nasenbeinbruch) und Carlos Nunez (muskuläre Probleme) konnten kaum trainieren. Letzterer war am Samstag zwar fit, doch da fehlte nun Christopher Hegner aus beruflichen Gründen. Insgesamt stand den Iserlohnern also nur ein Miniaufgebot zur Verfügung. Die Folge: Defensive war Trumpf.

Allerdings strotzen die RSC-Löwen nach ihrer jüngsten Negativserie mit drei Niederlagen in Folge auch nicht gerade vor Selbstbewusstsein, auch die Hausherren konzentrierten sich zunächst auf die Abwehrarbeit. Chancen waren angesichts des in großen Mengen angerührten Betons also Mangelware, der torlose Zwischenstand zur Pause nicht überraschend. In respektvollen und stets fairen Zweikämpfen hatten sich indes die Teamfoulkonten schon reichlich gefüllt.

Nach dem Seitenwechsel kassierte der RSC relativ schnell sein 10. Vergehen, was der gewohnt sichere Strafstoß-Spezialist Andre Costa gewieft zur Iserlohner Führung nutzte (29.). Nun mussten die Cronenberger mehr riskieren und zogen das Tempo leicht an. An der kompakten ERGI-Abwehr allerdings bissen sich die Hausherren zunächst die Zähne aus. Dazu war Schlussmann Patrick Glowka der gewohnte Fels in der Brandung.

Es war den Waldstädtern jedoch anzumerken, dass die Partie langsam an die Substanz ging, da kaum Wechselmöglichkeiten bestanden. Sergio Pereira und Carlos Nunez spielten komplett durch, das Quartett Jorge Fonseca, Andre Costa, Timon Henke und Sebastian Glowka rotierte. So war der Ausgleich durch Jens Behrendt nach schönem Zuspiel von Mark Wochnik auch verdient (37.). Dass der RSC kurz darauf nicht in Führung ging, war ERGI-Keeper Patrick Glowka zu verdanken, der beim fälligen Direkten nach 10. ERG-Teamfoul gegen Marco Bernadowitz die Oberhand behielt (38.).

Sowohl Iserlohn als auch Cronenberg hatten in der Folge noch ein, zwei gute Chancen auf den Siegtreffer, doch wirklich zwingend war keine der Aktionen mehr. Volles Risiko wurde auf beiden Seiten vermieden, so dass es beim leistungsrechten 1:1 blieb.


Roman Kaas gab sein Debüt im Trikot der ERG Iserlohn.

Überglücklich war derweil Roman Kaas, der just in diesem Klassiker sein Erstliga-Debüt als Ersatzmann für Patrick Glowka gab. Der Ansbacher, der als Fan nahezu bei jedem ERGI-Heimspiel auf der Tribüne sitzt, stellte sich umgehend zur Verfügung als sich die Iserlohner Torwartmisere abzeichnete und reist seit Wochen zusammen mit Sascha Goldhausen zweimal wöchentlich zum Training an den Hemberg. Damit ist auch der bisherige Rekord für die weiteste Anreise bei den Sauerländern geknackt: Arjan van Gerven war über Jahre hinweg regelmäßig gut 200 Kilometer je Strecke gefahren. Roman Kaas bringt es auf 400 Kilometer pro Tour! Sein Einsatz war ein dickes Danke-schön für diese Strapazen.

RSC Cronenberg: S. Wilk, E. Soriano; M. Schmahl, J. Molet, M. Bernadowitz, M. Wochnik, J. Behrendt (1), B. Nusch, K. Hövelmann, D. Kutscha.

ERG Iserlohn: P. Glowka, R. Kaas; C. Nunez, A. Costa (1), S. Glowka, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Torfolge: 0.1 (29./Direkter) A. Costa, 1:1 (37.) J. Behrendt.

Schiedsrichter: M. Dowideit / L. Nistroy.

Zeitstrafen: Cronenberg 0 min – Iserlohn 0 min.

Teamfouls: Cronenberg 12 – Iserlohn 12.

Die übrigen Spielergebnisse:
Germania Herringen - SC Bison Calenberg 12:4 (7:1)
RESG Walsum - RSC Darmstadt 1:4 (0:1)
TuS Düsseldorf-Nord - RHC Recklinghausen 14:6 (6:1)
Valkenswaardse RC - IGR Remscheid 4:9 (2:4)
RHC Recklinghausen - RSC Darmstadt 7:8 (1:3)

Tabelle nach dem 16. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
Germania Herringen
16
13
1
2

111:46

+65
40
2.
ERG Iserlohn
16
12
3
1
100:43
+57
39
3.
IGR Remscheid
16
10
2
4
91:65
+26
32
4.
RSC Darmstadt
16
10
2
4
84:62
+22
32
5.
RSC Cronenberg
16
9
3
4
99:47
+52
30
6.
SC Bison Calenberg
16
7
1
8
92:105
-13
22
7.
RESG Walsum
16
5
2
9
73:82
-9
17
8.
TuS Düsseldorf-Nord
16
4
1
11
64:91
-27
13
9.
Valkenswaardse RC
16
2
1
13
67:112
-45
7
10.
RHC Recklinghausen
16
0
0
16
49:178
-129
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

15. März 2014

 

Das 100. Saisontor für Cronenberg aufgespart

1. Bundesliga, 15. Spiel: ERG Iserlohn - Valkenswaardse RC 5:1 (2:1)

„Ruhiger Spielaufbau, viel Matchkontrolle - genau so haben wir uns das vorgestellt“, gab es für Marc Berenbeck als Vertreter von Quim Puigvert nicht viel zu sagen. Ein Sieg war fest eingeplant. Dass es gegen die Niederländer dennoch harte Arbeit werden würde ebenfalls. Ein Haar in der Suppe fand der Trainer dann aber doch - und das wurmte ihn als ehemaligen Torhüter auch ziemlich: „Das Gegentor! Wir hatten uns fest vorgenommen, zu Null zu spielen.“

Die Partie fand von der ersten Minute an überwiegend in der VRC-Hälfte statt, denn die Niederländer hatten nur eines im Sinn: Nicht unter die Räder geraten. Und so igelten sich die Gäste vor dem Tor von Harold de Wit regelrecht ein, machten die Räume absolut dicht. So hatten die Iserlohner zwar gute 90 Prozent Ballbesitz, doch der Weg zum Erfolg blieb ihnen lange Zeit verstellt. Auch, weil Valkenswaard mit Altmeister Harold de Wit einen klasse Torwart hat, der die ersten guten Chancen allesamt zunichte machte.

Nach gut zehn Minuten gab es aber die ersten Risse im Abwehrbollwerk der Gäste, die Zermürbungstaktik der geduldig abwartenden Iserlohner zahlte sich langsam aus. Und als dann einmal das Tempo angezogen wurde, war gleich Sergio Pereira zur Stelle und schob zum überfälligen 1:0 ein (14.).

Auf den zweiten Treffer mussten die knapp 100 ERGI-Fans dann nicht mehr so lange warten, nur fünf Minuten nach der Führung war Jorge Fonseca zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Soweit war der ERGI-Matchplan also aufgegangen. Und da Valkenswaard nur selten bei Gegenangriffen aggressiv nachsetzte, sondern sich bei Ballverlust sogleich wieder zurückzog, hätte eigentlich auch die Null stehen bleiben müssen. Doch die Dominanz in der Offensive verleitete kurz vor der Pause zu Übermut und Unkonzentriertheiten in der Defensive, was Nuno Rilhas prompt bestrafte (22.).

Der Schuss vor den Bug wirkte, nach dem Seitenwechsel blieb stets ein Iserlohner stur an der Mittellinie stehen, während die drei anderen ERGI-Spieler sich die Kugel munter zuschoben. Mit einem Doppelschlag binnen zehn Sekunden machten Kai Milewski und Jorge Fonseca den Sack dann zu (31.). Valkenswaard war schlicht zu harmlos, um am Iserlohner Sieg noch einmal zu rütteln. Vielmehr durften sich die Gäste bei ihrem Schlussmann bedanken, dass es nicht doch noch deutlich wurde, denn Harold de Wit entschärfte so einige gute Chancen der Waldstädter. Gegen Sergio Pereiras platzierten Schuss war aber auch er machtlos (48.).

Der 99. Saisontreffer der ERGI war dann auch der Schlusspunkt, Tor Nr. 100 haben sich die Iserlohner für das ewige Duell gegen Cronenberg am kommenden Samstag aufgespart.

ERG Iserlohn: L. Kost, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa, K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegner, J. Fonseca (2), S. Pereira (2), T. Henke.

Valkenswaardse RC: H de Witt, M. Hass; A. Duarte, L. Bischoff, D. van Willigen, S. Holtzer, N. Rilhas (1), N. Janssens, D. Holtzer, L. Boogers.

Torfolge: 1:0 (14.) S. Pereira, 2:0 (19.) J. Fonseca, 2:1 (22.) N. Rilhas, 3:1 (31.) K. Milewski, 4:1 (31.) J. Fonseca, 5:1 (48.) S. Pereira.

Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ullrich.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Valkenswaard 0 min.

Teamfouls: Iserlohn 3 – Valkenswaard 6.

Die übrigen Spielergebnisse:
RSC Darmstadt - SKG Herringen 5:7 (4:2)
SC Bison Calenberg - RSC Cronenberg 7:5 (3:0)
RHC Recklinghausen - RESG Walsum 3:8 (1:6)
IGR Remscheid - TuS Düsseldorf-Nord 5:1 (2:1)

Tabelle nach dem 15. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
15
12
2
1

99:41

+58
38
2.
Germania Herringen
15
12
1
2
99:42
+57
37
3.
RSC Cronenberg
15
9
2
4
98:46
+52
29
4.
IGR Remscheid
15
9
2
4
82:61
+21
29
5.
RSC Darmstadt
14
8
2
4
72:54
+18
26
6.
SC Bison Calenberg
15
7
1
7
88:93
-5
22
7.
RESG Walsum
15
5
2
8
72:78
-6
17
8.
TuS Düsseldorf-Nord
15
3
1
11
50:85
-35
10
9.
Valkenswaardse RC
15
2
1
12
63:103
-40
7
10.
RHC Recklinghausen
14
0
0
14
36:156
-120
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

9. März 2014

 

Iserlohn ist wieder Spitze

1. Bundesliga, 14. Spiel: IGR Remscheid - ERG Iserlohn 1:5 (0:3)

„Da wollten wir hin, da wollen wir nun auch bleiben!“ Quim Puigverts Aussage nach der souveränen Eroberung der Tabellenspitze durch die ERG Iserlohn war eindeutig: Platz 1 ist für Sauerländer das Maß der Dinge. Und so, wie sie ihn eroberten, dürfte es der Konkurrenz auch schwerfallen, die Iserlohner in der Hauptrunde noch vom Platz an der Sonne zu verdrängen, auch wenn die schweren Brocken Cronenberg (22.3. in Wuppertal) und Herringen (5.4. am Hemberg) noch kommen.

Auch wenn im Sturm die Tore gemacht werden, aber der Sieg im Nachholspiel war ganz klar ein Verdienst der Iserlohner Abwehr. Die ging von Beginn an kompromisslos zu Werke, gab den Remscheidern, die sich viel vorgenommen hatten, keinen Raum zur Entfaltung. Und die Distanzschüsse der Bergischen - zumeist aus der Verlegenheit heraus, abschließen zu müssen - waren für Martin Sittler im ERGI-Tor leichte Beute.

Nachdem so die Kräfteverhältnisse geklärt worden waren, gaben die Waldstädter schließlich auch erste Kostproben ihrer Offensivqualitäten ab. Angesichts der schnellen Passfolgen und des guten Laufspiels wirkten die Hausherren vor dem eigenen Tor oftmals ziemlich orientierungslos, einzig ihr Schlussmann Moritz Kreidewolf bewahrte noch die Übersicht. Als dann innerhalb von zwei Minuten erst Carlos Nunez (13.) und dann Sergio Pereira (15.) vor ihm auftauchten, war die 2:0-Führung der ERGI-Cracks perfekt.

Der Doppelschlag gab die nötige Sicherheit, um im weiteren Verlauf aus einer sicheren Abwehr heraus das Spiel zu kontrollieren. Chancen, um die Führung weiter auszubauen, gab es reichlich, während die IGR weiterhin harmlos blieb. Die geringen Erfolgsaussichten auf ein Tor wurden in vielen Fouls kompensiert, so dass bereits vor der Pause das 10er-Ticket voll war: Andre Costa trat in gewohnter Abgebrühtheit an den Punkt und versenkte die Kugel zum 3:0 (23.).

Angesichts des Spielstandes zur Pause kamen auf beiden Seiten Erinnerungen an das Hinspiel auf. Auch da dominierten die Iserlohner ganz klar den ersten Durchgang, um dann im zweiten Abschnitt in schneller Folge fünf Gegentreffer zu kassieren. Am Ende stand es dann 5:5... Doch eine Wiederholung drohte nicht, denn die ERGI hatte aus den damaligen Fehlern gelernt und spielte vorne wie hinten weiter hochkonzentriert. Das 4:0 durch Sergio Pereira war somit die logische Konsequenz (31.).

Damit war die Partie im Grunde schon entschieden, denn die Gastgeber hatten längst realisiert, dass sie den Waldstädtern an diesem Tag nicht das Wasser reichen konnten. So hatten es die Iserlohner fortan leicht, ihre Führung zu verwalten, ohne weiteres Risiko gehen zu müssen. Denn erst als Carlos Nunez nach blauer Karte für zwei Minuten auf die Strafbank musste, gelang Yannick Peinke der Anschlusstreffer. Da waren allerdings schon 47. Minuten gespielt. Und da nur wenige Sekunden später das 15. IGR-Teamfoul Sergio Pereira den Weg zum 5:1 ermöglichte, brannte auch wirklich nichts mehr an.

IGR Remscheid: M. Kreidewolf, M. Mattusch; P. Nikolajko, F. Selbach, J. Barreto, M. Wiegershaus, M. Richter, J. Henckels, L. Hages, Y. Peinke (1).

ERG Iserlohn: M. Sittler, M. Berenbeck; C. Nunez (1), A. Costa (1), K. Milewski, S. Glowka, C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira (3), T. Henke.

Torfolge: 0:1 (13.) C. Nunez, 0:2 (15.) S. Pereira, 0:3 (23./Direkter) A. Costa, 0:4 (31.) S. Pereira, 1:5 (47./Überzahl) Y. Peinke, 1:5 (48./Direkter) S. Pereira.

Schiedsrichter: T. Ehlert / L. Nistroy.

Zeitstrafen: Remscheid 0 min – Iserlohn 2 min (C. Nunez/45.)

Teamfouls: Remscheid 15 – Iserlohn 12.

Tabelle nach dem 14. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
ERG Iserlohn
14
11
2
1

94:40

+54
35
2.
Germania Herringen
14
11
1
2
92:37
+55
34
3.
RSC Cronenberg
14
9
2
3
93:39
+54
29
4.
IGR Remscheid
14
8
2
4
77:60
+17
26
5.
RSC Darmstadt
13
8
2
3
67:57
+20
26
6.
SC Bison Calenberg
14
6
1
7
81:88
-7
19
7.
RESG Walsum
14
4
2
8
64:75
-11
14
8.
TuS Düsseldorf-Nord
14
3
1
10
49:80
-31
10
9.
Valkenswaardse RC
14
2
1
11
62:98
-36
7
10.
RHC Recklinghausen
13
0
0
13
33:148
-115
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

8. März 2014

 

Quim Puigvert: „Ich bin zufrieden!“

1. Bundesliga, 13. Spiel: TuS Düsseldorf-Nord - ERG Iserlohn 6:8 (3:5)

Es war zwar nicht alles Gold, was glänzte, doch ihre Pflicht hat die ERG Iserlohn im Rheinland letztlich souverän erfüllt. Das Resultat erscheint zwar knapp, doch ernsthaft gefährdet war der Sieg im Grunde nie. Mehr als mit dem Gegner hatten die Sauerländer mit dem glatten Betonboden zu kämpfen, was auch die hohe Anzahl an Gegentoren erklärt. Trainer Quim Puigvert war es letztlich egal, für ihr zählte einzig der Erfolg: „Ich bin zufrieden! Wir haben sowohl in der Offensive als auch in der Abwehr gut gearbeitet.“

Die Partie kam sofort von 0 auf 100: Den Auftakt machte Carlos Nunez schon in der dritten Minute mit der ERGI-Führung. Die hatte aber nur kurze Zeit bestand, denn aufgrund eines Iserlohner Bremsfehlers auf den glatten Geläuf glich Jonas Pink schon im folgenden Gegenangriff wieder aus. Die Uhr war erneut keine 20 Sekunden weiter gelaufen, da traf Sergio Pereira vom Penalty-Punkt zur erneuten Gästeführung, die Andre Costa noch in derselben Minute auf 3:1 ausbaute (4.).

Lange Zeit zum Durchschnaufen gab es auch in der Folge nicht, was vor allem an den mutig aufspielenden Hausherren lag. Die kamen als Heimteam naturgemäß mit dem rutschigen Betonboden des Spielfeldes deutlich besser zurecht und nutzten weitere Bremsfehler ihrer Gäste, um durch Nik Fichtner (7.) und Tobias Paczia (12./Direkter nach „Blau“ für Jorge Fonseca) wieder den Gleichstand herzustellen.

Iserlohn reagierte mit einer Auszeit, stellte um – und zog damit dem TuS den Zahn. Die Iserlohner Abwehr war nun standfester und im Angriff agierten die Sauerländer geduldiger, was sich auch bald auszahlte. So markierte Andre Costa das 4:3 (16.), dem Carlos Nunez bald den fünften ERG-Treffer folgen ließ (20.).

Aber die Düsseldorfer stecken deshalb noch nicht auf, hatten ja bereits zweimal ausgleichen können. So keimte nach dem 4:5 von Andre Beckmann erneut die Hoffnung auf, den Westfalen ein Bein zu stellen (30.), so wie es auch schon gegen Herringen gelungen war. Timon Henke machte den Rheinländern aber rasch einen Strich durch die Rechnung, als er schon im Gegenzug den alten Abstand wieder herstellte.

Als Andre Costa nur drei Minuten darauf schließlich auf 7:4 erhöhte, war dies aus Iserlohner Sicht der Durchbruch. Der TuS rackerte zwar tapfer weiter, war nun aber im Abschluss ohne Fortune und musste schließlich auch noch den achten Gegentreffer schlucken (44./Jorge Fonseca). Marti Roses-Garriga (46.) und Andre Beckmann (49.) konnten das Resultat allerdings noch ein wenig freundlicher gestalten.

TuS Düsseldorf-Nord: L. Brand, B. Hendricks; J. Pink (1), C. Gatermann, M. Roses-Garriga (1), N. Fichtner (1), A. Beckmann (2), T. Paczia (1), L. Broich.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (2), A. Costa (3), K. Milewski, C. Hegner, J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke (1).

Torfolge: 0:1 (3.) C. Nunez, 1:1 (3.) J. Pink, 1:2 (4./Penalty) S. Pereira, 1:3 (4.) A. Costa, 2:3 (7.) N. Fichtner, 3:3 (12./Direkter) T. Paczia, 3:4 (16.) A. Costa, 3:5 (20.) C. Nunez, 4:5 (30.) A. Beckmann, 4:6 (30.) T. Henke, 4:7 (33.) A. Costa, 4:8 (44.) J. Fonseca, 5:8 (46.) M. Roses-Garriga, 6:8 (49.) A. Beckmann.

Schiedsrichter: L. Nawratil / T. Ullrich.

Zeitstrafen: Düsseldorf 2 min (N. Fichtner/17.) – Iserlohn 2 min (J. Fonseca/12.)

Teamfouls: Düsseldorf 10 – Iserlohn 6.

Die übrigen Spielergebnisse:
RESG Walsum - SKG Herringen 0:7 (0:5)
RSC Cronenberg - RSC Darmstadt 2:4 (1:2)
RHC Recklinghausen - IGR Remscheid 6:8 (1:3)
Valkenswaardse RC - SC Bison Calenberg 4:7 (2:4)

Tabelle nach dem 14. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
Germania Herringen
14
11
1
2

92:37

+55
34
2.
ERG Iserlohn
13
10
2
1
89:39
+50
32
3.
RSC Cronenberg
14
9
2
3
93:39
+54
29
4.
IGR Remscheid
13
8
2
3
76:55
+21
26
5.
RSC Darmstadt
13
8
2
3
67:57
+20
26
6.
SC Bison Calenberg
14
6
1
7
81:88
-7
19
7.
RESG Walsum
14
4
2
8
64:75
-11
14
8.
TuS Düsseldorf-Nord
14
3
1
10
49:80
-31
10
9.
Valkenswaardse RC
14
2
1
11
62:98
-36
7
10.
RHC Recklinghausen
13
0
0
13
33:148
-115
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

1. März 2014

 

Glanzloser Erfolg über tapferes Schlusslicht

1. Bundesliga, 12. Spiel: ERG Iserlohn - RHC Recklinghausen 12:1 (5:1)

Es war beileibe keine Glanzleistung des Vizemeisters, der gegen Schlusslicht Recklinghausen nur selten mehr als das unbedingt notwendige tat. Entsprechend war Trainer Quim Puigvert auch nicht zufrieden mit der gebotenen Kost, gestand aber auch ein: „Solche Spiele sind immer kompliziert.“ Vehement hatte er vor und während der Begegnung immer wieder an seine Mannen appelliert, auch gegen den RHC 100 Prozent zu geben. Doch in den Köpfen war der Sieg augenscheinlich schon vor dem Anpfiff perfekt, was vor allem Torwart Martin Sittler ausbaden musste. „Er hat seine Aufgabe als einziger perfekt erfüllt“, lobte folglich der ERG-Coach.


Für ihre tollen Kostüme wurden Pirat Alexander, Biene Lara, Polizist Christian, Hase Sara, „Ron Weasley“
mit einem Spargutschein der Märkischen Bank prämiert, für Darth Vader Timo und Ninja Tobias gab es
eine kleine süße Belohnung. (Foto: Tim Graumann)

Die Iserlohner hatten in Kooperation mit der Märkischen Bank zum Familientag eingeladen und - als Bonbon - entsprechend des närrischen Wochenendes zu einem Kinder-Kostümwettbewerb aufgerufen. So kamen immerhin fast 200 Zuschauer an den Hemberg, die sportlich zwar kein Highlight geboten bekamen, aber immerhin 12 ERGI-Tore bejubeln konnten. Dies reichte den Sauerländern, um - auch durch den Herringer 6:2-Sieg über Cronenberg - nun wieder die besten Karten im Kampf um den ersten Tabellenplatz inne zu haben.

Es war den ERGI-Cracks von Beginn an anzumerken, dass sie die Aufgabe gegen das Schlusslicht nicht so recht ernst nahmen. Zwar hatte Carlos Nunez schon nach 104 Sekunden zum 1:0 getroffen, doch dieses frühe Tor hemmte die Hausherren letztlich noch mehr. Es schien schlicht zu einfach, Recklinghausen zu bezwingen.

Dass auch die RHCler ihr Handwerk verstehen, wurde schnell klar, denn Iserlohns Schlussmann Martin Sittler musste in der Folgezeit häufiger eingreifen, als es seinem Trainer lieb war, um den Ausgleich zu verhindern. So war es auch bezeichnend, dass der Favorit nur per Strafstößen von Kai Milewski (6./Penalty) und Andre Costa (8./Direkter nach blauer Karte für Niklas Nohlen) zu weiteren Treffern kam - und Marius Schürmann kurz darauf auf 1:3 verkürzte.

Folglich spornte ERGI-Trainer Quim Puigvert seine Mannen immer wieder zu mehr Tempo an, doch zu oft vergeblich. Die Iserlohner kamen über den Stresspegel eines Trainingsspiels nicht hinaus. Da aber die RHC-Angriffe zwar engagiert, letztlich aber erfolglos blieben, gab es auch keinerlei Konsequenzen. Andre Costa (16.) und Jorge Fonseca (23.) sorgten mit ihren Beiträgen zum 5:1-Pausenstand für die wenigen Iserlohner Lichtblicke, zu denen bei wohlwollender Zählweise noch drei Pfostentreffer von Andre Costa (14.), Timon Henke (17.) und Sebastian Glowka (19.) gehörten.

Nach dem Seitenwechsel war es Kai Milewski, der mit einem Blitzstart nach nur 30 Sekunden das halbe Dutzend voll machte. Danach aber taten die Iserlohner weiterhin nicht mehr als unbedingt notwendig. Wohlwissend, dass ihr Erfolg nicht mehr gefährdet werden konnte. Andre Costa mogelte den Ball zum 7:1 über die Linie (35.), wenig später versäumte Kim Paape per Penalty den zweiten Ehrentreffer für das Liga-Schlusslicht (39.).

Den Vestern war hoch anzurechnen, dass sie trotz aussichtsloser Lage weiterhin munter mitmischten und Martin Sittler noch die eine oder andere Prüfung abverlangten. Über weitere Tore freuten sich aber letztlich nur die Iserlohner, wobei sie vor auch Nutzen daraus zogen, dass RHC-Torwart Dennis Jakubiak „Blau“ sah und an seiner Stelle Feldspieler Sebastian Sowade zwischen die Pfosten musste. In den nun folgenden zwei Minuten erhöhten Timon Henke (45./Direkter), Christopher Hegner (46.) und Sebastian Glowka (47.) auf 12:1. Zuvor hatten bereits Sergio Pereira (41.) und Carlos Nunez (42.) eingenetzt, so dass am Ende alle ERGI-Akteure auf der Torschützenliste standen.

ERG Iserlohn: M. Sittler, M. Berenbeck; C. Nunez (2), A. Costa (3), K. Milewski (2), S. Glowka (1), C. Hegner (1), J. Fonseca (1), S. Pereira (1), T. Henke (1).

RHC Recklinghausen: D. Jakubiak (45.-47. S. Sowade); L. Sowade, D. Schneider, K. Paape, T. Leopold, N. Nohlen, M. Schürmann (1), S. Sowade, D. Cholewinski.

Torfolge: 1:0 (2.) C. Nunez, 2:0 (6./Penalty) K. Milewski, 3:0 (8./Direkter) A. Costa, 3:1 (16.) M. Schürmann, 4:1 (16.) A. Costa, 5:1 (23.) J. Fonseca, 6:1 (26.) K. Milewski, 7:1 (35.) A. Costa, 8:1 (41.) S. Pereira, 9:1 (42.) C. Nunez, 10:1 (45./Penalty) T. Henke, 11:1 (46.) C. Hegner, 12:1 (47.) S. Glowka.

Schiedsrichter: M. Wittig / A. Feiteira.

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Recklinghausen 4 min (N. Nohlen/8. - D. Jakubiak/45.)

Teamfouls: Iserlohn 9 – Recklinghausen 11

Die übrigen Spielergebnisse:
RESG Walsum - IGR Remscheid 2:6 (2:3)
SK Germ. Herringen - RSC Cronenberg 6:3 (2:2)

Tabelle nach dem 13. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
Germania Herringen
13
10
1
2

85:37

+48
31
2.
ERG Iserlohn
12
9
2
1
81:33
+48
29
3.
RSC Cronenberg
13
9
2
2
91:35
+56
29
4.
IGR Remscheid
12
7
2
3
68:49
+19
23
5.
RSC Darmstadt
12
7
2
3
63:45
+18
23
6.
SC Bison Calenberg
13
5
1
7
74:84
-10
16
7.
RESG Walsum
13
4
2
7
64:68
-4
14
8.
TuS Düsseldorf-Nord
13
3
1
9
43:72
-29
10
9.
Valkenswaardse RC
13
2
1
10
58:91
-33
7
10.
RHC Recklinghausen
12
0
0
12
27:140
-113
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

22. Februar 2014

 

Erhobenen Hauptes aus Euroliga verabschiedet

European League - Gruppe C, 6. Spiel: Hockey Valdagno - ERG Iserlohn 6:2 (4:0)

„Es war noch einmal eine gute, solide Vorstellung“, zeigte sich Ralf Henke, der in Valdagno als Coach fungiert, mit der Abschlussvorstellung der Waldstädter zufrieden. In der ersten Hälfte lief es zwar nicht so wie gewünscht, doch unter dem Strich blieben die Iserlohner im Soll. Einzig die Nachricht über die Dauer der Sperre für Patrick Glowka trübte die Stimmung: Der ERGI-Torwart wurde für sechs Spiele suspendiert. „Da müssen wir mal sehen, ob wir das so hinnehmen“, ließ sich Ralf Henke jedoch alle Optionen offen, gegebenenfalls gegen das Strafmaß Einspruch zu erheben. Sollte es so bestehen bleiben, hätten die Iserlohner im Falle einer erneuten Euroliga-Qualifikation jedenfalls nur einen Top-Torwart zur Verfügung.

Zum Spiel: Valdagno hatte bereits vor dem Spiel den Gruppensieg sicher und hätte somit locker aufspielen können. Doch die Venetier wussten auch, dass sie die Iserlohner, die zum dritten Mal zu Gast waren, nicht unterschätzen durften. Und dies nicht nur aufgrund der ERG-Vorstellung zwei Wochen zuvor gegen Reus, sondern auch durch die Erinnerungen an die ersten beiden Gastspiele der Sauerländer. Entsprechend bot Valdagno von Beginn an seine Topspieler auf und machte mächtig Druck.

Dem hielt die Iserlohner Abwehr um Torwart Lukas Kost, der sich im weiteren Verlauf mehrfach Szenenapplaus der gut 600 Zuschauer verdiente, aber stand. Doch nach vorne wollte den Sauerländern nicht viel gelingen, bereits jetzt machte sich das Fehlen von Andre Costa (er stand nach seiner Handverletzung lediglich als zweiter Torwart parat) bemerkbar. Carlos Nicolia war es schließlich, der die Hausherren in Führung brachte (6.).

Der Rückstand beflügelte paradoxerweise die Iserlohner, die nun kräftig Gas gaben und durch Jorge Fonseca (10./13.) zwei erstklassige Ausgleichschancen hatten. Doch mitten in diese Drangphase der Deutschen schlugen die Azzuri erneut zu: Mit ihrem Dreifachschlag entscheiden Sergio Festa (15.), Carlos Nicolia (15.) und Diego Nicoletti (18.) die Partie im Grunde schon. Bis zur Pausensirene bewahrte ERG-Schlussmann Lukas Kost sein geschocktes Team vor einem noch deutlicheren Rückstand.

Wieder zurück auf dem Spielfeld waren es im zweiten Durchgang aber dann wieder die Iserlohner, die einige Akzente setzten, aber stets an Hockey-Keeper Riccardo Gnata scheiterten. Matia Platero führte in der 32. Minute einmal mehr die Kaltschnäuzigkeit der Venetier vor, als er einen Nachschuss aus gut zehn Metern trocken einnetzte.

Die Iserlohner bewiesen aber Moral, ließen sich von dem Rückstand nicht beirren und zogen weiterhin ihr Ding durch. Die Belohnung war das 1:5 durch Kai Milewski (39.), der bei einer verunglückten Abwehraktion gegen Sergio Festa aber portwendend den Gastgebern zu einem Penalty verhalf, den Carlos Nicolia knallhart verwandelte. Das letzte Wort hatten indes die Sauerländer, für die Kai Milewski (48.) zum 2:6-Endstand traf, nachdem kurz zuvor Timon Henke einen an Sergio Pereira verursachten Penalty vergeben hatte (44.).

Hockey Valdagno: R. Gnata, D. Pertegato; D. Nicoletti (1), C. Nicolia (3), G. Cocco, M. Tataranni, S. Festa (1), M. Rodriguez, M. Platero (1), A. Bicego.

ERG Iserlohn: L. Kost, A. Costa; C. Nunez, K. Milewski (2), C. Hegner, J. Fonseca, S. Pereira, T. Henke.

Torfolge: 1:0 (7.) C. Nicolia, 2:0 (15.) S. Festa, 3:0 (15.) C. Nicolia, 4:0 (18.) D. Nicoletti, 5:0 (32.) M. Platero, 5:1 (39.) K. Milewski, 6:1 (41.) C. Nicolia, 6:2 (48.) Kai Milewski.

Schiedsrichter: J. Prades / A. Garrote (Spanien).

Zeitstrafen: Valdagno 0 min  – Iserlohn 0 min

Teamfouls: Valdagno 9 - Iserlohn 3

Die übrigen Spielergebnisse:
Reus Deportiu - UD Oliveirense 8:5

Tabelle nach dem 6. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
Hockey Valdagno
6
5
0
1

29:19

+10
15
2.
Reus Deportiu
6
4
0
2
42:27
+15
12
3.
UD Oliveirense
6
3
0
4
32:25
+7
9
4.
ERG Iserlohn
6
0
0
6
16:49
-33
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

15. Februar 2014

 

Der Titelverteidiger zieht souverän ins Viertelfinale ein

DRIV-Pokal, Achtelfinale: SC Bison Calenberg - ERG Iserlohn 2:6 (2:1)

„Wir hatten bestimmt 20 erstklassige Chancen“, hatte ERGI-Trainer Quim Puigvert versucht mitzuzählen, es im Eifer des Gefechts (und im Ärger über das Auslassen eben dieser) letztlich aber sein lassen. Am Ende war es ihm aber egal, denn sechs Schüsse gingen dann doch rein. Dabei war erneut Timon Henke der Mann des Tages. Dieses Mal aber nicht als Torhüter, sondern auf der Gegenseite: Als zweifacher Vollstrecker.

Die Startphase gehörte indes den Gastgebern, die - motiviert durch ihre gute erste Hälfte vor 14 Tagen am Hemberg und den klaren Heimsieg über Remscheid vor Wochenfrist - ihren Heimvorteil nutzten und schwungvoll begannen. Der Lohn: das 1:0 durch Dominik Brandt (4.). Doch bereits kurz danach hatte sich das Blatt im Grunde gewendet, fortan diktierten die Iserlohner das Geschehen. Einziges Manko: An SCB-Torwart Joey van den Dungen bissen sich die Waldstädter die Zähne aus. Selbst einen Direkten nach blauer Karte für Matheus Luther (9.) sowie die folgende Überzahl blieb ohne Erfolg. So kam es, wie es kommen musste, als Calenberg seinen zweiten guten Vorstoß zu Stande brachte und Dominik Brandt abermals frei zum Abschluss kam - 2:0 (21.).

Dieser Zwischenstand spiegelte zwar in keiner Weise das Kräfteverhältnis wider, doch die Iserlohner ließen sich deshalb auch nicht aus der Ruhe bringen. Sie wussten um ihre Qualitäten. Und irgendwann würde das Bison-Tor unter dem Dauerbeschuss auch getroffen werden. Dass es Andre Costa dann noch im ersten Durchgang schaffte, auf 1:2 zu verkürzen, war zwar en wenig glücklich, aber letztlich auch die logische Folge der ERGI-Dominanz (25.).

Nach dem Seitenwechsel spielten den Iserlohnern dann die Gastgeber in die Karten, als sich Dominik Brandt eine Zwei-Minuten-Strafe einhandelte und Andre Costa den zweiten Strafstoß des Tages für die Sauerländer zum 2:2 abschloss (29.). Im weiteren Verlauf hätten die Iserlohner rasch den Deckel auf den Topf legen können, hatten aber weiterhin mit Joey van den Dungen zu kämpfen.

Dann aber ging es plötzlich ganz schnell, innerhalb von knapp 100 Sekunden machte der Titelverteidiger seinen Einzug ins Viertelfinale perfekt. Carlos Nunez netzte zum 3:2 ein (37.), in direkter Folge erhöhten Timon Henke erst auf 4:2 (38.) und schließlich 5:2 (39.). Damit war die Gegenwehr der Hausherren endgültig eingedämmt, einzig deren Schlussmann verhinderte nun einen deutlicheren Iserlohner Erfolg. Nach dem 10. SCB-Teamfoul ließ sich Andre Costa aber seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag nicht nehmen - 6:2 (47.).

SC Bison Calenberg: J. van den Dungen, R. van den Dungen; L. Johansson, S. Leitmann, D. Brandt (2), J. Rocha, K. Doomernik, M. Brandt, M. Luther.

ERG Iserlohn: P. Glowka, M. Sittler; C. Nunez (1), A. Costa (3), K. Milewski, S. Glowka, S. Pereira, T. Henke (2).

Torfolge: 1:0 (4.) D. Brandt, 2:0 (21.) D. Brandt, 2:1 (25.) A. Costa, 2:2 (29./Direkter) A. Costa, 2:3 (37.) C. Nunez, 2:4 (38.) T. Henke, 2:5 (39.) T. Henke, 2:6 (47./Direkter) A. Costa.

Schiedsrichter: T. Ehlert / M. Dowideit.

Zeitstrafen: Calenberg 6 min (M. Luther/9. – D. Brandt/29. & 49.) – Iserlohn 2 min (S. Pereira/49.)

Teamfouls: Calenberg 13 – Iserlohn 6

Die übrigen Ergebnisse des Achtelfinales:
RSC Darmstadt - RHC Recklinghausen 16:1 (8:0)
RSC Cronenberg - HSV Krefeld II 16:1 (7:1)
ISO Remscheid - RESG Walsum 3:15 (1:7)
RESG Walsum II - Germania Herringen 2:13 (1:4)
TSG 1846 Darmstadt - ERSC Schwerte 10:6
Moskitos Wuppertal - TuS Düsseldorf-Nord 3:8 (1:5)
HSV Krefeld - IGR Remscheid 5:7 (3:4)

Im Viertelfinale am 29. März hat die ERG Iserlohn nun Heimrecht und empfängt dann den TuS Düsseldorf-Nord. Die übrigen Paarungen des Viertelfinales lauten:

SK Germania Herringen - IGR Remscheid
RSC Darmstadt - RSC Cronenberg
TSG 1846 Darmstadt - RESG Walsum

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

8. Februar 2014

 

Einfach nur der WAAAAHHHNNNSINNNN!!!!!

European League - Gruppe C, 5. Spiel: ERG Iserlohn - Reus Deportiu 7:11 (4:2)

„Ich bin fix und fertig!“ So ein Spiel wie gegen Reus hatte Quim Puigvert in seiner langen Rollhockey-Karriere noch nicht erlebt. Das musste der ERGI-Trainer erst einmal sacken lassen. Und dann - ungeachtet der Niederlage - war er voll des Lobes „Das war in allen Bereichen 100 Prozent!“ Vor allem aber zog er den Hut vor Timon Henke, der sich erstmals in seiner Laufbahn ins Tor stellte - und dies gleich auf Champions-Niveau.



Timon Henke war als Nottorwart der Held des Tages in einem grandiosen ERGI-Team, das für seinen
unbändigen Einsatzwillen nach dem Spiel ungeachtet der Niederlage von den Fans hoch verdiente
Standing Ovations erhielt. (Fotos: Tim Graumann)

Die Niederlage war letztlich sekundär, die Iserlohner waren die moralischen Gewinner dieses Tages. Einzig Patrick Glowka stand nach dem Schlusspfiff etwas bedröppelt in der Ecke, wusste er doch nur zu genau, dass er mit seiner Kurzschlussreaktion in der 29. Minute sein Team um eine historische Chance gebracht hatte: Ein Sieg über Reus Deportiu.

Torwartprobleme? Formtief? Von alledem war nichts zu spüren, von Beginn an zeigten sich die Iserlohner von ihrer besten Seite und feierten eine halbe Stunde lang eine Rollhockey-Partie, wie sie einem deutschen Team gegen einen Vertretern der spanischen OK-Liga so wohl noch nie gelungen ist. Mit 5:2 führten die Sauerländer am Hemberg Und dies hochverdient. „Wir hätten heute hier nie und nimmer gewonnen, wenn nicht die rote Karte gekommen wäre“, konstatierte noch nach dem Schlusspfiff Reus Weltklassespieler Jordi Adroher.


Maß genommen und abgezogen: Dieser Schuss von Sergio Pereira ging zwar nicht ins Ziel, doch die
Iserlohner waren an diesem Tag das klar bessere Team. (Foto: Tim Graumann)

Zunächst sah alles nach den üblichen Euroliga-Mechanismen aus. Iserlohn trat gegen die mit viel Schwung startenden Iberer zwar sehr engagiert auf, verpasste bei Chancen durch Sergio Pereira (4.), Kai Milewski (5.) und Carlos Nunez (7.) aber den möglichen Führungstreffer. Wie leicht es geht, demonstrierte kurz darauf Xavier Costa, der binnen 20 Sekunden zweimal frei zum Abschluss kam und Reus mit 2:0 in Vorlage brachte. Soweit, so unspektakulär.

Doch die Iserlohner gaben nicht klein bei, krempelten die Ärmel hoch und zogen ihr Ding westfälisch stur weiter durch. So war der Anschlusstreffer von Andre Costa nach wunderbarer Vorlage von Kai Milewski auch hoch verdient. Und damit war die Lunte entzündet, denn die Hausherren merken nun, dass an diesem Tag doch etwas anders war: Reus geriet immer mehr in die Defensive, der deutsche Pokalsieger bestimmte nahezu nach Belieben das Geschehen.

Einzig Deportiu-Schlussmann Roger Molina konnte dem ERG-Angriffswirbel noch etwas entgegen setzen. Als dann aber Kai Milewski im Strafraum der Iberer zu Fall kam, ließ sich Sergio Pereira die Chance vom Penalty-Punkt nicht nehmen – 2:2 (21.) Und schon der nächste Anlauf brachte das 3:2 durch Kai Milewski, dessen Schuss von Xavier Rubio in die eigenen Maschen abgefälscht wurde (22.). Und kam hatte Reus realisiert, wie ihnen geschah, war Kai Milewski schon wieder enteilt und netzte zum 4:2 ein (23.).



Dem 4:2-Pausenstand ließ Andre Costa schnell das fünfte Iserlohner Tor folgen. (Fotos: Tim Graumann)

Die Katalanen waren angesichts der Spielfreude ihrer Gastgeber völlig ratlos und konnten sogar froh sein, dass es zum Seitenwechsel nicht noch ein deutlicheres Zwischenresultat gab, denn nach einem erneuten Foul an Kai Milewski konnte Sergio Pereira seinen zweiten Penalty nicht verwerten (24.). Doch das 5:2 war nur kurzfristig verschoben, denn dank einer Meckerei von Jordi Adroher, der dafür eine Zwei-Minuten-Strafe bekam, konnte Iserlohn in Überzahl in den zweiten Abschnitt gehen. In Unterzahl leisteten sich die Gäste ihr zehntes Teamfoul, Andre Costa trat an und verwandelte souverän zum 5:2 (26.).

Zu diesem Zweifel hatte niemand ernsthafte Zweifel, dass der Sieg der Iserlohner noch gefährdet werden konnte. Denn in der Abwehr rührten die Sauerländer regelrecht Beton an, die wenigen Distanzschüsse von Reus waren für Keeper Patrick Glowka stets sichere Beute. So wurde dem 3:5 durch Albert Casanovas, der bei einem Freistoß eine Lücke gefunden hatte, auch keine große Beachtung geschenkt (27.), denn schon in den nächsten Minuten waren die Iserlohner drauf und dran, ihr halbes Dutzend voll zu machen.



Abbruch oder weiterspielen? Mit der roten Karte für Patrick Glowka endete zwar die ERGI-Rollhockey-
Partie, doch nach längerer Diskussion sprangt spontan Timon Henke in den Bresche. So brachten die
tapferen Waldstädter die Partie zumindest erhobenen Hauptes zu Ende. (Fotos: Tim Graumann)

Dann aber ließ sich Patrick Glowka von Jepi Selva zu einer Tätlichkeit hinreißen – und sorgte mit einem Schlag für Ernüchterung bei den Sauerländern (29.). Die hatten mit Jorge Fonseca nur pro forma einen zweiten Torwart aufgeboten und wollten schon abbrechen, als sich Timon Henke die Torwartkluft überstreifte und wagemutig ins Getümmel schmiss. Immerhin eine Minute überstand der Torhüter-Novize, der im weiteren Verlauf einige sehr gute Szenen hatte, ehe Xavier Costa zum 4:5 traf (30.). Den Ausgleich ließ Timon Henke, der mit Marc Berenbeck hinter der Torbande seinen persönlichen Torwartflüsterer hatte, erst in der 33. Minute zu, als Marc Olle zum Direkten antrat. Christopher Hegner hatte im direkten Gegenzug sogar die Führung wieder auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten. Dann zog Reus binnen der weiteren zwei Minuten durch Albert Casanovas, Xavier Costa und Jepi Selva auf 8:5 davon (38.). Drohte nun eine völlige Demontage?

Dazu kam es nicht, weil die Iserlohner sich aus ihrer Schockstarre befreiten und Reus mit großem Kämpferherz die Stirn boten. Als Sebastian Glowka (35.) und Carlos Nunez (36.) binnen weniger Sekunden wieder auf 7:8 verkürzten, sah es für einen Moment tatsächlich noch einmal danach aus, als ob den gehandicapten Sauerländern das Unmögliche gelingen könnte.

„Ausgleich! - Ausgleich!“, skandierten die 400 Zuschauer, zumal Timon Henke gegen Xavier Costa (38.) und Jordi Adroher (39.) zwei Glanzparaden gelangen. Doch vorne fehlte nun die Konzentration und Kraft, so dass Xavier Rubio (40./42.) und Marc Olle (46.) dem Iserlohner Wahnsinn ein rasches Ende bereiteten.

ERG Iserlohn: P. Glowka (ab 29. T. Henke), J. Fonseca; C. Nunez (1), A. Costa (2), K. Milewski (2), S. Glowka (1), C. Hegner, S. Pereira (1).

Reus Deportiu: R. Molina, A. Catal; X. Rubio, J. Salvat, X. Costa (6), A. Casanovas (2), J. Selva (1), M. Olle (2), J. Adroher.

Torfolge: 0:1 (7.) X. Costa, 0:2 (7.) X. Costa, 1:2 (12.) A. Costa, 2:2 (21./Penalty) S. Pereira, 3:2 (22.) K. Milewski, 4:2 (23.) K. Milewski, 5:2 (26./Direkter) A. Costa, 5:3 (27.) A. Casanovas, 5:4 (30./Überzahl) X. Costa, 5:5 (33./Direkter) M. Olle, 5:6 (33.) A. Casanovas, 5:7 (35.) X. Costa, 5:8 (35.) J. Selva, 6:8 (35.) S. Glowka, 7:8 (36.) K. Milewski, 7:9 (40.) X. Costa, 7:10 (42.) X. Costa, 7:11 (36.) M. Olle.

Schiedsrichter: R. Leao / J. Vieira (Portugal).

Zeitstrafen: Iserlohn 0 min – Reus 2 min (J. Adroher/25.)

Rote Karte: P. Glowka (29./Iserlohn)

Teamfouls: Iserlohn 6 - Reus 15

Die übrigen Spielergebnisse:
UD Oliveirense - Hockey Valdagno 5:2

Tabelle nach dem 5. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
Hockey Valdagno
5
4
0
1

23:17

+6
12
2.
Reus Deportiu
5
3
0
2
34:22
+12
9
3.
UD Oliveirense
5
3
0
2
27:17
+10
9
4.
ERG Iserlohn
5
0
0
5
14:43
-29
0

ERG Iserlohn – Pressestelle

 
       
 

1. Februar 2014

 

Halbe Leistung reichte gegen Calenberg am Ende zum Erfolg

1. Bundesliga, 11. Spiel: ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg 4:3 (1:3)

Das Formtief der ERGI-Cracks hält weiterhin an, was für Trainer Quim Puigvert aber auch nicht weiter verwunderlich ist: „Die Akkus unserer Nationalspieler sind leer“, nennt er den Hauptgrund für das Leistungstief, weiß aber auch, dass die angespannte Torhüterlage nach dem unerwarteten Abschied von David Diaz Cosme - er bestritt gegen die Bisons sein letztes Spiel für Iserlohn - und die Souveränität des ersten Saisondrittels ihren Teil an der mentalen Misere haben. „Es lief anfangs zu gut, jetzt werfen uns kleinste Unsicherheiten aus der Bahn.“


Iserlohns neuer Stadtmarketing-Direktor Martin Bußkamp (M.) wählte für seinen ersten Besuch einer
Sportveranstaltung in Iserlohn die Bundesliga-Partie zwischen der ERG Iserlohn und dem SC Bison
Calenberg und wurde von Quim Puigvert und Ralf Henke herzlich empfangen. (Foto: Tim Graumann)

So wirkten die Iserlohner auch bei ihrem Heimdebüt im neuen Jahr ungewohnt unsicher, insbesondere in der Abwehr fehlt es momentan an der Zuversicht. Und das führt zu verhängnisvollen Fehlern, die das mentale Loch noch weiter aufreißen. So war ein Foul von Carlos Nunez in der sechsten Minute einem vorangegangenen Missverständnis geschuldet, die resultierende blaue Karte brachte den Bison in Überzahl durch Leif Johansson das 1:0 ein (7.).

Andre Costa ließ zwar recht schnell den Ausgleich folgen (10.), doch der Treffer verfehlte seine durchrüttelnde Wirkung bei den Sauerländern, die weiterhin völlig neben der Spur agierten. Und so hatte SCB-Torjäger Milan Brandt frei Bahn, um die Niedersachsen erneut in Vorlage zu bringen (12.). Dass es nicht noch Schlimmer wurde, verdankten die Hausherren einzig und alleine ihrem Schlussmann David Diaz Cosme, der sich bei seinem Abschied noch einmal von seiner besten Seite zeigte und auch den zweiten gegnerischen Direkten des Tages nach „Blau“ für Christopher Hegner parierte (19.). Diese Unterzahl überstand die ERGI zwar schadlos, doch kaum wieder komplett, verloren die Sauerländer Leif Johansson aus den Augen, der somit zum 3:1 abschließen konnte (22.).

In der Pause sammelten sich die Iserlohner dann aber, richteten ihre zuvor vornehmlich auf Milan Brandt konzentrierte Taktik etwas breiter aus - und kamen endlich mit mehr Schwung zurück auf das Parkett. Diese geringfügige Leistungssteigerung (Quim Puigvert: „Immer noch weit von der Bestform entfernt!“) reichte aus, um den Bisons nun die Stirn zu zeigen. Sergio Pereira verkürzte umgehend nach Widerbeginn (29.), Kai Milewski glich nur wenig später dann auch (33.).

In der Folge war es ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften mehrfach den Führungstreffer versäumten. Held des Tages wurde dabei immer mehr David Diaz Cosme, dessen wichtigste Parade in der 46. Minute verbucht wurde, als er nach 10. ERGI-Teamfoul den Direkten von Dominik Brandt gekonnt entschärfte. Der Calenberger avancierte im Gegenzug zur tragischen Figur des Matches, denn wenig später verursachte er das 10. Teamvergehen der Gäste, worüber er sich derart echauffierte, dass umgehend der blaue Karton folgte.

Da Andre Costa sich bei der Ausführung des Strafstoßes eiskalt zeigte und zum 4:3 für die Sauerländer einklinkte, auf der Gegenseite der Sportclub nun aber auf eine wichtige Stütze verzichten musste, war dies der Zeitpunkt der Entscheidung. Die Iserlohner ließen sich jedenfalls die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und wahrten damit ihre Ungeschlagenheit in eigener Halle.

ERG Iserlohn: D. Diaz Cosme, M. Sittler; C. Nunez, A. Costa (2), K. Milewski (1), S. Glowka, C. Hegner, S. Pereira (1), T. Henke.

SC Bison Calenberg: A. Fragapane, J. van den Dungen; L. Johansson, E. Rhein, S. Leitmann, D. Brandt, R. Johansson (2), M. Brandt (1), M. Luther.

Torfolge: 0:1 (7./Überzahl) L. Johansson, 1:1 (10.) A. Costa, 1:2 (12.) M. Brandt, 1:3 (22.) L. Johansson, 2:3 (29.) S. Pereira, 3:3 (33.) K. Milewski, 4:3 (47./Direkter) A. Costa.

Schiedsrichter: C. Nistroy / L. Nistroy.

Zeitstrafen: Iserlohn 4 min (C. Nunez/6. – C. Hegner/19.) – Calenberg 2 min (D. Brandt/47.)

Teamfouls: Iserlohn 11 – Calenberg 10

Die übrigen Spielergebnisse:
IGR Remscheid - RSC Darmstat 5:1 (2:1)
TuS Düsseldorf-Nord - RSC Cronenberg 0:10 - W
Valkenswaardse RC - RESG Walsum 6:6 (1:1)
Germania Herringen - RHC Recklinghausen 10:1 (6:0)

Tabelle nach dem 10. Spieltag

Platz Mannschaft
S
G
U
V
Tore
Diff.
Pkt.
1.
Germania Herringen
12
9
1
2

79:34

+45
28
2.
ERG Iserlohn
11
8
2
1
69:32
+37
26
3.
RSC Cronenberg
10
7
2
1
71:25
+46
23
4.
IGR Remscheid
10
6
2
2
57:39
+18
20
5.
RSC Darmstadt
10
5
2
3
51:42
+9
17
6.
RESG Walsum